Henry James: Die Europäer (1878)

euroZum 100. Todestag des Autors Henry James erscheint die Neuübersetzung seines Romans „Die Europäer“ von 1878.
James, geboren in New York, verbrachte die meiste Zeit seines Lebens auf Reisen und in Europa. Die klassische Literatur Russlands und Frankreichs bewunderte er und seine Beschäftigung mit den Unterschieden und Parallelen zwischen Europäern und Amerikanern macht er in diesem Buch humoristisch zum Thema:
Die Baronin Eugenia Münster und ihr Bruder Felix Young reisen in der Hoffnung auf eine gute Partie nach Neuengland. Felix ist ein mittelmäßig begabter Maler, seine Schwester, liiert mit einem Prinzen, keine wirkliche Dame. Weiterlesen

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B. Traven: Die weiße Rose (1929)

rose»Die Weiße Rose« ist ein Stück Land in Mexiko, das einem Indianer gehört. Er lebt dort die Tradition seiner Ahnen vor, in dem er »sein Land« mit anderen Indianern teilt. Alle besitzen wenig. Zufrieden leben sie ihr kleines Leben. Es gbit keinen Hunger und keine Furcht. Jeder von ihnen beackert für seine Familie eigene Felder und zugleich arbeiten die Bewohner für das Wohl der Gemeinschaft.
Auf den benachbarten Haciendas schuften die Mexikaner für einen Chef, der nur nach dem Gesetz der Gewinnmaximierung handelt. Ein großer Teil Mexikos wurde bereits von amerikanischen Ölgesellschaften aufgekauft. Besonders die Condor Oil Company mit dem Präsidenten Collin an der Spitze befindet sich in einem Kaufrausch. Weiterlesen

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Pearl S. Buck: Die Welt voller Wunder (1973)

buckDiesen bisher unveröffentlichten Roman der Literaturnobelpreisträgerin von 1938, Pearl S. Buck, umweht eine Legende. Und wie immer in solchen Fällen weiß man nicht recht, ob sie stimmt oder eher eine verkaufsfördernde PR-Strategie ist. Das Manuskript soll 2012 in einer verlassenen Lagerhalle entdeckt worden sein, bevor es an Bucks Adoptivsohn Edgar Walsh ging, der es überarbeitete und schließlich herausbrachte. Pearl S. Buck muss den Text kurz vor ihrem Krebstod 1973 verfasst haben. Weiterlesen

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Richard Yates: Cold Spring Harbor (1986)

coldMit seinem letzten Roman „Cold Spring Harbor“ aus dem Jahre 1986 schließt die Deutsche Verlags-Anstalt (DVA) ihre Reihe mit Romanen des 1992 gestorbenen Schriftstellers Richard Yates ab.

Und das große Thema des Amerikaners ist auch hier bestimmend: Ein einstmals verliebtes und optimistisch gestimmtes Paar startet in eine gemeinsame Zukunft – und scheitert.

In diesem Fall sind es Evan und Rachel, denen in den 40er-Jahren die Wechselfälle des Lebens zu schaffen machen – zum Beispiel Rachels trink- und tratschsüchtige Mutter Gloria, die das junge Paar notgedrungen im eigenen etwas feuchten Häuschen aufnehmen muss, weil sonst der Preis dafür nicht zu stemmen wäre. Weiterlesen

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Patricia Highsmith: Carol: oder Salz und sein Preis (1952)

carol»… ,dass Sie so etwas einfach tun können. Sie sind frei. Ist Ihnen das eigentlich klar?« (S. 95)
Dies stellt Carol überrascht fest, als sie die junge Therese näher kennen lernt. Sie lebt dagegen ein unfreies Leben. Gerade versucht sie sich von ihrem Mann zu trennen. Die Scheidung droht zu einem Krieg zu werden, bei dem Schaden anrichten an erster Stelle ihres Noch-Ehemanns steht. Eine seiner Waffen ist es, die Tochter fortzubringen und gleichzeitig das alleinige Sorgerecht zu beantragen. Die andere findet Therese erst allmählich heraus. Genauso allmählich nähert sie sich der schönen und erfahrenen Frau an, die ihre Freundin und Bezugsperson wird. Sie entwickelt für Carol starke Gefühle. Weiterlesen

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Jean Prévost: Das Salz in der Wunde (1934)

Das Salz in der Wunde von Jean PrevostJean Prévost (1901 – 1944) schrieb neben literaturkritischen Texten und Reportagen auch Romane, in denen die emotional begründete Handlung seiner Helden im Mittelpunkt steht.
»Das Salz in der Wunde« erzählt vom Fall und Aufstieg des Jurastudenten Crouzon während der goldenen zwanziger Jahre. Der junge Mann hat bereits als Waisenkind das Kämpfen gelernt. Mit Intelligenz und Fleiß behauptet er sich in einer Pariser Eliteuniversität. Hinter dem Vorhang am Ende eines Flures lebt er in einem provisorischen Zimmer. Weiterlesen

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Edith Wharton: Zeit der Unschuld (1920)

zeitDer New Yorker Anwalt Newland Archer und May Welland werden sich verloben – das steht fest. Nun ist überraschend Mays Cousine, Gräfin Ellen Orlenska aus Europa angereist und es droht der Familie Welland ein Skandal: Ellen ist vor ihrem Mann geflohen und will sich in New York scheiden lassen. Die moderne, aufgeschlossene „neue“ Welt scheint ihr für einen Neuanfang der richtige Ort zu sein.
Allerdings sind die gesellschaftlichen Regeln New Yorks im 19. Jahrhundert, zumindest bei den wenigen alten Familienclans, die wirklich zählen, strenger als das Gesetz und für Fremde wie Ellen undurchschaubar. Weiterlesen

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Gaby von Schönthan: Die Rosen von Malmaison (1967)

malEs gibt Momente – kurz bevor man das Haus verlässt – in denen man noch einmal kurz in sein Bücherregal schaut, noch einmal schaut und dann zugreift. Ein Buch, das man vermeintlich noch nie zuvor gesehen hat. Ein Buch, das dort wohl von fremder Hand platziert wurde. Und dann wird man hineingezogen in das Paris des endenden 18. Jahrhunderts.

Gaby von Schönthan erzählt in „Die Rosen von Malmaison“ die Geschichte der Rosenkaiserin Josephine, die 1779 nach Frankreich kommt, um einen Armeeoffizier zu heiraten. Weiterlesen

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Edward Lewis Wallant: Der Pfandleiher (1961)

pfandErstmals auf Deutsch erschienen ist endlich ein Literaturklassiker aus dem Jahre 1961: „Der Pfandleiher“ von Edward Lewis Wallant.

Sol Nazermann ist nur noch körperlich anwesend. Im Innern hat der Jude den Verlust seiner Familie im Konzentrationslager nie verkraftet. Er reagiert darauf, indem er sämtliche Gefühle abgeschaltet und nur noch auf den Tod wartet.

Sol arbeitet in New York als Pfandleiher, ein Geschäft, das jedoch nur als Geldwäschebetrieb eines Gangsters dient. Weiterlesen

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Irène Némirovsky: Zu zweit (1936)

zweiMit „Zu zweit“ aus dem Jahre 1936 schließt der Knaus-Verlag seine Irène- Némirovsky-Reihe ab, die zehn Jahre zuvor mit einem legendären Werk der 1903 geborenen französischen Schriftstellerin begann: „Suite française“, jenem erst 1996 wiederentdeckten Roman. Die aus Russland stammende Jüdin starb 1942 in Auschwitz.

In „Zu zweit“ zeigt sie, wie die Beziehung zweier Menschen, Antoine und Marianne, sich im Laufe eines Lebens verändert. Aus einer ungestümen, spielerischen Liebelei wird eine Ehe, in der sich die Partner zwar immer noch brauchen, die Gefühle füreinander aber seit Jahren erloschen sind. Weiterlesen

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