Luca D´Andrea: In Zeiten des Todes

Dieser Thriller basiert auf einer wahren Begebenheit!

Ein Serienmörder bleibt jahrelang unentdeckt. Bis an einem kalten Winterabend die Leiche einer jungen Prostituierten gefunden wird. Der neue Commissario Luther Krupp übernimmt die Ermittlungen. Er will sich nicht an die korrupten Gesetze der Polizei halten. Doch dann stößt er auf die blutige Spur des Monsters von Bozen und gerät immer tiefer in die Schattenseiten der Justiz.

Dadurch, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit basiert (das echte Monster von Bozen tötete im Zeitraum von sieben Jahren fünf Frauen) ist das Lesen umso erschreckender, wie auch echter. Der Autor selbst wurde in Bozen geboren und kennt diese Stadt in Südtirol deshalb sehr genau, wie auch sicherlich die Thematik des echten Falles des Monsters von Bozen.

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Jennie Godfrey: Unser Buch der seltsamen Dinge

Im Yorkshire der 70er und 80er Jahre hat Miv eine einsame Kindheit. Seit ihr Vater zu einer beruflichen Neuorientierung gezwungen wird und ihre Mutter unter Depressionen leidet, hat sie bei den anderen Kindern an Ansehen verloren. In der Kirche fällt sie einer Mutter auf, die sie zu sich nach Hause einlädt und damit das Leben ihrer Tochter Sharon und Mivs verändert. Die beiden gleichaltrigen Mädchen werden allerbeste Freundinnen. Nun ist Miv nicht mehr allein. Sie kann sich mit ihrer Freundin über alles austauschen. Unter anderem ist der Serienmörder Ripper in Mivs Fokus. Sie kann die Angst vor ihm und die erfolglose Suche der Polizei nach ihm nicht mehr ertragen. Am schlimmsten jedoch ist für sie der Plan ihres Vaters, wegzuziehen, dorthin, wo es sicher ist.

„Was, wenn ihn jemand erwischte?, fragte ich mich, während ich allmählich eindöste. Was, wenn die Morde aufhörten? Und wir hierbleiben könnten? Dann müsste ich Sharon nicht zurücklassen, und wir könnten für immer beste Freundinnen bleiben.“ (S. 23)

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Mai Corland: Five Broken Blades

Ein archaisches Reich, das von einem unsterblichen Kaiser regiert wird, ein Plan, der das Leben eben jenes Herrschers kosten soll und sechs Menschen, die diesen Plan in die Tat umsetzen sollen. Aus diese Ingredienzien hat Mai Corland den Auftakt ihrer High-Fantasy-Trilogie gestrickt.

Willkommen in Yusan. Der Gottkönig ist, dank eines Relikts des Drachenherrschers einer lang untergegangenen Hochkultur, unsterblich. Zwar altert er langsam, getötet werden aber kann er, zumindest so lange er die antike Krone trägt, nicht.

Die vier unter ihm die Provinzen des Reiches beherrschenden Könige haben einen Plan. Man nehme die versiertesten Attentäter der Länder und biete ihnen die Erfüllung ihrer geheimsten Wünsche, wenn sie denn den Gottkönig erfolgreich meucheln.

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Judith W. Taschler: Nur nachts ist es hell

Nicht so überzeugende Fortsetzung einer sehr gelungenen Familiengeschichte

Mit großen Erwartungen sehnte ich die Fortsetzung von „Über Carl reden wir morgen“ herbei, einem Familienroman, der mir absolut gefiel, der mich fesselte, bei dem ich voll und ganz in die Geschichte eintauchen konnte.

So ist es aber oft, je größer die Erwartungen, desto größer die Enttäuschung. Die jetzt vorliegende Fortsetzung konnte mich nicht überzeugen, mich nicht erreichen.

Geschrieben ist der Roman aus der Sicht von Elisabeth, der Tochter der Familie Brugger, die im Mittelpunkt des Vorgängerbandes stand. Elisabeth ist geboren kurz vor der Jahrhundertwende. Sie erzählt in Ich-Form ihre eigene Geschichte einer anderen Person, ihrer Großnichte, der Enkelin eines ihrer Brüder. (Hier hilft der am Ende des Buchs gezeigte Stammbaum der Familie Brugger beim Verständnis).

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Joseph Conrad: Herz der Finsternis (1899)

Des Menschen Gier ist unersättlich. Davon zeugt diese 1899 erstmals erschienene und nun bei Diogenes deluxe Verlag neu aufgelegte Geschichte von Joseph Conrad. Forscher, Goldsucher, Händler, Abenteurer – im Text beschönigend als „Pilger“ bezeichnet – ziehen in die Schwärze des afrikanischen Kontinents, immer weiter am Fluss Kongo entlang. Dort bringen sie nicht etwa den vermeintlichen Fortschritt, sondern schröpfen den Kontinent bis aufs Blut. Von Bodenschätzen über Elfenbein bis hin zu den Menschen, den Sklaven. Entrechtet, ausgebeutet, gefoltert, getötet: Diese von Conrad beschriebenen Szenen wirken bisweilen wie ein Fiebertraum, wie ein Delirium, erschreckend nah und distanziert-abgeklärt zugleich.

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Silje Ulstein: Ihr Ein und Alles

Hypnotischer Sog? Ungewöhnlicher, düsterer Psychothriller

Kann man seine Vergangenheit wie die Haut einer Schlange jemals wirklich abstreifen?

Halb Psychothriller, halb modernes Märchen – das gruseligste norwegische Krimidebüt seit Jahren? …

Worum geht’s?

Eines Abends fassen Liv und ihre WG-Freunde Egil und Ingvar den verrückten Plan, eine Baby-Tigerpython zu adoptieren. Doch bald wird Nero zum Auslöser düsterer Ereignisse. Liv hält ihn in ihrem Zimmer und verfällt der Schlange zunehmend. Sie lässt Nero bei sich im Bett schlafen und beginnt, seine bedrohlichen Zischlaute wie eine unheimliche Sprache zu verstehen.

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Lauren Muñoz: Suddenly a murder: Mord auf Ashwood Manor

Hier handelt es sich um einen Thriller für Leser ab 14, die Charaktere haben gerade ihren Highschool-Abschluss gemacht und man merkt ihnen die jugendlichen, unbeschwerten Züge in ihren Charakteren an. Sie sind alle ziemlich Ich-Bezogen und es geht eben um die klassischen Jugendthemen wie Liebe, Party und Drogen. Persönliche Konflikte stehen hier stark im Vordergrund, wodurch es eben auch zu der angespannten Grundsituation kommt.

Die Geschichte spielt in einem alten Herrenhaus, das auf einer abgelegenen Insel liegt und es soll das perfekte Abschlussgeschenk werden, ein letztes Mal sollen alle Freunde zusammen kommen und feiern, dass sie den Abschluss in der Tasche haben und es nach den Ferien in eine neue Schule geht. Doch was eine glamouröse Party werden sollte, entwickelt sich schnell zu einem Albtraum, denn einer der Anwesenden beginnt einen Mord.

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David Leviathan, Dion MBD: Letztendlich sind wir dem Universum egal / Every Day

A wacht jeden Tag in einem anderen Körper auf. Jeden Tag die gleiche Person, aber immer ein anderes Leben – Mädchen, Junge und manchmal etwas dazwischen. A lebt sein Leben von einem Tag in den anderen, versucht, die Person, bei der A zu Gast ist, unangetastet zu lassen und wenn A verschwindet, kann sich niemand an etwas erinnern. Es gibt gute Tage und schlechte, manchmal sind die Körper glücklich, manchmal haben sie mit psychischen oder physischen Problemen zu kämpfen – all das erlebt A immer nur für einen einzigen Tag, aber das ist okay.

Bis A Rhiannon trifft, in die A sich unsterblich verliebt, während As Körper der von Rhiannons Freund ist. Und dann erzählt A ihr alles, denn A spürt, dass auch Rhiannon ihn liebt, aber kann eine Beziehung funktionieren, wenn der eine jeden Tag in einem anderen Körper aufwacht?

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M. A. Carrick: Sturm gegen Stein: Rabe und Rose 02

Willkommen zurück in Nadežra, der Stadt voller Intrigen, Magie und Geheimnissen. Dort begegnen wir der alt-eingesessenen, inzwischen verarmten Händlerfamilie der Traementis. Der Grand Dame der Familie, Donaia Traementis und ihrer Tochter steht das Wasser finanziell bis zum Hals. Als Renata – Ren – Viraudax, eine Trick-Betrügerin versucht, sich als vermeintlich lang verschollene Verwandte eben jener reichen Kaufmannsfamilie einzuschleichen, wäre die alte Dame nur zu froh, wenn sie eine Mitstreiterin mehr in ihrer fast ausgestorbenen Familie begrüßen könnte.

Als anlässlich eines Stadtfestes ein Anschlag auf die Adeligen verübt und der Familienerbe der Traementis dabei ermordet wird, beginnt die Angelegenheit für Ren persönlich zu werden. Sie hatte den jungen Mann gemocht, vielleicht gar ein wenig zu sehr, jetzt hat ein Unbekannter sie angegriffen und dabei den Unschuldigen dauerhaft aus dem Spiel genommen. Was als trickreicher Betrug begann, das nimmt nun ernste, tödliche Züge an. Es geht nicht nur um Intrigen, um Macht, es geht um die Herrschaft, die mit allen Mitteln erreicht werden soll. Da wird eine neue Droge ebenso eingesetzt, wie Sprengstoffattentate, Aufwiegelung der Massen, Erpressung und Massenmord.

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Michael Tsokos: Mit kaltem Kalkül

„Die dunkelbraune Masse trat ungefähr auf Höhe Augenbrauen aus den Schädeln aus und hing wie ein Vorhang aus Floralem und Verwesung vor den völlig leeren Augenhöhlen der beiden Toten.“  – Sätze wie diese gehören einfach dazu, wenn man einen Rechtsmedizinthriller von Michael Tsokos liest. Da muss man durch. Das macht’s aber auch authentisch, denn immerhin ist der Autor Rechtsmediziner und weiß also, wovon er schreibt. Insofern sind seine Thriller auch immer so etwas wie ein kleines Lehrbuch der Fachterminologie und Herangehensweise. Wer zuhört, kann einiges lernen.

Die Fälle, die in diesen Thrillern behandelt werden, sind so oder ähnlich auch reell – das macht das Ganze noch ein bisschen spannender. Tsokos versteht es, seine Figuren sympathisch, authentisch und kompetent rüberkommen zu lassen, sei es Prof. Paul Herzfeld, der Chef der Abteilung „Extremdelikte“ beim BKA Berlin oder jetzt eben Dr. Sabine Yao, seine Stellvertreterin, seit dem Ausscheiden von Dr. Fred Abel oder auch die übrigen Mitglieder des Teams. Der eine leicht schrullig, der andere noch jung und unerfahren, die Sekretärin resolut und ehrfurchtgebietend, aber herzensgut und die Seele der Abteilung  –alle kompetent und zuverlässig.

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