Karen M. McManus: One Of Us Is Back

Sommerferien und alle kommen wieder in Bayview zusammen. Es könnte so schön sein: Endlich wieder mit seinen Freunden vereint, lange Tage am Strand – wäre da nicht ein riesiges Problem, das auf Bronwyn, Nate und ihren Freunden lastet, ganz besonders auf Addy. Denn Jake wird aus dem Gefängnis entlassen, sein Prozess soll aufgrund eines bürokratischen Fehlers neu aufgerollt werden. Nun läuft er als der gute Junge von nebenan wieder durch die Straßen der Stadt. Der Jake, der Simon bei seinem Plan geholfen und Nate ins Gefängnis gebracht hat. Der versucht hat, Addy umzubringen.

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Victoria Kielland: Meine Männer

Der Roman „Meine Männer“ von Victoria Kielland baut seine Geschichte auf dem Fundament einer altbekannten Tragödie auf: Brynhild, eine junge, schöne Magd, wird vom Hoferben verführt. Im Vergleich zu der unbedarften Siebzehnjährigen hat er in solchen Dingen Übung. Der Hoferbe zeigt ihr, wie bedingungslose Liebe funktioniert, und die junge Magd glaubt ihm, bis sie schwanger wird. Die Hoffnung, an seiner Seite Bäuerin zu werden und auf der sozialen Leiter aufzusteigen, stirbt unter seinen Fäusten und Fußtritten.

Die Wende zu etwas Neuem beginnt mit Brynhilds Flucht zu ihren Eltern, wo sie die Enge und Armut nicht mehr aushalten kann. Zum Glück hilft ihre älteste Schwester aus Amerika. Die schwangere Brynhild verlässt Norwegen 1876, um mit der Überfahrt nicht nur neue Ufer, sondern auch endlich Glück im Leben zu finden. Bei ihrer Ankunft ändert Brynhild ihren Namen. Sie will Bella heißen und Jahre später Belle.

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Gabriele von Arnim: Der Trost der Schönheit

Gabriele von Arnim widmet sich in ihrem Buch dem Begriff „Schönheit“. So viel Schlimmes passiert in der Welt, so viel Schreckliches, Hässliches geht um. Man möchte, laut von Arnim, verzagen, verzweifeln, gäbe es nicht auch immer wieder Schönheit. Sie steckt oft in ganz banalen, alltäglichen Dingen. In unvergleichlich ästhetischen sprachlichen Bildern umkreist Gabriele von Arnim den Begriff von allen Seiten und bringt ihre Gedanken dazu zu Papier.

Sie beschäftigt sich mit Zitaten wie „Schönheit liegt im Auge des Betrachters“, „Beauty is perhaps a dangerous possession“ (Agatha Christie) oder „Schönheit ist lebensnotwendig.“ (Semir Zeki) und stellt immer wieder fest, wie sehr wir den Trost der Schönheit brauchen. Frau von Arnim setzt sich mit dem Alter auseinander, mit Fühlen und Gefühllosigkeit, mit der Trias vom „Wahren, Guten und Schönen“, mit der Makellosigkeit zurechtgeschnitzter Frauengesichter, mit Angst, Kunst und Kultur und immer wieder betont sie die Bedeutung von Schönheit für unser emotionales Überleben als Mensch.

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Freida McFadden: Wenn sie wüsste

Viele Leser sind restlos begeistert, und auch ich war anfangs voller Vorfreude. Doch was hätte diesen Thriller zu einem wahrhaften Meisterwerk gemacht?

Feinsinnige Details, spitzenklasse Dialoge, überraschend unvorhersehbare Wendungen –„Wenn sie wüsste“ von Freida McFadden verspricht so viel, doch bleibt in einigen Aspekten hinter meinen hohen Erwartungen zurück.

Die Geschichte beginnt vielversprechend mit der geheimnisvollen Millie, die eine Stelle als Haushaltshilfe auf Long Island annimmt. Hier könnte man eine facettenreiche Charakterentwicklung erwarten, jedoch bleibt Millies Persönlichkeit etwas oberflächlich, undurchsichtig und naiv. Die dynamischen Beziehungen zwischen den Hauptfiguren sind zwar spannungsgeladen, aber oft fehlt die emotionale Tiefe, die das Lesen noch mitreißender gemacht hätte.

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Wieland Freund: Dreizehnfurcht

Wie Christian Handel und Andreas Suchanek in ihrem erst kürzlich erschienenen Roman „Spiegelstadt“ geht auch Wieland Freund in „Dreizehnfurcht“ von einem zweiten, geheimen Berlin aus. Es heißt „Dreizehneichen“ und ist nur über seltene Portale zu erreichen. Die Bewohner verdammen jeglichen Fortschritt. Sie sind auf einem Stand irgendwann im 19. Jahrhundert stehen geblieben. Es gibt weder Strom, noch Medizin.

In diese Welt verschlägt es ausgerechnet den lebensuntüchtigen Moritz Bang, der an Zwangshandlungen leidet, weil er eine ausgeprägte Furcht vor der Zahl 13 hat. Als eine ernste Situation eintritt, entwickelt er aber dann doch überraschenden Tatendrang.

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Richard Ford: Valentinstag

Der US-amerikanische Schriftsteller Richard Ford (Jahrgang 1944) hat mit Frank Bascombe eine Figur erfunden, die ihren ersten Auftritt 1986 in dem Roman „Der Sportreporter“ hatte. Bascombe verhalf ihm mit „Unabhängigkeitstag“ 1996 zum Pulitzer Prize und PEN/Faulkner Award. Es folgten 2006 „Die Lage des Landes“ und 2014 „Frank“. Daneben veröffentlichte Richard Ford zahlreiche weitere Romane und Kurzgeschichten, wie zuletzt „Irische Passagiere“ aus dem Jahr 2020. Nun ist am 21. August 2023 „Valentinstag“ bei Hanser Berlin aus dem Carl Hanser Verlag erschienen. Darin begleitet Frank Bascombe seinen todkranken Sohn Paul auf einer Reise zum Mount Rushmore. Frank Heibert hat den Roman aus dem Englischen übersetzt.

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Tim Parks: Hotel Milano

In seinem jüngsten Roman „Hotel Milano“ greift Tim Parks die Lebensumstände während des Corona-Lockdowns auf. Plötzlich befindet man sich wieder mitten in jener Atmosphäre mit Ausgangssperren, Masken, Handgel, Kontrollen, geschlossenen Restaurants, ausverkauften Läden, leeren Straßen. 

Der Protagonist Frank Marriot scheint den Ernst der Corona-Situation nicht realisiert zu haben. Ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, an dem sich die Sicherheitsvorkehrungen und Verbote zu verschärfen drohen, fliegt er ins Zentrum der Epidemie nach Mailand. Dort will er an der Beerdigung seines einstigen Freundes und Verlegers Dan Sandow teilnehmen.

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Dan Diner u.a.: Roads not taken

Man möchte es sich nicht immer vorstellen – Katalog zu einer faszinierenden Ausstellung

Im Deutschen Historischen Museum in Berlin läuft noch bis Ende November des kommenden Jahres eine interessante – und manchmal vielleicht verstörende – Ausstellung.

Es werden Zäsuren aus der deutschen Geschichte aufgegriffen und durchgespielt, was gewesen wäre, wenn die Geschichte an diesem Punkt einen anderen Verlauf, die Ereignisse ein anderes Ende gefunden hätten. Sehr spannend, manchmal erschreckend, auf jeden Fall lehrreich.

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Andrej Kurkow: Samson und das gestohlene Herz

In der zweiten Geschichte über den jungen Polizisten Samson geht es um seine Liebe zu der Untermieterin Nadjeschda und die politischen Unruhen, die Kiew 1920 zu einem gefährlichen Terrain machen.

Zurzeit muss er aufgrund einer neuen Verordnung auch den privaten Verkauf von Fleisch untersuchen. Und während Samson und sein Kollege in der Mietdroschke zu den Zeugen gefahren werden, denkt er häufig an seine Untermieterin. Denn seit Nadjeschda da ist, ist sein Leben weniger leer und zeitweise voller Sorgen.

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Markus Heitz: Die schwarze Königin

Keiner der Untertanen ahnt, dass ihre Herrscher zu Beginn des 15. Jahrhunderts schon seit Langem nicht mehr die alleinigen Gebieter über ihre Königreiche sind. Zwischen der Unterwelt und der Menschenwelt bestehen wenig Berührungspunkte. Wird ein neuer Monarch inthronisiert, nimmt Lician, der Anführer der Blutsauger Verbindung mit diesem auf, macht ihm oder ihr ein unwiderstehliches Angebot. Nach außen hin herrscht Frieden, die Welt der Übernatürlichen bleibt im Verborgenen, dafür werden die Herrscher in ihrem jeweiligen Drang nach Expansion aktiv unterstützt.

Barbara von Cilli, die zweite Gattin von Sigismund, dem König von Ungarn, ist eine junge, wissensdurstige und intelligente Frau und Alchemistin. Über Vlad II, der ihrem Gatten als Geisel dient, hört sie erstmals von der verborgenen Welt der Strigoi. Auf der Reise zu einer anderen Burg ihres Gemahls kommt sie in direkten Kontakt mit den Vampiren. Ihr wird das übliche Angebot unterbreitet, ein Angebot, das sie zunächst annimmt, das sie aber nicht dauerhaft einzuhalten gedenkt.

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