Natasha Fennell & Róisín Ingle: Club der Töchter

tochterDas Cover des Buches zeigt einen liebevoll gedeckten Tisch, mit bunten Blumen in gläsernen Vasen. Das Ganze ist in Pastelltönen gehalten. Es handelt sich sich bei dem vorliegenden Werk jedoch nicht, wie man vielleicht vermuten möchte, um einen seichten, romantischen Liebesroman, sondern vielmehr um ein Sachbuch, genauer „Eine wahre Geschichte über neun Frauen, die beschlossen, die Beziehung zu ihren Müttern zu verbessern. Weiterlesen →

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Jona Oberski: Kinderjahre

jonaIm Alter von vier Jahren wird Jona Oberski zusammen mit seinen Eltern nach Bergen-Belsen deportiert.
Viele Jahre später versucht der Autor sich an die Schreckenszeit im Konzentrationslager, in dem ihm vier Jahre seiner Kindheit geraubt wurden, zurückzuerinnern.

In Jonas wenigen guten Erinnerungen denkt er an sein Zuhause in Amsterdam, wo er zusammen mit den Eltern die bunten Geschenkpäckchen, die sie ihm zu seinem vierten Geburtstag auf dem Tisch bereitgelegt haben, aufpackt. Weiterlesen →

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Peter Klohs: Geschichten aus dem Duden

dudenVon einem Freund erhält Peter Klohs den Duden Nr. 7, das Herkunftswörterbuch, geschenkt, weil diesen Freund die Lücke zwischen den Duden Nr. 6, dem Aussprachewörterbuch, und der Nr. 8, dem Synonymwörterbuch, in Klohs Bücherregal stört.

Zunächst verärgert, dass nun die von ihm kultivierte Lücke geschlossen ist, setzt das erste willkürlich aus dem Herkunftswörterbuch gepickte Wort, „Kommissar“, die Fantasie des Autors in Gang. Die erste der dreizehn in diesem Buch versammelten Geschichten nimmt ihren Lauf und entführt den Leser ins Frankreich des Jahres 1968, in eine Zeit, in der noch in der Öffentlichkeit geraucht werden durfte und Kommissar Meugreux in Trenchcoat und mit dem Zigarillo im Mundwinkel ermittelt. Weiterlesen →

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Inge Jens: Langsames Entschwinden: Vom Leben mit einem Demenzkranken

jensZehn Jahre lang litt Walter Jens an Demenz.
Mit Hilfe pflegerischer Unterstützung hat Inge Jens ihren Mann durch diese auch für sie selbst so schwere Zeit begleitet.
In diesem Buch veröffentlicht Inge Jens vertrauliche Briefe, die sie während dieser Jahre an Freunde und Bekannte schrieb, denen sie vom sich verändernden Zustand ihres Mannes berichtete.

In ruhigem, klaren Erzählton schildert sie den geistigen Verfall des einstigen Intellektuellen. Weiterlesen →

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Paula Banholzer: So viel wie eine Liebe: Ungeordnetes Verhältnis mit Bert Brecht

paulaDie Autorin Paula Banholzer war die einstige Jugendliebe Bertolt Brechts. In diesem Buch erinnert sie sich zurück an die Zeit, die sie zusammen mit Brecht, der ihr den Kosenamen „Bi“ (abgeleitet von Bittersüß) gab, verbracht hat. In einem Vorwort legt die Autorin klar, dass ihr die unverfälschte Darstellung ihrer Erinnerungen wichtiger war als literarische Ambitionen.

Als die junge Paula Bertolt Brecht zum ersten Mal begegnete, war sie fünfzehn Jahre alt. Er hieß noch Bert Brecht und war vier Jahre älter. Paula fühlte sich in keinster Weise von ihm angezogen und beachtete ihn nicht. Aber Brecht blieb hartnäckig. Weiterlesen →

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Gideon Böss: Deutschland, deine Götter

gottGideon Böss reist durch ganz Deutschland und besucht bekannte und unbekannte Religionsgemeinschaften, die er uns in seinem Buch „Deutschland, deine Götter“ vorstellt.

Erstaunlich, wie viele Religionen in Deutschland gelebt werden. Auch wenn es sich oft um recht kleine Gemeinschaften handelt, von denen viele Leser oftmals wohl noch nie etwas gehört haben. Z. B. von den Mandäern oder dem Raelismus.

Jeder Glaubensrichtung widmet Böss ein Kapitel und erzählt dabei von seiner Reise zur jeweiligen Einrichtung und seinen Gesprächen mit den Vertretern der religiösen Gemeinschaften. Weiterlesen →

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Thomas Koch: Ernsthaft

ernstLustig, was da vor mir liegt. Schon auf dem Cover, bzw. Umschlag, blickt uns ein „ernsthafter“ Mann mit stechendem Blick entgegen, dem man aber ansieht, dass er im nächsten Moment laut losprusten könnte. So oder ähnlich war die Fotosession bestimmt. So ist auch sein Büchlein. Voller skurriler, durchaus ernsthafter Themen, denen man durch Änderung des Blickwinkels und der listig – satirischen Wortwahl, eine neue Sichtweise gibt ohne alles der Lächerlichkeit preis zu geben. Zum Lachen allerdings ist es schon. Dabei merkt man den nicht wenigen Gedichten an, dass sie es lieben, auf der Bühne vom Meister Koch selbst interpretiert zu werden. Weiterlesen →

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Silvia Furtwängler: Nordwärts: Eine Frau mit 30 Huskys in der Wildnis

nord2008 hat Silvia Furtwängler ihre Zelte in Deutschland abgebrochen und ist mit Mann, ihrem behinderten Sohn und 20 Schlittenhunden nach Norwegen ausgewandert. Die Einsamkeit im Schnee wurde zum Zuhause der Kölnerin.
Seit 29 Jahre fährt sie Schlittenhunderennen, mit zwölf Hunden vor dem Schlitten ging sie sie von Norwegen aus auf den berühmten „Volga Quest“: 600 Kilometer auf der zugefrorenen Wolga durch Russland. Darüber und über ihr Leben in Norwegen hat die das Buch „Nordwärts“ geschrieben. Es ist ein spannender Erlebnisbericht aus der Kälte und nicht nur für Hundefreunde eine packende Abenteuer-Erzählung.
Beim „Volga Quest“ kam Futwängler als Einzige im Ziel an; alle anderen hatten aufgegeben. Ihr Leben in Norwegen hat die Kölnerin auch nicht aufgegeben. Und das hat Reize, wie man in dem Buch lesen kann.

Silvia Furtwängler: Nordwärts: Eine Frau mit 30 Huskys in der Wildnis.
Rowohlt, September 2015.
288 Seiten, Taschenbuch, 9,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Brigitte Vollenberg: Gladbeck – Vor und hinter den Kulissen

beckGladbeck gilt nicht gerade als der Nabel der Welt. Es ist eine Stadt mit 74.000 Einwohnern im nördlichen Ruhrgebiet im Nordwesten von Nordrhein-Westfalen, die bis zum Ende des 19. Jhd. eine kleine ländliche Gemeinde war und durch den Abbau von Kohle bis Anfang der 1970iger Jahre zu einer Bergbaumetropole geworden ist.

Die Autorin Brigitte Vollenberg, die seit 1969 hier lebt, hat sich auf Spurensuche begeben und in ihrer Stadt nachgeforscht, wie Gladbeck sich in den 50iger bis 80iger Jahren des letzten Jahrhunderts präsentiert hat. In Interviews hat sie ihren Zeitzeugen einen bunten Strauß an Geschichten aus der Gladbecker Vergangenheit entlocken können. Weiterlesen →

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Ildiko von Kürthy : Neuland: Wie ich mich selber suchte und jemand ganz anderen fand

neuIch kann sie so gut verstehen. Irgendwann kommt der Zeitpunkt im Leben, an dem man sich fragt: Und das war‘s? So geht das immer weiter? Ildiko von Kürthy hat sich ein Jahr Zeit genommen für den Versuch herauszufinden, was es denn noch geben könnte. Sie versucht es im Schweigekloster, beim Survival-Training in der Wildnis und sie versucht, ein ganz anderer Mensch zu werden. Das fand ich am krassesten. Von der normalen brünetten Frau wollte sie sich mit Hilfe fast all dessen, was die moderne Industrie zu bieten hat, in eine dünne, langhaarige Blondine verwandeln. Und sie hat es durchgezogen. Und dabei hat sie dann auch endlich sich selbst gefunden – und sie selbst ist nicht dünn und blond. Das war die wohl wichtigeste Erkenntnis dieses Jahres: Sein Leben lang wünscht man sich irgendwie zu sein und dann zieht man es durch und stellt fest: So hab ich mir das nicht vorgestellt. Weiterlesen →

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