Tami Fischer: Pretty Shameless: Gefährlicher als Liebe

Sarah hat viel riskiert, um ihre Zwillingsschwester Payton vor den Machenschaften der Clique zu schützen und der Preis dafür ist hoch. Monroe vertraut ihr nicht mehr, Holden wendet sich von ihr ab, ein Netz aus Lügen und Intrigen wird gespannt, sie wird manipuliert und nun ist sie es plötzlich, die gerettet werden muss. Als ans Licht kommt, wer die Fäden im Hintergrund wirklich in der Hand hat, scheint alles zu spät zu sein …

Auch dieser Band (Band eins, Band Zwei) hat mich sprachlos zurückgelassen. Tami Fischer ist mit dieser Reihe etwas Grandioses gelungen und zu keinem Zeitpunkt wurde es beim Lesen langweilig. Ein echter Showdown ist hier geschrieben worden.

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Volker Klüpfel:  Wenn Ende gut, dann alles

Etwas plump humoriger Roman um ein eigentlich sehr ernstes Thema

Wer kennt diesen Autor nicht, der schon so viele Bände rund um den knorrigen Kommissar Kluftiger zusammen mit seinem Co-Autor Michael Kobr veröffentlicht hat. Nachdem Kobr kürzlich seine Solokarriere als Schriftsteller begonnen hat, nun also auch von Klüpfel sein erstes solo verfasstes Buch, das sich als Krimi anpreist, aber eher doch keiner ist.

Denn die Krimigeschichte im Plot ist irgendwie eher Nebensache, obwohl diese sich um ein aktuelles und sehr ernstes Thema dreht. Doch der in meinen Augen recht platte Humor, der Witz um des Witzes willen überdeckt diese Handlung doch leider zu sehr.

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Sophie Lark: Kingmakers: Jahr Drei

Nachdem ich Zoes jüngere Schwester Cat bereits im Band Zwei der „Kingmakers“ von Sophie Lark kennengelernt habe, steht sie im dritten Jahr um das Mafia-College im Fokus. Cat ist schüchtern und möchte bloß nicht auffallen, doch in ihr schlummert mehr. Viel mehr, wie ich irgendwie vermutet hatte. Das zumindest hat sich dann nach den ersten Kapiteln herausgestellt. Als männlicher Protagonist steht Dean Yenin in Jahr Drei im Vordergrund. Der selbstbewusste, düstere Dean und die schüchtern wirkende Cat? Ja. Und die Kombination dieser beiden Charaktere ist tatsächlich ziemlich gut gelungen. Ich würde sogar sagen, perfekt. Dabei wurden die näheren Details zu beiden Protagonisten in meinen Augen als bildhaft geschildert. Insbesondere, was die Vergangenheit von Dean anbelangt.

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Ana Huang: The Striker

Die Geschichte von Scarlett und Asher war einzigartig und voller Emotionen, ich habe sie geliebt.

Asher Donovan ist eine Legende – der Liebling der Premier League und der beste Fußballer der Welt. Doch die Teilnahme an illegalen Autorennen und der kürzliche Wechsel mitten in der Saison haben seinen Ruf angekratzt. Und als seine Rivalität mit einem Mannschaftskameraden dazu führt, dass sein neues Team die Meisterschaft verliert, werden er und sein Kontrahent zu einem gemeinsamen Training während der Sommerpause verdonnert. Das Problem? Bei der Trainerin handelt es sich nicht nur um die Frau, die er kurz zuvor in seinem Lieblingspub kennengelernt und die ihn auf den ersten Blick fasziniert hat, sondern Scarlett DuBois ist auch die Schwester seines Rivalen – und damit absolut tabu.

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Lukas Maisel: Wie ein Mann nichts tat und so die Welt rettete

Über das, was in der Nacht des 26. September 1983 geschah, durfte Stanislaw Petrow nie sprechen. Später haben andere geredet, und es gab Berichte hierüber. Letztendlich hat nur einer den Preis dafür gezahlt, dass es nicht zu einem dritten Weltkrieg gekommen ist. Seit diesem Tag sterben die Menschen nach wie vor aus anderen Gründen, aber nicht durch eine Atombombe.

„Manche Menschen streben nach Macht. Sie wollen Millionen ihren Willen unterwerfen und Geschichte schreiben. Andere Menschen … tun Tag für Tag gewissenhaft ihre Arbeit – und finden sich in einer Situation wieder, in der sie über die Zukunft der Menschheit entscheiden müssen.“ (S. 10)

Der in Zürich geborene Autor Lukas Maisel kam über Umwege zum Schreiben. Die Macht des Wortes erfuhr er jedoch schon viel früher, als er eine Lehre zum Drucker absolvierte. Danach studierte er Literatur, und seit 2020 darf man seine Romane lesen, die mit Preisen ausgezeichnet worden sind. Die kurze Form scheint ihm zu liegen. Denn nach seiner Novelle Tanners Erde veröffentlichte er in diesem Jahr eine Erzählung, die es in jeder Hinsicht in sich hat.

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Fernando Aramburu: Der Junge

„Ich bin mir bewusst, dass ich als Erzählungsträger eines Unglücks fungiere, dessen Ausmaß beschreiben zu wollen, immer vergeblich bleiben muss.“ (S. 25)

„Der 23. Oktober 1980 war ein Donnerstag. Fünfzig Schüler im Alter von fünf und sechs Jahren, plus drei Erwachsene, verloren ihr Leben infolge einer Propangasexplosion in einer Schule von Ortuella.“ (S. 26, 27)

Für die Eltern und den Großvater des verunglückten Nucos geht das Leben weiter. Die Trauer verändert alle Betroffenen. Auch das Verhalten der Nachbarn, aller Bekannten und Freunde verändert sich. Wie soll man mit so viel Anteilnahme umgehen, der ständigen Erinnerung an den Unfall und die damit verbundene Leerstelle in der Familie?

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Kristina Moninger: Neun Tage Wunder

Anni war sich noch nie so sicher wie darin, dass sie mit Lukas die Liebe ihres Lebens getroffen hat. Dabei wollte sie ihrem Nachmieter nur die Schlüssel für die Wohnung in die Hand drücken, spürt aber von Anfang an die Verbindung zu ihm. Nun verbringen sie neun Tage miteinander, bis sie ein Geheimnis herausfindet, sodass ihre Liebe unmöglich funktionieren kann.

Zehn Jahre später ist Annie eine andere geworden, lebt mit Mann Ben und der gemeinsamen Tochter in einem kleinen Häuschen und ist glücklich. Doch dann holt sie die Vergangenheit ein, als ihr Mann und Lukas sich begegnen und damit der Teil ihres Lebens ans Licht kommt, den sie von ihrem Mann bisher verheimlicht hat….

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Katharina Hagena: Flusslinien

Die Schriftstellerin Katharina Hagena ist Jahrgang 1967 und lebt in Hamburg. Bereits ihr 2008 erschienenes Romandebüt „Der Geschmack von Apfelkernen“ war von internationalem Erfolg gekrönt. In unserem Leselustportal sind drei weitere Buchrezensionen von Hagenas vorangegangenen Romanen zu finden: Vom Schlafen und Verschwinden (2012), Das Geräusch des Lichts (2016) sowie Mein Spiekeroog (2020).

In „Flusslinien“ geht es um drei unterschiedliche Charaktere: Margrit, Luzie und Arthur. Alle drei schleppen jeweils eine Belastung mit sich herum, die ihre gegenwärtige Lebenssituation beeinflusst. Die Protagonisten haben nicht nur eine persönliche Verbindung zueinander, sondern gleichermaßen zum Wasser, zur Elbe.

Die hundertzweijährige Margrit lebt in einer Seniorenresidenz. Immer wieder lässt sie sich von dem jungen Arthur zum Römischen Garten in Hamburg fahren. Von hier kann sie über die Elbe blicken und sich ihren alten Erinnerungen an den Krieg, an ihre Kindheit und Jugend widmen. Die Vergangenheit holt sie jetzt im hohen Alter ständig ein und beschäftigt sie. Auch der Römische Garten selbst hat eine besondere Bedeutung für sie, denn die einstige Gärtnerin Else Hoffa, die diesen Garten für die Hamburger Kaufmannsfamilie Warburg gestaltet hatte, war die Liebhaberin von Margrits Mutter gewesen. Margrit lebt von und aus den Erinnerungen alter Geschichten, zu denen ihr immer wieder neue Details einfallen. Bevor ihre Gedanken nicht alles geklärt haben, kann sie das Leben nicht loslassen.

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Carolin Wahl: Larsson Legacy: Crumbling Hearts 03

Ein letztes Mal eintauchen in die „Crumbling-Hearts“-Welt. Noch ein letztes Mal zurück zu Keksen und den Erben von Kosgen. Diesmal stehen Lovisa Larrson sowie Theodor Skogen im Mittelpunkt der Geschichte. Genau wie Theo gehört auch Lovisa zu einer Familie, die in der Süßwaren- beziehungsweise Snackbranche unterwegs ist. Genauer das Keksimperium Knåd.

Durch Zufall begegnen sich beide und ahnen anfangs nicht, welche Folgen ihr erstes Treffen haben wird. Insbesondere, da sich die Kosgens und die Larssons nicht sonderlich friedlich gegenüberstehen. Solche Art von Geschichten mag ich grundsätzlich sehr gerne und gerade nach „Golden Heritage“ habe ich mir von „Larsson Legacy“ ähnlich gute Unterhaltung erwartet. Also habe ich mich gespannt ans Lesen gemacht. Nach kurzer Zeit schon waren mir die Hauptcharaktere sympathisch, wobei sich Theo als meine Lieblingsperson herauskristallisiert hat. Ich kann mir vorstellen, dass das daran liegt, dass ich als Leserin viel persönliche Einblicke zu seiner Person erhalten habe.

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Antje Rávik Strubel: Der Einfluss der Fasane

Die deutsche Schriftstellerin und Übersetzerin Antje Rávik Strubel (Jahrgang 1974) erhielt 2021 für ihren Roman „Blaue Frau“ den Deutschen Buchpreis. Darin erzählt sie eine MeToo-Geschichte.

Am 12. März 2025 ist ihr neuer Roman „Der Einfluss der Fasane“ im S. Fischer Verlag erschienen. Auch in diesem Roman geht es um männlichen Machtmissbrauch und (psychische) Gewalt. Allerdings erzählt Strubel hier auf eine eher leichte und knappe Art.

Ehemaliger Berliner Theaterchef begeht in Sydney Selbstmord

Kai Hochwerth, Ex-Intendant eines großen Berliner Theaters, hat sich vor der Kulisse der Oper in Sydney das Leben genommen. Er begleitete seine Frau, eine berühmte Opernsängerin, die dort einen Auftritt hatte. Die Medienwelt hat einen Aufreißer. Und mittendrin die Feuilleton-Chefin einer renommierten Berliner Tageszeitung, Hella Renata Karl. Sie hatte Kai Hochwerths Karriere durch einen Artikel über eine Schauspielerin, die von Hochwerth zur Abtreibung ihres gemeinsamen Kindes gezwungen wurde, abrupt beendet. Nun schießen die Spekulationen darüber ins Kraut, ob sie Schuld an Hochwerths Suizid trägt. Hella Renata Karl stammt aus „kleinen Verhältnissen“ und hat sich empor gekämpft. Sie fühlt sich der Situation gewachsen. Als Leiterin des Feuilletons genießt sie einen guten Ruf in der Branche. Sie hat einen attraktiven Lebensgefährten, den Architekten T, und ein schönes, altes Haus in Potsdam.

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