Rainer Zitelmann: 2075: Wenn Schönheit zum Verbrechen wird

Im Jahr 2075 hat die Menschheit begonnen den Mars zu besiedeln und der Mond ist ein beliebtes Ausflugsziel, leicht – wenn auch teuer – von der Erde aus zu erreichen. Auf der Erde macht gerade die politische Bewegung „Movement for Optical Justice“ von sich reden. Ihr – sehr radikales – Ziel besteht darin, die Privilegien auszugleichen, die sehr schöne Frauen – ja nur Frauen – im Leben durch ihre angeborene Schönheit haben. Sie gehen sogar so weit, diese besonders schönen Frauen durch einen chirurgischen Eingriff im Alter von 15 Jahren verstümmeln zu wollen, damit dieser Vorteil eben wegfällt. Als die Partei, die sie unterstützt, an die Macht kommt, steuert die Gesellschaft auf eine Gleichheitsdiktatur zu.

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Vera Buck: Der dunkle Sommer

Die siebzehnjährige Franka ist nachdenklich geworden. Sie versteht das Verhalten ihrer Eltern und das der Dorfbewohner immer weniger. Warum schweigen sich alle Männer über ihre Arbeit aus? Und warum schauen die Frauen lieber in den Kochtopf als aus dem Fenster? In dem sardischen Bergdorf Botigalli kennt jeder jeden. Und jeder weiß alles über den anderen. In dieser Tradition soll auch Franka ihren Platz in der Dorfgemeinschaft einnehmen. Doch wie kann sie an einem Ort glücklich sein, wo so viel Unrecht geschieht? Franka begehrt auf. Dass sie damit den Groll der Dorfbewohner gegen sich schürt, wird ihr erst bewusst, als alles zu spät ist.

Vierzig Jahre später reist Tilda nach Sardinien. Während die Maklerin ihr das Potenzial von Botigalli präsentiert, sieht sie einen unbewohnten Ort, der dem Verfall ausgesetzt ist. Für die Förderung der lokalen Wirtschaft habe die Gemeinde beschlossen, die Häuser für jeweils einen Euro zu verkaufen. Und wer sein Haus sanieren möchte, könne die Handwerker aus der Umgebung beauftragen. Am Ende, so der Plan, hätten alle etwas davon.

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Morgan Talty: Sein Name ist Donner

Dieser Roman spielt im Indianerreservat der Penobscot in Maine.

Der Autor Morgan Talty gehört selbst der Penobscot Indian Nation an. Wer also, wenn nicht er, könnte besser über Kultur, das Leben oder alte Bräuche im Reservat schreiben.

Sein Name ist Donner“ wurde in Amerika mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Protagonist und Ich-Erzähler ist der heranwachsende David, der mit seiner Mutter, deren Freund Frick und seiner Schwester Paige gemeinsam in einem einfachen Haus im Reservat lebt.

Koks, Lachgas und Alkohol zu konsumieren gehört zum Leben dort ebenso dazu wie die verordneten Methadonrationen.

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Allison Saft: A Fragile Enchantment

Niamh Ó Conchobhair hat eine magische Gabe: Sie kann Erinnerungen und Emotionen in Stoffe einweben und kreiert so verzauberte Kleidung, die sogar die Aufmerksamkeit des Herrschers des Nachbarkönigreichs Avaland weckt. Sie wird eingeladen, die Garderobe für die anstehende Hochzeit des Prinzen zu gestalten. Am Hof angekommen lernt Niamh den angehenden Bräutigam Kit Carmine persönlich kennen – und gerät direkt mit dem grüblerischen und sturen jungen Mann aneinander. Doch trotz ihres holprigen Starts entwickelt sich mit der Zeit eine ganz besondere Verbindung zwischen ihnen, die auf keinen Fall sein darf und von der ausgerechnet die Klatschpresse erfährt … 

Besonders zum Anfang und im Mittelteil hat sich die Geschichte schon sehr in die Länge gezogen und ich fragte mich, ob es sich lohnen würde das Buch überhaupt noch zu beenden. Da ich aber Bücher generell nicht abbrechen kann, habe ich mich entschieden es zu Ende zu lesen und zu meiner Überraschung wurde es zum Ende hin noch einmal richtig spannend. Auch hätte ich mich mehr Einblick in die Welt der Magie erhofft, denn aus dem Klappentext geht ja hervor, dass es magisch werden könnte, dabei fand ich die Idee mit Niamhs Gabe genauso spannend. 

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Matthew Reilly: Mister Einsteins Sekretärin

Unsere Hauptfigur, Hanna Fischer, wird Anfang des 20. Jahrhunderts als Tochter einer amerikanischen Mutter und eines deutschen Vaters in Berlin geboren. Sie ist eine neugierige junge Frau, deren größter Wunsch es ist, Physik zu studieren – wie ihre Mutter und ihr Nachbar, der große Albert Einstein.

Als die Nazis ihren Vater auf dem Balkon des Hauses erhängen und ihre Heimat in Flammen aufgeht, sind alle Pläne obsolet. Hanna flieht – von Albert Einstein aufs Schiff gebracht – nach Amerika.

Hier ist sie gezwungen, ihren Traum vom Physikstudium aufzugeben und sich stattdessen an einer renommierten Schule für Sekretärinnen einzuschreiben. Bald schon kommt sie so in die Nähe einiger der interessantesten Menschen der Stadt. Wirtschaftsmagnaten, Prominente, Gangster und ein Agent des Finanzministeriums nutzen ihre Dienste, während sie sich darum bemüht, einen Weg nach Hause zu finden. Doch ist das Deutschland, in das sie zurückkehrt, überhaupt noch ihre Heimat?

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Vincent Kliesch, Sebastian Fitzek: Auris: Puls der Angst

Mit diesem sechsten Band um das ungleiche, aber sehr erfolgreiche Ermittlerduo Jula Ansorge, True-Crime Podcasterin und Prof. Matthias Hegel, Arzt, Psychologe, forensischer Phonetiker mit dem absoluten Gehör, ist die Geschichte dann wohl auserzählt. Dieser letzte Fall ist sehr persönlich. Jula und ihre Familie, aber auch Matthias Hegel stehen mitten im Geschehen. Für Jula bricht eine Welt zusammen, als plötzlich ihre dement-geglaubte Mutter sehr gesund am Krankenbett von Benno auftaucht, der in der Nacht zuvor äußerst brutal niedergeschlagen worden war und jetzt in der Klinik ums Überleben kämpft. Jutta so gesund zu sehen, nachdem sie seit längerer Zeit wegen ihrer vermeintlichen Demenz im Heim untergekommen war, ist für Jula ein Schock. Doch damit nicht genug, muss sie jetzt auch erfahren, dass Benno gar nicht ihr leiblicher Vater ist. Klar, dass Jula da ein paar unangenehme Fragen stellt und quasi als Antwort noch ein paar schwer verdauliche mehr Wahrheiten verarbeiten muss. Jutta, die gar nicht wirklich Jutta heißt, gesteht ihrer Tochter, dass sie in ihrer Jugend ein paar richtig schlimme Dinge getan hat, weshalb sie in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen worden war und den falschen Namen angenommen hat. Jetzt ist anscheinend die Zeit der Rache gekommen.

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Justine Pust: When The Rain Burns

In ihrem letzten Schuljahr musste Lina einen Amoklauf miterleben. Ihre beste Freundin Nele starb, deren Freund Liam rettete Lina. Damit ist ihre Schulclique zerbrochen und sie entschließt sich, zum Studium in einer anderen Stadt ganz neu anzufangen. Mit ihrer WG-Mitbewohnerin versteht sie sich gut und dann lernt sie Tom kennen. Der scheint sie wirklich zu verstehen, sie fühlt sich endlich wieder lebendig, die Welt wird wieder ein Stück heller. Dass er manchmal ein wenig einnehmend und eifersüchtig sein kann – nun ja. Schließlich macht er es ja immer wieder gut und schließlich erklärt er ihr auch immer wieder, was sie gemacht hat, dass er so wütend wurde. Aber die Zeit mit ihm ist toll, er überrascht sie mit Kleinigkeiten und hält sie während ihrer Alpträume fest. Ein Traummann eben. Lina hat leise Zweifel, als sie eine gemeinsame Wohnung anstreben, aber die schiebt sie beiseite.

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Sebastian Fitzek: Horror-Date

Raphael ist unheilbar krank und meldet sich auf dem Dating Portal für Schwerkranke an. Hier finden sich Singles, die noch einmal die große Liebe finden wollen, bevor sie für immer von dieser Welt verschwinden. Als der Tag seines Dates kommt, ist er allerdings zu schwach, um es anzutreten und schickt seinen besten Freund Julius an seiner Stelle. Das Date verläuft ganz anders als Julian es sich ausmalen kann, kann es so viele Zufälle geben und so viele Fettnäpfchen? Immer mehr entwickelt sich das Date zu einem Horror.

Katja schreibt über das Buch: Es ist mittlerweile das dritte „Kein Thriller“ Buch von Fitzek und hat mir sehr gut gefallen. Hierbei ist es nicht nur lustig, sondern greift auch mal ernstere Themen auf und wird genau deshalb nie langweilig. Hinzu kommt, dass es sich echt leicht lesen lässt, so hatte ich das schöne Werk innerhalb eines Tages auch schon ausgelesen.

So ausweglos die Situation für Julius auch sein mag, für den Leser ist diese umso unterhaltsamer und man fiebert auf sein nächstes Fettnäpfchen hin, das teils auch schon mal ziemlich peinlich werden kann.

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Pascal Wokan: Der Arkanist

Der dunkle Lord, Gotttöter, das Kind der Prophezeiung … das Leben hat ihm viele Namen gegeben. Aber heute erzählt er uns als Caelden seine Geschichte, angekettet und bewacht von den fähigsten Arkanisten dieser Zeit. Es ist eine Geschichte voller Hoffnung, Freundschaft, Kampf und Zurückweisung. Aber vor allem ist es ein Anfang. Ein Anfang als Schüler an der Himmelsakademie. Ein Anfang im Reich der Magie. Ein Anfang im Leben eines jungen Helden – oder ist er doch der Schurke dieser Geschichte?

Schon auf den ersten Seiten erfahren wir, wie die Geschichte von Caelden ausgehen wird, da er uns als älterer Mann von seinen jungen Jahren erzählt. Deshalb finde ich es umso bemerkenswerter, dass das Buch mich trotzdem gefesselt hat … und zwar bis in die letzte Seite und zum Nachfolgeband hin.

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Elsie Silver: Wild Love

Ford Grant, »World’s hottest Billionaire« laut der Forbes und erfolgreicher Musikproduzent, staunt nicht schlecht, als ein fremdes Mädchen vor seiner Tür steht, das behauptet, seine Tochter zu sein. Völlig überfordert von der neuen Rolle als Vater und dem Umbau seines Tonstudios auf Rose Hill, nimmt er die Hilfe von Rosie Belmont an ―, auch wenn er weiß, dass dies keine gute Idee ist. Denn Ford ist schon immer in Rosie verliebt, obwohl sie als kleine Schwester seines besten Freundes absolut tabu ist …

Ford und Rosies Chemie war für mich nie so wirklich spürbar, sie finden sich gut, das kam schon rüber, aber was sie aneinander nun so toll fanden, verstand ich bis zum Ende hin nicht. Die Geschichte war mir nicht stark genug für diese ganzen Seiten, es kam zu Wiederholungen und keinen unglaublichen Überraschungen. Auch die Spice Szenen waren mir teils zu viel, sie haben nicht mal in die jeweilige Stimmung gepasst. Meist war es zwar leicht vorhersehend, aber für zwischendurch ganz ok.

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