Nachdem Anabel in der Psychiatrie gelandet ist, glauben Liv Silber und ihr neuer Freund Henry, ich endlich in Ruhe in ihren Träumen treffen zu können. Aber auch ohne Dämonen aus der Urzeit jeden Glaubens ist die Traumwelt nicht ungefährlich. Wer ist der geheimnisvolle Senator Tod, der immer wieder auftaucht und mit wem trifft sich Henry heimlich, wenn er sich von Liv unbeobachtet glaubt? Und das sind nur Liv Silbers Probleme im Traumland. Ihre Tage gestalten sich nicht deutlich einfacher, vor allem nicht, weil die Träume sie Kraft und Schlaf kosten.
Auch tagsüber scheint Henry Geheimnisse vor ihr zu haben, ein Teil ihrer neuen Patchwork-Familie erweist sich als zickig, intrigant und überhaupt als unausstehlich. Und dann ist da noch der Blog der geheimnisvollen Secrecy, die Livs Geheimnisse ausplaudert, beinahe ehe Liv selbst Bescheid weiß. Weiterlesen
regina-lindemann
Theresa Bäuerlein & Friederike Knüpling: Tussikratie: Warum Frauen nichts falsch und Männer nichts richtig machen können
Befiel mich doch schon länger ein diffuses Unbehagen, wenn es um die Diskussion über benachteiligte Frauen ging. So ein leises Andenken von „ja, aber du hättest auch als Mann nicht über Jahre im Beruf aussetzen können und dann erwarten, beim Wiedereinstieg gleich die Karrieretreppe hochgeschubst zu werden“. Das Buch war also nicht etwa eine Offenbarung, aber es hat mir gezeigt, dass ich doch nicht so ganz alleine stehe mit meiner Denkweise. Das Problem hat sogar einen Namen bekommen, „Tussikratie“. Gemeint damit ist die Meinungsherrschaft der lauten Damen, die ihre Gespräche untereinander auf die Sichtweise beschränken, dass sie nur deswegen im Leben erfolglos (wobei die Definition von Erfolg auch eine ganz eigene ist), weil sie Frauen und als solche benachteiligt seien. Weiterlesen
Ben Aaronovitch: Der böse Ort
Der böse Ort in Ben Aaronovichts neuestem Band um die Abenteuer des Londoner Magie-Polizisten Peter Grant ist ein Hochhaus namens Skygarden in Südlondon. Eine Reihe von mysteriösen Todesfällen und die immer noch andauernde Suche nach dem „Gesichtslosen“ führen das Team des Folly zu dieser Hinterlassenschaft eines Deutschen Stararchitekten, der einst vor den Nazis fliehen musste. Etwas stimmt nicht mit diesem Haus, etwas ist dort, dass das Böse anzuziehen scheint. Peter und seine Partnerin Lesley beziehen dort für nähere Ermittlungen eine Wohnung. Weiterlesen
Diana Menschig: So finster, so kalt
Märchenadaptionen haben Hochkonjunktur. Diana Menschig hat sich der Geschichte um Hänsel und Gretel angenommen, aber sie hat sie nicht einfach in die moderne Zeit verlegt, sondern komplett neu gedeutet. Erzählt wird die Geschichte von Merle Hänssler, die als erfolgreiche Anwältin eigentlich mit beiden Beinen im Leben steht. Trotzdem zweifelt die doch so rational denkende Juristin mehr und mehr an ihrem Verstand, als sie nach dem Tod ihrer Großmutter deren einsam im Wald gelegenes Häuschen besucht. Sie findet die Aufzeichnungen eines gewissen Johannes, der Ende des 16. Jahrhunderts gelebt hat und die Geschichte mit der Hexe und seiner Schwester so ganz anders in Erinnerung hatte. Weiterlesen
Yves Grevet: Méto: Das Haus, gelesen von Rainer Strecker
Méto ist ein Junge. Er bezeichnet sich selbst als „Roten“ und das ist zunächst alles, was wir von ihm und seiner Umgebung erfahren. Im Augenblick des Hörbuchbeginns be-kommt er einen anderen, jüngeren Jungen als Schützling zugeteilt. Méto macht sich Sorgen, dass der andere Junge, Krassus, gegen die Regeln verstoßen könnte, denn er würde dafür verantwortlich sein und bestraft werden. Die Regeln, um deren Einhaltung er sich sorgt, wirken bizarr und grausam. Es muss gezählt werden, bevor man mit dem Essen beginnt und zwischen jedem Bissen ebenfalls. Es werden keine Fragen gestellt. Es gibt keinerlei persönliche Besitztümer. Weiterlesen
Yves Grevet: Méto: Die Insel, gelesen von Rainer Strecker
Die Méto-Trilogie ist wieder eine von denen, bei denen man alle Teile kennen muss. Also eine kurze Vorwarnung: Der zweite Teil wird ohne den ersten nicht funktionieren, denn er schließt sich nahtlos an den ersten Teil an. Begriffe werden nicht neu erklärt und es gibt wirklich eine Menge Dinge, die der Erklärung bedürften, wenn man sie nicht bereits aus dem ersten Band kennen würde. Weiterlesen
Daniel Glattauer: Die Wunderübung
Joana und Valentin, ein Ehepaar um die vierzig, das Leben ist ihnen irgendwann zwischen die Liebe gekommen, aber zum Aufgaben sind sie noch lange nicht bereit. Deswegen wenden sie sich an einen Paartherapeuten. Beide nehmen die Sache auch ernst, allerdings erwarten sie viel zu viel von diesem Berater. Sie kommen in der Erwartung, der Berater würde etwas – was auch immer „machen“ – und sie würden sich anschließend besser verstehen. Das kann natürlich nicht funktionieren und das macht der Berater ihnen sehr schnell klar. Sie müssen an sich selbst arbeiten. Aber alle Übungen des Beraters scheitern an beider Unfähigkeit sich aufeinander einzulassen. Es ist nicht so, dass sie unwillig wären, sie können es einfach nicht, so fest sie es auch versuchen. Bis der Berater die „Wunderübung“ ersinnt und wirklich etwas „macht“, was die Beziehung der beiden verändern wird. Weiterlesen
Eoin Colfer: Hinterher ist man immer tot, gelesen von Peter Lohmeyer
Dan McEvoy ist Ex-Soldat und möchte eigentlich nur seine Ruhe haben. Genauer gesagt möchte er nur in Ruhe mit seiner durchgeknallten Freundin auf dem Sofa sitzen und so wenig wie möglich tun. Das gelingt ihm aber nicht, denn er wird durch sich immer mehr verwirrende Handlungsstränge quer durch New York gehetzt, landet als Hauptdarsteller in einem eindeutig nicht für Jugendliche vorgesehnen Video und schließlich in einem völlig verbeulten Auto im Fluss. Aus all diesen Situationen kann er sich halb durch Zufall, halb durch Fähigkeiten retten und bringt die Geschichte dem Zuhörer in einer knochentrockenhumorigen Art und Weise zu Gehör. Hervorragend rübergebracht von Peter Lohmeyer, der den Ich-Erzähler glaubhaft macht. Weiterlesen
Marita Sydow Hamann: Die Erben der alten Zeit: Der Thul
Die 14-jährige Charlie scheint endgültig auf Godheim festzusitzen. Nur langsam erholt sie sich von der schweren Vergiftung, der sie am Ende des ersten Bandes ausgesetzt wurde und ihr Amulett scheint für immer verloren zu sein. Trotzdem macht sie sich unverdrossen daran, sowohl ihre Kampftechnik auszubilden als auch ihre magischen Fähigkeiten zu vervollkommnen.
Was sie nicht weiß, ist das Oden inzwischen einen Angriff auf die Erde begonnen hat, die unter Stürmen und Wassermassen leidet und niemand findet einen Grund dafür. Charlie ahnt, dass das Odens Ziel ist, aber sie hat ohne Amulett keine Möglichkeit einzugreifen. Weiterlesen
Rick Yancey: Die fünfte Welle, gelesen von Merete Brettschneider u.a.
„Es wird kein Erwachen geben!“ Dabei kommt Cassie sich seit Monaten vor wie in einem Albtraum. Das kann nicht sein, das kann nicht ihr Leben sein, aber das ist es. Heute lebt Cassie im Wald. Sie glaubt, dass sie der letzte noch lebende Mensch auf der Erde ist, nachdem vier Angriffswellen eines außerirdischen Schiffes über die Welt hinweggegangen sind. Vorher hatte sie ein ganz normales Leben mit Familie und Teenagerproblemen und Fernseher und MP3-Player – jetzt hat sie nur noch ein Leben. Aber ganz so leicht ist die Menschheit denn doch nicht auszurotten. Auf einem ihrer Streifzüge begegnet Cassie einem menschlichen Soldaten, der jedoch nicht lange genug überlebt, um ihr Auskünfte zu geben. Cassies Vorräte gehen zu Ende und der Soldat gibt ihr Hoffnung, dass dort draußen vielleicht doch noch mehr ist, als sie glaubt. Weiterlesen