Vor Mina sind bereits 99 junge Frauen ins Meer gesprungen. Doch keine von ihnen konnte den Zorn des Meeresgottes beenden. „… Mein Leben lang habe ich an die Legende von der Braut des Meeresgottes geglaubt, wie sie von Großmutter zu Großmutter weitergegeben wurde – seit Anbeginn der Stürme, als Eroberer aus dem Westen das Reich verwüsteten und den Kaiser von der Steilküste ins Meer warfen. Der Meeresgott, der den Kaiser wie einen Bruder geliebt hatte, schickte die Unwetter … im wütenden Regen erkannte man seine Tränen, im dröhnenden Donner seine Schreie.“ (S. 271)
Mina wird Teil der Legende, als sie sich für das Glück ihres Bruders opfert. Am Meeresgrund entdeckt sie eine verwunschene Welt, in der Geister, Fabelwesen und Götter leben, sich gegenseitig bekämpfen und die Not der Menschen ignorieren.
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