Julia Stagg: Bonjour Véronique

julDie Leserinnen von Julia Stagg fühlen sich schon ganz Zuhause in dem kleinen Bergdorf La Rivière in den französischen Pyrenäen. Im neuen Roman sagt der ehemalige Bürgermeister „Bonjour Véronique“, als er seine erwachsene Tochter sieht. Und die wusste bis dahin nicht, wer ihr Vater ist.
Wildernde Bären, ein abgebranntes Postamt, das Véronique geführt hat, Familiengeheimnisse und natürlich die Liebe sind die Themen in dem dritten Buch aus dem Bergdorf.
Die Dorfgemeinschaft hält zusammen, und Julia Stagg verwickelt die sehr unterschiedlichen Handlungsfäden geschickt so, dass sie nachvollziehbar bleiben. – Sehr schön erzählt, ein sommerleichtes Ferienbuch für Frankreich-Freunde.

Julia Stagg: Bonjour Véronique.
Atlantik, Juli 2014.
464 Seiten, Gebundene Ausgabe, 20,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Brandon Sanderson: Die Rächer 01: Steelheart

Steelheart von Brandon SandersonIm Alter von acht Jahren muss David miterleben, wie sein Vater von einem der neu ernannten Superhelden, einem Mann namens Steelheart, getötet wird. Zehn Jahre später sinnt er auf Rache, doch das ist gar nicht so einfach in der Welt, in der David lebt. Newcago, das ehemalige Chicago, wurde von den Helden überrannt, die sich auf der Erde befinden, seitdem der oder das seltsame Calamity über ihr thront. Jeder von ihnen hat bestimmte Superkräfte und nutzt diese, um die Menschen zu dominieren, minimieren und zu größtem Reichtum zu gelangen. Doch David glaubt, Steelhearts Schwachstelle zu kennen und nutzen zu können. Weiterlesen

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Jean-Christophe Rufin: Das rote Halsband

band170 luftig bedruckte Seiten genügen dem französischen Autor Jean-Christophe Rufin, um einen beeindruckenden Roman gegen den Krieg vorzulegen.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wird ein Offizier zu einem Gefangenen geschickt, der den Tapferkeitsorden, der ihm kurz vorher verliehen worden war, seinem Hund angesteckt hat. Das werten die Verleihenden natürlich als Vaterlandsbeleigung und nehmen den Mann fest. Weiterlesen

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Volker Kutscher: Märzgefallene

märzGereon Rath verbringt den Karneval 1933 in Köln. Das scheint kein guter Gedanke gewesen zu sein. Der Kölsche Klüngel geht ihm auf die Nerven, er trinkt zuviel, verärgert seinen Vater und landet schließlich mit einer Jeckin zwischen geleerten Weinflaschen. Da kommt es ihm ganz gelegen, dass er nach Berlin zurückbeordert wird, da jeder Kopf für die Aufklärung des Reichstagsbrandes benötigt wird.

Wieder zurück in Berlin muss er feststellen, dass es dabei um alles andere als saubere Polizeiarbeit geht. Vielmehr geht es um eine reine Kommunistenhatz, alle verfügbaren Kräfte werden der politischen Abteilung zugeteilt und das bekommt auch Gereons Verlobte Charlie zu spüren. Weiterlesen

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Edward Lee: Golem

leeSeth Krohn war ganz, ganz unten. Nachdem seine Frau in einem Unfall getötet wurde, hat er Trost in der Flasche gesucht, war auf dem Weg sich förmlich zu Tode zu saufen. Im Entzug fand er dann eine neue Hoffnung, eine neue Liebe.
Die ehemalige College-Professorin Judy wollte ihre Pfunde immer schon loswerden. Und wie geht das, vermeintlich zumindest am besten – Crack war die Antwort.
Als Crackhure verkaufte sie ihren Körper, jetzt ist sie auf Entzug und findet ihren Mister Right. Weiterlesen

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Evelyn Waugh: Eine Handvoll Staub (1934)

eveFans von allem Englischen sollten Evelyn Waugh lesen (1903-1966). In herrlich ätzender Weise hat der Exzentriker in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts die britische Gesellschaft seziert – mit ihrem schrecklichen Standesdünkel, den unvermeidlichen Fuchsjagden und ihren schlecht zu heizenden Herrenhäusern in irgendeiner gottverlassenen Gegend.
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Lo Malinke: Alle unter eine Tanne, gelesen von Lo Malinke

tanneJahr für Jahr ist es das gleiche Spiel: Die Mittsechziger Elli und Robert sind für Heilig Abend wieder das treusorgende Ehepaar. Dabei sind sie seit drei Jahren geschieden und haben jeder einen neuen Partner. Doch ihre Liebsten Chrissie und der fast dreißig Jahre jüngere Micha müssen an den Feiertagen auf sie verzichten. Denn dann gilt es ihren drei mittlerweile erwachsenen Kindern und Enkelkindern die heile Familie vorzustellen. Micha muss den Platz im Schlafzimmer räumen, Robert reist mit Koffern an und sortiert seine Lieblingsstücke an ihre angestammten Plätze im Haus. Weiterlesen

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Eva Lohmann: Acht Wochen verrückt, gelesen von Eva Lohmann

achtMilan ist noch keine 30, sie hat alles, was man sich im Leben wünschen kann, guter Job, netter Freund, alles gut. Oder auch doch nicht. Denn sie sitzt in einer psychosomatischen Klinik. Die Diagnose lautet Burn-out mit einhergehenden Depressionen. Ja, schon, denkt Mila. Hat doch am Ende alles nicht mehr so funktioniert, hat sie doch nicht mehr so funktioniert, wie sie wollte, weil sie viel zu lange angepasst funktioniert hatte. Die Autorin schildert in teilbiografischer Weise Milas Aufenthalt in der Klinik, die skurrilen Gestalten, denen sie dort begegnet und wie sie ganz langsam wieder in der Lage ist eigene Entschlüsse zu fassen. All das wird locker flockig, ohne Längen erzählt, mit einer Menge Humor und Selbstironie. Weiterlesen

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Jonathan Stroud: Lockwood & Co 02: Der Wispernde Schädel

lockLockwood & Co sind immer noch die kleinste Geisteragentur Londons, aber bei Weitem nicht mehr die erfolgloseste. Hauptstrang und Titel des Romans ranken sich um eben jenen „Wispernden Schädel“, der sich im Besitz der Agentur befindet, von George akribisch untersucht und getestet wird, aber lediglich mit Lucy spricht. Das ist an sich schon eine Sensation, denn niemand hat seit Beginn des „Problems“ jemals mit Geistern kommunizieren können. Es gibt da zwar eine Legende über die Gründerin der ersten Agentur, die behauptet hat, es zu können, aber das ist so lange her, dass es schon im Bereich der Mythen liegt. Und jetzt Lucy. Dabei haben Lockwood & Co gerade alle Hände voll zu tun, denn in London verschwinden Artefakte. Sie werden gestohlen und manchmal geht der Täter dabei über Leichen. Weiterlesen

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Margit Kruse: Weihnachtsgeschichten aus dem Ruhrgebiet

weihWeihnachten früher, in den 1950er- bis 70er-Jahren, war im Ruhrgebiet ein Fest, bei dem Tiere oft dabei waren. Margit Kruse (Jahrgang 1957) erzählt in ihrem Buch 13 Weihnachtsgeschichten aus dem Ruhrgebiet – von Huhn Charlotta, das im Kopftopf landet, über Grubenpferd Anni und Taube Mövchen, die im Kinderzimmer-Bett Weihnachten verbringen darf. Sehr schöne Geschichten aus der Kindheit sind das, humorvolle Erzählungen zum Erinnern an eine Zeit, in der ein üppig gedeckter Tisch nicht selbstverständlich war.
Vom Geschenketausch zweier Mädchen, von einem Obdachlosen, den eine Seniorein mit ihrem Sohn verwechseltm und vom Besuch im Pflegeheim erzählt die Gelsenkirchenerin. – Schön, um Erinnerungen zu Verschenken.

Margit Kruse: Weihnachtsgeschichten aus dem Ruhrgebiet.
Wartberg Verlag, September 2014.
80 Seiten, Gebundene Ausgabe, 11,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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