Rebecca Thorne: Can´t Spell Treason without Tea

Was macht man, wenn man aus einer Familie von Wächtern stammt, es bis zur Leibwächterin der Herrscherin geschafft hat und seinen Job schlicht hasst?

Dazu kommt, dass die Monarchin eine aufgeblasene, arrogante und hartherzige Schnepfe ist, dass die eigene Geliebte zwei Königreiche entfernt lebt und Reyna sich unheimlich nach ihr sehnt. Als ihr während ihrer Tätigkeit von einem Assassinen ein Messer an den Hals gehalten wird, ist endgültig Schluss mit lustig.

Sie flieht, vereint sich mit ihrer Partnerin, einer, nein eigentlich der Meisterzauberin schlechthin und zieht sich an den A… der Welt zurück. Abgeschieden und kalt ist es hier, die Banditenquote ist hoch, dafür sind die Immobilienpreise überschaubar. Schließlich wollen unsere Turteltauben ein Tee-Café mit Buchhandlung, das „Ein Neues Blatt: Bücher und Tee“ eröffnen, da kommen überschaubare Kosten natürlich gut.

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Leonie Lastella: Hidden: Lakes of Lies

Nach dem plötzlichen Tod seiner Schwester fühlt Miles sich orientierungslos und schuldig. Am Lake Tahoe will er nun seine Trauer überwinden, dort trifft er allerdings auf die geheimnisvolle Via und sie ist es, die ihm neue Hoffnungen gibt. In ihrer Gegenwart kann er seine Gefühle vergessen und sich endlich wieder glücklich fühlen. Doch Via wirkt getrieben und panisch, sie scheint was zu verbergen, aber was macht ihr so zu schaffen?

Der Klappentext ist besser als die Geschichte.

Der Klappentext hörte sich gut an und ich freute mich richtig auf das Buch, doch ich wurde ziemlich enttäuscht, als ich es anfing zu lesen. Ich brauchte viel zu lange, um überhaupt irgendwie mit der Geschichte warmzuwerden, denn es gab viel zu viel Hin und Her zwischen den Protagonisten. Noch dazu waren diese auch noch nervig und anstrengend, nicht nur wegen der fehlenden Kommunikation zwischen ihnen.

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Florian Hoffmann: Fünf Gründe, warum die Welt nicht untergeht

Sobald man die Zeitungen aufschlägt, in den sozialen Medien scrollt, Fernsehen schaut oder Radio hört, wird man konfrontiert mit Krisen, Kriegen und Konflikten. Ukraine-Krieg, Gaza-Krieg, Demokratie-Krisen, Klima-Kollaps, usw., usf. Alles scheint sich zu wandeln, nichts hat Bestand, die Wirtschaft taumelt, die Menschen haben Angst. Dagegen will Florian Hoffmann etwas unternehmen. Er wurde vielfach mit Preisen ausgezeichnete und will, dass die Menschen aus der häufig festgestellten Lähmung aufwachen und etwas tun. Denn man kann Herausforderungen mutig angehen und eine gute Zukunft mitgestalten. Viele Beispiele rund um den Globus beweisen das.

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Colleen Cambridge: Der Krimidinnermord

Herrlich englischer Krimi im Agatha-Christie-Stil

Der bisher, so finde ich, beste Band der inzwischen dreiteiligen Reihe um die mit viel detektivischem Spürsinn ausgestattete Haushälterin von Agatha Christie. Herrlich englisch, voller wunderbar skurriler Typen, mit viel unterschwelligem Humor und einer fein erzeugten Spannung.

Phyllida Bright ist Haushälterin und – im Geheimen – gute Freundin der berühmten Agatha Christie. Ihr Vorbild und Schwarm ist Hercule Poirot und wie dieser verfügt Phyllida über hohe Menschenkenntnis und ausgeprägten Spürsinn für das Verbrechen.

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Max Bentow: Eulenschrei

Charlotte Weiss ist eigentlich eine Einzelkämpferin, erhält nun aber ein Angebot bei der Mordkommission, in einem Team mitzuarbeiten und lässt sich das nicht entgehen. Vor allem hat sich Kommissar Nils Trojan extra für sie eingesetzt und freut sich auf die Zusammenarbeit mit der jungen Kollegin. Beide werden auch gleich auf die Probe gesetzt, denn es geht ein Serienmörder um und es ist immer dasselbe Muster. Es fehlen Körperteile an der Leiche und es wird immer ein Lebkuchenmann hinterlassen. Nun beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Der Auftakt der Reihe überzeugt mich

Ich habe mich gefreut, Nils Trojan wiederzusehen und liebe jede einzelne Seite des Buches. 

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Kohei Saito: Systemsturz – Der Sieg der Natur über den Kapitalismus

Wer sich nicht davor scheut, unangenehmen Fakten ins Auge zu blicken und sich intelligenten Utopien zu öffnen, wird an diesem „Brain-Breaker“ große Freude haben. Kohei Saito verbindet viele unbekannte Theorien des späten Karl Marx mit Ansätzen und Lösungen zur Bekämpfung des Klimawandels. Das liest sich bisweilen atemberaubend – und fürchterlich unangenehm. Zumindest für die klassische Leserschaft der westlichen Industrieländer, die mehr oder weniger allesamt zu den 10-20 Prozent der privilegiertesten Bewohner unseres Planeten gehören.

Mit vielen Daten, Geschichtsreferenzen und mutigen Denkansätzen zeigt der Professor für Philosophie an der Universität Tokio auf, was den Klimawandel bekämpfen könnte, ohne den globalen Süden weiter auszubeuten oder die Arbeiterklasse ausbluten zu lassen: Degrowth-Kommunismus. Ein Begriff, der zunächst abschreckend klingen mag. Zu Unrecht. Oder hätten Sie etwas gegen mehr Freizeit, mehr Mitbestimmung, stabilere Energiepreise und eine saubere Umwelt einzuwenden?

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Tommie Goerz: Im Schnee

Ein einfaches Leben in dörflicher Gemeinschaft

Der alte Max lebt, seit er auf der Welt ist, im Dorf. Er kennt nichts anderes. Obwohl sich so manches im Laufe der Jahre verändert hat, scheint beim Max die Zeit stehen geblieben zu sein.

In seinem Haus ist alles noch so, wie es schon immer war. Nicht einmal einen Radioapparat oder einen Fernseher besitzt er. Alles, was er wissen muss, erfährt er im Dorf. In der alten Gemeinschaft kennt man sich untereinander. So wie Max wissen auch die anderen Bescheid über alles und jeden. Max weiß viele Geschichten aus der Vergangenheit von den Bewohnern. Er kennt auch noch die alten Hofnamen der Besitzer. Mittlerweile stehen einige der Höfe im Ort leer. Auch ein Einkaufsladen samt Bäcker und Metzger ist längst verschwunden. Weiter oben am Hang ist eine Neubausiedlung entstanden, aber mit den Neubürgern haben die übrig gebliebenen Alten wenig zu tun und wollen das auch gar nicht.

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Markus Orths: Crazy Family 03: Die Hackebarts greifen an!

Ich mag sie wirklich gerne, die Hackebarts. Der Begriff „crazy“ passt wunderbar zu dieser ausgeflippten, einfallsreichen, eigentlich immer optimistischen Familie, in der jeder „seinen Platz“ hat und den auch ausfüllt, wenn man so will. Zosch, der Zocker – eigentlich ein Sorgenkind – trägt aber unbedingt auch zum Wohle bei, Brooklyn, das Organisationstalent, Mönkemeier, der kleine Künstler, Lulu, das Genie, das mit sechs Jahren Abituraufgaben mit Bravour löst, Opa, der Klimaaktivist, Papa, der Klobürstensammler, der diesmal mit einer Klobürste die Familie vor dem Ruin bewahrt und Mama, die mit ihren Touren nach Kroatien und den Klavierkonzerten unterwegs den Unterhalt sichert.

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Rosie Talbot: Sixteen Souls: Wovor die Toten sich fürchten

Charlie ist ein Glückskind – auch wenn er sich selbst wirklich nicht so beschreiben würde. Nach einer schweren Meningitis war er fast eine halbe Stunde klinisch tot, bevor er dann doch wieder zu sich kam. Der Vorfall hat ihm seine beide Unterschenkel gekostet, seitdem plagt er sich mit drückenden Prothesen und einem Rollie herum. Sein Coming-out hat er auch schon einige Jahre vor sich hergeschoben – die Reaktion seiner Eltern möchte er sich wirklich lieber nicht vorstellen.

Viel belastender aber ist, dass er seit seinem Tod die Verstorbenen von York, also eher die, die nicht ins Licht gegangen, sondern hier festhängen, sehen kann.

Dass immer mehr der Geister verschwinden, bemerkt er zunächst nicht. Er hat genügend damit zu tun, Todesschleifen auszuweichen, die ihn grausam töten könnten.

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Tove Jansson: Der Steinacker

Ein kleiner Roman, dessen Handlung sich um die Bedeutung und den präzisen Gebrauch von Wörtern dreht

Der Protagonist Jonas ist keiner, mit dem man sich identifizieren mag. Überhaupt ist er alles andere als sympathisch. Dennoch muss man ihn immer weiter durch die Zeilen begleiten.

Jonas ist frisch pensionierter Zeitungsredakteur. Nach Abschluss seines Berufslebens soll er eine Biografie über einen berühmten Medienmagnaten verfassen. Jonas nennt ihn Y. Er mag diesen Buchstaben nicht. Auch der Vorname seiner Frau begann mit Y. So ist der Buchstabe Y in Jonas’ Gedankenabläufen immer präsent. Jonas macht sich mit einer Aversion an seinen Auftrag. Er tut sich schwer damit, sich mit Y. auseinanderzusetzen. Alles kommt ihm nicht richtig vor. Dem prominenten Medienmann Leben einzuhauchen, will ihm einfach nicht glücken. Dabei findet er sich selbst immer wieder in der Person von Y. Seine Sichtweise auf Y. und sein Ich zerfließen ineinander. Y. ist stets präsent, verfolgt ihn regelrecht.

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