Kim Hood: Das Schweigen in meinem Kopf

hoodDie 13-jährige Jo hat kein einfaches Leben. Ihre Mutter leidet an zahlreichen psychischen Erkrankungen und seitdem Jo denken kann, ging es für das Mädchen immer nur darum, für Stabilität für ihre kranke, alleinerziehende Mutter zu sorgen. Keine Freundinnen in der Schule, die etwas von ihrem Elternhaus merken könnten, keine Besuche bei Gleichaltrigen nach dem Unterricht, da dies ihre Mutter aus dem Konzept bringen könnte. Der Start an der Middleschool kommt Jo wie ein Neuanfang vor, doch dann bricht ihre Mutter zusammen, nur weil Jo es gewagt hat, den Nachmittag mit einer netten Klassenkameradin zu verbringen, statt direkt nach der Schule nach Hause zu kommen. Weiterlesen

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Ian Tregillis: Der kälteste Krieg

tregEinst waren sie Hitlers Geheimwaffe im Krieg gegen die Alliierten gewesen. Die Agenten der REGP – der Reichsbehörde für die Erweiterung germanischen Potentials. Mit ihren mittels elektrischer Kraft des Götterelektrons potenzierten paranormalen Gaben hätten sie Europa ja die Welt erobern können, doch der Einsatz britischer Warlocks, der Sturm von Lenins Elitetruppen und nicht zuletzt persönliche Eitelkeiten hatten den Traum vom Endsieg letztlich unter großen Opfern auf allen Seiten beerdigt. Weiterlesen

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Anna Gavalda: Nur wer fällt, lernt fliegen

annaDie besten Freunde Billie und Franck sind beim Bergsteigen in Frankreich in eine Bergspalte gerutscht und warten dort nun auf Rettung. Er ist verletzt und kaum bei Bewusstsein, ihr geht es deutlich besser. Und um sich die Zeit zu vertreiben erzählt sie den anwesenden Sternen am Himmel die Geschichte ihrer Freundschaft und Jugend. Denn weder Billie, die mit einer großen Familie mit zweifelhaften Ruf aufgewachsen ist, noch der schwule Franck hatten es jemals leicht. Doch das Schicksal führte die beiden bei einem Schulprojekt zusammen und ließ daraus eine großartige Freundschaft erwachsen, die für beide bis heute eine Stütze war. Weiterlesen

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Walter Bauer: Die Stimme (1961)

stimme„… Verstehen Sie mich recht: ich spreche nicht von anderen, ich spreche von mir. Ich kann nicht vergessen, oder: ich konnte nicht vergessen.“ (S. 53)
Das eigene Land, die Heimat zu verlassen, dürfte niemanden leicht fallen. Wie fühlt es sich an, fremd zu sein und wortlos, wenn die Landessprache erst noch erlernt werden will?
Richard hat dieses Fremdsein nach dem Zweiten Weltkrieg ausgekostet. War sein altes Leben auf Dauer und Beständigkeit ausgelegt, besteht es nun aus Augenblicken. Weiterlesen

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Håkan Nesser: Die Lebenden und Toten von Winsford

In „Die Leblebenenden und Toten von Winsford“ erzählt Håkan Nesser eine beinahe ruhige Geschichte. Es ist ein Genuss, in seine Beschreibungen der englischen Flora und Fauna (die Geschichte spielt zum großen Teil in Exmoor, einem kleinen Dorf in der südenglischen Moorlandschaft) hinein zu tauchen. Er gibt der Geschichte viel Zeit für die Entfaltung, ohne dass es jemals langatmig wird. Einfühlsam geht er auf seine Charaktere, besonders die Hauptfigur Maria Anderson, ein. Stück für Stück entfaltet sich die Geschichte dieser mysteriösen Frau, die es von Ihrer Heimat Schweden in das verlassene Dorf in England verschlagen hat. Weiterlesen

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Cecilia Ekbäck: Schwarzer Winter

ceciDie Handlung von Cecilia Ekbäcks historischem Krimi spielt im Jahr 1717 in Lappland, wo nicht nur durch den eisig kalten Winter unwirtliche Lebensbedingungen vorherrschen.

Kurz nachdem ihre Familie in ihrem neuen Zuhause, einem heruntergewirtschafteten Hof eintrifft, finden die beiden Schwestern Frederika und Dorotea einen Toten am Berg Blackåsen. Die Mutter der Mädchen, Maija, kennt sich als Heilerin mit Wunden aus. Sie glaubt den anderen Siedler nicht, die behaupten, der Tote, bei dem es sich um ihren Nachbarn Eriksson handelt, sei von Wölfen oder einem Bären angegriffen worden.
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Stephan Bartels: Dicke Freunde

dickMeist sind es ja die Frauen, die zusammen mit einer Freundin abnehmen möchten, um den Männern zu gefallen. In Stephan Bartels Roman „Dicke Freunde“ starten zwei Männer den Selbstversuch „Liebe leicht gemacht.“
Simon erwischt an seinem 30. Geburtstag seine Freundin Katja auf dem Herrenklo mit einem Fahrradkurier, der halb so viel wiegt wie er. Simon zieht aus, findet Unterschlupf bei Arbeitskollege Hotte, beide specken gemeinsam ab – unterstützt von Arbeitskollegin Anke. Nach acht Monaten hat Simon 27 Kilo abgenommen, Hotte zehn.
Mit Ananas-Diät, Fastenwandern und den Weight Watchers plagen sich die dicken Freunde herum, und natürlich lernen sie auch Frauen kennen. Witzig geschrieben und auch für Frauen nett zu lesen.

Stephan Bartels: Dicke Freunde.
Heyne, Mai 2014.
352 Seiten, Taschenbuch, 9,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Jessica Park: Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte

pappAls Julies Umzug nach Boston missglückt, landet sie in der Familie einer ehemaligen Freundin ihrer Mutter. Neben dem Vater und der Mutter, die eigentlich ständig unterwegs sind, gehören noch die 13-jährige Celeste, der 21-jährige Matt und der 23-jährige Finn dazu. Finn ist allerdings auf Weltreise, seine Rückkehr ungewiss und seitdem schleppt das Teenagermädchen Celeste eine lebensgroße Pappfigur ihres Bruders mit sich herum. Papp-Finn muss überall hin mitkommen, außer in die Schule – die siebte Klasse hat er bereits geschafft. Julie findet sie Familiensituation sehr seltsam und sieht sich immer wieder mit der Betreuung von Celeste konfrontiert. Sie beschließt, dem unter Gleichaltrigen in sich gekehrten Mädchen zu helfen. Weiterlesen

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Anthony Ryan: Rabenschatten 01: Das Lied des Blutes

blutVaelin Al Sorna ist der Sohn des Ersten Schwerts der Vereinigten Königslande. Er wächst bei seiner geliebten Mutter auf, während sein Vater sich fast ständig auf Feldzügen befindet. Nach schwerer Krankheit stirbt Vaelins Mutter und sein Vater bringt ihn ohne weitere Erklärungen zum sechsten Orden. Dort werden Vaelin und seine Schicksalsgenossen zu Kämpfern für Land und Glauben gedrillt. Die Ausbildung ist so hart, dass manche der Kinder sie nicht überleben. Weiterlesen

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Alfred Brendel: Wunderglaube und Mißtonleiter

tonNicht nur als tollen Pianisten, auch als klugen Autoren und Referenten über Musik, hat das Publikum Alfred Brendel kennen gelernt. Sein neues Buch „Wunderglaube und Misstonleiter“ fällt ein bisschen aus dem Rahmen, ist ein Mosaik aus Selbstbetrachtungen, Porträts von zwei Pianistinnen, die keiner mehr kennt, Gedanken von Jean Paul und Reflexionen über Beethoven, Schubert und Mozart. Auch Überlegungen zu Spielgewohnheiten gibt es – in erster Linie für Pianisten. Weiterlesen

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