Martina Parker: Ausg’stochen

Im Südburgenland, dem südöstlichen Winkel Österreichs, kehrt der Winter ein. Die Damen vom „Klub der grünen Daumen“ bringen Hyazinthen im Glas zum Erblühen, beschäftigen sich mit der alten Tradition des Räucherns, backen Kekse und – sind wieder einmal hautnah dran an einem Verbrechen. Auf einem Adventsmarkt, dem „Südburgenländischen Adventszauber“, wird der Bürgermeister tot unter dem Christbaum aufgefunden. Wie sich herausstellt, dürfte er Giftsumach geraucht haben. Ein äußerst toxisches Kraut, das er bestimmt nicht wissentlich zu sich genommen hat. Von Mord ist auszugehen. Vera, Journalistin beim „Burgenländischen Boten“ und Klubmitglied bei den „grünen Daumen“, wird von der Polizistin Marlies Murlasits, ebenfalls bei den „grünen Daumen“, ob ihres Spürsinns und ihrer Kräuterkenntnisse ins Vertrauen und zu den Ermittlungen hinzugezogen.

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Gisa Pauly et.al.: Tatort Weihnachten

Was ist das Besondere an den Schönbacher Weihnachtswuchteln? Besonders genug, um jemanden dafür umzubringen? Wie verbringt man Weihnachten ganz alleine in einem stadtweiten Blackout und ist das eigentlich gefährlich? Und was wäre, wenn der Weihnachtsmann auch einem rachsüchtigen Exmann in der Nervenanstalt einen Weihnachtswunsch erfüllen würde?

Diese Fragen und viele mehr werden in dem Sammelband „Tatort Weihnachten“ beantwortet. 12 Autoren widmen sich hier der Frage, wie Weihnachten zum Krimi werden kann und sind damit erfolgreich! 12 Geschichten warten auf die Leser, die sich die Zeit bis zu den Geschenken verkürzen wollen: Mal gruselig, mal verstörend, immer spannend und oft humorvoll wird hier Weihnachten zum Tatort. Dabei werden die unterschiedlichsten Orte bereist: Ob die alte Verkäuferin auf dem Salzburger Christkindlmarkt sich mit den modernen Auflagen herumplagen muss oder eine Ehefrau in einem idyllischen Berghaus auf dem Peloponnes erfährt, dass ihr Mann sie betrügt (eine steile Treppe wird hier zum Verhängnis) – dieses Buch legt den Tatort nicht nur auf Weihnachten, sondern auch in ganz Europa.

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Roman Rozina: Hundert Jahre Blindheit

Wenn Roman Rozina, Sloweniens bedeutendster Autor, seinem Opus den Titel Hundert Jahre Blindheit gibt und sein wichtigster Charakter von Geburt an blind ist, könnte man leicht in die falsche Richtung schauen. Gleichzeitig fragt man sich, welche Geschichte der blinde Zeitzeuge Matija Knap über seine Familie erzählen könnte. Aus Gesprächen dürfte er erfahren haben, dass sein Großvater quasi aus dem Nichts einen der größten Bauernhöfe der Gegend geschaffen hat. Sein stur eingehaltenes Leitmotiv, immer mehr Land zu erwerben, sorgte für eine Arbeitslast, die er alleine nicht mehr tragen konnte.

Die Industrialisierung erreichte die Familie Knap, als im Tal der Kohlebergbau nicht nur für zahlreiche Arbeitsplätze sorgte. Die unterirdischen Grabungen veränderten auch die Landschaften. Erdrutsche nahmen in den Stollen das Leben der Bergleute, und oberirdisch zerstörten sie den Hof der Familie Knap und ihre Ackerflächen. Matijas Vater war gezwungen, im Bergbau zu arbeiten. Er zog mit seiner Familie in eine Werkswohnung und hoffte, Teil des wirtschaftlichen Aufschwungs zu werden.

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Christian Herzog: Aktion Phoenix

Was für ein spannender Thriller: Ralf H. Dorweiler, der hier unter dem Pseudonym Christian Herzog schreibt, nimmt die Olympischen Spiele von 1936 in Berlin zum Hintergrund seines Romans „Aktion Phoenix“.

Hauptfiguren sind eine Widerstandskämpferin gegen die Nazis, ein Mitarbeiter des Propagandaministeriums unter Goebbels, der sich in sie verliebt, und ein werdender Steward auf dem größten Zeppelin, den es damals gab: den LZ 129 „Hindenburg“.

Die Drei müssen sich mit einem perfiden Plan Hitlers, der als Figur sogar selbst auftritt, herumschlagen.
Herzog vermischt hier gekonnt Fakten und Fiktion. So treten erdachte Charaktere wie unsere drei Helden neben realen Figuren dieser Zeit wie einigen Nazi-Größen, der Regisseurin Leni Riefenstahl, dem erfolgreichen Sportler Jesse Owens oder auch dem Zeppelin-Erbauer Hugo Eckener auf.

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Brooke Robinson: Die Dolmetscherin

Ehrlich? Ich habe mehrfach überlegt, das Buch einfach aus der Hand zu legen.

Die vielversprechenden Ankündigungen wie auch der Klappentext hatten mich neugierig gemacht auf eine spannende Story. Gut 160 Seiten lang wartet man allerdings auf den Moment, in dem Revelle Lee diesen entscheidenden Übersetzungsfehler macht, der eben einen Prozessausgang wenden würde, beziehungsweise, dass sich Spannung einstellt. Den Fehler macht sie – sie übersetzt in einer Zeugenvernehmung bewusst falsch. Ganz bewusst. Und schickt damit quasi einen Unschuldigen ins Gefängnis. Das lässt sie dann aber nicht mehr los.

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David Fuchs: Zwischen Mauern

Fünf Akteure gibt es in diesem Buch. Herr T. liegt in einem abbruchreifen Pflegeheim und schreit während der Nacht, wenn keiner bei ihm ist. Er kann sich nicht artikulieren und erkennt niemanden. Er registriert allerdings, wenn jemand bei ihm sitzt. Meta ist Bankangestellte und nimmt sich eine kleine Auszeit. Sie betreut Herrn T. als sogenannte „Sitzwache“. Sie ordnet seine Decke, wenn die verrutscht, und befeuchtet seinen Mund. Dabei entdeckt sie, dass er Cognac mag und vermutlich ein Alkoholproblem hatte. Der Arzt Wendelin Pomp betreibt in diesem ausrangierten Heim eine Schmerzordination.

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Stephen King: Holly

Dieses Hörbuch verdanke ich einem Versehen. Übereifrig hatte ich das Buch sofort bei der ersten Gelegenheit vorbestellt und dabei die englische Ausgabe erwischt. Nebenbei bemerkt ist mir dabei aufgefallen, wie unglaublich sprachgewaltig der Altmeister im Original ist, aber es ist halt auch anstrengend, wenn der Autor so viele Wörter kennt, die ich erst nachschlagen muss. Also hab ich zum Hörbuch gegriffen, David Nathan ist das Zuhören ja ohnehin immer Wert.

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Heather G. Harris: Glimmer: Die Verschollene

Die Welt ist aber auch so etwas von ungerecht! Da werden, so mir nichts, dir nichts die Eltern ermordet, da wächst die einzige Tochter, Jinx mit Namen, alleine ohne großen Freundes- oder Bekanntschaftskreis heran und entscheidet sich dann, statt mehr oder weniger sittsam irgendetwas Vernünftiges zu studieren, ihren Lebensunterhalt mit einer Detektivagentur zu verdienen.

Dass sie – mal abgesehen von ihrer Deutschen Dogge – kaum jemanden vertraut, dass ihre sozialen Kontakte gegen null tendieren, geschenkt, schließlich sieht sie auf ihren Aufträgen in viele Schlafzimmer und erblickt dort dann immer wieder in Abgründe – ich sage nur Plüschfuchs.

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Rita Falk: Steckerlfischfiasko

Eberhofer ermittelt wieder – doch der Fall gerät erneut in den Hintergrund

Es stand zu befürchten und dennoch konnte ich nicht widerstehen: ein neuer Eberhofer muss sein. Doch wie schon im Vorgängerband, so stehen auch diesmal die Familie und die Befindlichkeiten des Franz Eberhofer im Mittelpunkt und der Kriminalfall, den er aufklären soll, wird zur Nebensache.

In Niederkaltenkirchen gibt es neuerdings einen Golfplatz, was natürlich die üblichen Verdächtigen auf den Plan ruft, wie die besten Freunde von Franz, den Simmerl und den Heizungspfuscher Flötzinger. Letzterer durfte im Clubhaus die sanitären Anlagen gestalten und nun findet man just dort eine Leiche, nämlich den Vereinschef. Erschlagen mit einem Golfschläger.

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