„Rattenfänger“ ist der zweite Fall von Detective Sergeant Mark Heckenburg, kurz „Heck“ genannt. Diesmal hat es das Sonderdezernat für Serienverbrechen, dem er zugehört, mit besonders barbarischen Fällen zu tun. Alle Opfer sterben an einem Feiertag und werden, gemäß diesem, zur Schau gestellt. So wird beispielsweise das erste Opfer als Weihnachtsmann verkleidet in einem Kamin eingemauert aufgefunden. Zunächst ist kein Zusammenhang zwischen den Taten erkennbar, aber nach und nach erkennt Heck das grausame Muster… Weiterlesen
Krimi & Thriller
Volker Kutscher: Märzgefallene
Gereon Rath verbringt den Karneval 1933 in Köln. Das scheint kein guter Gedanke gewesen zu sein. Der Kölsche Klüngel geht ihm auf die Nerven, er trinkt zuviel, verärgert seinen Vater und landet schließlich mit einer Jeckin zwischen geleerten Weinflaschen. Da kommt es ihm ganz gelegen, dass er nach Berlin zurückbeordert wird, da jeder Kopf für die Aufklärung des Reichstagsbrandes benötigt wird.
Wieder zurück in Berlin muss er feststellen, dass es dabei um alles andere als saubere Polizeiarbeit geht. Vielmehr geht es um eine reine Kommunistenhatz, alle verfügbaren Kräfte werden der politischen Abteilung zugeteilt und das bekommt auch Gereons Verlobte Charlie zu spüren. Weiterlesen
Zoran Drvenkar: Still
Er nennt sich Mike Stellar. Er sucht den Kontakt zu Pädophilen, von denen er glaubt, dass sie weit genug gehen, um Mädchen zu entführen und verschwinden zu lassen. Er hat ein Ziel: Er möchte seine Tochter finden und sei es als Leiche. Denn es gibt ein Mädchen, dass ihnen entkommen ist. Sie sitzt in einer Anstalt und spricht kein Wort aber sie soll sein Schlüssel sein.
Zoran Dvenkar erzählt seinen Thriller aus der Sicht von Mike Stellar. Für Mike gibt es „Ich“, „Du“, und „Sie“, „Sie“ sind die Gruppe, in die er versucht sich einzuschleusen, „Du“ ist das Mädchen, das entkommen konnte. Weiterlesen
Håkan Nesser: Die Lebenden und Toten von Winsford
In „Die Leb
enden und Toten von Winsford“ erzählt Håkan Nesser eine beinahe ruhige Geschichte. Es ist ein Genuss, in seine Beschreibungen der englischen Flora und Fauna (die Geschichte spielt zum großen Teil in Exmoor, einem kleinen Dorf in der südenglischen Moorlandschaft) hinein zu tauchen. Er gibt der Geschichte viel Zeit für die Entfaltung, ohne dass es jemals langatmig wird. Einfühlsam geht er auf seine Charaktere, besonders die Hauptfigur Maria Anderson, ein. Stück für Stück entfaltet sich die Geschichte dieser mysteriösen Frau, die es von Ihrer Heimat Schweden in das verlassene Dorf in England verschlagen hat. Weiterlesen
Cecilia Ekbäck: Schwarzer Winter
Die Handlung von Cecilia Ekbäcks historischem Krimi spielt im Jahr 1717 in Lappland, wo nicht nur durch den eisig kalten Winter unwirtliche Lebensbedingungen vorherrschen.
Kurz nachdem ihre Familie in ihrem neuen Zuhause, einem heruntergewirtschafteten Hof eintrifft, finden die beiden Schwestern Frederika und Dorotea einen Toten am Berg Blackåsen. Die Mutter der Mädchen, Maija, kennt sich als Heilerin mit Wunden aus. Sie glaubt den anderen Siedler nicht, die behaupten, der Tote, bei dem es sich um ihren Nachbarn Eriksson handelt, sei von Wölfen oder einem Bären angegriffen worden.
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Liza Cody: Lady Bag
Liebe soll bekanntlich blind machen. Als Angela sich noch Angela nannte und bei einer Londoner Bank Karriere machte, liebte sie einen jüngeren Mann. Aus Liebe zu ihm wurde sie eine Betrügerin und ging für einige Jahre ins Gefängnis.
Nach der Haft ist von ihrem alten Leben nichts mehr übrig. Die Mutter tot und anonym beerdigt, ihr Haus verkauft, kein Job und keine andere Perspektive als die Obdachlosigkeit. Die von ihrem Liebhaber geschworene ewige Liebe ist zu diesem Zeitpunkt auch schon eine Weile Geschichte. Zusammen mit der Hündin Elektra lebt sie als „Lady Bag“ auf der Straße, bettelt und trinkt Rotwein gegen den in ihrem Inneren brodelnden Zorn. Weiterlesen
Ian Rankin: Schlafende Hunde
Um weiterhin im Polizeidienst tätig sein zu können – die Cold Case Abteilung, in der er noch im letzten Band ermittelte, wurde dicht gemacht – lässt sich John Rebus zum Detective Sergeant degradieren und muss nun seinem ehemaligen Schützling Shioban Clarke zuarbeiten. Die beiden untersuchen einen Autounfall in der Nähe von Edinburgh. Aber die junge Frau, die dabei schwer verletzt wurde, kann unmöglich selbst gefahren sein. Was soll hier also vertuscht werden? Gestellt wird dies vor den Hintergrund der schottischen Unabhängigkeitsdebatte, denn der Freund der jungen Frau ist der Sohn des Justizministers, das Gesicht der „Yes“-Kampagne. Weiterlesen
Robert Galbraith: Der Seidenspinner
Joanne K. Rowling hält es mit den Bänden ihrer Krimireihe, die sie unter dem Pseudonym Robert Galbraith schreibt, so, wie mit den „Harry Potter“-Bänden: Sie werden jedes Mal ein bisschen dicker. Aber das tut dem Buch nicht unbedingt gut.
Jetzt ist „Der Seidenspinner“, der zweite Fall von Privatdetektiv Cormoran Strike, erschienen. Es ist ein Buch für die Potter-Fans, die vor 14 Jahren, als das erste Abenteuer des Zauberlehrlings erschien, Kinder und Jugendliche waren und als Erwachsene nun die Bücher vermissen. Genauso fantasievoll wie bei Potter ist Rowlings Sprache, genauso erzählmächtig ist dieser Krimi. Nur etwas langatmig. Wenn der Roman halb so lang wäre, könnte Thriller-Atmosphäre aufkommen. Weiterlesen
Robert Wilson: Ihr findet mich nie
Einen soliden, spannenden und stilistisch gut geschriebenen Thriller legt der britische Autor Robert Wilson vor: „Ihr findet mich nie“.
Es handelt sich nach „Stirb für mich“, der im August 2013 in Deutschland erschienen ist, um den zweiten Roman mit dem Spezialisten für hochkarätige Entführungsfälle, Charles Boxer.
Der Fall, mit dem er sich diesmal befassen muss, dringt tief in sein Privatleben ein, denn Boxers eigene Tochter hat beschlossen, den Eltern für immer den Rücken zu kehren und reißt aus. Weiterlesen
Flore Vasseur: Kriminelle Bande
Clara, Jérémie, Bertrand, Vanessa, Alison, Antoine und Sébastian haben an der Elite-Universität HEC in Paris studiert. Die Freunde haben eine unbeschwerte Zeit verlebt, inzwischen gehören sie zur Elite, haben Karriere gemacht als Politiker, Journalisten, Investmentbanker und PR-Agenten. Ihr Leben scheint die perfekte Erfolgsgeschichte zu sein, bis ein Dokument auftaucht, das beweist, dass eine New Yorker Investmentbank den Staatshaushalt manipuliert hat und in die europäische Finanzkrise involviert ist.
Das Leben hinter der Fassade der Freunde wird offenbar: Die Journalistin Clara arbeitet für eine Wirtschaftszeitung, die finanzielle Probleme hat, hohe Ansprüche an die journalistische Arbeit kann sie dort nicht mehr verwirklichen. Weiterlesen