Als Virgina, genannt Ginny, knapp acht Wochen nach dem einmaligen Ausrutscher mit ihrem Exfreund Josh feststellt, dass sie schwanger ist, steht ihre Welt Kopf. Ihre beiden besten Freundinnen Annie und Jen bieten ihr Unterstützung an, doch ausgerechnet Josh möchte von dem Baby nichts wissen, nicht einmal treffen möchte er Ginny. Sie entscheidet sich für das kleine Lebewesen und plant, es gemeinsam mit ihren Freundinnen aufzuziehen. Die Schwangerschaft wird für alle Beteiligten zur Achterbahnfahrt der Gefühle. Weiterlesen
Autor: Leselust Team
Graeme Simsion: Der Rosie-Effekt
Der australische Autor Graeme Simsion hatte im vorigen Jahr auch in Deutschland mit seinem Erstling „Das Rosie-Projekt“ einen Mega-Erfolg.
Die Leser liebten einfach den am Asperger-Syndrom leidenden Professor Don Tillman, der sich in die chaotische Rosie verliebt. Asperger-Patienten sind extrem vernunftgesteuert, haben aber Schwierigkeiten, Emotionen zu erkennen oder selbst zu erleben. Kein Wunder, dass das vor allem in Liebesdingen zu Komplikationen führt. Nun liegt die Fortsetzung vor – „Der Rosie-Effekt“ – und sie ist nicht weniger gelungen als der Vorgänger. Weiterlesen
Hannah Kent: Das Seelenhaus
Island, 1828: Agnes Magnúsdóttir ist zum Tode verurteilt. Sie steht unter dem Verdacht, ihren Herren Natan Ketilsson gemeinsam mit dessen anderer Magd und ihrem Verlobten umgebracht zu haben. Bis zur Vollstreckung der Strafe muss sie auf den Höfen im Umkreis untergebracht werden und braucht außerdem den Beistand eines Pfarrers. Als es mit ihrer Unterbringung erneut Probleme gibt, landet sie auf dem Kornsáhof bei einer kleinen Bauernfamilie, die ihr zum größten Teil sehr feindlich gegenübersteht. Doch die Mutter Margret erkennt nach und nach, dass mehr hinter dieser Geschichte stecken könnte, als auf den ersten Blick offensichtlich wird. Weiterlesen
Ian Rankin: Schlafende Hunde
Um weiterhin im Polizeidienst tätig sein zu können – die Cold Case Abteilung, in der er noch im letzten Band ermittelte, wurde dicht gemacht – lässt sich John Rebus zum Detective Sergeant degradieren und muss nun seinem ehemaligen Schützling Shioban Clarke zuarbeiten. Die beiden untersuchen einen Autounfall in der Nähe von Edinburgh. Aber die junge Frau, die dabei schwer verletzt wurde, kann unmöglich selbst gefahren sein. Was soll hier also vertuscht werden? Gestellt wird dies vor den Hintergrund der schottischen Unabhängigkeitsdebatte, denn der Freund der jungen Frau ist der Sohn des Justizministers, das Gesicht der „Yes“-Kampagne. Weiterlesen
Werner Dopfer: Seelenscherben: Wenn die Normalität zerbricht
Wie viele Ängste und Nöte kann ein Mensch aushalten? Wieviel Leid
kann eine Seele ertragen bis sie krank wird und zerbricht?
Die Geschichten in diesem Buch handeln von Menschen, die es nicht mehr geschafft haben, mit ihren Problemen allein fertig zu werden.
Der Autor Werner Dopfer praktiziert als Psychotherapeut.
In „Seelenscherben“ beschreibt er die sicher erschütterndsten Fallgeschichten seiner über zwanzigjährigen Berufszeit. Weiterlesen
Thomas Taylor: Wettlauf in der Nacht
Jede Nacht begegnet David in seinen Träumen dem gleichen Jungen. Doch heute Nacht ist alles anders, viel dramatischer. Eddies Haus steht in Flammen und David versucht alles, um den stillen Eddie zu retten. Doch der verhält sich seltsam – was ist nur los mit ihm? Ja, David hielt bisher den Jungen seinem Traum für so etwas wie einen Freund, einen imaginären zwar, aber immerhin einen Freund. Und davon hat David nicht viele, denn er ist in der Schule eher ein Außenseiter. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und David wird fast gekidnappt. Warum haben andere Menschen auf einmal so ein großes Interesse an einem stinknormalen Teenager? Weiterlesen
Robert Galbraith: Der Seidenspinner
Joanne K. Rowling hält es mit den Bänden ihrer Krimireihe, die sie unter dem Pseudonym Robert Galbraith schreibt, so, wie mit den „Harry Potter“-Bänden: Sie werden jedes Mal ein bisschen dicker. Aber das tut dem Buch nicht unbedingt gut.
Jetzt ist „Der Seidenspinner“, der zweite Fall von Privatdetektiv Cormoran Strike, erschienen. Es ist ein Buch für die Potter-Fans, die vor 14 Jahren, als das erste Abenteuer des Zauberlehrlings erschien, Kinder und Jugendliche waren und als Erwachsene nun die Bücher vermissen. Genauso fantasievoll wie bei Potter ist Rowlings Sprache, genauso erzählmächtig ist dieser Krimi. Nur etwas langatmig. Wenn der Roman halb so lang wäre, könnte Thriller-Atmosphäre aufkommen. Weiterlesen
Andy Weir: Der Marsianer
Als der Astronaut Mark Watney bei einer plötzlichen Evakuierung des Marsstützpunktes von seiner Crew für tot gehalten wird, lassen sie ihn auf dem fernen Planeten zurück. Keiner ahnt jedoch, dass Mark bei dem Unfall nur bewusstlos wurde. Kurze Zeit später muss er geschockt feststellen, dass er allein auf dem Mars ist. Nur mit einem genauen Plan hat er den Hauch einer Chance, zu überleben. In fünf Jahren wird die nächste Marsmission in einiger Entfernung landen. Auf der Erde merkt die NASA unterdessen, dass ein Astronaut lebend zurückgelassen wurde. Auch sie versucht, alles daran zu setzen, Watneys Leben zu retten. Weiterlesen
Aileen P. Roberts: Weltenmagie 01: Der letzte Drache
Die junge Leána ist die Tochter einer Nebelhexe und des Menschen Darian, der einst aus unserer Welt durch ein Portal nach Albany gelangte. Auch Leána selbst ist eine Nebelhexe, deren besonderes Talent darin besteht, diese Portale finden und öffnen zu können.
Leánas Vater ist eigentlich verheiratet mit der oberflächlichen und intriganten Elysia. Deren Sohn Kayne, ein junger Zauberer, ist für Leána wie ein jüngerer Bruder. Es besteht aber der Verdacht, dass Kayne nicht Darians Spross ist, sondern der Verbindung von Elysia mit dem bösen Zauberer Samukal entstammt. Weiterlesen
Philippe Claudel: Der Duft meiner Kindheit
Weihnachten riecht nach Zimt und der Sommer nach frisch gemähtem Heu und Blumenwiesen. Der französische Bestseller-Autor Philippe Claudel kennt noch mehr Erinnerungsgerüche. Von 63 erzählt er im Buch „Der Duft meiner Kindheit“.
Der Sportplatz der Kinderzeit riecht nach Akazien, die Erinnerungen an die Großmutter nach Knoblauch, mit dem sie den Hasenbraten füllte. Und der Großvater nach Zigarren. Düfte aus der Natur, die jeder kennt, beschreibt Claudel, erzählt aber auch, wie der Friedhof gegenüber von seinem Elternhaus roch und der Tod. Duft von Nachthyazinthen hat er in der Nase, wenn er an Verwandte, die aufgebahrt im Haus lagen, denkt. Momentaufnahmen sind die kurzen Texte – schön für zwischendurch.
Philippe Claudel: Der Duft meiner Kindheit.
Kindler, August 2014.
192 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,95 Euro.
Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.