Maren Vivien Haase: Songs for the Beautiful

Seit Suki denken kann, liebt sie das Singen, doch bisher hat sie sich nicht getraut, das außerhalb ihrer vier Wände zu machen. Plötzlich geht ein heimlich aufgenommenes Video, in dem sie singt, viral und sie erhält die Chance auf einen Plattenvertrag. Im Studio trifft sie dann auf ihren neuen Songwriter River, mit dem verbindet sie eine Vergangenheit und sollte dieser diese ans Licht kommen, wäre Sukis Traum für immer zerstört …

Das Cover ist ein absoluter Traum und passt zu der Geschichte, die mich allerdings leider nicht ganz überzeugen konnte. Sie hat stark gestartet, doch genauso schnell auch wieder nachgelassen und wurde langweilig, zog sich ziemlich in die Länge und das Lesen machte keinen wirklichen Spaß mehr. Besonders dann nicht mehr, als man sich denken konnte, wie die Geschichte weitergehen wird und keine großen Überraschungen mehr auf einen zukamen. So war es für mich zwar ein Buch für zwischendurch, aber Spaß beim Lesen sieht anders aus.

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Carlo Cassola: Ins Holz gehen

Dieser kleine Roman ist in den 1930er Jahren angesiedelt. Der Autor Carlo Cassola zeigt darin das entbehrungsreiche und einfache Leben von fünf Waldarbeitern in der italienischen Maremma auf.

Zentrale Figur ist Guglielmo, der achtunddreißigjährige Protagonist, dessen junge Frau überraschend gestorben ist. Guglielmo hat einen Holzschlag in einem abgelegenen Wald erworben, der über die Wintermonate abgeholzt werden muss. Hierfür hat er sich vier weitere Arbeiter organisiert, mit denen er bereits vorher schon zusammen gearbeitet hat. Mehrere Hektar Pinienwald und Niederwald werden die Männer in ungefähr fünf Monaten zu fällen haben. Die Arbeit ist hart und erfordert ihren vollen Krafteinsatz.

Für Guglielmo ist die Abgeschiedenheit im Wald und das Schlagen der Bäume auch eine Flucht vor der schmerzenden Realität. Seine Gedanken halten ihn immer in der Trauer um seine Frau Rosa gefangen. Um seine beiden kleinen Töchter kümmert sich seit ihrem Tod seine Schwester. Die schwere Arbeit im Wald, die höchste Konzentration erfordert, befreit ihn wenigstens zeitweise von seinem Kummer.

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George Saunders: Die kurze und schreckliche Regentschaft von Phil

Der US-amerikanische Schriftsteller George Saunders, geboren 1958, beweist mit seiner 2005 erschienenen politischen Satire „Die kurze und schreckliche Regentschaft von Phil“ erneut sein literarisches Können. Das Werk, das nach der Trump-Wahl überraschend an Aktualität gewinnt, ist nun in einer Neuauflage erschienen – ergänzt durch ein aktuelles Nachwort des Autors.

Eine surreale Geschichte mit scharfsinniger Gesellschaftskritik

Das nur gut 100 Seiten umfassende Büchlein spielt in einem fiktiven Land namens Innen-Horner. Dieses Land ist so winzig, dass dort nur eine einzige Person Platz findet, während der Rest der Bevölkerung in der „Kurzzeitaufenthaltszone“ des umliegenden Landes Außen-Horner warten muss.

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Stephanie Archer: Behind the Net

Hier geht es um Pippa, die einen Job als Assistentin bei dem Eishockeyspieler Jamie annimmt. Damit sie sich besser um den Hund kümmern kann, schlägt Jamie bald vor, bei ihm einzuziehen. Dabei lernen sie sich dann besser und besser kennen und der mürrische Torhüter kann ein ganz anderer Mensch sein, wie man vermutet.

Ich liebe ja Sports Romance Geschichten, doch diese konnte mich leider nicht überzeugen, dabei startete das Buch so überzeugend und ich war der Meinung, darin mein nächstes Highlight zu finden. Doch leider wurde es bald zu oberflächlich und es kamen zu viele Spice-Szenen vor, die ich noch dazu nicht wirklich fühlen konnte. Auch die Emotionen wollten nicht so ganz an mich ran kommen, sodass mich das Buch dann irgendwann mehr gelangweilt als unterhalten hat.

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Claire Parker: Tee auf Windsor Castle

Zu Besuch bei Königs – ein Roman voller Lebensweisheiten und ein bisschen Kitsch

Eine junge Frau, die mit den Royals überhaupt so gar nichts im Sinn hat, begleitet eine Freundin auf einer Führung durch Windsor Castle. Ein menschliches Bedürfnis sorgt dafür, dass sie sich im Schloss verläuft und das führt zu einer besonderen Begegnung.

Kate, aus einfachen Verhältnissen stammend und sich mit mehreren Jobs mühsam über Wasser haltend, findet Monarchien anachronistisch und ist überzeugt, dass der König und seine Familie die „einfachen“ Leute, insbesondere sein Personal, nur ausbeuten. Doch als sie, auf der verzweifelten Suche nach einer Toilette, in eine gemütliche Küche des Schlosses gerät, trifft sie dort auf Betty, eine alte Frau, voller Gelassenheit, sehr freundlich und mit viel verschmitztem Humor.

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Agri Ismaïl: Der Wert der Welt

Der Debütroman „Der Wert der Welt“ von Agri Ismaïl beleuchtet die Herausforderungen einer kurdischen Familie im Exil. Im Mittelpunkt stehen die Beziehungen der einzelnen Familienmitglieder zum Geld und die Frage, wie finanzielle Interessen ihr Leben beeinflussen.

Agri Ismaïl, in Kurdistan geboren und heute in Stockholm lebend, bringt seine Erfahrungen als Unternehmensanwalt in die Erzählung ein. Die zentrale Familie des Romans besteht aus:

  • Vater Rafiq, einem Gründer einer kommunistischen Partei in Kurdistan,
  • Mutter Xezal, die unter den ständigen Ortswechseln leidet,
  • Tochter Siver, die als alleinerziehende Mutter nach Dubai zieht,
  • Sohn Mohammed, der in der gnadenlosen Finanzbranche Karriere machen möchte, und
  • Sohn Laika, der sich als Hacker gegen die Banken der Wall Street stellt.
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Sophia Como: Shadow: Der Sommer trug deinen Namen

In diesem Buch begleiten wir Sofia zurück in ihre Heimat Sizilien. Hier versucht sie ein ruhigeres Leben zu führen, nachdem sie unschöne Erfahrungen mit einem Stalker hinter sich hat. Doch während sie ihr Leben umkrempeln will und dabei den attraktiven, geheimnisvollen Valentin kennenlernt, wird sie unvorsichtiger und ihr Stalker taucht wieder auf …

Der Schreibstil in diesem Buch hat mich von Anfang an abholen können. Er ist schön flüssig und die bildlichen Beschreibungen der sommerlichen Umgebung Siziliens haben alles sehr lebendig erscheinen lassen.

Die Geschichte um Sofia und ihre Rückkehr nach Sizilien finde ich spannend und auch sehr schön. Auch die Liebesgeschichte zwischen ihr und Valentin gefällt mir gut. Generell wird ein sehr schönes, familiäres Feeling vermittelt, sodass man sich absolut wohlfühlt.

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Martina Hefter: Hey guten Morgen, wie geht es dir?

Die deutsche Performancekünstlerin und Schriftstellerin Martina Hefter (Jahrgang 1965) lebt und arbeitet in Leipzig. Sie schreibt Prosa und Lyrik. In diesem Jahr wurde sie zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse für ihren Roman „Hey guten Morgen, wie geht es dir?“ mit dem Deutschen Buchpreis 2024 ausgezeichnet. Klett-Cotta veröffentlichte das Buch am 13. Juli 2024.

Jupiter und Juno, zwei Gottheiten in Leipzig

In „Hey guten Morgen, wie geht es dir?“ erzählt Martina Hefter die Geschichte von Jupiter und Juno, einem mittelalten Paar, das sie nach römischen Gottheiten benennt.

Jupiter ist Schriftsteller und leidet an Multipler Sklerose, Juno ist Tänzerin bzw. Performerin und leidet unter nächtlicher Schlaflosigkeit. Sie pflegt ihren Mann. Da Juno nachts wach ist, beginnt sie, im Internet mit Love-Scammern zu chatten. Love-Scammer sind i.d.R. junge Männer, die irgendwo auf der Welt mit falschen Profilen versuchen, ältere alleinstehende Frauen anzuschreiben, mit dem Ziel, ihnen ihr Geld aus der Tasche zu ziehen. Diese Betrugsmasche ist kriminell und die Täter machen oft fette Beute. Ihre Opfer schämen sich und sehen häufig von einer Anzeige ab.

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Alexa Hennig von Lange: Vielleicht können wir glücklich sein

Ein würdiger Abschluss der zu Herzen gehenden Trilogie. Der dritte Band gipfelt in emotionalen, ergreifenden Momenten. Schließlich begleiten wir Klara – ehemals Heimleiterin einer Ausbildungsstätte für sozial benachteiligte Mädchen, die kranke oder verwaiste Kinder pflegten – in den Beginn des 2. Weltkrieges. Diesen muss sie ohne Ehemann mit vier kleinen Kindern allein bewältigen. Wie schon in den Vorgängerbänden wird die Handlung zum Teil aus Sicht ihrer Enkeltochter Isabell erzählt, die nach dem Tod ihrer Großmutter Klara deren geheime Tonbandaufzeichnungen findet und dabei schrecklichen Familiengeheimnissen auf die Spur kommt.

Höhepunkt der ergreifen NS-Trilogie
Während ihr Ehemann Gustav, ein liebenswerter Lehrer, an die Front eingezogen wird, kämpft sich Klara durch den Kriegsalltag. Medikamente, Lebensmittel, Kleidung – es mangelt an allem. Immer mehr deutsche Städte werden durch Bombardements dem Erdboden gleich gemacht, die Alliierten preschen von allen Seiten vor. Obwohl der Krieg nicht mehr zu gewinnen ist, verheizt der Führer in einem letzten Aufbegehren sogar schon vierzehnjährige Kinder und alte Greise an der Front.

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Una Mannion: Sag mir, was ich bin

Psychogramm einer durch ein Verbrechen zerstörten Familie

Der Erstlingsroman dieser Autorin wird für mich immer ein Highlight sein in der Welt der Bücher. „Das Licht zwischen den Bäumen“ war und ist ein ganz besonderes Buch, auf vielfältige Weise.

Nun ist ihr nächstes Buch erschienen. In dem als Krimi bezeichneten Roman geht es vordergründig um die Aufklärung des Verschwindens von DeenaGravey. Die junge Frau kehrte eines Tages nicht nach Hause zurück, zu ihrer kleinen Tochter Ruby und zu ihrer Schwester Nessa. Sie war mit ihrem Kind zu ihrer Schwester gezogen, nach einigen Vorfällen, gewalttätigen Angriffen ihres Lebensgefährten Lucas, des Vaters von Ruby.

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