Ich muss diese Rezension damit beginnen, dass ich ein glühender Fan von Andreas Eschbach bin. Nicht nur, dass seine Romane stets hochpolitische und aktuelle Themen aufgreifen, sie sind auch durchweg irre spannend und wahnsinnig gut geschrieben. Mein absoluter Favorit ist sein Roman „Todesengel“.
Von daher hat es fast etwas von Sakrileg, an einem seiner Romane herumzumäkeln. Doch in der Tat hat mich sein neuer Roman nicht so gepackt wie seine vorherigen, obwohl er sich mit einem ebenso brisanten wie heiß diskutierten Thema befasst.
In diesem neuen Roman dreht sich alles um das sogenannte Freiheitsgeld. Wir befinden uns im Jahr 2064, niemand muss mehr arbeiten, wenn er oder sie nicht will. Vor etlichen Jahren wurde dieses Geld eingeführt, ein bestimmter monatlich ausgezahlter Betrag, den jeder Mensch in Europa bekommt, sobald er oder sie 18 wird. Die Arbeit, die die Menschen nicht mehr machen (wollen), wird von Robotern erledigt, wie beispielsweise die Krankenpflege oder ähnliches. Auch der ÖPNV ist automatisiert und kommt ohne Personal aus.
Die Kehrseite ist die Finanzierung dieses Freiheitsgeldes. Diese basiert auf immens hohen Steuern, die diejenigen, die eben doch noch arbeiten, zahlen müssen. Eingeführt hat das Freiheitsgeld der damalige Bundeskanzler und spätere Präsident der EU, Robert Havelock. Der ist inzwischen 95 Jahre alt und wohnt in der sogenannte Oase. Das ist eine in Zonen eingeteilte, hermetisch geschlossene Wohneinheit für Privilegierte. Darin gibt es je nach Zone abgestuften Luxus, von dem die Ausgeschlossenen nur träumen können. Weiterlesen






2381: Das Leben auf der Erdoberfläche ist schon vor Jahren unmöglich geworden. Seitdem verbringt der kleine Rest der Menschheit seine Zeit in drei riesigen Bunkern unter der Erde, eingesperrt in lebenserhaltenden Kapseln und 24 Stunden am Tag in eine virtuelle Welt eingeloggt, um dem Schrecken der dicken Betonwände und der Platzangst zu entkommen. Ein ins Hirn implantierter Chip kümmert sich um den täglichen Bedarf an Nährstoffen und setzt bei erhöhtem Stress Beruhigungsmittel frei. Gleichzeitig fungiert er auch als persönlicher Assistent, der mit einem spricht und durch das digitale Leben navigiert.
In einem China der nahen Zukunft feiert eine Schulklasse gerade mit ihrer Lehrerin den Abschluss des sechsten Jahrgangs. Sie reden darüber, wie ihre Zukunft aussehen könnte, über ihre Traumberufe und Lebenswünsche. Noch können sie nicht ahnen, dass alles anders werden wird. Denn das unaufhaltbare Ende rückt für den größten Teil der Menschheit immer näher: Durch eine Supernova, einen explodierenden Stern, ist eine tödliche Strahlung auf dem Weg zur Erde und als sie diese an eben jenem Abend erreicht, kann kein Mensch entkommen. Alle, die älter als dreizehn Jahre sind, werden an den Folgen sterben.