Femi Kayode: Gaslight

Kriminalroman aus Nigeria, der nicht überzeugt

Auf dieses Buch war ich gespannt, auch um mehr über das Land, in dem es spielt, zu erfahren. Der erste in Nigeria spielende Kriminalroman, den ich las. Aber leider konnte er mich nicht überzeugen.

Der nigerianische Psychologe Philip Taiwo, der bis vor ein paar Jahren in Amerika lebte, ist nun mit seiner Familie in sein Herkunftsland zurückgekehrt. Seine Schwester bittet ihn um Hilfe. Der „Bishop“ der Kirchengemeinde, der sie angehört, wurde in Untersuchungshaft genommen. Der Vorwurf gegen ihn: Seine Ehefrau getötet zu haben. Diese ist seit Tagen verschwunden.

Die Gemeinde beteuert unermüdlich, das sei völlig normal, die „First Lady“ würde sich oft für Tage zurückziehen, brauche den Abstand, werde daher bald gesund und munter wieder auftauchen.

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L. M. Chilton: Don´t Swipe Right

Wenn man auf einer Dating-App nach Ablenkung oder der Liebe des Lebens sucht, ist vorprogrammiert, dass auch ein paar Spinner dabei sind. Das muss Gwen bei einer Reihe erster Dates an eigener Haut erfahren. Sie denkt sich jedoch nichts dabei, denn: Was soll man schon machen? Man blockiert die Typen und zieht weiter.

Nur dass das gar nicht so einfach ist, wenn einer dieser Typen plötzlich ermordet wird. Und ein zweiter. Und noch einer. Und Gwen ist die einzige Verbindung zwischen ihnen. Nun steht sie auf einmal im Fokus der Polizei und es sieht natürlich gar nicht gut aus, dass Zeugen von unschönen Auseinandersetzungen berichten – einem Date hat sie sogar mit einem Golfschläger die Hand gebrochen. Dass all diesen Situationen eine unschöne Belästigung vorausgegangen ist, möchte niemand hören, denn wer glaubt schon der mordverdächtigen Frau.

Gwen muss auf eigene Faust versuchen, dem Mörder auf die Schliche zu kommen, denn wer weiß, was passiert, wenn er mit ihren Dates durch ist …

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M.W. Craven: Der Zögling

Als letztes Jahr „Der Botaniker“ herauskam, war die Washington-Poe-Reihe von M.W. Craven plötzlich erfolgreich in Deutschland. Das scheint vor einigen Jahren anders gewesen zu sein, denn damals ist der erste Band bei Weltbild unter dem Titel „Flammen der Vergeltung“ erschienen und es scheint bei diesem ersten Band geblieben zu sein. Schon als ich den „Botaniker“ gelesen hatte, wollte ich unbedingt wissen, wie diese Ermittlungstruppe angefangen hat. Droemer hat mit „Der Zögling“ jetzt den ersten Band wieder aufgelegt (der zweite folgt im Januar 2025).

Und der Anfang der Reihe ist genauso gut, wie ich erwartet hatte. Ein Serienmörder foltert und verbrennt seine Opfer. Bei dem letzten Opfer ist der Name „Washington Poe“ eingeritzt worden und so wendet man sich an den eigentlich suspendierten Detektiv und bittet ihn, doch Klarheit in den Fall zu bringen.

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Hannah Richell: Das Wochenende

Eigentlich doch eine schöne Idee: die alten Studienfreunde und ihre Familien einzuladen über ein langes Wochenende. Man hat sich lange nicht gesehen. Max und Annie haben vor einiger Zeit ihr renommiertes Architekturbüro in London aufgegeben, um mit ihrem 12-jährigen Adoptivsohn Kip in Cornwall, in der Natur, ein neues Leben anzufangen. Ihr neues Projekt ist ein luxuriöser Campingplatz, den sie an diesem Wochenende ihren Freunden vorstellen wollen. Kira, Dominic, Jim und Suze haben zu Studienzeiten mit Max und Annie in einer gemeinsamen WG gewohnt, sind seitdem befreundet.

Außerdem sind natürlich Tanya und Fred eingeladen, – die zweite Frau von Dominic und Kiras neuer Partner. Ebenso selbstverständlich die Kinder. Schon am ersten Abend gibt es Streit am Lagerfeuer. Phoebe, die jüngste Tochter von Dom, hat Kip ein Marshmallow geklaut, was diesen aus der Fassung bringt. Kip ist besonders. Er ist Fremden gegenüber scheu, in sich gekehrt, zurückgezogen und kann mit Unvorhergesehenem nicht gut umgehen. Seit sechs Jahren lebt er bei Max und Annie. Endlich Pflegeeltern, die ihm wirklich das Gefühl geben, willkommen zu sein und zu ihnen zu gehören. Als die Situation eskaliert, weil Dominic ausrastet, verschließt sich Kip total.

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Håkan Nesser: Ein Brief aus München

Der schwedische Schriftsteller Håkan Nesser (Jahrgang 1950) lieferte im Herbst dieses Jahres den 8. Band um seinen Kommissar Gunnar Barbarotti ab. Zuletzt erschien der Krimi „Schach unter dem Vulkan“, der im Schriftstellermilieu spielt. Für das neue Buch mit dem Titel „Ein Brief aus München“ hat sich Håkan Nesser den Mord an einem Künstler ausgedacht. Der btb Verlag veröffentlichte es am 23. Oktober 2024 in einer Übersetzung von Paul Berf.

Tod an Weihnachten 2020

Im Dezember 2020 wütet die Corona-Pandemie in der Welt. In Schweden erhalten die Geschwister Leif, Lars und Louise Rute einen Brief ihres ältesten Bruders Ludvig, einem berühmten Künstler, der sie zu Weihnachten ins abgelegene Sillingbo einlädt. Alle folgen dieser Einladung, obwohl sie sich jahrzehntelang nicht gesehen haben.

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Sebastian Fitzek: Das Kalendermädchen

Um das Leben ihrer Tochter zu retten, begibt sich Olivia auf die verzweifelte Suche nach den richtigen Eltern ihrer Tochter. Die Akte ist allerdings unter Verschluss, denn den Namen darf keiner erfahren, denn das würde die leibliche Mutter in Gefahr bringen. Bei der Recherche stößt Olivia auf die Legende des Kalendermädchens, dies soll eine junge Frau sein, die sich einst zur Weihnachtszeit in einer einsamen Hütte zurückgezogen hatte und dort gezwungen wurde, einen Adventskalender des Grauens zu öffnen …

Der Prolog verspricht hier eine spannende Geschichte und dem ist auch so, wenn es sich für mich in der Mitte des Buches auch etwas zog und der typische Fitzek Plottwist bei dem Buch etwas länger auf sich warten ließ – aber er kam.

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Jo Nesbø: der könig

Die Könige in ihrem Königreich

Den norwegischen Krimiautoren Jo Nesbø (Jahrgang 1960) muss ich hier nicht weiter vorstellen, denn er gehört zu den weltweit bekanntesten und erfolgreichsten Schriftstellern seines Genres.

2020 erschien bei Ullstein sein Kriminalroman „ihr königreich“ über die beiden Brüder Roy und Carl Opgard aus Os, einem fiktiven kleinen Dorf in Norwegen mit ungefähr tausend Einwohnerinnen und Einwohnern. Die beiden Opgards wollen in Os ein Wellness-Hotel errichten, aber das Projekt steht unter keinem guten Stern. Os Spa geht am Ende in Flammen auf. Nun hat Jo Nesbø mit „der könig“ die Fortsetzung der Geschichte vorgelegt. Das Buch ist am 31. Oktober 2024 in einer Übersetzung von Günther Frauenlob bei Ullstein erschienen.

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Freida McFadden: Sie wird dich finden

Es sind einige Jahre vergangen, seit Millie die Häuser anderer Leute putzte und dabei immer wieder auf Dramen stieß. Sie hat den italienischen Gärtner inzwischen geheiratet, zwei Kinder bekommen und gerade sind die beiden so weit, dass sie in ihr erstes eigenes Haus ziehen können. Sie haben nur zwei Nachbarn – Freida McFadden hält ihre Protagonistenzahl angenehm überschaubar – aber die haben es irgendwie in sich. Die eine ist verwitwet, hält ihren kleinen Sohn wortwörtlich an der kurzen Leine und erweist sich als Helikoptermami. Die andere hat keine Kinder, will keine Kinder, mag keine Kinder und schmeißt sich an Millies Mann Enzo heran.  Beide begrüßen Millie und ihre Familie oberflächlich freundlich und jede warnt Millie vor der jeweils anderen.

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Freida McFadden: Sie wird dich finden

Millie und ihre Familie ziehen in ein kleines Häuschen in einer ruhigen idyllischen Gegend, hier wollen sie endlich ihre Ruhe finden. Doch schon bald kommt Millie alles komisch vor, sie ist sich sicher hier geht etwas vor sich. Sie fühlt sich beobachtet und macht schließlich einen grausigen Fund, wodurch ihre Vergangenheit sie mit voller Wucht wieder einholt. Ist die Vorstadtidylle in Wahrheit nur eine tödliche Falle, aus der es kein Entkommen gibt?

Die ersten 200 Seiten dieses Buches plätschern nur dahin und ich habe mich echt gefragt, ob ich weiter lesen sollte. Doch dann kam der Twist und langsam begannen die Fragezeichen in meinem Kopf zu wachsen. Aber bis es so weit war, war das kein Thriller für mich, eher ein Familien-Beziehungsdrama und wie oft kann man erwähnen, wie toll ein Mann aussieht? Gefühlt jede zweite Zeile beginnt damit, dass Millie erwähnen muss, wie schön ihr Mann ist. Es ist alles leicht surreal und die Nachbarn sind sowieso merkwürdig.

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Kerri Maniscalco: Escaping from Houdini

Die US-amerikanische Bestseller-Autorin Kerri Maniscalco beweist auch in Band 3 ihrer beliebten „Audrey-Rose-Reihe“, wie meisterhaft sie historische Settings und packende Atmosphären erschaffen kann. Nach den düsteren Gassen des viktorianischen Londons in Band 1 und dem unheimlichen Vampir-Schloss in Transsilvanien in Band 2 entführt sie ihre Leser in „Escaping from Houdini“ auf eine spannende Reise über den Atlantik.

Handlung: Spannung auf hoher See

Die Geschichte spielt an Bord des Luxus-Dampfschiffs RMS Etruria, das es tatsächlich gegeben hat. Während der Überfahrt von Liverpool nach New York wird die Reisegesellschaft von einem Zirkusensemble unterhalten, zu dem auch der berühmte Entfesselungskünstler Harry Houdini gehört. Doch als es zu mehreren mysteriösen Morden kommt, müssen die angehenden Gerichtsmediziner Audrey Rose und ihr charmanter Begleiter Thomas Cresswell die Ermittlungen aufnehmen. Kerri Maniscalco verbindet dabei gekonnt historische Elemente mit einem Hauch von Mystery und Crime.

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