Hjorth & Rosenfeldt: Die Schuld die man trägt

Ein neuer Sebastian Bergmann Roman. Billy ist nun endlich überführt, nachdem er sich durch mehrere Bände hindurchgemordet hat. Sebastian Bergmann macht sich selbst – und die anderen, insbesondere die Presse tun das auch – große Vorwürfe, dass er Billies Potential nicht viel eher erkannt hat. Wie konnte dieser jahrelang mit so vielen Fachleuten zusammenarbeiten und niemand hat erkannt, was in ihm vorgeht? Die gesamte Abteilung steht in Frage, soll gar aufgelöst werden. Da taucht eine Leiche in einem Schweinemastbetrieb auf, an die Wand steht gesprüht: „Lös das hier, Sebastian Bergmann!“. Sebastians Tochter Vanja scharrt die Reste der Reichsmordkommission, die sie eigentlich leiten sollte, um sich, um diesen Fall zu lösen und ihre Abteilung vielleicht auch zu retten.

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Lina Nordquist: Mein Herz ist eine Krähe

Armod und Unni nannten diese halbverfallene Kate mitten im schwedischen Wald von Hälsingland Frieden. Hier sollte 1897 ihre Flucht aus Norwegen enden und die Kate ihre neue Heimat werden. Mit dem Eigentümer wurden sie ebenfalls handelseinig. Weil sie kein Geld hatten, verpflichtete sich Armod, zehn Jahre lang für den Waldbauern zu arbeiten. Danach würde ihnen ein Stück des Waldes und die Kate gehören. Armod, Unni und der kleine Roar hätten dann eine Zukunft. Sie begannen zu schuften.

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Annie Lyons: Der Buchclub

Ein Schmöker, wie er im Buche steht – berührend, spannend, herzerwärmend

Was für ein Buch! Eine Überraschung geradezu, hatte ich doch nicht wirklich erwartet, dass mich dieser Roman derart in seinen Bann zieht. So sehr, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Um fünf Uhr nachmittags begann ich die Lektüre und um halb elf am Abend war das Ende erreicht.

Und dass ich das Ende der Geschichte erreicht hatte, stimmte mich fast traurig. Man mag die Figuren dieses Romans, diese liebenswerten Charaktere nicht verlassen, so sehr wachsen sie ans Herz, während man ihren Abenteuern, ihrem Schicksal folgt.

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Anthony Ryan: Ein Fluss so rot und schwarz

Atmosphärisch dichter Apokalypse-Thriller mit einem Widersacher, der jeden Zombievirus verblassen lässt. Ohne Firlefanz katapultiert uns der britische Autor Anthony Ryan in ein Endzeitszenario, das es in sich hat: Ein Mann ohne Erinnerung erwacht auf einem Boot durch einen Schuss. An Bord hat sich ein ihm Unbekannter erschossen. Er trifft auf fünf weitere Passagiere wie ihn – alle mit kahlrasiertem Schädel, einer frischen Narbe auf dem Kopf und ohne Erinnerung. Zudem finden sie jeweils eine Tätowierung auf ihrem Arm vor – die Namen berühmter Schriftsteller. Der Protagonistträgt den Namen Huxley. Gerade als die Situation panisch zu werden droht, da ein dichter Nebel die Sicht versperrt und das Boot automatisch gesteuert wird, meldet sich eine unheimliche Telefonstimme bei Huxley, welche die Passagiere mit ihrer Mission betraut.

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Ashley Shuttleworth: A Dark and Hollow Star

Seit Jahrhunderten leben sie unerkannt und unbemerkt neben den Eisengeborenen. Einzig die Märchen und Sagen erwähnen sie, ihre Wechselbälger und ihre Höfe. Die Rede ist von den vier Völkern der Feen. Schon vor langer Zeit wurde ein Pakt geschlossen – mittels Magie sind sie seitdem gebunden, den Menschen nicht zu schaden. Mischwesen aus Feen-Menschen-Verbindungen gibt es kaum, die alte Sitte der Wechselbälger stirbt aus.

Die Welt könnte also getrost weiter vor sich hin dämmern, die Menschen sich ihrer Jagd nach Reichtum und Macht hingeben, die Feen ihre Ränkespielchen treiben – wenn, ja, wenn nicht Morde, die offensichtlich von einem Reaper verübt wurden, die Menschen- wie die Feenwelt erschüttern würden. Kann es sein, dass der Täter aus dem Herz seiner Opfer den Stein der Weisen schaffen will? Ein einziges Mal wurde versucht, einen Stein der Weisen zu erschaffen – etwas, das die Höfe der Feen so verängstigt hat, dass sie die Alchemie verboten haben.

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Bonnie Garmus: Eine Frage der Chemie

Der Buchschnitt-Hype macht vor nichts halt, nicht mal vor Elizabeth Zott – die dafür, glaube ich, wenig Verständnis gehabt hätte. Dabei ist die Neuausgabe wirklich hübsch mit dem türkisen Buchschnitt und den Buchstaben, die ans Periodensystem der Elemente erinnern. Geblieben ist das Foto auf dem Titel, das schon bei der Erstauflage an die typischen 50er Jahre Nachkriegsbücher erinnert und so gar nicht zu dem Buch passt. Die Aufmachung hat mich damals von dem Buch lange abgehalten.

Elizabeth Zott ist Chemikerin im Jahre 1961. Sie arbeitet an einem der renommiertesten Labors des Staates – natürlich nicht als Chemikerin, sondern als Laborhilfe. Das ändert sich erst, als sie mit dem Superstar des Labors zusammenarbeitet, der zwar ebenso verschroben wie erfolgreich ist, aber ihr Talent erkennt. Er fördert sie, bis er es eben nicht mehr kann. Danach ist sie wieder auf sich selbst gestellt und die Diskriminierung beginnt von vorne. Bonnie Garmus lässt wenig aus, was die Unterdrückung von Frauen in den 60ern angeht. Elizabeth wird zur Schreibkraft degradiert, ihre Forschungsergebnisse werden ungefragt von ihren männlichen Kollegen ausgeschlachtet, schließlich muss sie gehen.

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Nathan Hill: Wellness

Wow, was für ein großartiger, begeisternder, vielschichtiger, reichhaltiger und intelligenter Roman! Der 1975 geborene amerikanische Schriftsteller Nathan Hill legt nun mit „Wellness“ ein ähnlich fulminantes und rundum überzeugendes Werk vor wie bereits 2016 mit „Geister“.

Hauptfiguren sind diesmal Elizabeth, die aus einem reichen, aber herzlosen Elternhaus stammt, und Jack, der irgendwo in der Provinz großgeworden ist – mit einem Vater, der sich aufs Abbrennen von Feldern verstand und einer geradezu bösartigen Mutter. Beide haben dunkle Geheimnisse in ihrer Vergangenheit.

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Tatjana Kruse: Strippen statt sticken!

Netter Kriminalroman mit wenig Krimi und viel Familie

Ihren Roman um eine nicht tot sein wollende Leiche habe ich mit großem Vergnügen gelesen. Und oft herzhaft lachen müssen. So war ich auf dieses neue Buch von Tatjana Kruse sehr gespannt. Allerdings war mir entgangen, dass sich dabei schon um den 9. Band einer Reihe um immer denselben Kommissar im Ruhestand handelt.

Man kann diesen Band lesen und auch verstehen, ohne die vorherigen acht zu kennen, denn zum einen gibt es am Ende ein „Wer ist wer“, das die Familienbande erläutert. Und auch im Roman gibt es immer wieder Aufklärung über die Verhältnisse im Seifferheld-Clan, besagter Familie des Kommissars Siggi Seifferheld.

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Silvesterspecial 2023

Im Laufe eines Jahres erscheinen unzählige Bücher von berühmten Autorinnen oder noch unbekannten Autoren. Darunter finden sich dann immer wieder ganz besonders berührende, unterhaltsame, fesselnde, interessante oder dramatische Bücher, die lesens- und empfehlenswert sind.

Aus den vielen Büchern, die die Rezensentinnen und Rezensenten der Leselust in den vergangenen zwölf Monaten gelesen und besprochen haben, sind es diese, die sie im Jahr 2023 besonders begeisterten:

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Jennifer B. Wind: Wasserfallsturz

In Söder war die junge Franziska die Pferdefranzi, bis sie dann fluchtartig die Steiermark verließ. In Wien wurde sie eine renommierte LKA-Beamtin, die mit einem Kollegen eine Familie gründete.

Als Franziska nach der Scheidung mit ihren beiden Kindern zurück auf den Hof ihres Vaters zieht, um den in den Ruhestand versetzten Polizeichef zu ersetzen, ist sie wieder die Pferdefranzi. Leider sind auch Konflikte vorprogrammiert: Der Vater will sie in die Haushaltsführung und in seinem Gaststättenbetrieb einsetzen. Ihre Kinder fühlen sich im neuen Umfeld verloren, und einer der neuen Kollegen ist Max, ihre erste Liebe. Zusammen untersuchen sie die Umstände eines möglichen Unfalls ihrer ehemaligen Lehrerin.

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