Herauszufinden, dass die Frau, in die er sich verliebt hat, in Wahrheit Essiya, die Königin von Jasad und seine Erzfeindin ist, hat Arin beinahe zerstört. Doch damit nicht genug, denn die Welt, wie er sie kennt, droht durch Geheimnisse und Verschwörungen aus den Fugen zu geraten. Während er versucht, die Wahrheit hinter allem herauszufinden, muss Essiya ihr Volk – und insbesondere sich selbst – davon überzeugen, dass sie es wert ist, sie in ihre Heimat zurückzuführen. Und all das, während ihre Magie immer stärker wird, zu stark, um von ihrem menschlichen Körper kontrolliert zu werden. Arin ist der einzige, der sie vor dem Magiewahnsinn bewahren kann, aber als Thronfolger des verfeindeten Königreiches ist es seine Aufgabe, sie zu jagen und zu vernichten.
Nach „The Jasad Heir“ folgt mit dem zweiten Band nun das Finale dieser atemberaubenden Erzählung von Sara Hashem. Die unglaublichen Sprachfertigkeiten der Autorin zeigen sich hier wieder, vielleicht sogar verstärkt. Jeder einzelne Satz in diesem Buch ist Poesie. Hashem hat nicht einfach nur ein gutes Buch geschrieben: Mit Jasad gibt sie uns das beste Fantasy-Epos unserer Zeit. Die romantischste, emotionalste und herzzerreißendste Liebesgeschichte. Die schmerzvollste und feinfühligste Selbstfindungsgeschichte – und das gleich zweimal.
Wieso nicht jeder einzelne Mensch auf diesem Planeten die Bücher im Regal stehen hat, entzieht sich meinem Verständnis. Hat man es einmal in der Hand, lässt es sich kaum weglegen; gleichzeitig möchte man das Ende hinauszögern, denn es graut einen vor dem Moment, in dem man diese wunderschöne, bittersüße Welt verlassen muss. Das Buch ist grausam, lässt einen in Tränen zurück und obwohl es mit dem gebrochenen Herzen des Lesers spielt, will man immer mehr.
„Leseempfehlung“ trifft nicht ganz, was ich über dieses Buch und seinen Vorgänger sagen möchte. Was dieses Buch mit mir gemacht hat, habe ich nicht mehr gefühlt, seit ich als Kind völlig in meinem Lieblingsbuch versunken bin. Wir Fantasy-Leser sollten es kollektiv zu unserer Aufgabe machen, dieser Welt die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die sie verdient. Ich denke nicht, dass es auf dem aktuellen Buchmarkt irgendetwas gibt, was auch nur im Entferntesten an die schriftstellerische Genialität Hashems herankommt.
Sara Hashem: The Jasad Crown
Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Michaela Link
Piper, Februar 2026
704 Seiten, gebundene Ausgabe, 28,00 €
Diese Rezension wurde verfasst von Isabella M. Banger.
