Auf einmal war dieses Bild in meinem Kopf: Auf einer für Menschen unhörbaren Frequenz dröhnt ein Alarmsignal. Es ist so gigantisch laut, dass die Bäume zittern, und allmählich der Boden unter den Füßen in Bewegung gerät. Dies könnte so bis zur Katastrophe weitergehen, wären da nicht ein paar Menschen, die etwas wahrnahmen. Irgendwann verstanden sie das Signal, und dann begriffen sie das Ausmaß der Bedrohung.
Die Autorin und Wissenschaftlerin Dr. Franziska Tanneberger verlebte ihre Kindheit in Berlin-Pankow. Die Urlaube in Usedom waren für sie das Beste, weil ihr Großvater mit ihr immer wieder ins Moor ging. Sie lernte dort die Pflanzenvielfalt und Tierwelt kennen. Ihre Liebe zu der Schönheit unberührter Natur wuchs. Nach dem Abitur studierte sie Landschaftsökologie, Naturschutz und das Hauptfach Moorökologie. Damit belegte sie eine Nische, in der besondere Menschen in ihren Fokus gerieten. Sie nennt sie die Moormenschen. Auch in den Moorgebieten in Ostpolen fiel ihr auf, dass der Mensch in die Moore stark eingegriffen hatte. (S. 48)
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