Sophie Hannah: Die Monogramm-Morde: Ein neuer Fall für Hercule Poirot

mord33 Fälle hat Detektiv Hercule Poirot in Romanen und Kurzgeschichten von Agatha Christie gelöst. 38 Jahre nach dem Tod der Meisterin der Hochspannung hat die britische Bestseller-Autorin Sophie Hannah mit Einwilligung der Erben von Agatha Christie Poirot nun zum Leben erweckt.
„Die Monogramm-Morde“, die an diesem Dienstag in 50 Ländern erscheinen, sind ein wunderbar unaufgeregtes Buch, eine Reise in eine vergangene Zeit und ein großer Kontrast zu den schnellen Action-Thrillern unserer Tage. Weiterlesen

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Carl-Johan Vallgren: Schattenjunge

val1970 verschwindet in der Stockholmer U-Bahn ein kleiner Junge. Über 40 Jahre später verschwindet auch sein jüngerer, mittlerweile erwachsener Bruder Joel spurlos. Die ängstliche Ehefrau des gutbetuchten Geschäftsmannes alarmiert dessen besten Kumpel aus der Zeit beim Militär. Danny Katz hat zwar selbst genügend Probleme in seinem Leben, begibt sich allerdings auf die Spur von Joel Klingberg, der bald ein nicht zu verachtendes Vermögen erben könnte. Die wichtigste Frage, die sich Katz stellt: Ist Joel freiwillig untergetaucht oder gewaltsam entführt worden? Seltsame Zahlungen in ein Steuerparadies lassen ihn misstrauisch werden. Weiterlesen

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Stephen King: Mr. Mercedes

stephKaum war das Buch auf dem Markt, hörte man es von allein Seiten raunen: „Ein King ohne übernatürliches Element“, „kein typischer King“. Es hört sich für mich an wie eine Spur von Enttäuschung, weil es sich nicht um die neue, modernisierte Version von „Christine“ handelt – jenem Roman, in dem es wirklich das Auto war, das durchknallte. „Mr. Mercedes“ hat kein Horrorelement und ehrlich gesagt braucht es auch keines. Stephen King führt uns auch nicht den ganz gewöhnlichen Wahnsinn als den Horror des normalen Lebens vor, jedenfalls nicht ausschließlich. „Mr. Mercedes“ ist vielmehr ein von vorne bis hinten wohldurchdachtes, ja beinahe komponiertes Werk, das mit der Entwicklung des Kriminalromanes, des Krimis wie des Thrillers, seit seinen Anfängen spielt. Und das macht er verflixt gut. Weiterlesen

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Markus Heitz: Exkarnation – Krieg der Alten Seelen

heitzDer Großmeister der Fantasy hat wieder zugeschlagen. Kein anderer deutscher Autor ist so häufig mit dem „Deutschen Phantastik Preis“ ausgezeichent, wie Markus Heitz. Und sein neuer Roman beschäftigt sich nicht mit der Inkarnation, also der Wiedergeburt, sondern der Exkarnation. Dies ist im Prinzip die Situation, wenn eine „alte Seele“ in einen gerade noch lebenden Körper rast.
Das klingt nach Fantasy, ist aber ein knallharter Thriller mit viel mystischen Einflüssen.
Die Protagonistin Claire stirbt bei einem Überfall. Claire versucht ihrem Mann zu helfen, der erschossen wurde und wird dabei von einem auf sie zurasenden Wagen überrollt. Aber Claires Seele verlässt die Erde nicht. Weiterlesen

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Maurizio De Giovanni: Das Krokodil

mauMaurizio De Giovanni ist einer der wichtigsten Newcomer der italienischen Krimiszene. Sein Debütroman „Das Krokodil“, Auftakt einer Reihe mit Inspektor Lojacono, wurde mit dem wichtigsten Krimipreis Italiens ausgezeichnet. Und das Buch ist so raffiniert, so schön geschrieben und so spannend, dass man den nächsten Krimi der Reihe kaum erwarten kann.
Vier Morde an jungen Menschen gibt es in dem Krimi. Der Mörder begleitet die Leser; in Briefen an seine tote Tochter erzählt er von seinen Plänen, man versteht allmählich, warum und an wem dieser Mann perfide Rache nehmen möchte. Aber warum weint der Mörder, wenn er tötet? Zumindest findet die Polizei in Neapel immer ein Taschentuch mit Tränen, was dem Unbekannten den Fahndungsnamen „Das Krokodil“ einbringt.
De Giovanni vermischt kunstvoll Erzählebenen, verliert aber nie den roten Faden. Am (tragischen) Schluss hat man fast so viel Mitleid mit dem Mörder wie mit den Eltern der Opfer.

Maurizio De Giovanni: Das Krokodil.
Kindler, März 2014.
336 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Adam Sternbergh: Spademan

spadeHallo, ich nenne mich Spademan. Ich will ihren Namen nicht wissen. Betrachten sie mich als Kugel, sagen sie mir den Namen des Menschen, den sie getötet haben wollen, überweisen den Betrag im Voraus, den Rest erledige ich. Ich bringe Männer, wie Frauen um, sonst würde ich das weibliche Geschlecht diskriminieren. Nur Kinder sind tabu. Irgendwo muss man eine Grenze ziehen.
Ich lebe in Jersey. Seitdem eine dreckige Bombe auf dem Times Square in New York hochgegangen ist gibt es hier Platz, viel Raum in aufgegebenen Flats der geflüchteten Brooker. Weiterlesen

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Franz Zeller: Sieben letzte Worte

siebenMörderisch geht es bei den Salzburger Festspielen nur auf der Bühne und im Krimi von Franz Zeller zu. „Sieben letzte Worte“, das Oratorium von Haydn, sollte ein Festspiel-Star singen. Jetzt ist die Diva tot.
Die Leiche dreht sich in malerischer Landschaft in einem Mühlrad einer Bäckerei, und für Kommissar Franco Moll beginnt eine spannende Suche nach dem Mörder. In Künstlerkreise, hinter die Kulissen der Festspiele und durch die Salzburger Altstadt führt Zeller die Leser mit einer schönen Sprache. Viele Spuren legt er aus und verwischt sie wieder; damit bleibt das Ende überraschend und klug. Und dass der Kommissar in eine pikante Liebesgeschichte verwickelt wird, macht das Buch auch interessant.

Franz Zeller: Sieben letzte Worte.
Knaur, Mai 2014.
288 Seiten, Taschenbuch, 8,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Guillaume Musso: Vielleicht morgen

mussoDer französische Autor Guillaume Musso steht ein wenig im Verdacht, allzu zuckersüße Liebesgeschichten zu schreiben – ähnlich wie Cecilia Ahern, Jojo Moyes oder Nicholas Sparks.

Doch wer mit dieser möglicherweise bangen Erwartungshaltung an seinen neuen Roman „Vielleicht morgen“ geht, wird angenehm überrascht.

Das Buch entpuppt sich als durchaus spannender Thriller mit Science-Fiction-Elementen, den man auch dann gut lesen kann, wenn man mit schnulzigen Liebesgeschichten nicht viel am Hut hat. Weiterlesen

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Sascha Arango: Die Wahrheit und andere Lügen

Die Wahrheit und andere Luegen von Sascha ArangoSascha Arango, geboren 1959 in Berlin, ist einer der renommiertesten deutschen Drehbuchschreiber, u. a. verantwortlich für den „Tatort“. Er wurde mehrfach mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.
Auch sein Held Henry in „Die Wahrheit und andere Lügen“ ist Autor: berühmt, bestsellerefahren, er sieht gut aus und genießt das Leben. Er ist ein glücklicher Ehemann, obwohl er die schüchterne Martha nicht leidenschaftlich liebt.
Allerdings gibt es da eine Vergangenheit, die in seinem jetzigen Leben keine Rolle spielt. Außerdem kann er keiner Frau widerstehen, er hat Affären, die weder seine Ehe belasten, noch ihn in Gewissensnöte treiben. Weiterlesen

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Jonathan Freedland: Intervention

freeIm Jahr 1940 hat der Wissenschaftler James Zennor seine Kriegserfahrung schon im spanischen Krieg gesammelt. Als er als junger Student 1936 zur Anti-Berlin-Olympiade dort war, ließ er sich voller Enthusiasmus in den spanischen Krieg hineinziehen, seitdem ist er nicht mehr kriegsdiensttauglich. Jetzt, als England unter deutscher Bombardierung liegt und Kriegsdienst eine Frage des Patriotismus ist, sitzt er in Oxford und bereut sein Leben.

Eines Morgens kommt er vom Rudern nach Hause und seine Frau ist mit seinem kleinen Sohn verschwunden. Er glaubt nicht daran, dass sie ihn einfach ohne ein Wort verlassen hat und es spricht auch wenig dafür. Weiterlesen

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