James Corey: Die Gnade der Götter: The Captive´s War 01

„Ich glaube, jetzt wurden endlich ein paar wichtige wissenschaftliche Fragen beantwortet. Es gibt da draußen fremde Lebensformen, und sie sind Arschlöcher“ (S. 120)

Vor Generationen ging der Kontakt der Siedler von Anjiin zu der Erde verloren. Eine Katastrophe löschte fast die gesamte Population aus, die Überlebenden starteten von Neuem.

Inzwischen haben sie die Zivilisation wieder auferstehen lassen, wird geforscht. Statt Überlebenskampfes nun also Politik um Zuschüsse, Etats, Reputation, Animositäten und Intrigen. Die Menschheit hat sich auch auf ihrem neuen Planeten nicht wirklich geändert.

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Wolf Haas: Wackelkontakt

Der österreichische Schriftsteller Wolf Haas (Jahrgang 1960) hat 2023 ein wunderbares Buch mit dem Titel „Eigentum“ über seine Mutter geschrieben. Nun also sein nächster Streich: „Wackelkontakt“ ist am 9. Januar 2025 im Carl Hanser Verlag erschienen.

Escher, Puzzles und die Mafia

Auf 240 Seiten in 2 Kapiteln („Off“ und „On“) erzählt Wolf Haas eine furiose Geschichte, die an die Zeichnungen und Grafiken des Niederländers M. C. Escher erinnert. So heißt denn auch Haas’ Hauptfigur Franz Escher, der an seinem 19. Geburtstag ein 1000-teiliges Puzzle der „Drawing Hands“ seines Namensvetters geschenkt bekam. Puzzles und Bücher über die Mafia sind seitdem Eschers Leidenschaften.

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Melissa C. Hill & Anja Stapor: Villa Obscura

Als ich den Klappentext zu „Villa Obscura“ gelesen habe, hat mich direkt dieses düstere Setting angesprochen und die Idee dahinter interessiert. Eine Halloweenparty in einer verlassenen Villa im Harz versprach schaurige Momente und spannende Geheimnisse.

Schon „Lupus Noctis“ von diesem Autorinnenduo fand ich unglaublich gut, was mich noch neugieriger auf „Villa Obscura“ gemacht hat.

In diesem Buch begleiten wir einige Jugendliche zu einer Feier in einer verlassenen Villa. Doch irgendwann gerät die Feier außer Kontrolle und sechs von ihnen werden in der Villa gefangen gehalten. Doch warum werden sie hier festgehalten?

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Ismail Kadare: Der Anruf

Ismail Kadares Roman „Der Anruf“ behandelt ein Ereignis der stalinistischen Ära, das 1934 in Moskau stattfand: ein kurzes, legendäres Telefongespräch zwischen dem Dichter Boris Pasternak („Doktor Schiwago“) und dem Diktator Josef Stalin. In diesem Gespräch soll Stalin gefragt haben, was Pasternak von seinem Kollegen Ossip Mandelstam halte. Pasternak soll geantwortet haben, dass beide Schriftsteller unterschiedliche politische Ansichten haben. Mandelstam starb einige Zeit später entkräftet und halb verhungert in einem Arbeitslager nahe Wladiwostok. Pasternak quälte sich später mit der Frage, ob er seinen Kollegen hätte retten können. Ismail Kadare (1936-2024) nutzt diese historische Begebenheit, um Überlegungen zum Verhältnis von Macht und Kunst anzustellen.

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Leonie Lastella: Lake Of Lies 02: Found

Rivers innigster Wunsch war es immer, seine Kindheit und die damit verbundenen schmerzhaften Erinnerungen hinter sich zu lassen. Fast scheint es, als würde ihm das gelingen – am Lake Tahoe fühlt er sich endlich frei und glücklich. Bis er plötzlich vor den Trümmern seines Traums steht. Denn der kriminelle Clan, aus dessen System er sich mühsam herausgekämpft hat, bedroht nun alle, die er liebt. Auch June. Das Mädchen, das er einst in der Hölle seiner Kindheit zurücklassen musste und das keine Ahnung hat, wer er wirklich ist. Oder wie gefährlich es ist, ihm nahezukommen.

Das Buch startet sogleich dramatisch, hatte dieselbe Problematik erzählt wie Band eins. Der Kampf gegen das kriminelle Netzwerk seiner ehemaligen Pflegefamilie beschäftigt River und lässt ihm kaum Ruhe – genau das erschafft der Geschichte immer wieder Action und vor allem viel Spannung, wenn sie auch manchmal zu viel aufgeputscht wurde. Es gab auch den ein oder anderen emotionalen Punkt und die Autorin hat einen gefühlvollen Schreibstil wodurch man gut durch das Buch kam.

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Amber Chen: Von Jade und Drachen: Der Sturz des Drachen 01

Es ist schon so eine Krux – da ist man, ja gut, eher Mädchen oder angehende Frau und wirklich talentiert, darf aber aufgrund des Geschlechts, der Ingenieursgilde, die in der Hauptstadt ihren Nachwuchs ausbildet, nicht beitreten. Und dies, obwohl Aihui Yings Vater ein angesehener Erfinder ist. Letzteres wird dem armen Mann zum Verhängnis. Eines Tages muss Ying mit ansehen, wie ein maskierter Attentäter ihren Vater meuchelt. Ihr bleibt nur dessen Notizbuch und ein Anhänger, den sie dem Täter im kurzen Handgemenge nach dem Mord, entreißen konnte.

Sie muss, ach was, stimmt nicht, sie will Rache. Ergo macht sie sich, natürlich verkleidet als Junge, auf in die Hauptstadt, um Ingenieurwissenschaften zu studieren und den Täter zu suchen. Dumm nur, dass es eher zu viele Verdächtige und Hinweise nebst Geheimnissen gibt, als zu wenig. Und für eine Romanze hat sie dabei so gar keine Zeit – sehr zum Leidwesen mehrerer junger Galane …

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Carsten Henn: Die goldene Schreibmaschine

Emily lebt bei ihren Großeltern, weil ihre Eltern nach der Insolvenz ihres Betriebs in Dubai arbeiten müssen. Ihre Großmutter arbeitet in einer Bibliothek, ihr Großvater verliert nach und nach sein Gedächtnis, aber wenigstens hat sie zwei gute Freunde. Eines Tages entdeckt sie einen geheimen Raum hinter der Bibliothek und darin die goldene Schreibmaschine und je ein Exemplar jedes Romans, der jemals auf der Welt geschrieben wurde. Mit dem Spezialpapier und der magischen Schreibmaschine kann Emilie jedes Buch der magischen Bibliothek umschreiben, indem sie eine Seite mit ihren Veränderungen abschreibt und dann neu einklebt. Damit ändert sich nicht nur jede Ausgabe dieses Buches, sondern auch Verfilmungen, Hörbücher, Berichterstattungen und vor allem die Erinnerungen der Menschen. Die Veränderung wirkt bis in die Realität, denn was sie lesen, beeinflusst die Entscheidungen der Menschen.

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Ursula Poznanski: Scandor

Auf dieses Buch war ich durch den Klappentext sehr gespannt und da es für mich das erste Buch der Autorin ist und ich schon länger mal ein Buch von ihr lesen wollte.

Die Story über einen Wettbewerb, bei dem die Teilnehmer an einen Lügendetektor angeschlossen sind, fand ich absolut spannend. Es ist mehr als interessant, wie die Teilnehmer so ihren Alltag bewältigen und welche kleinen und großen Probleme auf sie zukommen. Vor allem fand ich es faszinierend, wie viele Floskeln wir alle in unseren Alltag integrieren, die teilweise nicht ganz der Wahrheit entsprechen.

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M. A. Carrick: Das Pfauennetz: Rabe und Rose 03

Willkommen zurück in Nadežra, einer Stadt, die von Misstrauen, Missgunst und Gewalt regiert wird. Kein Wunder, dass hier Intrigen, Magie und Geheimnisse blühen.

Dort begegneten wir der alt-eingesessenen, inzwischen verarmten Händlerfamilie der Traementis. Der Grande Dame der Familie, Donaia Traementis und ihrer Tochter stand und steht das Wasser finanziell bis zum Hals. Als Renata – Ren – Viraudax, eine Trickbetrügerin versucht, sich als vermeintlich lang verschollene Verwandte eben jener reichen Kaufmannsfamilie einzuschleichen, ahnt sie nichts von der Armut ihres Ziels – freundet sich dann aber mit den Adeligen an und stellt ihre Talente gerne in den Dienst der Familie.

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Marina Neumeier: Framed Feelings

Lilli Herzog atmet Kunst, bis sie einen fatalen Fehler macht und damit nicht nur ihrem Ruf schadet, sondern auch dem Auktionshaus ihrer Familie. Als ihr daraufhin der junge Galerist und auserkorener Erzfeind Vincent Saint Clair eine Chance auf Wiedergutmachung bietet, ist Lilli alles andere als begeistert, doch es klingt zu verlockend und so geht sie auf das Angebot des Teufels ein. Gemeinsam begeben sie sich nun auf die Suche nach einer verschollenen Bildhauerin und kommen nicht nur ihrem Ziel immer näher …

Leider muss ich sagen, dass mir der Schreibstil von Marina Neumeier nicht wirklich gefallen hatte, ich wurde nie warm mit ihm und das, obwohl er eigentlich nicht schlecht ist. Sprachlich fühlt sich das Buch so an, als sei jemand gerade von einem längeren England-Urlaub zurückgekommen und hat das richtige Deutsch sprechen verlernt, was zu einem merkwürdigen Sprachgebrauch der Charaktere führte und mich zunehmend nervte. Ansonsten kommt man aber gut durchs Buch und wird durch die abwechselnden Perspektiven gut mit genommen.

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