Max Bentow: Puppenherz

Mit „Puppenherz“ hat Bestsellerautor Max Bentow einen absoluten Ausnahme-Thriller geschaffen, den man – einmal angefangen – schlichtweg nicht mehr aus der Hand legen kann. Es ist der dritte Band seiner packenden Reihe um das Berliner Ermittlerteam. Da die einzelnen Fälle jedoch komplett in sich abgeschlossen sind, lässt sich dieses Buch auch ohne jegliche Vorkenntnisse wunderbar lesen.

Der Einstieg in die Geschichte raubt dem Leser sofort den Atem: Eine Frau wird auf bestialische Weise ermordet und von ihrem Peiniger mit einem Hackbeil regelrecht zerstückelt. Am Tatort stoßen die Ermittler Nils Trojan und Carlotta Weiss auf eine makabre und zutiefst verstörende Entdeckung: Eine kleine, weiße Puppe, die komplett aus menschlichen Knochen gefertigt wurde. Ist dies eine grausame Botschaft des Mörders oder ein kryptischer Hinweis?

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Linda Schipp: Guilty Pleasure

Fünf einander völlig fremde Menschen reisen in das berüchtigte Luxushotel, um ihrem tiefsten, oft illegalen Begehren freien Lauf zu lassen. Sie wiegen sich in absoluter Sicherheit, geschützt durch die Mauern der Isolation und das Versprechen totaler Verschwiegenheit. Was sie jedoch nicht ahnen: Das gesamte Hotel ist mit einem hochmodernen Kamerasystem ausgestattet. Und es kommt noch schlimmer, als es sich jeder von ihnen in seinen schlimmsten Albträumen hätte ausmalen können. Dieses System zeichnet die Ereignisse nicht bloß auf – es streamt sie live. Als unzensierte Reality-Show. Direkt ins Internet, zugänglich für die ganze Welt. Da das Hotel komplett von der Außenwelt abgeschnitten ist, kann niemand die Gäste kontaktieren. Niemand kann sie warnen oder aufhalten. Während die Welt geschockt zusieht, sind die fünf Protagonisten im Begriff, vor laufender Kamera entsetzliche Verbrechen zu begehen. Die Schlinge zieht sich unaufhaltsam zu.

Die Geschichte nimmt extrem schnell an Fahrt auf und wird überraschend schnell sehr brutal. Die Machenschaften der fünf Fremden entwickeln sich deutlich blutiger, als man es zu Beginn vermuten würde. Unterstützt wird dieses Treiben von einer permanent düsteren, fast schon beklemmenden Atmosphäre. Das Setting der einsamen Insel funktioniert hier wunderbar und transportiert das Gefühl des Ausgeliefertseins perfekt.

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Jessica Winter: Echoes of Yesterday

In „Echoes of Yesterday“ stehen die beiden Protagonisten Asher und Tori im Mittelpunkt. Sie teilen eine tiefgehende, gemeinsame Geschichte, die jedoch vor Jahren abrupt und schmerzhaft abriss. Als sie sich nach langer Zeit zum ersten Mal wieder gegenüberstehen, ist die physische Distanz zwar überwunden, doch die mentalen Barrieren sind hoch.

Beide leiden noch immer stark unter den traumatischen Ereignissen ihrer Vergangenheit, die tiefe Spuren in ihren Seelen hinterlassen haben. Was auf den ersten Blick wie eine unüberwindbare Kluft wirkt, entpuppt sich im Laufe der Handlung als ihr stärkstes Bindeglied: Die gemeinsamen Wunden schweißen Asher und Tori enger zusammen, als es eine makellose Vorgeschichte je gekonnt hätte.

Jessica Winters Schreibstil ist modern, flüssig und schnörkellos, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Sie schafft es ab Seite eins, eine dichte Atmosphäre zu erzeugen. Der Einstieg in die Geschichte gelingt mühelos, da die emotionale Intensität sofort greifbar ist. Als Leser wird man nicht langsam an die Thematik herangeführt, sondern unmittelbar in die Gefühlswelt der Figuren hineingezogen.

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Ronja Madeleine: Love is like a Tsunami

Im zweiten Teil dieser Reihe treffen Welten aufeinander: Cheerleading, Kunst und Schwimmen bilden die Kulisse für die Geschichte von Alaric und Piper. Eigentlich haben die beiden nichts miteinander zu tun. Doch ein prestigeträchtiger Wettbewerb um ein begehrtes Praktikum bei einer bekannten Künstlerin macht sie zu direkten Konkurrenten. Aus der anfänglichen Rivalität entwickelt sich jedoch schnell eine spürbare Dynamik. Hier wird die beliebte Rivals-to-Lovers-Trope perfekt bedient, denn trotz des Konkurrenzkampfes sprühen zwischen den beiden schon bald heftig die Funken.

Wichtiger Hinweis vorab: Man muss den ersten Band der Reihe unbedingt kennen, um der Handlung folgen zu können!

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Alaric und Piper erzählt. Das sorgt für einen dynamischen Einblick in beide Gefühlswelten. Der Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig, sodass man förmlich durch die Seiten fliegt und das Buch kaum aus der Hand legen mag.

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S.T. Abby: Revenge: Du sollst flehen

Ein absolut fesselnder dritter Band! Die düsteren Einblicke in Lanas Vergangenheit und ein unvorhersehbarer Perspektivenwechsel machen dieses Buch zu einem echten Pageturner, den man nicht aus der Hand legen kann.

Nach dem fiesen Cliffhanger aus dem zweiten Band geht Lanas Geschichte nahtlos und extrem spannend weiter. Dieses Mal steht sie selbst im Fadenkreuz: Der Boogeyman hat es auf sie abgesehen. Wird sie das unbeschadet überleben?

Besonders stark fand ich in diesem Teil die tiefen Einblicke in Lanas Vergangenheit. Der Stoff ist alles andere als leicht verdaulich und geht emotional wirklich an die Nieren.

Das absolute Highlight dieses Bandes war für mich Hadley. Was zur Hölle ist bitte mit ihr los? Ihre Sicht der Dinge zu erfahren, war unfassbar spannend und hat dem gesamten Plot eine völlig neue Perspektive gegeben. Dass sie dann auch noch einen kompletten Seitenwechsel hinlegt, damit konnte wirklich niemand rechnen! Ich bin jetzt schon extrem heiß darauf zu erfahren, was sich daraus im nächsten Teil entwickeln wird.

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Eva Björg Ægisdóttir: Home Before Dark

November 1967: Die vierzehnjährige Marsibil hat einen heimlichen Brieffreund, der sich mit ihr treffen will. Sie verabredet sich mit ihm, ist aber nervös, denn sie hat sich als ihre ältere Schwester Stina ausgegeben, und am verabredeten Abend schafft sie es nicht zu dem Treffen. Dafür verschwindet ihre Schwester spurlos. Nur ihre blutbefleckte Anorakjacke wird an dem Ort gefunden, an dem Marsi sich mit ihrem Brieffreund verabredet hatte.

Zehn Jahre später bleibt Stinas Verschwinden weiterhin ungelöst. Marsi hat bisher aus Scham geschwiegen. Da erhält sie einen Brief – von ihrem ehemaligen Brieffreund. Jetzt muss sie die Wahrheit ans Licht bringen, auch wenn sie sich dabei nicht auf ihre eigenen Erinnerungen verlassen kann. Denn der Mörder ist immer noch auf freiem Fuß.

Wer bei diesem Buch einen klassischen, nervenzerreißenden Thriller erwartet, wird enttäuscht. Für mich entpuppte sich die Geschichte letztlich vielmehr als ein Familiendrama im Gewand eines Kriminalromans. Leider fiel es mir dadurch über weite Strecken schwer, richtig in die Handlung hineinzufinden. Die erhofften tiefen, psychologischen Abgründe blieben aus, und auch die für Thriller typische, durchgehend düstere Grundstimmung wollte sich nicht recht einstellen. Das führte dazu, dass sich viele Passagen sehr langatmig gestalteten und das Buch stellenweise zäh und schwer lesbar wurde.

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Herbstspecial 2026

Was das Wetter schon vor einer Weile beschlossen hat, ist heute offiziell: Der Herbst beginnt! Für einige ist diese Jahreszeit der bunten Blätter, geschnitzten Kürbisse und Kuschelpullis das Highlight des Jahres (meine Cozy-Herbst-Playlist ist fast sieben Stunden lang), einige trauern dem Sommer hinterher – und für alle haben wir unser diesjähriges Herbstspecial konzipiert! Egal ob cozy oder melancholisch; gruselig, nachdenklich, sehnsuchtsvoll: Wir stellen euch hier unsere Lesehighlights vor, die perfekt in den Herbst passen! Kocht euch einen Tee und viel Spaß beim Lesen!

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Alexandra Bell: Das White Octopus Hotel

Das Grundkonzept des Buches verspricht eine außergewöhnliche und geheimnisvolle Geschichte. Im Mittelpunkt steht die Protagonistin Eve, deren Vergangenheit eng mit den Mysterien eines ganz besonderen Hotels verknüpft ist. Zwischen den Mauern dieses Gebäudes verbirgt sich weit mehr, als auf den ersten Blick scheint, und als Leser wird man in ein Geflecht aus Rätseln und unvorhersehbaren Wendungen hineingezogen.

Alexandra Bell hat einen wunderbar angenehmen und bildhaften Schreibstil. Besonders fasziniert hat mich die detaillierten Beschreibungen des Hotels und der dort einkehrenden Gäste. Die Autorin schafft mühelos, eine greifbare Kulisse zu erschaffen. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, selbst vor Ort zu sein, durch die Gänge zu wandern und das Geschehene hautnah mitzuerleben.

Die Geschichte ist sehr geschickt konstruiert. Die Fäden werden nur langsam offengelegt, so dass man als Leser nicht sofort alle Antworten auf dem Silbertablett serviert bekommt. Genau dieses interaktive Miträtseln – was ist mit dem Hotel und Eves Vergangenheit auf sich hat – hat mir unglaublich viel Freude bereitet. Überrascht hat mich zudem, dass die Handlung stellenweise eine recht düstere Richtung einschlägt. Diese unerwartete Atmosphäre verlieh der Story anfangs eine zusätzliche Würze.

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H.C. Dolores: Redamancy

Die Geschichte um Poppy und Adrian geht in die nächste Runde.

Zehn Jahre sind vergangen, seit Poppy alles zurückgelassen hat und alles auf eine Karte gesetzt hat. Mittlerweile scheint sie es geschafft zu haben: Ihre Werke werden in einer angesagten Galerie ausgestellt. Doch genau in diesem Moment des Triumphs steht plötzlich wieder er vor ihr. Was verschlägt Adrian hierher? Meinte er es damals ernst, als er sagte, er würde sie töten, wenn sie ihn verlässt? Kann Poppy ihm vertrauen?

Wichtiger Hinweis vorab: Dieses Buch kann man nicht ohne Vorkenntnisse zu Band eins lesen!

Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber dieser zweite Band ist noch düsterer, noch verstörender als sein Vorgänger. Und genau das hat dafür gesorgt, dass mir diese Fortsetzung sogar noch besser gefallen hat als Band eins! Beim Lesen habe ich mit allem gerechnet – nur nicht mit diesem genialen, teils leicht verstörenden, Verlauf der Geschichte.

Die Handlung ist toxisch, brutal, düster und unvorhersehbar. Die Autorin beschreibt hier so einige moralische Grauzonen, die beim Lesen einen unglaublichen, fast schon süchtig machenden Reiz ausüben. Man weiß oft selbst nicht mehr, was richtig oder falsch ist, und genau das macht die Faszination dieses Buches aus.

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Jennifer Bright: Pure Grace Academy: The Final Bow

Darum geht es: Aurélie ist zurück an der Pure Grace mit nur einem Ziel: den Tod ihrer Mutter aufzuklären. Cécile Cardot, gefeierte Primaballerina und Gründerin der angesehenen Ballettakademie in Paris, soll  sich das Leben genommen haben – doch ihre Tochter sieht das anders. Zurück in einer Welt, deren scheinbarer Perfektion Aurélie einst abgeschworen hatte, versucht sie, die Scherben ihrer Familie wieder zusammenzufügen. Dort trifft sie auf ihren ehemals besten Freund Lucian, von dem sie seit ihrem Weggang kein einziges Wort gehört hat. In den smaragdgrünen Augen des Klavierspielers regen sich Gefühle, die auch sie jahrelang verleugnet hat. Doch ihr gemeinsamer Pas de Deux bringt nicht nur seine Fassade zu Fall. Hinter den makellosen Gesichtern des Balletts tanzen noch immer die dunklen Schatten der Vergangenheit, bis der letzte Vorhang fällt – und Aurélie mit ihm.

Meine Meinung: Mit dieser Ballett-Academy hat die Autorin ein ganz besonderes Setting geschaffen. Es ist mal etwas völlig anderes im Romance-Bereich und ich habe mich unglaublich gerne auf diese Welt eingelassen.

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