Nathalie C. Kutscher: Ylva: Die verlorene Königin

Gespannt war ich auf den Genremix aus Lesbian Romance und Fantasy. Wie von Nathalie C. Kutscher gewohnt, erwartete mich auch in „Ylva: Die verlorene Königin“ eine einfühlsam und liebevoll geschilderte Beziehung, bei der sich die Erotik dezent im Hintergrund hält. Die abenteuerliche Fantasy zeigt sich lebendig und recht gewaltarm.

Während Ylva als Kind zu ihrem Schutz vor dem Weltenwolf Yadaei vom Königshof ihres Vaters einem abgelegen lebenden Clan anvertraut wird, wächst Nara zur Kriegerin heran, Yadaei soll den Eroberungsdrang ihres Volkes unterstützen und das Königreich Aluja von Ylvas Vater unterwerfen. Als Kinder begegnen sie sich in ihren Träumen, bei ihrem ersten Zusammentreffen sind sie in den Zwanzigern. Bis dahin haben sich ihre unterschiedlichen Verhältnisse zu Yadaei gefestigt. Doch ist ihre Rolle als Wolfshüterin anders, als sie sich vorgestellt haben. Weiterlesen

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RJ Barker: Gezeitenkind 01: Die Knochen-Schiffe

72 Menschen fuhren auf der „Gezeitenkind“, als Joron Twiner noch deren Schiffsmann war, nur dass „fahren“ das falsche Wort ist, lag das Schiff doch heruntergekommen und kaum seefähig an der Küste im Wasser. Dass er seine Crew, allesamt Gesindel und Taugenichtse, nicht kannte, dass er nicht nur ab und zu, sondern immer betrunken war, ja, vor Schiff und Mannschaft floh, wenn es nur ging, machte ihn nicht unbedingt zum besten Schiffsfmann der schwarzen Schiffe der Toten. Theoretisch können sich der Verurteilte und die auf die Schiffe abgeschobene Besatzung durch herausragende Kämpfe und Heldentaten wieder in die Allgemeinheit zurückkämpfen – von den Toten also auferstehen – doch ist dies seit Generationen auf den Hundertinseln nicht mehr vorgekommen.

Alles, aber wirklich alles ändert sich, als Meas Gilbryn, die „Glückliche Meas“, an Bord kommt und das Kommando übernimmt. Sie befiehlt das Schiff gen Norden fliegen zu lassen, um dort eine geheime Mission auszuführen, die undenkbar scheint. Ihr wurde zugetragen, dass man einen Arakeesianer gesichtet hat, einen Lindwurm, aus dessen riesenhaften Knochen die Schiffe der einander bekriegenden Reiche gebaut sind. Weiterlesen

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Christoph Zachariae: Projekt DreamWalker – Die Schatten

Dr. Jakob Lem ist Traumforscher und verbringt seine Arbeitszeit in den Schlaflaboren der Berliner Charité. Zu seinen größten Erfolgen zählt das Projekt DreamWalker, welches ihm erlaubt im Schlaf die Träume anderer Menschen zu besuchen. So erhofft er sich, Komapatienten beim Aufwachen helfen zu können.

Auch seine Tochter Isabella verfügt über die Gabe in den Träumen ihrer Mitmenschen wandeln zu können, denn auch sie träumt luzid. Als hochsensibles Mädchen fühlt sie sich fehl am Platz und kann nur in ihren Träumen wirklich frei sein.

Als Lem nach einem Verkehrsunfall im Koma liegt, ist es an seiner Tochter dem Projekt DreamWalker zum Erfolg zu verhelfen und ihren Vater zu retten. Wird sie es schaffen? Oder ist alles zum Scheitern verurteilt?

Der Roman Dream Walker – Die Schatten entstammt der Feder von Christoph Zachariae und hat mir im Gesamteindruck gut gefallen. Die Charaktere wirkten ausgereift und ich konnte mich in einigen ihrer Macken und Charaktereigenschaften durchaus wiederfinden. Weiterlesen

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Marah Woolf: HexenSchwesternSaga 02: Sister of the Moon

Der Angriff der Dämonen auf die Erde ist nicht das Schlimmste, was Vianne und ihren Schwestern passiert. Die drei werden nämlich während dem Kampf entführt und an Regulus´ Hof gebracht – als Gefangene des Hochkönigs der Dämonen. Dieser verfolgt den bestialischen Plan, Hexen-Dämonen-Babys zu züchten, um eine unbesiegbare Rasse zu erschaffen, mit der es ihm gelingt, die ganze Welt einzunehmen. Die Schwestern sollen mit den meistbietenden Dämonen vermählt werden. Nur einen Ausweg bietet Regulus ihnen an: Wenn Vianne ihm drei schwarzmagische Artefakte aus dem Reich der Göttinnen beschafft, will er sie gehen lassen. Vianne ist nun hin und hergerissen, zwischen dem Wunsch, sich und ihre Familie zu retten und dem Wissen, dass die Artefakte Regulus helfen können, die Menschheit zu vernichten. Dennoch irrt sie tagtäglich durch die Gänge der Burg, in der Hoffnung, dass sich die Tür zum Götterreich öffnet und sie einmal mehr einlässt. Einfach, weil sie keinen anderen Ausweg sieht. Weil das immer noch besser ist, als tatenlos ihrem schrecklichen Schicksal entgegenzublicken und sich von der Tochter des Hochkönigs tyrannisieren zu lassen.Begleitet wird sie bei ihrer Suche von dem Dämon Arvand: Regulus rechte Hand und ausgerechnet der Dämonenfürst, mit dem die Loge einen Packt geschlossen hat – und betrogen wurde. Vianne ist es nicht möglich, ihm zu durchschauen: Er ist ihr Feind und der Grund für ihre Gefangenschaft. Aber warum unterrichtet er sie dann im Kämpfen und schützt sie vor Regulus Männern? Und warum fühlt sich der Umgang mit ihm so vertraut an, wenn sich ihre große Liebe ebenfalls hier in Gefangenschaft befindet?

Vianne muss die schwersten Entscheidungen ihres Lebens treffen. Weiterlesen

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Walker Dryden: Die Stadt der Dolche

Willkommen in der Küstenstadt Tumanbay, der Heimat unseres Sultans, der Stadt, in der Reichtümer gemacht, Handel getrieben wird und ein jeder Sklave die Möglichkeit hat, zu Rang und Würden aufzusteigen. Aus allen Herren Ländern reisen Menschen hierher, versuchen ihr Glück zu machen, ihren Einfluss zu mehren und zu Macht und Ehren zu gelangen.

Dass unser geehrter Sultan schon älter ist, dass er die Provinzen mit nachgiebiger Hand regiert, hat dazu geführt, dass so mancher meint, er sei  schwach geworden. Dem ist beileibe nicht so, eher ginge ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass unser Sultan sein Reich verlieren würde. So zumindest dachte ich noch vor kurzem. Dann aber färbte sich das Wasser im Brunnen vor dem Al-Dar-Tor rot, dem Sultan wurde ein Präsent überbracht, das mich zum Nachdenken brachte. Der Sack, den der Gesandte Rot überbrachte, enthielt den Kopf des Gouverneurs der Provinz und die Botschaft der Königin Maya – eine Revolution bahnt sich an, ein Aufstand, der aller Machtfülle und allem Reichtum zum Trotz, auch die Metropole ergreifen, ja vernichten könnte … Weiterlesen

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Brian McClellan: Die Götter von Blut und Pulver: Sünden des Imperiums

Brian McClellan hat mit seinen Powder-Mage Büchern (eine Trilogie sowie zwei Bände mit Erzählungen und Novellen) für Furore gesorgt. Eine Welt, die an das Napoleanische Reich erinnert mit Begabten, die mittels Pulver ihre Kräfte steigern und im scheinbar ewig währenden Krieg Schlachten entscheiden und Reiche retten können, hat auch deutschsprachige Leser begeistert. Nun legt der Autor den ersten Band einer weiteren Trilogie vor, die er in derselben Welt angesiedelt hat. Allerdings wechselt er geschickt den Handlungsort – sprich, McClellan entführt uns auf einen anderen Kontinent.

Schon einmal begleiteten wir Taniel Zweischuss auf den südlich gelegenen Kontinent und erfuhren, wie er den einheimischen Palo bei ihrem Befreiungskampf gegen die das Land besetzenden Kaz entscheidend half. Inzwischen wurden diese ins Meer zurückgetrieben, die Besatzer aber sind die indigenen Völker nicht losgeworden. Die junge Nation Fatrasta hat sich mit einer Kanzlerin und einem Geheimdienstchef an der Spitze in Landfall breitgemacht, die Palo unterjocht und den Reichtum des Landes für sich in Besitz genommen.

Als eine alte Frau der Palo die verfeindeten Stämme eint, und die Einheimischen drohen, die Besatzer aus ihrem Land zu werfen, ist die fragile Machtbalance erheblich gestört. Die Kanzlerin ruft ein Söldnerheer nach Landfall, um die drohende Rebellion aus den Greenfire-Tiefen aufzuhalten. Währenddessen machen sich Forscher aller Richtungen gen Landfall auf. Bei einer Grabung stieß man auf eine Stele auf der Schriftzeichen angebracht sind, die auf göttlichen Einfluss zurückzuführen sein könnten. Ist es wahr, kommen die Götter zurück? Weiterlesen

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Tad Williams: Brüder des Windes

Wer mal zwischendurch einen reinrassigen High-Fantasy-Roman lesen möchte, ohne gleich einen mehrere tausend Seiten langen Mehrteiler in Angriff nehmen zu müssen, aus denen die Werke dieses Genres häufig bestehen, dem sei hiermit Tad Williams‘ „Brüder des Windes“ empfohlen.

Zwar ist auch dieser Roman im Osten-Ard-Universum des kalifornischen Erfolgsautors angesiedelt, und einige der Figuren tauchen auch in anderen Werken der Reihe auf, aber er lässt sich auch leicht verstehen, wenn man zuvor noch keine Berührungspunkte mit dieser fiktiven Welt hatte, die an Tolkiens „Mittelerde“ erinnert.

​Die Zutaten sind hier eine böser Drache, einsame Bergfestungen mit eigenbrötlerischen Herrschern, zwei ungleiche Brüder, ein treuer Diener und ein endloser Schmerz, den einer der Brüder ertragen muss. Weiterlesen

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Roseanne A. Brown: A Song of Wraiths and Ruin 01: Die Spiele von Solstasia

Seit Generationen wird Solstasia, die Stadt inmitten einer unwirtlichen Wüste, von derselben Familie regiert. Einst, lange ist es her, hat ein magischer Pakt der Sippe das Überleben und den Wohlstand gesichert – der Preis allerdings ist happig, werden die Regierenden doch durch einen Bann daran gehindert, die befestigte Metropole, Sitz eines mächtigen Reiches, jemals zu verlassen. Karina will nichts mehr, als das: ihre Heimat verlassen. Sie sehnt sich nach Freiheit, will andere Länder, andere Menschen kennenlernen, will nicht länger unter der lieblosen Knute ihrer Mutter, der Herrscherin, stehen. Dass sie, nachdem ihre ältere Schwester und ihr Vater bei einem Feuer umgekommen sind, nun als Kronprinzessin die Herrschaftswürde und Bürde zu tragen hat, verängstigt die junge Frau. Ihr Herz hängt an der Musik, als Bardin tritt sie, inkognito versteht sich, in Kaschemmen der Stadt auf.

Als ihre Mutter kurz vor dem Solstasia-Fest einem Attentat zum Opfer fällt, bricht ihre Welt zusammen. Sie fühlt sich überfordert, hilflos, ist in Panik. Einen Ausweg gibt es – sie könnte ihre Mutter von den Toten auferstehen lassen. Das Problem dabei – dazu benötigt sie das Herz eines Königs. Der Sieger des Turniers wird sie ehelichen, dann gilt es nur noch, diesem sein Herz zu stehlen – im wahrsten Sinne des Wortes. Weiterlesen

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Ben Aaronovitch: Die Flüsse von London 11: Die Silberkammer in der Chancery Lane

Eigentlich ist Peter Grant ja nun wirklich mit anderen Sachen beschäftigt. Dingen wie etwa in die Geburtsvorbereitung zu gehen, zu lernen, wie man – besser gesagt Flussgöttin – bei Wehen richtig atmet, schließlich steht die Geburt ihrer Zwillinge kurz bevor. Doch dann kommt es wieder einmal ganz anders als gedacht.

Menschen werden ermordet. Nun ist die bedauerlicherweise nicht wirklich etwas, das sonst nie vorkommt. Doch vorliegend scheint die Täterin ein Engel komplett mit Heiligenschein und blitzschleudernder Lanze zu sein. In den Körpern, deren Wunden kauterisiert sind – ich erwähnte den Blitz aus dem Speer? – fehlt das Herz und irgendwie scheinen Platinringe auch eine Rolle zu spielen. Nach und nach kommen unsere Ermittler in Sachen magischer Verbrechen bei der Suche nach der Täterin und dem Motiv weiter. Dabei geht es tief in die Vergangenheit – ich sage nur der zweite Weltkrieg und die Spanische Inquisition -, es geht um einen kirchlichen Studentenkreis und eine den magischen Schmieden entwendete Lampe. Den Rest dürfen Sie mal selbst nachlesen – einmal mehr lohnt es sich … Weiterlesen

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Richard Kadrey: Sandman Slim 01: Höllendämmerung

Magier sein ist nicht schwer, Magier bleiben dagegen sehr. Davon weiß auch der 19-jährige Stark aus L.A. ein Lied zu singen – der, dank eines missleidigen Konkurrenten zur Hölle fuhr und dort in der Arena Karriere machte – long Story. Nach elf langen, harten und schmerzhaften Jahren in der Hölle gelingt Stark nun die Flucht. Eines hat ihn die Jahre über aufrecht gehalten – der Wunsch nach Rache.

Also hübsch alles zurück auf Los und dann aber gib ihm. Nur, dass es natürlich so einfach weder ist, noch je sein wird. Denn merke, nicht nur, dass sein alter Widersacher und Mörder inzwischen zu einem der ganz großen Tiere, also zum mächtigen Magier in Los Angeles avanciert ist, dieser beabsichtigt auch, sich zum Herrscher über Himmel und Hölle aufzuschwingen. Im Weg steht ihm dabei naturgemäß unser Stark, der mit seinem vorlauten Mundwerk und seiner Sturheit jeden Rekord in Sachen ins Fettnäpfchen treten locker schlägt.

Dazu kommt, dass unser Rächer in eigener Sache die technische Entwicklung, die während seines Höllenbesuchs stattfand, schlicht verpennt hat – die Probleme mit der modernen Technik strapaziert seine Geduld und unsere Lachmuskeln. Da kommt es wirklich gut, dass Stark zwei Dinge hat, auf die er blind bauen kann – einen Schlüssel zu einem Raum mit 13 Türen, durch die er jeden Ort erreichen kann und das Messer von Azazel, dem Höllengeneral. Also, so einfach wie gedacht, ist das mit der Rache dann natürlich doch nicht und schon wird es für unsere höllenerprobten Stark ungemütlich auf Erden … Weiterlesen

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