Ricarda Jordan: Das Geschenk des Wesirs

dasFarbenprächtig und orientalisch ist das Weihnachtsfest so, wie es Ricarda Jordon in ihrem schmalen Buch „Das Geschenk des Wesirs“ beschreibt. Die 56-jährige Bochumerin schreibt sonst Neuseeland- und Karibikromane; mit dieser Weihnachtsgeschichte aus dem alten Mallorca im Mittelalter erzählt sie ein Märchen.
Die Atmosphäre im Jahr 1229, als das Heer des spanischen Königs Jaume die Hauptstadt der heutigen Urlaubsinsel belagert, wird sehr schön deutlich in dieser Erzählung. Das Mädchen Samira soll als Haremsskalvin den König milde stimmen. – Aber eigentlich soll Samira den Herrscher töten.
Einen Mord gibt es auch – aber Samira hat den Falschen getötet. Und weil dies eine Weihnachtsgeschichte ist, gibt es auch eine kleine Liebesgeschichte in dem mittelalterlichen Kriegsgetümmel. – Für Freunde von Mittelalter-Literatur mal eine etwas andere, schöne Erzählung.

Ricarda Jordan: Das Geschenk des Wesirs.
Kindler, Oktober 2014.
144 Seiten, Gebundene Ausgabe, 12,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Liv Winterberg: Der Klang der Lüge

klangSériol, 1308: Als die junge Alissende mit ihren beiden jüdischen Begleitern in dem Dörfchen landet, möchte sie nichts lieber als bleiben. Denn ihre Begleiter, in deren Haus sie bisher gearbeitet hatte, sind auf der Flucht und Alissende möchte einfach nur zur Ruhe kommen. Sie findet eine Anstellung als Magd und in Paul, dem Sohn des Hausherren, bald einen guten Freund. Auch der Hirte Simon hat es ihr angetan und es sprießen zarte Liebesgefühle. Doch dann wird das Glück jäh in Aufruhr gebracht. Der Bischof Durand hat ein Auge auf die Geschehnisse des Dorfes geworfen und es zeigt sich, dass viele der Bewohner mehr oder minder heimlich der verfolgten Glaubensgemeinschaft der Katharer angehören. Als plötzlich ein Großteil der Bürger festgenommen wird, bleibt Alissende mit einer Schar Kinder zurück. Weiterlesen

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Cecilia Ekbäck: Schwarzer Winter

ceciDie Handlung von Cecilia Ekbäcks historischem Krimi spielt im Jahr 1717 in Lappland, wo nicht nur durch den eisig kalten Winter unwirtliche Lebensbedingungen vorherrschen.

Kurz nachdem ihre Familie in ihrem neuen Zuhause, einem heruntergewirtschafteten Hof eintrifft, finden die beiden Schwestern Frederika und Dorotea einen Toten am Berg Blackåsen. Die Mutter der Mädchen, Maija, kennt sich als Heilerin mit Wunden aus. Sie glaubt den anderen Siedler nicht, die behaupten, der Tote, bei dem es sich um ihren Nachbarn Eriksson handelt, sei von Wölfen oder einem Bären angegriffen worden.
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Ulf Schiewe: Die Rache des Normannen

norm11 Jahrhundert, Italien. Die Normannen haben sich in Apulien etabliert.
Gilbert de Hauteville, der junge Schildträger von Robert de Guiscard, bekommt einen Sonderauftrag. Er soll die Fürstin Gaitelgrima als deren Leibwächter nach Salerno begleiten. Seine Herrin, die mit dem normannischen Graf Onfroi verheiratet ist, möchte ihren erstgeborenen Sohn in der Heimat taufen lassen. Die Reise verläuft ohne große Zwischenfälle für Gilbert und seine kleine Reiterschar.
In Salerno, einer üppigen, reichen Stadt, trügt jedoch der schöne Schein. Prinz Guiamar, der mächtige Herrscher, scheint seine Macht nicht immer zum Guten anzuwenden. Es brodelt zwischen ihm und den Baronen und Grafen. In Amalfi tobt gar ein Aufstand gegen ihn. Weiterlesen

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Ken Follett: Kinder der Freiheit

kenUm es gleich zu Anfang zu sagen: Der dritte Band der Jahrhundertsaga hat mir deutlich besser gefallen als der Vorgänger. Vielleicht, weil Gut und Böse nicht mehr ganz so plakativ trennt, wie in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Leider gilt das hauptsächlich für Amerika, da gibt es JFK, der sicherlich als guter Amerikaner gilt, aber trotzdem nicht soviel für die Rechte der Schwarzen tut, wie George es sich wünscht. Überhaupt zeichnet Follett die amerikanischen Protagonisten recht differenziert, während die DDR für ihn ein Land aus Schwarz und Weiß zu bleiben scheint. Weiterlesen

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Hannah Kent: Das Seelenhaus

landIsland, 1828: Agnes Magnúsdóttir ist zum Tode verurteilt. Sie steht unter dem Verdacht, ihren Herren Natan Ketilsson gemeinsam mit dessen anderer Magd und ihrem Verlobten umgebracht zu haben. Bis zur Vollstreckung der Strafe muss sie auf den Höfen im Umkreis untergebracht werden und braucht außerdem den Beistand eines Pfarrers. Als es mit ihrer Unterbringung erneut Probleme gibt, landet sie auf dem Kornsáhof bei einer kleinen Bauernfamilie, die ihr zum größten Teil sehr feindlich gegenübersteht. Doch die Mutter Margret erkennt nach und nach, dass mehr hinter dieser Geschichte stecken könnte, als auf den ersten Blick offensichtlich wird. Weiterlesen

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Roman Rausch: Die letzte Jüdin von Würzburg

rauschStraßburg, 1349: Landesweit kommt es zu Unruhen und Aufstände gegen die jüdische Bevölkerung. Sie stehen im Angesicht der Pest als Brunnenvergifter dar und müssen überall um ihr Leben fürchten. Als die Unruhen auch Straßburg erreichen will Jaelle mit ihrem Vater fliehen. Doch die Flucht misslingt und er wird mit einigen Mitbürgern getötet. Nur Jaelle überlebt und versucht, sich auf seinen Rat hin nach Würzburg durchzuschlagen. Das gelingt ihr allerdings nur, wenn sie in die Rolle des jungen Mannes Johan schlüpft und sich zudem als Christ ausgibt. Der angesehene Würzburger Michael de Leone, auch der Löwe genannt, nimmt sich ihrer an und bringt sie in die Rettung verheißende Stadt. Er bietet ihr einen Job als Schreiber an, als er von ihren Talenten erfährt. Nur zögernd nimmt Jaelle an und bringt sich damit in eine gefährliche Position. Weiterlesen

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Iny Lorentz: Die List der Wanderhure

listDer Fürstbischof von Würzburg benötigt Geld, wieder einmal, und so reiten Marie und Michel Adler von Burg Kiebitzstein los, um ihm einen Kredit zu gewähren.
Bevor sie jedoch dort eintreffen, begegnen sie unterwegs Hartwin von Frommberg und seinen Mannen, die eine junge Frau namens Donata, ehemalige Nonne, im Schlepptau haben. Sie soll mit Hartwin vermählt werden – gegen ihren Willen. Marie würde Donata gerne beistehen, doch im Morgengrauen macht sich das Mädchen aus dem Staub.
Marie und Michel staunen nicht schlecht, als sie kurz vor Würzburg Donata wiedersehen – verfolgt von obskuren Ordensrittern. Weiterlesen

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Heidi Rehn: Der Sommer der Freiheit

sommer2Sommer 1913, Baden Baden. Wie jedes Jahr ist Selma mit ihren Eltern, Oma Meta und Bruder Grischa in der Sommerfrische im Hotel Bellevue. Das Hotel kennt sie in- und auswendig, sie hat hier als Kind mit Grischa auf dem Dachboden Versteck gespielt. Jetzt ist sie endlich erwachsen, hat zum Entsetzen von Mutter Hedda den Führerschein und den roten Audi von ihrem Verlobten Gero. Die Spritztouren trösten Selma, als Gero, der als junger Partner in einer Berliner Kanzlei arbeitet, nicht wie vereinbart zu ihnen stoßen kann.
Auf einer der Ausfahrten lernt sie die achtzehnjährige Constanze kennen, eine patente junge Frau aus Metz, die nicht nur Auto fährt, sondern sogar in der Lage ist, es zu reparieren. Ingenieurin möchte sie gar werden. Weiterlesen

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Tanja Kinkel: Manduchai – Die letzte Kriegerkönigin

manduAsien im 15. Jahrhundert: Während die Männer der Mongolen und der Chinesen um die Macht streiten, finden zwei bemerkenswerte Frauen ihren eigenen Weg zu Einfluss. Manduchai wird als Tochter eines mongolischen Anführers geboren und durch den frühen Tod ihres einzigen Bruders ist sie für den Vater bald umso kostbarer. Sie schießt besser als all ihre männlichen Konkurrenten und würde nichts lieber, als an der Seite ihres Vaters gegen die Chinesen in deren Reich der Mitte zu ziehen. Doch als Frau muss man unter den Mongolen andere Strategien anwenden, um an die Macht zu kommen. Im gar nicht so fernen China lebt die Kinderfrau Wan, die den einzigen Sohn des Kaisers betreut. Weiterlesen

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