S. L. Crest: Phönixkrone

In diesem Königreich wird der Thronfolger nicht nach Geburtsrecht bestimmt, stattdessen steht es Menschen aus dem ganzen Land frei, am Prinzenkampf teilzunehmen und als Sieger die Krone zu erben. Die meisten Teilnehmer sind adelig; nur manchmal sieht man solche aus dem einfachen Volk – und nur wirklich selten ist es einer Frau möglich, teilzunehmen.

Alissa ist die einzige Frau, die in übernatürlichen Arenen gegen Magie und gegen die anderen Teilnehmer kämpft. Allein diese Tatsache bringt ihr so viel Feindseligkeit ein, dass sie bereit ist, das Bündnis anzunehmen, das ihr von Nardul, einem undurchschaubaren Adeligen, angeboten wird.

In ihrem Kampf um Leben und Tod kommen sie sich näher – doch letztendlich kann nur einer von ihnen siegen und keiner ist bereit, aufzugeben …

„Phönixkrone“ besticht durch seine originellen Figuren, die sich auch nach der Hälfte des Buches noch nicht ganz greifen lassen und allein durch ihre ungewisse Vergangenheit eine stetige Spannung aufrechterhalten. Ein atemberaubender Plottwist hängt von vornherein in der Luft. Dieser Fantasyroman fühlt sich fast wie ein Krimi an, so wie man miträtselt, was die Motivation der Protagonisten sein könnte. Das ist ein sehr interessanter Ansatz, der verspricht, sich auch im zweiten Band entsprechend zu entwickeln.

Es ist ein sehr feministischer Fantasyroman, der die Probleme einer Frau in männerdominierten Machtstrukturen aufzeigt. Sucht man also eine fantastische Welt, um der realen für ein paar Seiten zu entkommen, ist man hier an der falschen Stelle.

Inhaltlich besteht das ganze Buch aus Gewalt und Kampfhandlungen. Das muss man natürlich mögen, aber ich bin ehrlich gesagt erstaunt, wie gefesselt ich trotz der gewissen Eintönigkeit war, die mit ständigen Kämpfen einhergeht. Obwohl nur lose skizziert, zieht die neue Welt einen sofort in den Bann.

Eine Leseempfehlung für alle Highfantasy-Fans!

S. L. Crest: Phönixkrone.
Piper, April 2026.
441 Seiten, Paperback, 17,00 €.

Diese Rezension wurde verfasst von Isabella M. Banger.

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