Tom Reiss: Der schwarze General: Das Leben des wahren Grafen von Monte Christo

dumaDer Schriftsteller Alexandre Dumas hatte einen berühmten Vater, dessen ungewöhnliche Karriere nicht nur durch die Berühmtheit seines Sohnes und Enkels in Vergessenheit geriet.
Alexandre Dumas Großvater war der Adelige Alexandre Antoine Davy de la Pailleterie, der zu seinem vermögenden jüngeren Bruder nach Saint-Domingue floh, wo Sklaven unter der brutalen Hand ihrer Aufseher die weltweit größte Menge an Zucker produzierten. Alexandre Dumas Vater, Thomas-Alexandre, wurde am 25. März 1762 als Sklave geboren, weil seine Mutter, Marie Cessette, eine schwarze Sklavin war. Weiterlesen

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Ricarda Jordan: Das Geschenk des Wesirs

dasFarbenprächtig und orientalisch ist das Weihnachtsfest so, wie es Ricarda Jordon in ihrem schmalen Buch „Das Geschenk des Wesirs“ beschreibt. Die 56-jährige Bochumerin schreibt sonst Neuseeland- und Karibikromane; mit dieser Weihnachtsgeschichte aus dem alten Mallorca im Mittelalter erzählt sie ein Märchen.
Die Atmosphäre im Jahr 1229, als das Heer des spanischen Königs Jaume die Hauptstadt der heutigen Urlaubsinsel belagert, wird sehr schön deutlich in dieser Erzählung. Das Mädchen Samira soll als Haremsskalvin den König milde stimmen. – Aber eigentlich soll Samira den Herrscher töten.
Einen Mord gibt es auch – aber Samira hat den Falschen getötet. Und weil dies eine Weihnachtsgeschichte ist, gibt es auch eine kleine Liebesgeschichte in dem mittelalterlichen Kriegsgetümmel. – Für Freunde von Mittelalter-Literatur mal eine etwas andere, schöne Erzählung.

Ricarda Jordan: Das Geschenk des Wesirs.
Kindler, Oktober 2014.
144 Seiten, Gebundene Ausgabe, 12,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Alexander Zeithammer: Nox Magica

noxWien, 1873: Anselm Dorn ist Meisterdieb und hat schon so manches erlebt, dennoch zweifelt er, seinen neusten Auftrag anzunehmen. Er soll die Hand des Patriarchen, eine vielfach kopierte Reliquie, aus dem Haus des Magiers Kasumijan entwenden – und alles macht den Anschein, dass es sich hierbei wirklich um die echte Hand handelt. Denn das Haus ist wie eine Festung mit Schutzzaubern versehen. Als es Dorn gelingt, die Hand tatsächlich zu entwenden, wird er zum Gejagten. Anderswo in der Stadt häufen sich mysteriöse Todesfälle, die mit seinem Raub mehr zu tun haben als es erst den Anschein hat. Weiterlesen

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Zoran Drvenkar: Still

zoranEr nennt sich Mike Stellar. Er sucht den Kontakt zu Pädophilen, von denen er glaubt, dass sie weit genug gehen, um Mädchen zu entführen und verschwinden zu lassen. Er hat ein Ziel: Er möchte seine Tochter finden und sei es als Leiche. Denn es gibt ein Mädchen, dass ihnen entkommen ist. Sie sitzt in einer Anstalt und spricht kein Wort aber sie soll sein Schlüssel sein.

Zoran Dvenkar erzählt seinen Thriller aus der Sicht von Mike Stellar. Für Mike gibt es „Ich“, „Du“, und „Sie“, „Sie“ sind die Gruppe, in die er versucht sich einzuschleusen, „Du“ ist das Mädchen, das entkommen konnte. Weiterlesen

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Saskia Sarginson: Zertrennlich

zerMitten in den 60er-Jahren starten die Zwillingsschwestern Isolte und Viola gemeinsam ins Leben. Die Abwesenheit eines Vaters nehmen sie kaum wahr, sind doch in der Kommune, in der sie mit ihrer Mutter leben, immer genügend Menschen um sie herum. Im Alter von zwölf Jahren tauschen sie das Kommunenleben gegen die Zurückgezogenheit der englischen Wildnis und leben mit ihrer Mutter im Wald. In der Nähe lernen sie die gleichaltrigen Zwillingsjungs John und Michael kennen. Die Freundschaft zwischen den Kindern ist ungebrochen und sie erleben zusammen zahlreiche Abenteuer. Doch dann passiert ein Unglück, das ihrer aller Leben für immer verändern wird. Weiterlesen

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Kai Meyer: Die Seiten der Welt, gelesen von Simon Jäger

furiaFuria ist die Tochter einer großen Bibliomantenfamilie. Ihr Vater kämpft gegen die Akademie, die die Familie verfemt hat und gegen die „leeren Bücher“, die alle Bibliomantie für immer beenden könnten. Bibliomantie? Die Fähigkeit, mithilfe eines Seelenbuches wundersame Dinge mit Büchern vollbringen zu können. Furia hat ihr Seelenbuch noch nicht gefunden, oder besser gesagt, ihr Seelenbuch hat sie noch nicht gefunden. Trotzdem arbeitet sie an der Seite ihres Vaters. Bis dieser eines Tages auf der Suche nach einem weiteren „leeren Buch“ erschossen wird und ihr Bruder entführt wird. Um ihn zu befreien, reist Furia nach Libropolis, der Stadt der Bibliomanten, dort wo Buchcharaktere leben und wo alles möglich erscheint. Hier macht sie sich auf die Suche nach ihrem Bruder und findet neue Freunde, neue Kräfte und neue Feinde. Weiterlesen

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Maike Stein: Tagebücher lügen nicht

tage„… Sogar ihre Lippen sind bleich. Sie steht da und starrt mich an. Ich habe keine Worte mehr. Sie dreht sich weg und rennt. Das Loch in meiner Brust verschluckt meinen ganzen Körper. Sie ist weg. …“ (S. 165)
Sophia und Tim sind fast schon ewig miteinander befreundet. Beide leben ihr alltägliches, normales Leben in der Schule, mit Freunden und der Familie. Doch beide haben noch eine ganz eigene Welt. Während Tim in seiner Basketballmannschaft seine zweite Heimat gefunden hat, liebt Sophie ihr zweites Leben in der Corvae-Welt, in der wandlungsfähige Menschen Abenteuer bestehen. Weiterlesen

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Liv Winterberg: Der Klang der Lüge

klangSériol, 1308: Als die junge Alissende mit ihren beiden jüdischen Begleitern in dem Dörfchen landet, möchte sie nichts lieber als bleiben. Denn ihre Begleiter, in deren Haus sie bisher gearbeitet hatte, sind auf der Flucht und Alissende möchte einfach nur zur Ruhe kommen. Sie findet eine Anstellung als Magd und in Paul, dem Sohn des Hausherren, bald einen guten Freund. Auch der Hirte Simon hat es ihr angetan und es sprießen zarte Liebesgefühle. Doch dann wird das Glück jäh in Aufruhr gebracht. Der Bischof Durand hat ein Auge auf die Geschehnisse des Dorfes geworfen und es zeigt sich, dass viele der Bewohner mehr oder minder heimlich der verfolgten Glaubensgemeinschaft der Katharer angehören. Als plötzlich ein Großteil der Bürger festgenommen wird, bleibt Alissende mit einer Schar Kinder zurück. Weiterlesen

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Delphine Coulin: Samba für Frankreich

deplMit einem sehr aktuellen Thema befasst sich die französische Autorin Delphine Coulin in ihrem Buch „Samba für Frankreich“: dem Schicksal von Flüchtlingen, die versuchen, sich in Europa durchzuschlagen, dann aber enttäuscht feststellen müssen, dass sie dort nicht mit offenen Armen empfangen werden.

Samba Cissé ist nach mehreren gescheiterten Versuchen und Gefängnisaufenthalten unter schwierigsten Umständen aus dem afrikanischen Mali nach Frankreich gelangt. In Paris findet er bei seinem Onkel Unterschlupf, der in einem Kellerloch haust, aber immerhin einen Job in einem Restaurant hat. Von dort kann er gelegentlich Lebensmittel mitbringen, die ansonsten weggeworfen würden, sodass die beiden vergleichsweise komfortabel leben. Weiterlesen

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Michael Peinkofer: Land der Mythen: Das erste Buch

landMit „Land der Mythen“ bringt der Piper Verlag eine Romanreihe des erfolgreichen Autors heraus, die bereits 2007 ihre Erstveröffentlichung erlebt hat. In neuem Gewand wird die Reihe nun kleckerweise als eBook veröffentlicht. Im ersten Band lernt man die beteiligten Figuren kennen und bekommt einen Vorgeschmack auf die Haupthandlung. Im Zusammenspiel der Sylfen, Menschen und Zwerge sind diese Figuren im ersten Band vor allem Menschen. Sie werden sehr stereotyp vorgestellt. Da ist etwa der Dorftrottel, der leicht tyrannisch anmutende Herrscher, das ganz, ganz dolle Böse und zahlreiche mutige Helden. Weiterlesen

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