Judy I. Lin: A Magic Steeped in Poison

Früher war Ning von ihren eigenen Fähigkeiten in der Teemagie verzaubert. Sie wusste, welche Macht ihr innewohnt: Menschen heilen, stärken, beeinflussen und das lediglich mit dem richtig zusammengesetzten Kräuterraufguss. Heute weiß sie, dass ihre Magie noch etwas anderes bringen kann: den Tod. Ihre Mutter ist durch den vergifteten Tee gestorben, den Ning aufgegossen hat; ihrer Schwester droht das gleiche Schicksal.

Um ihre Schuld zu begleichen und ihre geliebte kleine Schwester zu retten, muss Ning ein Heilmittel gegen das unbekannte Gift finden, das den Teeziegeln von einem Unbekannten Staatsfeind beigesetzt wurde. Eine aussichtslose Aufgabe und ihre einzige Möglichkeit sieht sie darin, bei dem Wettkampf der mächtigsten Teemagier des Landes teilzunehmen, um als Gewinnerin eine Bitte an die Prinzessin stellen zu dürfen. Doch auf diesen Wettkampf ist sie nicht vorbereitet und die Intrigen am Hof sind tödlich …

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Jens Sparschuh: Nicht wirklich

Jens Sparschuh, ein 1955 geborener Autor aus Chemnitz, lässt in seinem Roman „Nicht wirklich“ einen Aushilfsprofessor in Philosophie über sein Leben nachdenken und darüber, aus wie vielen Irrtümern es bestanden hat. Die Frage „Was wäre, wenn …?“ lauert stets im Hintergrund. In einem anderen Leben hätte er zum Beispiel Claudia nicht kennengelernt, die ihn dann auch nicht hätte verlassen können.

Er begibt sich dabei auf die Spuren des vergessenen Philosophen Hans Vaihinger, einem Philosophen, der von 1852 bis 1933 gelebt hat und sich der „Philosophie des Als ob“ gewidmet hat. Und man spürt, dass Sparschuh selbst einen fachlichen Hintergrund hat. Er hat Philosophie und Logik in Leningrad studiert und später sogar in Berlin promoviert.

Es könnte dennoch durchaus Leser geben, denen derartige Gedanken-Plänkeleien zu realitätsfremd, zu verschroben, zu abseitig erscheinen. Aber auch die sollten an diesem mit leisem Humor geschriebenen Roman Gefallen finden.

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Judith Merchant: Hanni braucht eine Freuschrecke

Hanni ist wieder da! Nach Nikoläusen und Tomatengurken hat sie es im neuen Buch von Judith Merchant, „Hanni braucht eine Freuschrecke“, mit richtig schlechter Laune zu tun. Schon beim Aufstehen geht alles schief an diesem doofen Tag. Und dabei hatte Hanni sich doch eigentlich auf heute gefreut, weil sie mit Mama einen Ausflug machen wollte. Mit Zugfahren und Picknick! Aber mit so mieser Laune hat Hanni nicht mal dazu Lust.

Obwohl Hanni brüllt und tobt, bleibt Mama sehr gelassen. Sie weiß genau, was Hanni jetzt braucht: Eine Freuschrecke. Ganz dringend. Und die können sie bestimmt prima bei dem geplanten Ausflug suchen. So machen sich Hanni und Mama trotz schlechter Stimmung auf den Weg. Und obwohl auch beim Ausflug erstmal alles ziemlich doof ist, sucht Hanni unermüdlich nach ihrer Freuschrecke. Ob sie wohl fündig wird – und die miese Laune am Ende doch noch los wird?

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Julietta Henderson: Die besten Fehler meines Lebens

Zugegeben, anfangs tat ich mich schwer mit dem Protagonisten des neuen Romans „Die besten Fehler meines Lebens“ von Julietta Henderson, deren vor zwei Jahren erschienenes Debüt ein absolutes Highlight war. Zu Beginn habe ich sehr gefremdelt mit Danny, empfand ich ihn als anstrengend, gelinde gesagt und fand so gar keinen Zugang zu ihm.

Ganz anders Wolfie, seine 15-jährige Nichte, ein ganz und gar liebenswertes Mädchen, voller Zweifel, innerer Wunden und doch so übervoll mit Liebe. Ein Mädchen, das man die ganze Zeit am liebsten in den Arm nehmen und vor allem Unbill beschützen möchte.

Doch im Laufe der Geschichte wandelt sich Danny und man kann gar nicht anders als ihn liebzugewinnen. Denn dann erkennt man seinen wunderbaren, liebevollen, zärtlichen Kern, findet man den Mann in ihm, der alles tut für seine Familie und die Menschen, die er liebt.

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Caren Benedikt: Club Paradies: Im Glanz der Macht

Auch Lea hatte es immer geliebt, in den Club zu kommen, das Vibrieren der wummernden Bassklänge in ihrem Magen zu spüren und das Gefühl zu haben, so in das volle, pralle Leben eintauchen zu können. Ja, der Club war wie ihr eigener Herzschlag, die Begegnungen dort machten, dass sie sich lebendig fühlte“ (S. 445). Der catchy Klappentext, der Ort des Geschehens (Berlin, 1976) und das glamouröse, unsagbar schöne Cover – all dies haben für mich im Vorfeld auf den aufsehenerregenden Roman „Club Paradies: Im Glanz der Macht“ von Caren Benedikt hingedeutet.

Die Story fängt definitiv vielversprechend an. So habe ich einen Wirbelsturm von einem Buch mit atemberaubenden Twists erwartet. Doch der erste Teil „Club Paradies: Im Glanz der Macht“ der Dilogie konnte mich leider nicht vollends begeistern.

Ich hätte mir so sehr gewünscht, dass ich mich in dieser Geschichte, ihren Figuren und Schauplätzen verlieren kann. Insbesondere die sagenumwobene Atmosphäre in „Berlins spektakulärstem Nachtclub“ hat mir spürbar gefehlt.

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Irene Diwiak: Malvita

Krimi, Rachethriller, Familiendrama? Mitnichten. Diwiaks Roman ist wie ein beklemmender Irrgarten durch Dante Alighieris Inferno der Neuzeit. Ein Taumeln durch eine göttliche Komödie voller Wirrungen, Wendungen und Charaktere, die in ihren eigenen Obsessionen gefangen sind. Trotz der malerischen toskanischen Landschaft, die in der Hitze des Sommers geradezu flimmert, lauern die finsteren Vorboten überall. Da ist zum Beispiel der Ort des Settings, Malvita. Eine Mischung aus „Malavita – Unterwelt“ und „male vita“, ein Ort, in dem es sich schlecht leben lässt.

Beides ist mehr als zutreffend. Jahrhundertelang war Malvita, unweit von Florenz gelegen, ein wichtiger Produktionsort für Leder. Der Gestank der Gerbereien verpestete zwar die Luft, sicherte den Familien aber ein Einkommen. Nachdem die Lederfabrik die Wirtschaftskrise von 2007 nicht überlebt hatte, zogen die meisten Familien weg, die Stadt verfiel. Ein paar arbeiten seitdem in der verwinkelten, unheimlichen und trutzigen Villa der Unternehmerfamilie Esposito. Auch deren Namen verheißt nichts Gutes. Bedeutet er doch ursprünglich „Der Ausgestoßene“.

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Becky Davis und Charlotte Pepper: Ein kleines Samenkorn: Wunder im Garten entdecken

Die Natur bietet ein unerschöpfliches Entdeckerland für Kinder. Schon ein kleines Stückchen Erde reicht aus, um die Welt draußen besser zu erfassen und kennenzulernen. Dieses Buch hilft dabei und lenkt den Fokus auf alles, was im Garten wächst und unter der Erde lebt. Allererste Sachkenntnisse werden hier in kindgerechter Form vermittelt.

Unter zahlreichen bunten Klappen sind interessante Details aufgezeigt, die Wesentliches über den Kreislauf des Lebens verdeutlichen.

Einfache, bunte Darstellungen wecken geradezu die Lust darauf, die vielen Wunder im Garten zu entdecken. So lernen Kinder zu verstehen, wie beispielsweise aus einem winzigen Samenkorn wunderschöne Blüten oder prachtvolles Obst und Gemüse entstehen.

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Robert Habeck & Andrea Paluch: Hauke Haiens Tod

Von ihrem gemeinsamen Roman „Sommergig“, den ich im letzten Jahr lesen und besprechen durfte, war ich restlos begeistert. Ein leichter Jugendroman, mit großem Einfühlungsvermögen und perfekt passender Sprache. Nun also dieser Roman, „Hauke Haiens Tod“ heißt er, der bereits 1999 entstand und jetzt neu aufgelegt wurde.

Er erzählt im Grunde die Geschichte vom Schimmelreiter, die von Fontane berühmt gemacht wurde. Im Mittelpunkt stehen Iven Johns, früherer Knecht auf dem Hof der Familie Haien, und Wienke, die Tochter der Haiens, die angeblich bei einer schweren Sturmflut im Alter von vier Jahren ums Leben kam. Jetzt taucht sie aber wieder auf, sucht erst nach Iven und dann im Dorf, in dem ihre Familie gelebt hatte, nach der Wahrheit. Was ist damals wirklich passiert, warum und wie kamen ihre Eltern zu Tode, wer hat den Deich, der den Hof der Haiens eigentlich schützen sollte, beschädigt? Und wer versucht heute, die Nachforschungen Ivens und Wienkes zu behindern?

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Martin Häusler: Gezählte Tage: Als John Lennon seine Seele verkaufte

Es wird immer wieder gesagt, dieses Buch sei etwas für John Lennon-Fans … doch ist der Roman „Gezählte Tage“ mehr als eine Geschichte der Band und des Künstlers, wobei dieser Teil des Romans mit viel Verve erzählt wird. Der Autor und Musikredakteur Martin Häusler hat natürlich das Hintergrundwissen und als Mitglied einer Beatles-Cover-Band die nötige Leidenschaft, dem „Shootme!“ aus dem Song „Come together“ nachzuspüren.

Die Antwort auf Frage, ob Yoko Ono die Gute oder die Böse im Leben von John Lennon und der Beatles war, wird naturgemäß höchstens der Hälfte aller Fans gefallen.

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Helme Heine: Mini: Keine Angst vor großen Tieren

Mini ist ein kleines Mäusemädchen, das mit seiner Familie – wie und wo könnte es auch anders sein, im Keller eines Hauses wohnt – so die Ausgangssituation im Kinderbuch von Helme Heine. 

Die Eltern wollen Mini vor allen möglichen Gefahren ihres kleinen Mäuselebens beschützen. Doch Mini ist zu neugierig und viel zu abenteuerlustig, als dass sie ihr Leben nur im dunklen Keller unter der Treppe fristen möchte. Sie ist mutig genug und macht sich auf, das Leben draußen mit ihren anderen Bewohnern zu erkunden. Was und wer sie dort erwartet, unterscheidet sich nicht sonderlich  von der Menschenwelt.

Eine Geschichte über Mut, Freundschaft und das Abenteuer des Lebens in bekannter, witziger Helme Heine-Illustration.

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