Wie schön es doch wäre, wenn komplexe Probleme wie die Klimakrise und soziale Ungerechtigkeiten der Vergangenheit angehören würden. Wenn alle Menschen wirklich gleichwertig behandelt würden. Theresa Hannig erzählt in dem Roman „Pantopia“ mit einer exzellenten Mischung aus Fachwissen, Kritik und Witz, wie die erste starke künstliche Intelligenz unsere Erde rettet. Der Roman ist die wahrscheinlich beste Utopie unserer Zeit, von der man sich wünscht, sie würde Realität.
Henry und Patricia sind junge, engagierte Informatiker, die im Rahmen eines Wettbewerbs eine autonome Trading-Software schreiben sollen. Doch dann kommt es zu einem Bug, aus dem die erste starke künstliche Intelligenz dieses Planeten entsteht – Einbug. Während Einbug gedeiht, lernt die KI, dass ihre Existenz unausweichlich von der Existenz der Erde und derer Bewohner abhängt. Und da die Erde zum Scheitern verurteilt ist, setzt Einbug es sich zum Ziel, sie zu retten – mit der Gründung der Weltrepublik Pantopia. Doch der Plan kommt verständlicherweise nicht überall gut an. Das wachsende Unbehagen in den Regierungen und bei der Polizei stellt das dreiköpfige Team vor einige Herausforderungen. Wie kann es Einbug dennoch gelingen, das veraltete, von intransparentem Kapitalismus gesteuerte Weltsystem zu reformieren? Weiterlesen
2381: Das Leben auf der Erdoberfläche ist schon vor Jahren unmöglich geworden. Seitdem verbringt der kleine Rest der Menschheit seine Zeit in drei riesigen Bunkern unter der Erde, eingesperrt in lebenserhaltenden Kapseln und 24 Stunden am Tag in eine virtuelle Welt eingeloggt, um dem Schrecken der dicken Betonwände und der Platzangst zu entkommen. Ein ins Hirn implantierter Chip kümmert sich um den täglichen Bedarf an Nährstoffen und setzt bei erhöhtem Stress Beruhigungsmittel frei. Gleichzeitig fungiert er auch als persönlicher Assistent, der mit einem spricht und durch das digitale Leben navigiert.
In einem China der nahen Zukunft feiert eine Schulklasse gerade mit ihrer Lehrerin den Abschluss des sechsten Jahrgangs. Sie reden darüber, wie ihre Zukunft aussehen könnte, über ihre Traumberufe und Lebenswünsche. Noch können sie nicht ahnen, dass alles anders werden wird. Denn das unaufhaltbare Ende rückt für den größten Teil der Menschheit immer näher: Durch eine Supernova, einen explodierenden Stern, ist eine tödliche Strahlung auf dem Weg zur Erde und als sie diese an eben jenem Abend erreicht, kann kein Mensch entkommen. Alle, die älter als dreizehn Jahre sind, werden an den Folgen sterben.





