Karoline Adler (Hg.): Neue Gute-Laune-Geschichten

Na, heute schon gelacht? Wenn nicht, dann ab zum Buchhändler! Denn erfrischend lustig – das sind die neuen Gute-Laune-Geschichten. Eine bunt gemischte Anthologie mit 26 Kurzgeschichten vieler bekannter Autoren. Darunter z.B. Horst Evers, Dora Heldt, Tommy Jaud, Wladimir Kaminer und viele andere. Thematisch ist alles dabei, von Aufräumen (geeignet zum Selbst-testen), Wandern (kann nämlich auch Spaß machen 😉), chinesische Medizin bis hin zu Hochzeit und Vorsorgeuntersuchung.

Wer noch eine unterhaltsame Durchhalte-Lektüre an unmotivierten Tagen bis zum langersehnten Sommerurlaub sucht oder einfach mal lachen möchte, ist mit diesem Büchlein sehr gut beraten.

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Lisa Eckhart: Boum

Ein bitterböse Satire – echt Lisa Eckhart eben! Viel Sex, wahnwitzige Einfälle und jede Menge Schläge unter die Gürtellinie. Vom Bodyshaming zur Islamophobie, von Obdachlosen, Freaks, Femen-Aktivistinnenbis z u Männern mittleren Alters mit Hang zu schnellen, großen Autos – sie alle bekommen im zweiten Roman der Kabarettistin gehörig ihr Fett weg. Wer Wordplays mag und tiefschwarzen Humor nicht scheut, wird sich bestens unterhalten fühlen. Allerdings serviert uns Lisa Eckhardt weniger eine stringente Story mit Spannungsaufbau, als eine Aneinanderreihung absonderlicher Szenen. Ein „Boum“ – aka Knaller – folgt hier auf den nächsten. Wobei Boum auch für die titelgebende Figur steht, einen Terrorexperten, der außer Eskalation und gebrochenen Frauenherzen nicht viel auf die Reihe bekommt. Für ihren Plot entführt uns die in Österreich geborene Autorin nach Paris, wo sie selbst einmal studiert hat.

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Isabel Bogdan: Der Pfau

Bei einem Banker-Teambuilding auf dem Landgut in den schottischen Highlands geht einiges schief. Ausgangspunkt ist ein verrückt gewordener Pfau, der alles angreift, was blau ist. Der resolute Vogel macht selbst vor Autos und Mode nicht Halt. Lord und Lady McIntosh, Besitzer des Landsitzes, müssen zu drastischen Mitteln greifen. Diese ziehen einen Rattenschwanz oder vielmehr ein Pfauenrad an kuriosen Missverständnissen und Vertuschungsaktionen nach sich.

Die Kölner Autorin Isabel Bogdan beweist einen feinen Humor. Ihr Romandebüt wurde erstmals 2016 aufgelegt und schaffte es damals auf die Shortlist zum Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels. 2023 wurde das Buch mit renommierten Schauspielern wie Tom Schilling und David Kross verfilmt. Wer dieses großartige, amüsante Werk noch nicht kennt, hat jetzt in der Taschenbuchausgabe des KiWi-Verlags (mit stylishen, metallicblauen Pfau auf dem Cover), die Gelegenheit dazu!

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Miriam Böttger: Aus dem Haus

Lassen Sie sich vom Buchtitel nicht täuschen. In diesem urkomischen und gleichzeitig feinfühligem Debüt der ZDF-Journalistin Miriam Böttger geht es nicht etwa um Heranwachsende, die das Elternhaus verlassen. Ganz im Gegenteil. Im Mittelpunkt steht ein Best Ager Ehepaar, das sein Eigenheim verkauft. Eine Situation, die gleichfalls herbeigesehnt, wie gefürchtet wird. Einerseits machen die Eltern der Erzählerin das „Scheißhaus“ für all ihr Übel verantwortlich, das damit begann, vom sonnig-fröhlichen Weinheim ins betulich-kühle Kassel zu ziehen. Anderseits verfallen sie in panische Nostalgie, als der Umzug tatsächlich ansteht.

In ihrem Roman stellt die Autorin die oftmals mit „typisch deutsch“ assoziierte Charaktereigenschaft dar, das Glas stets halb leer, statt halb voll zu sehen. Und gleichzeitig doch nichts an den Umständen zu ändern, nach dem Motto: „Von zwei Möglichkeiten nehme ich das Übel, das ich zumindest schon kenne.“ Obwohl die Familie gut situiert ist und eigentlich alles hat, will sich kein echtes Glück einstellen.

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Eleanor Elliot Thomas: Das Gegenteil von Erfolg

Es ist einfach zu köstlich, mitzuerleben, wie zwei Freundinnen unaufhaltsam auf die größten Katastrophen ihres Lebens zusteuern. Sämtliche Versuche das Unglück abzuhalten, sind absolut kontraproduktiv und befeuern die Probleme eher. Könnte allerdings auch an den gewählten Methoden liegen. Denn weder Alkohol noch Affären, weder modische Jumpsuits noch eine erfundene „Schamkrebs“-Erkrankung, weder übereifrige Streberkollegen noch militante Klimaaktivsten tragen zur Deeskalation der Sachlage bei.

Selten war Scheitern witziger!

Eigentlich sollte es der Tag des Triumphs für die 38-jähriger Australierin Lorrie werden. Die zweifache Mutter hat zwar mit einigen Pfunden zu kämpfen, doch sie hat einen Mann, der sie liebt, zwei bezaubernde Töchter und nun auch noch eine Beförderung als Teamleiterin bei der Stadtverwaltung in Aussicht. Zudem soll heute Abend ihr Projekt „Green Cities“ eingeweiht werden – großflächige Dachbegrünungen auf dem Glup Center for Contemporary Art. Das Gebäude gehört einem nicht ganz unumstrittenen Öl-Magnaten, Multimillionär und Mitsponsor des Projektes. Leider entwickelt sich der schicksalsträchtige Tag ganz anders, als erwartet.

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Maz Evans: Over My Dead Body

Als die unausgeglichene Ärztin mit Alkoholikerhintergrund Miriam Price tot in ihrer Wohnung aufgefunden wird, sind sich alle einig: Tod durch Missgeschick. Ein Rückfall zum Trinken, zu viele Schlaftabletten und ein trauriges, aber logisches Ende für die kluge, aber unausstehliche Frau. So denkt der Voruntersucher bei Gericht, so denken Ehemann, Freunde und Familie.

Miriam denkt das nicht. Sie weiß: Sie wurde ermordet. Und nun muss sie es beweisen. Zu blöd, dass ihre alte Nachbarin und ehemalige Erzfeindin Winnie die einzige ist, die sie sehen kann. Um nicht die nächsten fünfzig Jahre in einem Zwischenzustand gefangen zu sein und endlich in die Eternity übergehen zu können, muss Miriam trotzdem dringend herausfinden, wer sie ermordet hat.

Nur leider war sie in ihrem Leben nicht nur eine begabte Ärztin, sondern auch eine sehr verbitterte Frau mit mehr Feinden, als sie aufzählen kann. Ein lustiger, trauriger und emotionaler Wettlauf gegen ihren eigenen Mörder beginnt – und dieser hat nicht zum letzten Mal getötet …

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Hallgrímur Helgason: 60 Kilo Kinnhaken

Es ist die wohl lustigste Defloration der Literaturgeschichte: Wie der 19-jährige Gestur zu Beginn des 20. Jahrhunderts während der uralten Sitte des „Trockenlegens“ seine Unschuld verliert, ist eines der witzigsten Highlights in diesem 670 Seiten starken Roman! Überhaupt ist der Titelheld aus „60 Kilo Sonnenschein“, dem ersten Band von Helgasons historischer Islandromanreihe, erwachsen geworden. Zumindest auf körperlicher Ebene. Er hat einen regelrechten Lauf bei Frauen, wenngleich nicht jede Liebschaft ein glückliches Ende nimmt.

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C. K. McDonnell: Love will tear us apart

Manchester ist berühmt für seine zwei namenhaften Fußballclubs, dazu gibt es einige alte Häuser und eine Zeitung, wie es sie im UK nirgends sonst gibt! Die Stranger Times widmet sich in den Artikeln all dem, was seriöse Zeitungen nicht mal mit der Kneifzange anfassen. UFO-Sichtungen, das Monster von Loch Ness, Vampire und Dämonen, selbst Engel und Ehefrauen von Autobahnen werden hier gewürdigt.

Kopf hinter der Zeitung ist deren Herausgeber Vincent Bancroft. Einst war er der Enthüllungsjournalist schlechthin, ein Mann, der mehr Politiker und Banker entlarvt und auf die Anklagebank geschickt hat, als all seine Kollegen zusammen. Dann starb seine Frau – der krasse Absturz folgte.

Die Stranger Times, sein cholerischen Naturell und die Flasche mit dem Hochprozentigen sind nun seine Begleiter. Doch dann fasst er plötzlich und unerwartet Hoffnung. Könnte es sein, dass seine Frau doch noch irgendwie präsent ist, dass sie ihm Nachrichten, Hilferufe aus dem Grab sendet?

Bancroft kümmert sich nur mehr um diese, seine neue Obsession, Hannah, seine Vertreterin, hat überraschend fristlos gekündigt, um sich in eine Wellnessoase zu begeben. Hier soll sie im Auftrag der Begründer, unsterblicher Magier, die die Welt aus der zweiten Reihe heraus regieren, dem Rätsel um den sprunghaften und letztlich letalen Auswirkung bei den Insassen des Instituts auf die Spur kommen.

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Rafik Schami: Mein Sternzeichen ist der Regenbogen

„Mein Sternzeichen ist der Regenbogen“ von Rafik Schami ist ein Buch, dass Ihnen ein Dauerschmunzeln aufs Gesicht zaubern wird! Niemand schreibt so charmant, gewitzt, herzlich und intelligent über die Katastrophen und Kuriositäten des Alltags wie Rafik Schami. Ganz egal, ob es sich um die Missverständnisse zwischen Männern und Frauen handelt oder ob verschiedene Kulturen aufeinandertreffen: Die Fettnäpfchen oder vielmehr Sprengstofffallen des gesellschaftlichen Miteinanders lauern überall. Mal bricht der orientalische Märchenerzähler in den Geschichten hervor, mal betrachten wir die Geschichten aus den Augen der Pfälzer Frohnatur. Der in Syrien aufgewachsene und 1971 nach Deutschland emigrierte Rafik Schami brilliert mit seinem literarischen Facettenreichtum. Seine Geschichten sind von einem optimistischen, humanistischen Grundtenor durchzogen. Selbst wenn er Themen wie den Tod oder das Ende einer Liebe abhandelt. Ein Buch, das man in die Arme schließen und nie wieder zuklappen möchte! Weiterlesen →

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Dietmar Bittrich: Grab tiefer!

Makaber. Respektlos. Äußerst amüsant. Und mit mehr Körnchen Wahrheit versehen, als manchem lieb ist. Dietmar und seine Freunde betreiben ein äußerst klimafreundliches, wenngleich illegales Bestattungsinstitut. Zu diesem Job kamen die seit Corona arbeitslosen Kulturschaffenden eher durch Zufall. Irgendwie muss man sich ja über Wasser halten. Ein Halbmediziner als Leichenbeschauer, ein Halbjurist fürs „Rechtliche“ und ein Halb-Theologe als Trauerredner – alle mit abgebrochenen Studiengängen – was soll das schon schiefgehen? Dank der kuriosen Kundschaft haben die Drei sogar genügend Inspirationen gesammelt, um ein neues Comedyprogramm auf die Beine zu stellen!

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