Vor zweihundert Jahren begann es – bis dahin hatte das Licht der Türme die Dunkelheit, die Furcht und die Schatten zurückgehalten. Dann entschied der örtliche Baron, dass es Zeit sei, seinen Machtbereich auszudehnen und ließ die Türme des Lichts schließen, die Lichter löschen. Seitdem ist das Entzünden von Feuer nächtens streng verboten, in den umliegenden Dörfern werden nachts Türen und Fester fest verbarrikadiert, die alten, schutzgebenden Lieder sind verpönt. Doch eines Nachts regen sich die Schatten. Aus der Dunkelheit formen sie sich, greifen mit ihren hell glühenden Schwertern an, brechen in die Hütten eines Dorfes und schlachten die Menschen hin. Verletzen kann man sie mit normalen Waffen nicht. Nur zwei Bewohnern gelingt die Flucht.
Das Mädchen reitet, schwer von den Waffen der Schatten verbrannt, zum Baron, diesem von dem Angriff und der Heimsuchung zu berichten, der andere, ihr Bruder eilt, tödlich verwundet, in den Wald. Hier, in einer aufgegebenen Poststation leben Weyd, der Wanderer und seine Freunde. Der begnadete Kämpfer, die Bardin Caer und ihre Freunde sind die Einzigen, die die Schatten aufhalten könnten – wenn der Baron es ihnen denn erlauben würde … Weiterlesen



Elise war voll des Glücks, hatte sie doch einen nicht nur reichen, sondern auch umschwärmten Junggesellen geehelicht. Nicht zuletzt verdankt ihr Bruder dem Adeligen, dass seine Fabrik vor dem Ruin bewahrt wurde. Zu ihrem Glück, der Londoner High Society anzugehören und die Ballsaison am Arm ihren Bräutigams zu besuchen, gesellt sich bald die freudige Nachricht, dass sie schwanger ist. Dann aber verstirbt ihr Mann unerwartet – die gute Sitte verlangt es, dass Elise sich zur Trauer die nächsten Jahre auf das abgelegene Familienanwesen zurückzieht. Schon die Fahrt in die Provinz, nur begleitet von der Cousine ihres verstorben Gatten, erweist sich als herausfordernd. Die Straßen sind bessere Feldwege, die Kutsche bleibt im Schlamm stecken, zu allem Übel fällt die Witwe hin und verunstaltet sich und ihre Robe. So kann, so will sie sich ihren neuen Untergebenen natürlich nicht präsentieren.



