Furia ist die Tochter einer großen Bibliomantenfamilie. Ihr Vater kämpft gegen die Akademie, die die Familie verfemt hat und gegen die „leeren Bücher“, die alle Bibliomantie für immer beenden könnten. Bibliomantie? Die Fähigkeit, mithilfe eines Seelenbuches wundersame Dinge mit Büchern vollbringen zu können. Furia hat ihr Seelenbuch noch nicht gefunden, oder besser gesagt, ihr Seelenbuch hat sie noch nicht gefunden. Trotzdem arbeitet sie an der Seite ihres Vaters. Bis dieser eines Tages auf der Suche nach einem weiteren „leeren Buch“ erschossen wird und ihr Bruder entführt wird. Um ihn zu befreien, reist Furia nach Libropolis, der Stadt der Bibliomanten, dort wo Buchcharaktere leben und wo alles möglich erscheint. Hier macht sie sich auf die Suche nach ihrem Bruder und findet neue Freunde, neue Kräfte und neue Feinde. Weiterlesen
regina-lindemann
Marissa Meyer: Wie Sterne so golden, gelesen von Vanida Karun
Im dritten Band von Marissa Meyer Luna-Chroniken – oder Brothers Grimm meets Terminator featuring Han Solo – hat sich die Autorin das Märchen von Rapunzel vorgenommen. Das Mädchen heißt Cress und lebt allein in einen Satelliten eingesperrt. Dort muss sie sich für die böse Lunarerin Levana in die Computersysteme der Erde einhacken und darin ist sie wirklich gut – sieben Jahre lang hatte sie auch wenig Ablenkung. Cress vertreibt sich die Langeweile verbotenerweise mit Berichten von der Erde, Berichten über Cinder und ihre Flucht zum Beispiel. Weiterlesen
Ken Follett: Kinder der Freiheit
Um es gleich zu Anfang zu sagen: Der dritte Band der Jahrhundertsaga hat mir deutlich besser gefallen als der Vorgänger. Vielleicht, weil Gut und Böse nicht mehr ganz so plakativ trennt, wie in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Leider gilt das hauptsächlich für Amerika, da gibt es JFK, der sicherlich als guter Amerikaner gilt, aber trotzdem nicht soviel für die Rechte der Schwarzen tut, wie George es sich wünscht. Überhaupt zeichnet Follett die amerikanischen Protagonisten recht differenziert, während die DDR für ihn ein Land aus Schwarz und Weiß zu bleiben scheint. Weiterlesen
Hannah Kent: Das Seelenhaus, gelesen von Tobias Kluckert & Vera Teltz
Agnes Magnúsdóttir ist die letzte Frau, die auf Island zum Tode verurteilt wurde, das war im Jahr 1828. Sie hat zwei Männer erschlagen, erstochen, verbrannt. Sie war nicht alleine bei dieser Tat, aber sie ist die einzige Frau, die auf ihre Hinrichtung warten muss. Deswegen sperrt man sie nicht einfach ein, sondern sie muss die Zeit auf dem Hof eines Dienstmannes verbringen, dem Kornsáhof. Dort wird sie von der Hausherrin nicht gerade mit offenen Armen empfangen, im Folgenden wird beschrieben, wie sie sich einlebt, wie sie sich dem Pfarrer anvertraut und in Rückblicken, wie es zu der Tat kommen konnte. Weiterlesen
Karin Salvalaggio: Eisiges Geheimnis, gelesen von Nicole Engeln
Grace hat es nicht leicht. Sie lebt im Norden Montanas, in einer eiskalten Kleinstadt nahe der kanadischen Grenze. Als sie acht Jahre alt war, verschwand ihre Mutter unter dubiosen Umständen und sie selbst hat obwohl gerade erst siebzehn Jahre alt, bereits eine Herztransplantation hinter sich. Dazu kommt, dass der Onkel, bei dem sie bis zu seinem Tod lebte, eine Spedition führte, die nicht den besten Ruf hat. Grace ist also auch noch unbeliebt, gilt in der Schule als seltsam und hat darunter zu leiden. Das Hörbuch beginnt, als direkt vor ihrem Fenster eine Frau ermordet wird, die sich als ihre verschundene Mutter herausstellt. Weiterlesen
Michael Hjorth & Hans Rosenfeldt: Das Mädchen, das verstummte
In Torsby wird eine komplette Familie einfach ausgelöscht. Die Eltern und zwei Kinder werden einfach erschossen. Es scheint kein Motiv zu geben, außer einem eher harmlosen Streit mit Nachbarn. Der örtliche Polizeichef schaltet sehr schnell die Reichsmordkommission ein und die arg gefledderte Truppe um Kommissar Torkel Höglund macht sich an die Arbeit. Sehr schnell stellt sich heraus, dass noch ein Kind im Haus gewesen sein muss und dass dieses das Haus offenbar lebend verlassen hat. Es handelt sich um die zwölfjährige Nicole, die auf Besuch bei ihren Verwandten war, dem Mörder deshalb offenbar nicht fehlte, denn die beiden Söhne hat er bewusst gesucht. Eine Zeugin also, die leider im Wald verschwunden ist und deren Überlebenschancen mit jeder Stunde schwinden. Weiterlesen
Neal Shusterman: Vollendet – Die Rache
Unliebsame Jugendliche können als Ersatzteillager verwendet werden. Die moderne Gesetzgebung macht das möglich. Ein einfaches Ausfüllen des Formulars durch die Eltern reicht aus. Kaum ein Wunder, dass in dieser Welt Angst und Anarchie herrschen. Eine Gruppe geflohener Jugendlicher – Wandler – hatte Zuflucht auf einem Flugzeugfriedhof gefunden, aber der wurde zerstört. Auch durch Verrat aus den eigenen Reihen. Hier setzt der dritte Band von „Vollendet“ ein und die gute Nachricht ist, es wird nicht der letzte sein, denn im Nachwort wird mindestens ein vierter Teil angekündigt. Weiterlesen
Hans Rath: Manchmal ist der Teufel auch nur ein Mensch
Jakob Jacobi ist Psychotherapeut. Und als solcher Wissenschaftler. Als er Besuch von dem hartnäckigen Anton Auerbach bekommt, der unbedingt seine Seele kaufen will – um beinahe jeden Preis. Denn Jakobs Seele ist für den Teufel – der Auerbach zu sein behauptet – besonders wertvoll, denn Gott hat sie berührt. Gott, Teufel? Jakob denkt eher an schwer gestörte Menschen, an Patienten mit Wahnvorstellungen. So hat er es gehalten, als sich damals Baumann als Gott vorstellte und so gedenkt er es auch zu halten, als jetzt Auerbach als Teufel auftaucht. Aber der ist hartnäckig, erhöht das Angebot, misch sich sehr aktiv in Jacobs Leben ein und verschont auch sein Umfeld nicht. Weiterlesen
Emma Healey: Elizabeth wird vermisst, gelesen von Katharina Thalbach
Maud hat viel erlebt in ihren 82 Lebensjahren. Viele, sehr viele Freunde und Verwandte musste sie im Laufe ihres Lebens gehen lassen. Geblieben als Freundin aus alten Tagen ist ihr nur Elizabeth. Und diese ist plötzlich nicht mehr auffindbar. Sie geht nicht mehr ans Telefon und ist zu Hause nicht anzutreffen seit …, ja seit wann eigentlich? Maud kann sich beim besten Willen nicht daran erinnern, ebenso wenig wie daran, dass sie gerade eben gegessen oder eingekauft hat. Sie kann sich nicht einmal mehr daran erinnern, dass sie sich nicht erinnern kann. Auch die vielen Zettel, die sie sich schreibt, ändern daran nichts, sie weiß nicht mehr, was die Notiz bedeuten soll. Weiterlesen
Petra Hammesfahr: An einem Tag im November
Die Notkötters verbringen einen vergnügten Tag bei einem befreundeten Ehepaar. Die Ehefrau vertratscht sich, es wird spät und dann kommt auch noch ein Stau auf der Autobahn hinzu. Völlig entnervt biegen sie in dieser dunklen Novembernacht in die letzte Straße ein. Da scheppert es gewaltig und sie haben nicht mehr gesehen, als ein buntes Etwas, das sofort unter ihrem Wagen verschwindet.
Arno Klinkhammer ist frisch ernannter Hauptkommissar. Noch während der Feier kommt die Nachricht über ein verschwundenes fünfjähriges Mädchen in Herten. Weiterlesen