Im Jahr 2075 hat die Menschheit begonnen den Mars zu besiedeln und der Mond ist ein beliebtes Ausflugsziel, leicht – wenn auch teuer – von der Erde aus zu erreichen. Auf der Erde macht gerade die politische Bewegung „Movement for Optical Justice“ von sich reden. Ihr – sehr radikales – Ziel besteht darin, die Privilegien auszugleichen, die sehr schöne Frauen – ja nur Frauen – im Leben durch ihre angeborene Schönheit haben. Sie gehen sogar so weit, diese besonders schönen Frauen durch einen chirurgischen Eingriff im Alter von 15 Jahren verstümmeln zu wollen, damit dieser Vorteil eben wegfällt. Als die Partei, die sie unterstützt, an die Macht kommt, steuert die Gesellschaft auf eine Gleichheitsdiktatur zu.
WeiterlesenScience Fiction
Lily Braun-Arnold: The Last Bookstore On Earth
Da ich düstere Dystopien sehr liebe und natürlich Bookstores, klang dieses Buch nahezu perfekt für mich!
In diesem Buch begleiten wir Liz in eine Welt, die von einem apokalyptischen Sturm zerstört wurde.
Liz verschanzt sich in ihrer liebsten Buchhandlung und kämpft hier um ihr Überleben …
Die gesamte Grundstory des Buches gefiel mir wirklich wahnsinnig gut. Das Buch wird aus Lizˋ Perspektive erzählt und wechselt immer mal wieder zwischen vor und nach dem Sturm. Dadurch erhält man einen wunderbaren Einblick in Lizˋ Gefühle und kann sehr viel besser nachvollziehen, was ihr zugestoßen ist.
WeiterlesenAnika Beer: We Burn The Sun
Willkommen in der Zukunft. Wir schreiben das Jahr 2091. Die Welt versinkt buchstäblich in schmelzendem Eis. New York existiert nur noch in einigen riesigen Plastikbauten, deren Fundamente tief in den Meeresboden gerammt wurden, um das Leben oberhalb des Wassers zu ermöglichen. Peu à peu sollen die Menschen in wassersichere neue Städte umgesiedelt werden – ein Riesengeschäft für die Konzerne. Wer zu spät dran ist, kann schwimmen lernen.
Natürlich gilt dies nicht für die Schönen und Reichen, die in ihrer schwimmenden Stadt im Luxus und in Sicherheit leben.
Störend sind da die Piraten, die ein ums andere Mal Städte angreifen, Ressourcen entwenden und Robin-Hood-mäßig den Armen spenden.
WeiterlesenSuzanne Collins: Die Tribute von Panem L: Der Tag bricht an
Dieses Mal geht es um die Spiele von Haymitch Abernathy, der im ersten Band der Panem-Reihe Katniss und Peeta als Mentor beistehen soll und sich als haltloser Säufer erwies. In diesem Band geht es um seine Spiele und sein Schicksal. Es sind die 50. Hungerspiele und dieses Jubiläum soll gefeiert werden. Dem Kapitol fällt da nur ein, einfach die Anzahl der Tribute zu verdoppeln. Und mit einem Schlenker kommt so auch Haymitch zu der Ehre. Er rechnet sich keine großen Chancen aus.
Da es sich bei „Der Tag bricht an“ um ein Prequel handelt, weiß der Leser ja schon manches. Haymitch wird überleben und da Katniss und Peeta die ersten Tribute waren, die zu zweit überlebt haben, wird er auch alleine überleben. Trotzdem ist Suzanne Collins noch einiges Neue eingefallen, ebenso wie sie Altbekanntes einflicht und uns so manchen Protagonisten in früheren Jahren vorstellt. So lernen wir Katniss Eltern kennen, auch den Vater, der zu Kantniss Hungerspielen längst tot war. Neu ist auch der Versuch, in die Arena zu gehen, um sie zu zerstören, um die Hungerspiele ein für alle Mal zu beenden. Wir wissen, dass das nicht gelingen wird, wir wissen aber auch, dass Haymitch gewinnen wird. Die Spannung nährt sich viel aus diesem Widerspruch.
WeiterlesenKaliane Bradley: Das Ministerium der Zeit
Zeitreisen sind Realität. Das erfährt eine (lange namenlose) junge Frau, die sich auf einen Job bewirbt, von dem sie erst nach der Einstellung erfährt, um was es geht. Es ist dem „Ministerium der Zeit“ gelungen, Menschen aus verschiedenen Epochen in die Gegenwart zu holen. Menschen, die in ihrer eigenen Zeit ohnehin sehr bald gestorben wären, sodass die Auswirkungen auf die Geschichte marginal sind. Glaubt man. So auch der Polarforscher Graham Core, Mitglied der katastrophal geendeten Expedition um die Schiffe „Terror“ und „Erebus“. Graham sollte 1847 sterben und jetzt soll er in unserem Jahrhundert leben.
WeiterlesenTom Hillenbrand: Thanatopia
Thanatos ist der griechische Gott des sanften, natürlichen Todes. In Tom Hillenbrands dritten Band der Hologrammatica-Reihe geht es genau darum: um das Leben nach dem Tod beziehungsweise die Möglichkeit eines ewigen Lebens durch den Einsatz von KI. Was wäre, wenn wir unser Gehirn digitalisieren und in gesunde, junge Körper verpflanzen könnten? Wäre dadurch Unsterblichkeit möglich? Ist diese überhaupt erstrebenswert?
Damit befasst sich Roman, der in der nahen Zukunft spielt. Genauer im Wien des Jahres 2095. Die Welt ist voll von Hologrammen, Klonen, Cogits, Digits, menschlichen „Gefäßen“. Realität und künstliches Abbild verschwimmen zusehends. Die Klima-KI „Aether“ hat sich selbstständig gemacht und wenige Jahre zuvor zum digitalen Zusammenbruch der Gesellschaft geführt. Einigen Verschwörungstheorien zufolge sitzt sie nun im Weltall und plant von dort, die Welt neu zu gestalten. Gleichzeitig ist der Planet ein unwirtlicher Platz geworden, da der Klimawandel nicht aufgehalten werden konnte. Sibirien ist der neue Place-to-be, während andere Weltzonen schlicht unbewohnbar geworden sind, da die Temperaturen regelmäßig über 50 Grad klettern. All das schildert der Autor erschreckend nachvollziehbar und glaubhaft.
Maud Woolf: Die 13 Tode der Lulabelle Rock
Wir himmeln sie an – die Celeberties, Schauspieler und Showgrößen. Überall stoßen wir auf ihr Konterfei, folgen ihnen Scharen von Bewunderern und Paparazzi.
Für die Stars selbst ist das nervig und stressig. Da kommt es gut, dass eine findige Firma Klons herstellt, die die lästigsten Aufgaben für einen übernehmen können. Foto-Shooting in der glühenden Wüste – ein Porträt darf schwitzen, Auftritt im ewigen Eis – ein Klon darf sich die Zehen und Finger abfrieren.
Lulabelle Rock hat hart an ihrem Image gearbeitet. Sie ist den schweren Weg zu Ruhm und Reichtum gegangen, jetzt ist sie am Zenit angekommen, hat aus sich eine Marke gemacht. Auf ihrem Weg hat sie die Hilfe von diversen Porträts in Anspruch genommen – genauer gesagt, rennen da ein ganzes Dutzend Lulabelles herum. Zu viel, wie die Diva entschieden hat, die müssen und dies schleunigst, ausgedünnt werden.
WeiterlesenChristopher Paolini: Fractal Noise
Der Xenobiologe Alex Crichton ist nicht unbedingt sehr engagiert bei seiner Arbeit an Bord der Adamura. Er ist in tiefer Trauer, nachdem seine Partnerin Layla auf dem Planeten getötet wurde, auf dem sie und Crichton Kolonisten waren.
Alles ändert sich, als die Besatzung des Raumschiffs etwas Seltsames auf der Oberfläche des abgelegenen Planeten Talos VII entdeckt.
Eine riesige, perfekt kreisförmige Öffnung, die offensichtlich von Aliens geschaffen wurde und als riesiger Lautsprecher zu fungieren scheint.
Nach einer hitzigen Debatte darüber, ob die Besatzung versuchen, das Phänomen selbst zu untersuchen, oder auf eine Mission warten sollte, die besser für eine solche Erkundung ausgerüstet ist, schließt sich Crichton einem vierköpfigen Team an, das die feindliche Landschaft von Talos VII durchqueren soll, um das außerirdische Artefakt zu untersuchen.
Connie Willis: Die Straße nach Roswell
Wie heißt das gute, alte Sprichwort – wer eine Reise tut, der kann etwas erzählen.
Nun, Francie ist als Trauzeugin ihrer ehemaligen College-Zimmergenossin eingeplant und fliegt Anfang Juli in den tiefen, heißen Süden der USA. Ausgerechnet in Roswell, New Mexico möchte ihre Freundin ihrem Zukünftigen ihr Jawort geben. Dass der Bräutigam ein UFO-Anhänger ist, dass zu gleicher Zeit in Roswell die jährliche Tagung der UFO-Fanatiker stattfindet, ahnte Francie noch nicht, bis sie am Flughafen versucht, einen PKW zu mieten.
Kaum in Roswell angekommen, findet sie sich allein und verlassen wieder. Ihre Freundin ist mit den letzten Hochzeitsvorbereitungen beschäftigt, der Bräutigam, wie all die Fans der Außerirdischen, auf dem Weg zu einem vermeintlichen neuen Absturzort eines UFOs.
Emily Tesh: Die letzte Heldin
Wir sind nicht alleine im All. Wir, das sind die Menschen, die sich im Weltraum ausgebreitet haben. Als eine der ganz wenigen Spezies haben wir unsere interstellaren Raumschiff-Antriebe selbst entdeckt und entwickelt, sind den allermeisten Alienrassen, auf die wir gestoßen sind, auch körperlich überlegen.
Dennoch, man mag es wirklich kaum glauben, haben wir den Krieg verloren. Wir, die Rasse, die allen Anderen überlegen ist, wurden geschlagen, die Erde, unsere wunderbare, blaue Heimat wurde dabei vernichtet.
Die wenigen Überlebenden haben sich arrangiert – soll heißen, sie haben unsere Werte und Überzeugungen, unsere Toten und unsere Zukunft verraten. Sie leben auf den Planeten der Aliens, bemühen sich, sich friedlich zu arrangieren und zu integrieren.
Nur wir sind übrig.
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