Andreas Gruber: Herzfluch

Die Wiener Privatdetektivin Elena Gerink ist auf der Suche nach einem zu Unrecht freigesprochenen Mörder, der sich vor fünfzehn Jahren ins Ausland abgesetzt hat. Nach schwierigen Recherchen führt sie der Fall schließlich nach Griechenland. Dorthin sind auch Elenas Mann Peter und sein Kollege Dino Scatozza unterwegs – beide Entführungsspezialisten des österreichischen BKA. Unter Zeitdruck versuchen sie, eine vermisste junge Urlauberin zu finden, die zuletzt auf einer Party der Athener High-Society gesichtet wurde. Als sich die Spuren beider Fälle auf einer kleinen griechischen Privatinsel kreuzen, ermitteln Elena, Peter und Dino dort gemeinsam weiter … und werden in die düstere Vergangenheit der Insel hineingezogen.

13 Jahre nach dem ersten Band einen zweiten zu veröffentlichen, ist recht gewagt – doch lohnt es sich dennoch, das Buch zu lesen? Ein klares Ja.

Der Autor erschafft eine Welt voller Geheimnisse, nervenaufreibender Spannung und vieler Abgründe. Trotz der vielen Seiten wird der Thriller zu keinem Zeitpunkt langweilig oder langatmig. Im Gegenteil, das Buch wird abwechslungsreich erzählt und es spitzt sich alles nach und nach mehr und mehr zu.

Ein Netz aus Lügen und Fanatismus wird gespannt.

Eine geheimnisvolle Mordserie nimmt ihren Lauf.

Die Spannung wird von Seite zu Seite größer.

Auf den ersten Blick sind es nur lose zusammenhängende Verbrechen, doch je tiefer die Ermittler graben, umso tiefer geraten sie in das perfide Spiel hinein. Nichts ist mehr so, wie es scheint.

Der Schreibstil des Autors ist bildhaft und temporeich. Die Erzählung ist vielschichtig aufgebaut und das brachte mich dazu, das Buch kaum noch aus der Hand legen zu wollen. Nicht nur die Handlung trug dazu bei, sondern auch die gut dargestellten Abgründe der Figuren. Die Dialoge sind scharf und oft unterschwellig, manchmal brutal, manchmal sehr direkt. Es ist genau die richtige Mischung, die ich mir in einem Thriller erhoffe.

Ich kann dieses Buch mit ruhigem Gewissen weiterempfehlen.

Andreas Gruber: Herzfluch
Goldmann, November 2025
608 Seiten, Taschenbuch, 17,00 Euro

Diese Rezension wurde verfasst von Katja Plattner.

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