Leider kann ich nicht behaupten, dieses Buch verschlungen – und es übernächtigt, mit rotgeweinten Augen und zerrissenem Herzen – beendet zu haben.
Let’s face it: jedes Buch findet seine Leserschaft. Es ist eine Frage von Erwartungshaltung und Geschmack. Mir persönlich war die Handlung definitiv zu langatmig, null Spannungsversorgung. Da hatte ich bei Lobpreisungen wie „eine hypnotisierende Welt aus Trauer, Kunst und Selbstentdeckung“ (Emma Gannon) mehr erwartet.
Die Autorin schildert harte Realitäten eines Ausnahmezustands einer jungen Frau im Überlebensmodus und wir begleiten sie auf ihrer Reise zur Selbsterkenntnis. Dabei erforscht Chloë Ashby das Leben von Eve, die sich in Spiralen ihrer Selbstzerstörung dreht, schlechte Entscheidungen trifft, die ihr egal sind. Ihre Vergangenheit zerrt an ihr in Gestalt von Traumata, tiefer Trauer, Schuld und Depression und ihre Probleme tropfen dabei heraus. Doch dann verschmilzt diese Vergangenheit mit der Gegenwart und ihr Leben samt selbstzerstörerischem Drang gerät aus den Fugen. Gezwungen, sich dem traumatischen Ereignis zu stellen und sich ihrer Trauer und Schuld zu stellen, bevor sie sich selbst vollständig verliert. Weiterlesen








