Paul Auster, Spencer Ostrander: Bloodbath Nation

Mit diesem Text prangert Paul Auster die Verherrlichung des Waffenkultes seiner Heimat, den Vereinigten Staaten an. Er geht der Frage nach, warum der Umgang mit Waffen bei den Amerikanern einen so selbstverständlichen und hohen Stellenwert hat und wie es dazu gekommen ist.

Eingangs beleuchtet er seine eigene Kindheit und einen dunklen Punkt in der eigenen Familiengeschichte. In der Kindheit Austers war sein Umgang mit einer Spielzeugpistole normal. Das Fernsehen lieferte Ideen zu eigenen Spielfantasien mit der Waffe, denn alle Helden, denen er, wie die meisten anderen der kleinen Jungen nacheiferte, waren bewaffnet. Später, in einem Feriencamp in New Hampshire hat Auster selbst großen Spaß samt Erfolgserlebnissen im Umgang mit der Waffe erlebt. Doch eine weitere Inspiration durch die Eltern blieb aus. Dort, wo er aufwuchs, ging man weder auf die Jagd, noch erwartete irgendjemand von ihm, dass er Gefallen daran fand, auf Tiere, Schießscheiben oder Tontauben zu schießen.

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Fritz Fassbinder: Die Wärme der Wölfe

Auf der Homepage des Autors Fritz Fassbinder ist zu lesen: „Bis vor kurzem habe ich im Polizeiumfeld gearbeitet, das mich zu meinen Kinderbüchern mit Krimihandlung motivierte.“ Zum Thema Wutbürger beteiligte er sich an der Anthologie Wut, die 2019 beim Loewe Verlag erschienen ist. Als logische Konsequenz ist nun der Jugendroman über Fremdenhass und Radikalisierung von Fußballfans zu verstehen.

Der sechzehnjährige Ich-Erzähler Manuel ist einer der wenigen in seiner Klasse, der die zehnte Klasse schaffen will. Zurzeit hat er Pech und Glück zugleich. Er sitzt vorne, in der gleichen Reihe wie die attraktive Caro. In der letzten Reihe sitzen die tonangebenden Jungen, die Löwen, denen ein verletzender Spruch oder eine Handgreiflichkeit leichter fallen als gute Schulnoten.

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Arthur Landwehr: Die zerrissenen Staaten von Amerika

Erschreckende Innenansichten eines gespaltenen Landes

Bei der Lektüre dieses Buches gruselt man sich mehr als bei einem Horror-Roman. Die Szenarien, die der Autor zeichnet, sind erschreckend, verstörend und leider wirken sie zusätzlich wie eine Blaupause für das, was gerade bei uns im Land vor sich geht.

Der Autor, bekannt als Journalist und ARD-Korrespondent, hat profunde Kenntnis der Vereinigten Staaten, hat das Land bereist und die Menschen dort interviewt. Er hat die Vorgänge in den letzten Jahren genau beobachtet, analysiert und über sie berichtet. Davon erzählt er in diesem Buch.

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Alex Capus: Das kleine Haus am Sonnenhang

Nach seinem Studium kauft Alex Capus im Piemont ein kleines Haus auf einem Sonnenhang. Es lieg in einem Seitental eines Seitentales. Erreichbar ist es nur, indem man ein Bachbett durchquert und dann mit Karacho steil bergauf fährt, damit man es bis auf den Vorplatz schafft. Capus bleibt mit seiner Freundin mehrere Jahre den ganzen Sommer über dort, um an seinem ersten Roman zu arbeiten. Im Herbst kehrt sie zum Studium nach Bern zurück und er genießt noch ein Weilchen die Möglichkeit, ungestört an seinem Text zu feilen. Man schreibt die 1990-er Jahre, das Leben ist billig und unbeschwert.

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Jonathan Lee: Joy

Joy – kein Name könnte abgründiger und paradoxer für die titelgebende Hauptfigur sein. Nach außen hin hat die erfolgreiche Londoner Anwältin Joy Stephens allen Grund zur Freude, doch dahinter es ganz anders aus. Genial, böse und schreiend komisch, inszeniert Jonathan Lee ihren geplanten Selbstmord. Der Autor wirft einen Blick in eine Welt, in der alle ständig mehr wollen, aber unterm Strich immer weniger haben. Die Szene ist knallhart, die Anwälte sind ausgebrannt, körperlich wie mental. Sie flüchten sich in Affären, Sport, Selbstoptimierung und teure Handtaschen. Dabei beschreibt der Autor die Geschehnisse so knochentrocken, dass es eine wahre Freude ist, in die Abgründe abzutauchen.

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Dani Shapiro: Leuchtfeuer

Zwei Familien, die in einem New Yorker Vorort in gegenüberliegenden Häusern wohnen, stehen im Mittelpunkt von Dani Shapiros nicht chronologisch erzähltem Roman „Leuchtfeuer“.

Er beginnt mit einem folgenschweren Autounfall, den drei Teenager verursachen und den die Geschwister Sarah und Theo noch 20 Jahre später nicht überwunden haben.

Auch ihr Vater, Ben, ein pensionierter Arzt, hat dabei eine unrühmliche Rolle gespielt.
Ben ist es auch, der später eine enge Beziehung zum Nachbarsjungen Waldo entwickelt, der sich für Astronomie interessiert und den die Autorin als etwas weltfremd und versponnen darstellt. Schon bei Waldos Geburt hat Ben eine entscheidende Rolle gespielt. Und Jahre später ist es wiederum Waldo, der in einer schicksalsschweren Nacht auf Bens an Demenz erkrankte Frau Mimi trifft.

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Elke Becker: Das Haus Kölln: Glänzende Zeiten

Charlotte Kölln ist eine strenge Frau. Ja – fast könnte man sagen „hart“. Disziplin geht über alles. Gefühle stehen hinten an, die erlaubt man sich in ihren Kreisen nicht. Anders geht es wohl aber auch nicht, wenn man wie Charlotte Kölln plötzlich alleine da steht mit der Verantwortung für eine Kornmühle, von deren Fortbestand nicht nur das Leben der Familie, auch der Arbeiter, die dort beschäftigt sind, abhängt. Durch einen tragischen Arbeitsunfall verliert Charlotte 1886 viel zu früh ihren Mann, den Unternehmer Peter Ferdinand Kölln. Als Frau alleine kann sie das Unternehmen nicht weiterführen.

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Oliver Vogel et.al.(HG): Worte in finsteren Zeiten

Die Sammlung „Worte in finsteren Zeiten“ ist im Hinblick auf den Krieg in der Ukraine und den Überfall der Hamas auf Israel entstanden.

Vielen Menschen fehlt die Zuversicht in einer sich gewandelten, unberechenbarer gewordenen Zeit gegen Terror und Gewalt. Die vier Herausgeber dieses Buches wollen mit hoffnungsvollen Texten Licht in eine dunkler gewordene Welt bringen.

Kann Literatur Mut machen und Halt geben?

Viele Autor:Innen und Personen des öffentlichen Lebens haben sich dieser Aufgabe gestellt und nach entsprechenden Gedichten, Romanauszügen, Interviews, Briefen, Notizen, Tagebucheinträgen gesucht, die zur Entstehung dieses Buch innerhalb nur einer Woche beigetragen haben.

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Patricia Grob: Lobster, Mord und Meeresrauschen: Tante Tilli ermittelt

Tante Tilli ist einem gleich sympathisch! Herrlich, wie sie ihren „um ihr Wohl besorgten“ Neffen abblitzen lässt. Er will sie ins Seniorenheim stecken? So ein Quatsch!! Tilli ist zwar schon 70, aber topfit und vor allem keineswegs tüddelig! Also: Tilli muss handeln! Der liebe Neffe kommt mit schöner Regelmäßigkeit an jedem letzten Sonntag im Monat – fällt ihm schwer genug, wie Tilli weiß! Sie hat also einen Monat Zeit. Eine Reise ist die Lösung! Schnell entschlossen, flott gebucht und morgen schon angetreten! Nur dumm, dass Tilli ins falsche Flugzeug steigt und in Aarhus landet, statt wie geplant in Las Vegas. So ein Mist aber auch! Okay, was soll’s – dann ist sie nun halt in Dänemark. Nur für eine Nacht!

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