Anabelle Stehl: Novel Haven: Levels of Love

Willkommen in Novel Haven

Lara und Luca — die passendsten Namen für ein Pärchen, aber sie stehen in Konkurrenz. Auf der bekannten GameChanger treten sie mit ihren Videospielen an, um das dringend benötigte Preisgeld zu gewinnen. Unsicher gegen Selbstsicher. Cozy Game gegen Horror. Beide verarbeiten ihre Vergangenheit im Gamedesign, um ihr endlich entfliehen zu können. Beide kämpfen für ihr Spiel. Beide sehnen sich doch nur nach Liebe. Das Problem: Es kann nur einer gewinnen und es steht mehr auf dem Spiel als nur ihr Herz.

Levels of Love – Liebe im und für das Buch

Gerade in der Romance habe ich manchmal das Problem, die Handlung neben der Liebesgeschichte sehr leicht voraussagen zu können. Aber hier war ich dauerhaft wirklich gespannt auf das Ende, weil beide Perspektiven – aus denen das Buch geschrieben ist – für unterschiedliche Spiele im Wettbewerb angetreten sind, sodass nie klar war, wer am Ende wirklich gewinnt. Eine leichte Grundspannung konnte sich also immer halten und lag gegen Ende ziemlich weit oben.

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Wir werden jung sein

Inhalt

Was wäre, wenn man sich mithilfe von einem Medikament biologisch verjüngen könnte? Dieser Grund-Frage geht Maxim Leo in „Wir werden jung sein“ nach. Vier Protagonisten mit Herzmuskelproblemen nehmen an einer medizinischen Studie zu einem neuen Medikament teil – und werden dabei verjüngt. Das zieht nicht nur eine Änderung der Lebenspläne der Probanden mit sich, sondern entfacht auch gesellschaftlich eine große Debatte. Die Situation bezüglich dieser unerwarteten Nebenwirkungen verschärft sich zunehmend – mit unvorhersehbaren Konsequenzen.

Schreibstil

Maxim Leo schreibt in klarer, verständlicher Sprache über dieses spannende Gedankenspiel. Komplizierte medizinische und biologische Vorgänge werden clever eingebettet in die Diegese auch für Nicht-Naturwissenschaftler erklärt. Leos Schreibstil wirkt dabei wie einzelne Bildstreifen, fragmentarische Bruchstücke aus dem Leben der Protagonisten. Nach und nach verbinden sie diese Stücke, geben dem Leser ein umfassendes Bild über die Thematik.

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Kyra Groh: Breakups and Butterflies

Mara hat alles im Griff – wenn sie nicht gerade den Zwergspitz ihrer Chefin hüten muss und ihr Verlobter Sebastian sich nicht aus heiterem Himmel von ihr trennt und sie aus der Wohnung schmeißt. Plötzlich steht Maras ausgeklügelter Lebensplan kopf, und sie muss sich nicht nur einen Plan B überlegen, sondern auch eine neue Bleibe finden. Fürs Erste fällt ihr da nur das Co-Working-Office ein. Doch dort trifft sie immer wieder auf Marius. Seines Zeichens Filmemacher, wahnsinnig charmant, sieben Jahre jünger, und planlos glücklich. Also definitiv kein Mann für Mara. Bis sie merkt, dass sie ihm nicht nur seinen Joghurt klauen kann, sondern dass manchmal gar kein Plan auch eine Lösung ist.

Das Buch erschien vor einigen Jahren bereits, zum 10-jährigen Jubiläum des Verlags erschien es nun mit einem neuen Cover und Annotationen der Autorin.

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Ruth Kornberger: Die Spur der Bambusbären

Die Frau, die den ersten lebenden Panda in die USA bringt

Nach Büchern über Maria Merian und über die Astronomin Caroline Henschel legt die Autorin nun also einen Roman über die Frau vor, die – um den Traum ihres verstorbenen Mannes zu erfüllen – auf die Jagd geht nach Pandabären in Tibet.

Ruth Harkness – die wirklich gelebt hat – will jedoch kein erlegtes Tier, kein ausgestopftes Museumsstück, sie will einen lebenden Panda fangen. Und reist daher im Jahr 1936 nach China, um von dort eine Expedition nach Tibet zu führen, wo die sagenhaften Bambusbären leben. Von denen noch kaum jemand je ein Exemplar gesehen hat, geschweige denn gefangen.

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Anna Lane: Love, uncovered

Ein PR-Eklat kostet Kim Chiari nicht nur ihren guten Ruf als Grafikdesignerin, sondern auch eine Reihe an Klienten. Als sie in einer Bar den attraktiven und zurückhaltenden Junginvestor Conrad de Wit trifft, kann sie sein unverhofftes Jobangebot daher nicht ablehnen: Weil er aufgrund seines vollen Terminkalenders keine Zeit für Dates hat, soll Kim ihm helfen, die große Liebe zu finden – und ihm bei Test-Verabredungen beibringen, wie man flirtet. Es gibt nur zwei Probleme: Erstens muss die leidenschaftliche Kim mit einer Dating-App konkurrieren, in die Conrad investieren will und die verspricht, für jede Person die passende Seelenverwandtschaft aufzuspüren. Und zweitens muss sie bei den Fake Dates nicht nur über Conrads, sondern auch über ihre eigenen, zunehmend verwirrenden Gefühle den Überblick behalten. Denn obwohl sie so verschieden sind wie Tag und Nacht, knistert es gewaltig zwischen ihnen …

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Anne Freytag: Blaues Wunder

Schein und Abgrund auf offenem Meer

Nach „Lügen, die wir uns erzählen“, das mich mit seiner Zärtlichkeit und schmerzhaften Ehrlichkeit tief berührt hat, schickt Anne Freytag uns diesmal auf offenes Meer – und direkt in die Abgründe hinter makellosen Fassaden. Ganz anders im Ton, aber ebenso brillant.

„Blaues Wunder“ ist kein Wohlfühlroman, auch wenn er sich anfühlt wie Urlaub. Es glitzert, es schmeckt nach Salz und Luxus, doch unter Deck brodelt es:

„Wir sind allein mitten auf dem Meer – wir und der Schein, den wir wahren.“ (S. 17)

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Lily Martin: Sommernächte unter dem Eiffelturm

Ein wunderbarer Wohlfühlroman, gemacht zum Lesen auf der Terrasse oder auf dem Balkon oder im Urlaub unter dem Sonnenschirm. Der Duft von Croissants, café au lait, frischem Baguette und Käse mit einem schönen Glas Wein … das Treiben in den kleinen Sträßchen und Gassen des Montmartre, die Bistros und Boutiquen, kleinen Buchhandlungen und Flohmärkte, all das wird lebendig beim Lesen und Sich-nach Paris-Träumen. Der dritte dieser Sommerromane von Lilly Martin, alias Anne Stern, spielt diesmal zwar nicht im Quartier Latin, aber den einen oder die andere Bekannte aus den früheren Romanen treffen wir dennoch wieder. Jaobine, die alternde Schauspielerin, die immer einen guten Rat parat hat, oder den Lebkuchenverkäufer, der seine Backwaren mit kleinen philosophischen Weisheiten schmückt und jetzt auch mal ein anderes Quartier beglückt. Im Mittelpunkt steht Aurélie, eine junge Schriftstellerin, die vom Verlag gedrängt wird, einen locker-leichten Liebesroman zu schreiben, am besten mit Pool und so, was so grade en vogue ist und auf fast allen Covern zu finden, doch Aurélie hat eine Schreibblockade.

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Brittainy C. Cherry: Wie die Stille unter Wasser

Durch ein schlimmes Erlebnis in ihrer Kindheit hat Maggie May ihre Stimme verloren und kann das Haus nicht mehr verlassen. Sie verschanzt sich mehr und mehr hinter Tausenden von Büchern, und der Einzige, der noch zu ihr vordringen kann, ist Brooks Taylor, der beste Freund ihres Bruders. Nur er glaubt noch daran, dass Maggie eines Tages wieder vor die Tür treten und ein normales Leben führen wird – und das erste Mal seit langer Zeit träumt Maggie auch davon! Sie verliebt sich mit jedem Tag mehr in den aufstrebenden Musiker. Doch dann gelingt Brooks mit seiner Band der große Durchbruch, und er betritt schweren Herzens eine Welt, in die Maggie ihm nicht folgen kann …

Das Buch erschien im Deutschen erstmals 2018, hat nun eine schicke Neuauflage erhalten und das hat mich dazu gebracht, die gesamte Reihe ein weiteres Mal zu lesen. Hierbei handelt es sich um Band drei der Romance-Elements Reihe, man kann die Bücher aber auch unabhängig voneinander lesen.

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Kat Eryn Rubik: Furye

Ich bin verliebt. Verliebt in das Cover, das diese hypnotisch-tropische Melancholie atmet und den Vibe des Romans vorwegnimmt.

Kat Eryn Rubiks „Furye“ zieht auf wie ein Sommergewitter über dem Meer: zunächst leise, dann ohrenbetäubend intensiv.

„Er ahnte nicht, dass ich schon lange vergessen hatte, wie es sich anfühlte, ›einfach nur glücklich‹ zu sein.“ (S. 24)

Die Geschichte von Alec, einer Frau, die zwischen der Leere ihres Erfolgs und den scharfkantigen Erinnerungen ihrer Jugend taumelt, hat mich lange zappeln lassen.

Die Erzählung tanzt auf zwei Zeitebenen: die glühende, wilde Jugend der siebzehnjährigen „Furien“ Alec, Meg und Tess, die wie BFFs durch Feuer und Chaos gehen; Freundschaft, erste Liebe, Selbstzerstörung. Und der kühlen Gegenwart, in der Alec alles erreicht hat und doch nichts fühlt.

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Linn Ullmann: Mädchen 1983

Die Autorin Linn Ullmann ist die Tochter des berühmten Regisseurs Ingmar Bergman und der Schauspielerin Liv Ullmann. Sie gilt als eine der bedeutendsten skandinavischen Autorinnen. Ihre Romane wurden vielfach mit Preisen ausgezeichnet und erscheinen in über zwanzig Sprachen. Eine Rezension zu ihrem vorangegangenen Roman „Die Unruhigen“ ist ebenfalls in unserem Leselust-Portal nachzulesen.

Linn Ullmann versucht sich im Jahr 2021 rückzuerinnern, was fast vierzig Jahre zuvor, im Jahr 1983, vorgefallen ist. Damals war sie sechzehn Jahre alt. Erst jetzt, nach achtunddreißig Jahren, ist sie bereit, nach Antworten zu suchen. Ist alles so gewesen, wie ihre Erinnerungen es vorgeben, oder hat sie Wünsche und Träume in ihrer Fantasie dazugefügt, um Traumatisches auszulöschen? In ihrer Annäherung an die Vergangenheit entsteht diese autofiktionale Erzählung. Wiederholt stößt man im Buch auf den Satz „Das Mädchen, das ich war, und die Frau, die ich bin“.

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