Thomas Schlesser: Monas Augen

Kunstgeschichte in Romanform – interessante Idee etwas unrealistisch umgesetzt

52 mal Kunst in ebenso vielen Wochen besucht ein kleines Mädchen zusammen mit seinem Großvater. Und erlebt so eine Reise zu den berühmtesten Werken in den berühmtesten Museen Frankreichs.

Die kleine Mona verliert für 63 Minuten ihr Augenlicht. Es wird alles schwarz, während sie am Tisch über ihre Hausaufgaben gebeugt ist. Die Eltern sind verständlicherweise schockiert und sehr besorgt, gehen mit der Zehnjährigen zu Ärzten und Fachleuten. Da sich medizinisch keine Ursache für die vorübergehende Erblindung des Mädchens finden lässt, rät man den Eltern, das Kind zu einem Psychiater zu schicken.

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Maria Lewis: Assassin’s Creed: Mirage, die Tochter von niemandem

Was das Leben nicht für Geschichten schreibt. Da verkaufen einen die eigenen Eltern, aus bitterer Armut versteht sich, an einen reichen Hafenmeister aus einer fernen Küstenstadt. Kaum dort angekommen – Roshan ist zu diesem Zeitpunkt noch keine zehn Jahre alt – kommt sie in den Harem, um ihrem Mann und Meister auch ja gefällig zu sein; – sprich, männlichen Nachwuchs zu zeugen. Wer immer sich weigert, verliert gerne einmal ein Auge, weibliche Babys werden entsorgt, so wie in brutal getötet. Zum Glück gibt es Kräuter, die Schwangerschaften verhindern – bis, ja bis sie ihren Dolch in den Hals ihres Gatten rammt und fliehen muss.

Sie schließt sich einem Erfinder als dessen Assistentin an, lernt es zu kämpfen und logisch zu denken, bis sie anno 824 in Kairo wegen Diebstahl verhaftet und ins Verlies gesteckt wird.

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Marissa Meyer: Gilded: Die Versuchung des Goldes

Die Autorin Marissa Meyer hat sich wieder eines Märchens angenommen – und wie! Dieses Mal ist Rumpelstilzchen die Wurzel der Geschichte und „Gilded“ spielt auch nicht in der Zukunft, sondern in einer Märchenwelt. Und doch ist die Geschichte so modern, wie sie nur sein kann.

Serilda lebt in dem Dorf Märchenfeld allein mit ihrem Vater, der die Mühle betreibt. Bereits vor vielen Jahren ritt ihre Mutter mit der Wilden Jagd des Erlkönigs und kehrte nie zurück. Serilda gilt als Träumerin, die gerne Geschichten erzählt, wofür die Kinder in der Schule, in der sie arbeitet, sie lieben. Man sagt, sie sei von einer Göttin gezeichnet. Ihre Geschichtenerzählerei wird ihr eines Nachts zum Verhängnis, als sie dem Erlkönig erzählt, sie könne Stroh zu Gold spinnen, um zwei Waldmenschen zu retten. Prompt entführt er sie auf sein düsteres Schloss voller Geister, damit sie ihm Stroh zu Gold spinnt. Was sie natürlich nicht kann. Sie bekommt Hilfe, nicht von einem garstigen Hutzelmännchen, sondern von einem jungen Mann, der ein Geist und doch anders als die anderen Geister ist. Neben den bekannten Geschenken – Magie funktioniert nicht umsonst – erzählt sie ihm in den Nächten noch eine Geschichte über einen Prinzen und sein Schicksal mit dem Erlkönig.

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Liz Tomforde: The Right Move  

Hier treffen wir auf Indy und Ryan. Er ist ein erfolgreicher Basketballspieler, der am liebsten zurückgezogen in seiner Wohnung lebt, seiner Zwillingsschwester allerdings nichts abschlagen kann. So zieht Indy in seine Wohnung ein, denn sie kann sich eine Wohnung aktuell nicht leisten. Er tut sich anfangs schwer mit dem Farbklecks, der mit Indy in seine Wohnung zieht, beschließt dann allerdings, sie bei ihrem Chef als seine neue Freundin vorzustellen. Indy spielt mit und so beginnt die Fake-Beziehung, die sich auch nicht in eine Echte verwandeln soll, dem sind sich beide einig.

Wer Band eins der Reihe mochte, wird diesen zweiten Band lieben.

Dieses Buch hat es geschafft mein Jahreshighlight zu werden und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Grundsätzlich kann man das Buch ohne Vorkenntnisse zum ersten Band lesen, für einige Insider ist es allerdings ratsam doch chronologisch zu lesen.

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Elle Kennedy: The Chase: Briar U 01

Summer ist ein typisches Sorority Girl: Hübsch, reich, extravertiert und selbstbewusst. Aber sie ist auch so viel mehr als dieser Stereotyp – nur leider ist das alles, was Colin Fitzgerald in ihr sieht. Der heiße, aber eher verschlossene Eishockeyspieler lässt sie immer wieder abblitzen, weil eine oberflächliche Blondine so gar nicht sein Typ ist. Als Summer ihn das hinter ihrem Rücken sagen hört, schwört sie ihrem Schwarm ebenfalls ab, denn sie weiß, dass sie es nicht verdient hat, so behandelt zu werden.

Als die beiden dann plötzlich zu Mitbewohnern werden, sind sie gezwungen, mehr Zeit miteinander zu verbringen und müssen sich eingestehen, dass Gegensätze sich vielleicht doch anziehen …

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Ada D’Adamo: Brief an mein Kind

Ein Zeugnis von bedingungsloser Liebe einer Mutter zu ihrer mehrfach schwerbehinderten Tochter.

Die einstige Tänzerin Ada D’Adamo ist krebskrank, muss täglich Bestrahlungstermine wahrnehmen und kann sich nicht mehr wie zuvor für ihre schwerbehinderte Tochter Daria aufopfern. Sie beginnt ein Brieftagebuch, das zu einer Liebeserklärung an ihre Tochter wird.

Kein Arzt erkannte vor der Geburt auf dem Ultraschallbild, dass das Kind mit einem schweren Gehirnschaden zur Welt kommen würde. Dem Kind werden gleich nach seiner Geburt Entwicklungsverzögerungen prognostiziert. Darias körperliche und geistige Beeinträchtigungen erweisen sich als so schwerwiegend, dass ein normales Leben nicht möglich ist. Weder für das Mädchen noch für seine Mutter und die restliche Familie.

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Joe R. Lansdale: More Better Deals: Tödliche Geschäfte

Irgendwo im Süden der USA in den 50er oder 60er Jahren. Die Rassentrennung ist, hier zumindest, noch nicht überwunden, die alten, unguten Werte, sie zählen noch.

Genau hier verdient Ed sein Geld. Niemand weiß, dass er einen Afroamerikaner als Vater hatte, seine weiße Mutter hat ihm seinen Teint, der ihn so gerade noch als Italienisch-Stämmig durchgehen lässt, vererbt.

Ed verdient seine Brötchen damit, naiven, jungen weißen Pärchen Schrottautos anzudrehen – und er ist gut in seinem Job!

Eines Tages soll er, da die vereinbarten Raten nicht beglichen werden, einen roten Cadillac – eines der wenigen Autos, das den Namen Auto beim Verkauf auch Wert war – zurückholen. Frank, der Käufer, ein ständig betrunkener, gewalttätiger Handlungsreisender ist nicht da, wohl aber die hübsche und einsame Ehefrau Nancy und, in dem Schuppen, der Cadillac.

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Natalie Haynes: Goddesses: Die Macht der griechischen Göttinnen

Wie kommt es, dass die scheinbar rachsüchtige Hera so oft missverstanden wird? Warum wären Furien für die heutige Politiklandschaft wichtig? Was zeigt uns Athene über moderne Kriegstraumata? Warum galt ausgerechnet die jungfräuliche Artemis als eine Schutzgöttin der Geburt? Keine erzählt die jahrtausendealten Sagen der antiken Mythologie so neu, klug, gewitzt wie Natalie Haynes. Die englische Autorin, die in Cambridge Altphilologie studiert hat, lenkt den Blick auf die weibliche Perspektive. Auf Details, die Ihnen bislang entgangen sind. Sie legt uns eine andere Lesart des Geschriebenen aus der Feder von Homer, Ovid & Co nahe.

Ohne Ehemann tonangebend
Ihr immenses Wissen – gibt es eigentlich irgendwelche Statuen oder Bilder, welche Haynes nicht kennt? – paart sie mit persönlichen, ironischen Anmerkungen und transferiert den Kern von der Geschichte ins Hier und Heute. So folgen wir staunend den Göttinnen Hera (Götterkönigin), Aphrodite (Göttin der Schönheit, Lust und Liebe), Artemis (Göttin der Jagd, Waldtiere und des Mondes), Demeter (Göttin des Ackerbaus und der Fruchtbarkeit), Hestia (Göttin des Herdfeuers), Athene (Göttin der Weisheit, Schutzgöttin Athens), den neun Musen (zuständig für die schönen Künste rund um Tanz, Musik, Theater und Dichtung) und den drei Furien (Rachegöttinnen) durch ihre Geschichten.

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Ralf Langroth: Mauern und Lügen: Die Philipp-Gerber-Romane 04

In seiner Danksagung schreibt der Autor Ralf Langroth: „Als ich vor ein paar Jahren das Konzept für eine Reihe von Thrillern entwarf, in denen die Geschichte der jungen Bundesrepublik erzählt werden sollte, habe ich … vier konkrete Geschichten in Kurzform entwickelt.“ (S. 413)

Der aktuelle Thriller Mauern und Lügen ist das vierte Buch in der Philipp-Gerber-Reihe. Hier ist der Mauerbau in Berlin und das Spiel von Spionage und Gegenspionage der politische Hintergrund, vor dem Hauptkommissar Gerber mehrfach in Lebensgefahr gerät.

Es beginnt ganz harmlos mit einem geplanten Treffen zwischen Gerber und dem im Ruhestand befindlichen General Anderson. Dieser erhielt als ehemaliger Chef beim US-Militärgeheimdienst Informationen, die er unbedingt Gerber zuspielen will. Denn die Amerikaner glauben, beim deutschen Geheimdienst könne ein Verräter sein.

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Hannes Finkbeiner: Einer geht noch

Ein origineller, sehr lesenswerter Familienroman kommt von dem 1977 geborenen Journalisten Hannes Finkbeiner aus Hannover. In „Einer geht noch“ steht die Lebensgeschichte des 93-jährigen Fidus im Mittelpunkt, der gleich drei Nahtoderfahrungen verkraften muss – die erste als 15-Jähriger auf der Flucht vor den Nazis, die ihn kurz vor Kriegsende als Soldat an die Front schicken wollen.

Fidus schildert seine Erlebnisse nach und nach seinem Enkel Alo, aus dessen Sicht der Roman geschrieben ist. Weil einige von Opas Erzählungen fraglich erscheinen, besonders ein Ereignis in einem Löwenkäfig in Barcelona, stellt Alo Nachforschungen an …

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