Yves Grevet: Méto: Die Insel, gelesen von Rainer Strecker

meto1Die Méto-Trilogie ist wieder eine von denen, bei denen man alle Teile kennen muss. Also eine kurze Vorwarnung: Der zweite Teil wird ohne den ersten nicht funktionieren, denn er schließt sich nahtlos an den ersten Teil an. Begriffe werden nicht neu erklärt und es gibt wirklich eine Menge Dinge, die der Erklärung bedürften, wenn man sie nicht bereits aus dem ersten Band kennen würde. Weiterlesen

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Daniel Glattauer: Die Wunderübung

Glattauer_final_rz.inddJoana und Valentin, ein Ehepaar um die vierzig, das Leben ist ihnen irgendwann zwischen die Liebe gekommen, aber zum Aufgaben sind sie noch lange nicht bereit. Deswegen wenden sie sich an einen Paartherapeuten. Beide nehmen die Sache auch ernst, allerdings erwarten sie viel zu viel von diesem Berater. Sie kommen in der Erwartung, der Berater würde etwas – was auch immer „machen“ – und sie würden sich anschließend besser verstehen. Das kann natürlich nicht funktionieren und das macht der Berater ihnen sehr schnell klar. Sie müssen an sich selbst arbeiten. Aber alle Übungen des Beraters scheitern an beider Unfähigkeit sich aufeinander einzulassen. Es ist nicht so, dass sie unwillig wären, sie können es einfach nicht, so fest sie es auch versuchen. Bis der Berater die „Wunderübung“ ersinnt und wirklich etwas „macht“, was die Beziehung der beiden verändern wird. Weiterlesen

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Eoin Colfer: Hinterher ist man immer tot, gelesen von Peter Lohmeyer

danDan McEvoy ist Ex-Soldat und möchte eigentlich nur seine Ruhe haben. Genauer gesagt möchte er nur in Ruhe mit seiner durchgeknallten Freundin auf dem Sofa sitzen und so wenig wie möglich tun. Das gelingt ihm aber nicht, denn er wird durch sich immer mehr verwirrende Handlungsstränge quer durch New York gehetzt, landet als Hauptdarsteller in einem eindeutig nicht für Jugendliche vorgesehnen Video und schließlich in einem völlig verbeulten Auto im Fluss. Aus all diesen Situationen kann er sich halb durch Zufall, halb durch Fähigkeiten retten und bringt die Geschichte dem Zuhörer in einer knochentrockenhumorigen Art und Weise zu Gehör. Hervorragend rübergebracht von Peter Lohmeyer, der den Ich-Erzähler glaubhaft macht. Weiterlesen

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Marita Sydow Hamann: Die Erben der alten Zeit: Der Thul

altDie 14-jährige Charlie scheint endgültig auf Godheim festzusitzen. Nur langsam erholt sie sich von der schweren Vergiftung, der sie am Ende des ersten Bandes ausgesetzt wurde und ihr Amulett scheint für immer verloren zu sein. Trotzdem macht sie sich unverdrossen daran, sowohl ihre Kampftechnik auszubilden als auch ihre magischen Fähigkeiten zu vervollkommnen.

Was sie nicht weiß, ist das Oden inzwischen einen Angriff auf die Erde begonnen hat, die unter Stürmen und Wassermassen leidet und niemand findet einen Grund dafür. Charlie ahnt, dass das Odens Ziel ist, aber sie hat ohne Amulett keine Möglichkeit einzugreifen. Weiterlesen

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Rick Yancey: Die fünfte Welle, gelesen von Merete Brettschneider u.a.

rick„Es wird kein Erwachen geben!“ Dabei kommt Cassie sich seit Monaten vor wie in einem Albtraum. Das kann nicht sein, das kann nicht ihr Leben sein, aber das ist es. Heute lebt Cassie im Wald. Sie glaubt, dass sie der letzte noch lebende Mensch auf der Erde ist, nachdem vier Angriffswellen eines außerirdischen Schiffes über die Welt hinweggegangen sind. Vorher hatte sie ein ganz normales Leben mit Familie und Teenagerproblemen und Fernseher und MP3-Player – jetzt hat sie nur noch ein Leben. Aber ganz so leicht ist die Menschheit denn doch nicht auszurotten. Auf einem ihrer Streifzüge begegnet Cassie einem menschlichen Soldaten, der jedoch nicht lange genug überlebt, um ihr Auskünfte zu geben. Cassies Vorräte gehen zu Ende und der Soldat gibt ihr Hoffnung, dass dort draußen vielleicht doch noch mehr ist, als sie glaubt. Weiterlesen

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Thomas Finn: Schwarze Tränen

finnLukas Faust ist nicht gerade das, was man gemeinhin einen Erfolgsmenschen nennt – oder auch nur ehrgeizig. Als Straßenillusionist hält er sich gerade eben über Wasser – und das nicht immer nur auf die faire Art und Weise. Jetzt ist er in Staufen ausgerechnet im Faustzimmer gelandet, dem Zimmer, von dem aus der Goethe-Faust in die Hölle gefahren ist – angeblich. In just diesem Zimmer trifft er auf einen schwarzen Pudel namens „Mephistopheles“, der sich ihm als Teufel offenbart und ihn, naja, um Hilfe bittet, soweit man beim Teufel von „bitten“ reden kann. Denn in der Hölle tobt eine Revolution und der Teufel selbst ist irgendwie ausgesperrt. Weiterlesen

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Martin Suter: Allmen und die verschwundene Maria

allemnDer letzte Band um den High-Society-Ermittler Johann Friedrich von Allmen endete mit dem Verschwinden von Maria, der Freundin von Allmens rechter Hand Carlos. Zwar wurde das gestohlene Dahlienbild erfolgreich widerbeschafft, dafür aber Maria entführt – ebenfalls wegen des Dahlienbildes. So tauchen in dieser Fortsetzung also sämtliche Personen des Vorbandes unverändert wieder auf und die Geschichte geht nathlos weiter. Von daher ist es mir ein Rätsel, warum das in zwei Bücher aufgeteilt wurde, eigentlich handelt es sich um eine zusammenhängende Geschichte.

Das ist aber das einzig Ärgerliche an diesem – nicht sehr dicken – Buch. Ansonsten ist die Geschichte gewohnt gut erzählt, witzig und doch hintergründig mit einem ganz besonderen Protagonisten.

Fazit: Wer es noch nicht kennt, sollte beide Bücher zusammen erstehen, ansonsten empfehlenswert.

Martin Suter: Allmen und die verschwundene Maria.
Diogenes, März 2014.
223 Seiten, Gebundene Ausgabe, 18,90 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Regina Lindemann.

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Suzanne Young: Du. Wirst. Vergessen

duIn einer nicht allzu fernen Zukunft grassiert eine Selbstmordepidemie unter Jugendlichen. Scheinbar aus heiterem Himmel bringt sich eine Vielzahl von Ihnen um, bis das Programm aufgelegt wird. Niemand weiß so wirklich, was dahintersteckt, aber für die Eltern von Teenagern scheint es eine unglaubliche Erleichterung zu bedeuten. Sobald sie ihr Kind als „gefärdet“ melden, wird es abgeholt und kommt nach einigen Wochen zurück. Ohne Erinnerung, ohne Emotionen, ohne Selbstmordgefahr. Für die Teenager – gerade für die nicht-betroffenen – bedeutet das Programm jedoch keinerlei Erleichterung. Im Gegenteil. In der Zeit hochschießender Hormone, der Zeit des unmittelbaren Wechsels zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt sehen sie sich gezwungen, jede Emotion zu unterdrücken, um ja nicht im Programm zu landen. Weiterlesen

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Hugh Howey: Silo, gelesen von Peter Bieringer

sioIn einer Version der Zukunft leben die letzten Menschen in einem alten Silo. Es muss ein riesiges Silo sein, denn es hat sich eine Gesellschaft herausgebildet mit Oberschicht und Unterschicht und Strafrecht. Die Hauptbestrafung besteht in der Säuberung der vor dem Silo stehenden Linse, die Bilder von der Landschaft rundherum ermöglicht. Die Strafe besteht darin, dass niemand diese Arbeit überlebt, denn die Welt ist verseucht und lebensfeindlich. Trotz Schutzanzug schafft ein Mensch es gerade bis zur Linse zu kommen, sie zu reinigen, dann reicht der Schutz nicht mehr aus und der Mensch stirbt. Es gibt keinen Weg in die verführerisch friedlich daliegende Umgegend und es gibt auch keinen Grund, über die Berge zu gehen, denn sie sind die letzten Menschen – bereits seit Generationen. Weiterlesen

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Koji Suzuki: Der Graben

kojiDer japanische Schriftsteller Koji Suzuki ist der Autor der Bücher, auf denen die „Ring“-Filme basieren. Das sind die Filme, die mich am helllichten Tag zum Gruseln gebracht haben und deswegen war ich neugierig auf sein neues Werk. Schon am Anfang beweist er, dass der Horror nicht nur in den Filmen entstanden ist. Ich weiß nicht, wie er das macht, aber bei den ersten 20 Seiten wurde mir schon ganz unheimlich zumute. Verlassene Autos, einsame Wüstenstraßen, all das bringt er auf ganz besondere Weise zu Papier, sodass beinah alltägliche Situationen höllisch werden. Weiterlesen

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