Clare Chambers: Heimliche Zeilen

Reicht nicht an ihre anderen Bücher heran – etwas dröge Story um einen Erfolglosen

Von Clare Chambers’ beiden Büchern „Kleine Freuden“ und „Scheue Wesen“ war ich absolut begeistert. Beide zeichnen sich vor allem durch die Sanftheit aus, mit der die Autorin ihre Figuren darstellt, durch das Ausmaß an Empathie, an Verständnis, an Mitgefühl. In beiden Büchern sind Menschen die Protagonisten, die anders sind als die anderen, die scheu sind, zurückhaltend. Ihre Figuren sind liebevoll gezeichnet und wecken Liebe (auch wenn das arg pathetisch klingt) in der Leserin.

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Brittainy Cherry: Weil wir es uns versprochen haben

Kierras Mann richtet gerne Dinnerpartys aus. Auf einer dieser Partys steht Kierra plötzlich Gabriel gegenüber. Dem Gabriel, mit dem sie früher so eng befreundet war. Der Gabriel, der sich nach einem Unfall an alles, was davor geschah, nicht mehr erinnern kann und sich somit auch nicht an sie erinnert. Die Gefühle von damals sind sofort zurück, und sie aufzuhalten scheint unmöglich. Sie versucht, ihm aus dem Weg zu gehen, was nicht geht, denn er ist der Architekt ihres neuen Hauses. Allerdings versprach Kierra Gabriels Mutter, dass sie sich von ihm fernhält …

Ein Buch, das mitten ins Herz trifft!

Die Autorin beweist, warum sie zu einer der erfolgreichsten Autorinnen im Romance-Bereich gehört. Sie schreibt nicht einfach eine Liebesgeschichte, sondern so viel mehr.

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Kristina Moninger: The First to Fall & In Love at Least

The First to Fall: Die Träume von Jakob zerbrechen, als er mit Freunden auf eine Bergtour geht und sich dort etwas Tragisches abspielt. Von der Polizei verdächtigt, darf er das Land nun nicht mehr verlassen. Zugleich ist er gezwungen, das Chalet seiner Mutter vor dem Ruin zu bewahren. Besessen widmet er sich nun der Aufgabe. Als Aurora kommt und Nachforschungen zum Tod ihrer Schwester anstellt, ohne zu ahnen, welches erschütternde Geheimnis zwischen ihnen steht, fühlen sie sich magisch voneinander angezogen.

Aurora macht gerade so eine Art Selbstfindungstrip mit ihrem Van, dort erreicht sie dann die Nachricht, dass ihre Schwester verunglückt sei, und sie macht sich wieder auf den Weg nach Hause, bald aber auf den Weg zum Unglücksort. Sie muss herausfinden, was passiert ist.

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Julie Caplin: Ein Zuhause im Frühling

Schon das Cover macht fröhlich und sieht nach lauer Frühlingsluft aus. Fröhliches Rot, eine Bank, die zum Träumen im Garten einlädt, und ein Hund, der einen zutraulichen Eindruck macht.

Das fasst die neue Umgebung der Londoner Illustratorin Ella ganz gut zusammen, die für ein halbes Jahr das idyllische Cottage ihrer Patentante in der englischen Countryside hüten soll. Ella ist gerade an einem Punkt, an dem sie sich Gedanken über ihr Leben macht. Einiges ist nicht so gelaufen, wie sie sich das vorgestellt hatte, einiges will sie neu ordnen und sich klar werden, wo ihre Prioritäten liegen sollen. Da kommen das abgelegene Dorf in seiner Überschaubarkeit und Magdas liebevoll gepflegtes, heimeliges Cottage doch gerade recht. Doch mit der Ruhe, von der Ella geträumt hatte, ist nicht viel. Die überaus tatkräftigen und engagierten Dorfbewohner heißen die neue Mitbewohnerin nur allzu gerne und ohne Umschweife, aber auch ohne Ella viel Wahl zu lassen, willkommen und integrieren sie ohne Wenn und Aber in ihre Gemeinschaft. So ungefähr jeden Tag gibt es etwas zu tun, zu organisieren und irgendwo dabei zu sein. Und dann ist da ja auch noch Tess, die gutmütige Labradorhündin, um die Ella sich auch noch kümmern muss. Das wurde ihr so „im Vorbeigehen“ von ihren Eltern aufgedrückt, als diese sie vom nächstgelegenen Bahnhof abgeholt und zu Magdas Cottage gebracht haben. Das passt Ella eigentlich überhaupt nicht in den Kram, mit Hunden hat sie nichts am Hut und kennt sich auch überhaupt nicht damit aus. Das muss sie lernen, ob sie will oder nicht, denn Tess bleibt.

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Lukas Rietzschel: Sanditz

Der deutsche Schriftsteller und Dramaturg Lukas Rietzschel (Jahrgang 1994) schreibt Romane und Theaterstücke. Am 12. März 2026 ist nach „Mit der Faust in die Welt schlagen“ aus dem Jahr 2018 und „Raumfahrer“ aus dem Jahr 2021  sein dritter Roman mit dem Titel „Sanditz“ bei dtv erschienen.

„Sanditz“ von Lukas Rietzschel damals und heute

Mit einem flatternden schwarzen Raben vor hellblauem Grund auf dem Cover kommt „Sanditz“ von Lukas Rietzschel in den Buchhandel. Die Raben spielen gleich zu Beginn des Buches eine Rolle. Im Prolog erzählt Rietzschel in Anlehnung an die Sage „Krabat“ von zehn Raben, die zu Menschen werden und die Statue Otto von Bismarcks auf dem Hügel über Sanditz umstürzen. Und Raben tauchen im weiteren Verlauf der Geschichte immer mal wieder an verschiedenen Stellen auf.

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Charles Lewinsky: Eine andere Geschichte

Mit seinem neuen Roman Eine andere Geschichte beweist Charles Lewinsky einmal mehr, dass er ein Meister darin ist, historische Stoffe mit erzählerischer Fantasie zu verbinden. Diesmal entführt er seine Leser in die frühen Jahre des Films – eine Zeit, in der sich Hollywood gerade erst erfand und Genie, Zufall und technische Neugier oft näher beieinanderlagen als Ruhm und Erfolg.

Im Zentrum steht Curtis Melnitz, eine tatsächlich existierende Figur, die Lewinsky als Ich-Erzähler auftreten lässt. Melnitz blickt zurück auf sein bewegtes Leben zwischen den Anfängen des Stummfilms und den 1950er-Jahren. Dabei begegnet er Größen der Filmgeschichte ebenso wie erfundenen Charakteren. Gerade dieser gelungene Mix aus Fiktivem und Realem macht den besonderen Reiz des Romans aus: Er liest sich zugleich wie ein Stück gelebter Kinogeschichte und wie ein augenzwinkerndes Spiel mit ihren Mythen.

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Megan Nolan: Kleine Schwächen

Kleine Schwächen mit großer Wirkung – beeindruckende Geschichte um Verlorene

Schon allein der Aufhänger des Romans, die Ausgangssituation, ist herausfordernd, für die Figuren wie für die Leserin. Ein kleines Mädchen stirbt und ein anderes kleines Mädchen soll sie getötet haben.

Das Ganze trägt sich zu Anfang der 1990er-Jahre in London. Die dreijährige Mia verschwindet und wird kurz darauf tot aufgefunden. Schnell fällt der Verdacht auf die zehn Jahre alte Lucy. Nicht nur, weil Lucy ein ungewöhnliches Kind ist, mit dem die Nachbarn nicht umzugehen wissen, sondern auch, weil ihre gesamte Familie unangepasst, auffällig ist.

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Holly Renee: Where Good Girls Go To Die

Das Buch ist der erste Band der Good-Girls-Reihe und stellt Liv und Parker in den Mittelpunkt.

Sie ist eine Naturgewalt – selbstbewusst und humorvoll.
Er ist der beste Freund ihres Bruders und damit natürlich tabu.

Dennoch verliebten sie sich als Jugendliche ineinander, brachen sich jedoch gegenseitig das Herz, da eine Beziehung unmöglich erschien.

Vier Jahre später treffen sie wieder aufeinander – und sofort fühlt es sich an, als wäre die Zeit stehen geblieben. Die Gefühle füreinander sind noch da, doch in beiden Leben hat sich einiges verändert.

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Ildikó von Kürthy: Alt genug

Ildikó von Kürthy ist auf dem Schriftstellerparkett eine Garantin für erfolgreiche Frauenliteratur. Ihre Bücher wurden mehr als sieben Millionen Mal verkauft und in 21 Sprachen übersetzt. Ihre stets aktuelle Frauenthematik hat bei den Leserinnen und Lesern einen hohen Wiedererkennungswert.

In ihrem neuen Roman schreibt sie nun vom Älterwerden und vom Alter. Schließlich ist die Zeit auch für die Autorin, die mit ihren Büchern und den Leserinnen und Lesern gereift ist, nicht stehen geblieben.

Humorvoll und mit leichter Selbstironie berichtet Ildikó von Kürthy von ihren Erfahrungen auf dem Heavy-Metal-Musikfestival in Wacken, das sie mit einer Freundin besucht hat. Mit ihren bald sechzig Lebensjahren hat sie mittlerweile andere Ansprüche als noch vor zehn Jahren, muss sie sich eingestehen. Auch nächtliche Geburtstagsfeste mit „Reinfeiern“ entsprechen nicht mehr ganz ihren Vorlieben.

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Martin Suter: Abschalten: Die Business Class macht Ferien

Endlich Ferien! Was für die meisten pure Entspannung bedeutet, stellt sich für die Führungskräfte in diesen Kurzgeschichten als trickreiches Unterfangen heraus. Einige können nicht abschalten, andere wollen nicht, manche meinen zwar abzuschalten, treiben aber durch ihre Bemühungen Familie und Kollegen in den Wahnsinn. Diese brillanten, urkomischen Texte gehören als Urlaubslektüre in jeden Reisekoffer – ganz egal, ob Sie in der Business oder Economy Class unterwegs sind.

Gestresste CEOs am Strand: Fauxpas garantiert!
Stress ist nur die Unfähigkeit, abzuschalten. Blöd nur, wenn man den Schalter nicht findet. Führungskraft Glaser lässt sich dafür mit einer neuartigen Spritze „entkoppeln“. Danach ist er immer noch gestresst, aber nun ist ihm das herzlich egal. Direktor Huber versucht, am Strand zu entspannen. Doch es gelingt ihm nicht, den Strandboy für die in Anspruch genommenen Liegestühle zu bezahlen. Verursacht durch Oben-ohne-Schönheiten, Sand in den Augen und undurchsichtige Unisex-Strandtoiletten wird er in permanente Anspannung versetzt. Ebenso köstlich ist eine Diskussion unter Kollegen über die Erweiterung der eigenen Leistungsgrenze durch eine Himalaya-Besteigung. Die Ehefrau einer Führungskraft sieht mit Schrecken seinen Neujahrsvorsätzen entgegen. Was wird es diesmal sein? Togetherness-Weekends im Schwarzwald, Gourmet-Sundays am heimischen Herd oder gar wieder ein Family-Fitness-Jahr, durch das der eigene Sohn übergewichtig wurde?

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