Laura Gehler wird entführt. Mitten in einer Winternacht, als sie wie immer mit ihrem Trekkingrad unterwegs ist. Sie findet sich wieder in einem gläsernen Käfig, ausgestattet wie ein Zimmer für ein junges Mädchen. Ihr Entführer spricht mit verzerrter Stimme mit ihr, gibt ihr Rätsel zu lösen. Wenn es ihr gelingt, soll sie frei sein. Wenn nicht, wird sie an einem vom Entführer bestimmten Datum sterben. Gleichzeitig bekommt Lauras Mutter, eine bekannte und einflussreiche Kommunalpolitikerin eine makabre Botschaft – eine Barbiepuppe mit dem Sterbedatum ihrer Tochter. Ermittler Lukas Johannsen wird durch die Puppe an einen lange zurückliegenden Fall erinnert, der nie aufgeklärt werden konnte.
WeiterlesenAutor: Leselust Team
Anne Tyler: Drei Tage im Juni
Anne Tyler kann man als bewährte Autorin für gute Unterhaltungsliteratur bezeichnen. Sie war für viele Preise nominiert und ist unter anderem Trägerin des Pulitzerpreises und des Sunday Times Award für ihr Lebenswerk. In unserem Portal ist außerdem die Rezension zu ihrem 2016 erschienenen Roman „Kleine Abschiede“ zu lesen.
Lebensnah, mit treffenden Dialogen
Mit den Figuren dieses Romans fühlt man sich schnell angenehm vertraut. Anne Tyler versteht es, sie in all ihrem Tun so echt und lebensnah agieren zu lassen, dass man das Gefühl hat, es handle sich um alte Bekannte. Federleicht beschreibt sie Tagesabläufe, Konflikte und Emotionen. Vor allem die überaus treffende Dialogführung, mit der Anne Tyler weite Bereiche der Handlung ausfüllt, liest sich frappierend stimmig. Kein einziges Wort wird hier als überflüssig oder Lücken füllend wahrgenommen.
WeiterlesenRalf Thiesen: Krähen über Königsberg
Vielschichtiger, figurenreicher historischer Kriminalroman
Wieder ein zweiter Band aus einer Reihe, deren ersten ich leider verpasst habe. Doch auch ohne den Inhalt der ersten Folge zu kennen, versteht man diesen neuen Krimi durchaus, der seine Spannung erst nach und nach entwickelt.
Die Handlung dieses in den zwanziger Jahres des zwanzigsten Jahrhunderts spielenden Krimis zusammenzufassen, ist gar nicht so einfach. Denn die Story ist sehr wendungsreich, verlangt einiges an Geschichtskenntnissen und hat vor allem (zu) viele Handlungsorte und Figuren.
WeiterlesenRebecca Yarros: Alles, was ich geben kann: The Last Letter
Ella hätte nie gedacht, dass sie als Brieffreundin eines anonymen Soldaten in diesem einen wahren Freund finden würde. Dennoch entwickelt sich eine tiefe Zuneigung zwischen ihr und ›Chaos‹ – vielleicht sogar mehr. Dann treffen Ella mehrere schwere Schicksalsschläge, und als auch die Briefe von ›Chaos‹ ausbleiben, muss sie glauben, dass sie allein auf der Welt ist.
Obwohl er sie nicht persönlich kennt, hat Beckett alias ›Chaos‹ sich in die Frau hinter den Briefen verliebt. Ella, die Schwester seines besten Freundes. Als dieser stirbt, bittet er Beckett in einem letzten Brief, Ella beizustehen. Beckett wird alles tun, um Ella zu unterstützen, aber er wird ihr niemals sagen können, wer er wirklich ist, und Ella hasst nichts mehr als Lügen.
Das Buch hat mich anfangs sehr gefesselt und ich kam dadurch unglaublich schnell voran, leider ließ es aber zur Mitte hin stark nach, und ich tat mich plötzlich schwerer als zu Anfang.
WeiterlesenAlexandra Flint: Lakestone Campus of Seattle: What We Lost
Sterne und entfernte Galaxien – keine anderen Dinge können Brynn so sehr begeistern. Es ist für sie nicht nur eine Begeisterung, sondern eine Leidenschaft. Umso gewillter ist sie, alles zu tun, um am Lakestone Campus of Seattle Astrophysik studieren zu können. Auch Kace hat eine Leidenschaft, die er allerdings mit traurigen Erinnerungen verbindet und dieser dementsprechend nur ungern nachgeht; nämlich Klavierspielen. Auch er entscheidet sich dazu, sein Leben an der Eliteuni fortzuführen.
WeiterlesenRebecca Thorne: Can´t Spell Treason without Tea
Was macht man, wenn man aus einer Familie von Wächtern stammt, es bis zur Leibwächterin der Herrscherin geschafft hat und seinen Job schlicht hasst?
Dazu kommt, dass die Monarchin eine aufgeblasene, arrogante und hartherzige Schnepfe ist, dass die eigene Geliebte zwei Königreiche entfernt lebt und Reyna sich unheimlich nach ihr sehnt. Als ihr während ihrer Tätigkeit von einem Assassinen ein Messer an den Hals gehalten wird, ist endgültig Schluss mit lustig.
Sie flieht, vereint sich mit ihrer Partnerin, einer, nein eigentlich der Meisterzauberin schlechthin und zieht sich an den A… der Welt zurück. Abgeschieden und kalt ist es hier, die Banditenquote ist hoch, dafür sind die Immobilienpreise überschaubar. Schließlich wollen unsere Turteltauben ein Tee-Café mit Buchhandlung, das „Ein Neues Blatt: Bücher und Tee“ eröffnen, da kommen überschaubare Kosten natürlich gut.
WeiterlesenLeonie Lastella: Hidden: Lakes of Lies
Nach dem plötzlichen Tod seiner Schwester fühlt Miles sich orientierungslos und schuldig. Am Lake Tahoe will er nun seine Trauer überwinden, dort trifft er allerdings auf die geheimnisvolle Via und sie ist es, die ihm neue Hoffnungen gibt. In ihrer Gegenwart kann er seine Gefühle vergessen und sich endlich wieder glücklich fühlen. Doch Via wirkt getrieben und panisch, sie scheint was zu verbergen, aber was macht ihr so zu schaffen?
Der Klappentext ist besser als die Geschichte.
Der Klappentext hörte sich gut an und ich freute mich richtig auf das Buch, doch ich wurde ziemlich enttäuscht, als ich es anfing zu lesen. Ich brauchte viel zu lange, um überhaupt irgendwie mit der Geschichte warmzuwerden, denn es gab viel zu viel Hin und Her zwischen den Protagonisten. Noch dazu waren diese auch noch nervig und anstrengend, nicht nur wegen der fehlenden Kommunikation zwischen ihnen.
WeiterlesenFlorian Hoffmann: Fünf Gründe, warum die Welt nicht untergeht
Sobald man die Zeitungen aufschlägt, in den sozialen Medien scrollt, Fernsehen schaut oder Radio hört, wird man konfrontiert mit Krisen, Kriegen und Konflikten. Ukraine-Krieg, Gaza-Krieg, Demokratie-Krisen, Klima-Kollaps, usw., usf. Alles scheint sich zu wandeln, nichts hat Bestand, die Wirtschaft taumelt, die Menschen haben Angst. Dagegen will Florian Hoffmann etwas unternehmen. Er wurde vielfach mit Preisen ausgezeichnete und will, dass die Menschen aus der häufig festgestellten Lähmung aufwachen und etwas tun. Denn man kann Herausforderungen mutig angehen und eine gute Zukunft mitgestalten. Viele Beispiele rund um den Globus beweisen das.
WeiterlesenColleen Cambridge: Der Krimidinnermord
Herrlich englischer Krimi im Agatha-Christie-Stil
Der bisher, so finde ich, beste Band der inzwischen dreiteiligen Reihe um die mit viel detektivischem Spürsinn ausgestattete Haushälterin von Agatha Christie. Herrlich englisch, voller wunderbar skurriler Typen, mit viel unterschwelligem Humor und einer fein erzeugten Spannung.
Phyllida Bright ist Haushälterin und – im Geheimen – gute Freundin der berühmten Agatha Christie. Ihr Vorbild und Schwarm ist Hercule Poirot und wie dieser verfügt Phyllida über hohe Menschenkenntnis und ausgeprägten Spürsinn für das Verbrechen.
WeiterlesenMax Bentow: Eulenschrei
Charlotte Weiss ist eigentlich eine Einzelkämpferin, erhält nun aber ein Angebot bei der Mordkommission, in einem Team mitzuarbeiten und lässt sich das nicht entgehen. Vor allem hat sich Kommissar Nils Trojan extra für sie eingesetzt und freut sich auf die Zusammenarbeit mit der jungen Kollegin. Beide werden auch gleich auf die Probe gesetzt, denn es geht ein Serienmörder um und es ist immer dasselbe Muster. Es fehlen Körperteile an der Leiche und es wird immer ein Lebkuchenmann hinterlassen. Nun beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
Der Auftakt der Reihe überzeugt mich
Ich habe mich gefreut, Nils Trojan wiederzusehen und liebe jede einzelne Seite des Buches.
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