Christian Haller: Die verborgenen Ufer

uferIn seinem autobiografischen Roman „Die verborgenen Ufer“ blickt Christian Haller auf seine eigene Entwicklung vom Kind zum jungen Mann zurück.

Immer wieder wird im Verlauf der Handlung deutlich, wie wenig Haller als jemand, der gerne Gedichte schreibt und nach verschütteten Artefakten aus längst vergangenen Zeiten gräbt, mit den Erfordernissen eines rauen Alltags zurechtkommt. Das fängt in der Schule an, wo er auf einen prügelnden Pädagogen trifft, und setzt sich Jahre später im Schauspielseminar fort – und nicht nur dort. Weiterlesen

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Astrid Lindgren: Die Menschheit hat den Verstand verloren: Tagebücher 1939-1945

mescnhAstrid Lindgren (1909 – 2002) war noch keine Schriftstellerin, als sie zu Beginn des Zweiten Weltkrieges ein Tagebuch führte. Wie eine Chronistin beschrieb sie das Kriegsgeschehen und sammelte Zeitungsartikel, die im Buch abgebildet und übersetzt worden sind. Erkenntnisse aus ihrem »Schmuddeljob« bei der Briefzensur der Postkontrollanstalt ergänzten ihr Weltbild ebenso wie ihre täglichen Erfahrungen mit Lebensmittelmarken, kalter Wohnung im Winter und Ausgehverboten. Privates berichtet sie nur am Rande. Die Grausamkeiten des Krieges und das unnötige Töten so vieler unschuldiger Menschen lassen sie verzweifeln. Weiterlesen

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Joseph Stieglitz: Reich und Arm: Die wachsende Ungleichheit in unserer Gesellschaft

Reich und Arm von Joseph StiglitzBereits mit seinem Bestseller „Der Preis der Ungleichheit“ hat sich der Autor mit der Spaltung unserer Gesellschaft in Reiche und Arme auseinandergesetzt.
In der Textsammlung „Reich und Arm“ analysiert Stieglitz, dass diese Ungleichheit kein Schicksal ist, sondern die Folge politischer Entscheidungen.
So kritisiert Stieglitz von Beginn seiner Analysen George W. Bush, dessen Reichtumspflege durch Steuerentlastung und Deregulierung in einer Monopol-Marktwirtschaft.
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Doris Fischer: Kochen wie im Mittelalter

kcohEin Weihnachtsfestmahl, so wie es im Mittelalter aufgetischt wurde, möchte man heute nicht mehr servieren. Aber interessant ist es schon, wie damals gekocht wurde.
Doris Fischer erzählt das „Kochen wie im Mittelalter“ und erklärt, wie damals gekocht wurde, welche Gerichte, Tischwäsche, Nahrungsmittel und Bestecke es gab.
Das Sauerteig-Grundrezept kann man sicher vielfältig variieren. Und Anregungen in der Rezeptsammlung sind auch die Hanfsuppe, das Hühnchen mit Maisoße, Birnenbrot oder Krapfen. Ziemlich fett sind leider alle Gerichte, die die Autorin nach Jahreszeiten sortiert, beschreibt.
Tipps, wie man einen mittelalterlichen Küchengarten oder eine Lehmkochstelle anlegt, gibt es auch.

Doris Fischer: Kochen wie im Mittelalter.
Konrad Theiss, August 2015.
128 Seiten, Gebundene Ausgabe, 16,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Henning Mankell: Treibsand: Was es heißt, ein Mensch zu sein

hennIm Januar 2014 hat der schwedische Betseller-Autor Henning Mankell die Diagnose Lungenkrebs bekommen. Da war er schon 22 Jahre Nichtraucher. In seinem Buch „Treibsand“ hält der 76-Jährige Rückschau auf sein Leben, erinnert sich an Reisen (auch an die nach Afrika, über die er Bücher geschrieben hat), sein erstes Buch 1973 und seine Kindheit. Die Mutter hat er erst als 15-Jähriger kennengelernt. Sie hat die Familie verlassen; es war ein kühles Wiedersehen. Weiterlesen

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Stefan Koldehoff: Ich und Van Gogh: Bilder, Sammler und ihre abenteuerlichen Geschichten

vanStefan Koldehoff, der Kenner des großen Meisters van Gogh, gewährt anhand 43 kleiner Geschichten, die sich um van Gogh-Gemälde ranken, interessante Einblicke in den Kunstmarkt.

In seinem Vorwort schreibt der Autor, dass Kunstwerke Zeitzeugen sind, die nicht mit ihren Motiven, ihrer Technik und den Umständen ihrer Entstehung, sondern mit dem Wechsel ihrer Besitzer durch Jahrzehnte und Jahrhunderte zusammenhängen.
Weil Vincent van Gogh schon bald nach 1900 durch Ausstellungen und Bücher zum Musterkünstler der Moderne stilisiert wurde, wird dies an seinem Beispiel besonders deutlich. Zudem hielten seine Erben den Nachschub für den Kunstmarkt knapp und so wurden seine Gemälde und Zeichnungen zu Trophäen der Kulturelite auf der ganzen Welt. Weiterlesen

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Angela Marquardt: Vater, Mutter, Stasi: Mein Leben im Netz des Überwachungsstaates

angeAngela Marquart – heute erfolgreiche Politikerin – war 15 Jahre alt, als sie eine Bekenntniserklärung zur IM unterschrieb. Als die Mauer fiel, hatte die Stasi ihr Leben für die nächsten Jahre bereits verplant. Trotzdem sagte sie noch zu Beginn unseres Jahrhunderts, sie habe nie bewusst für die Stasi gearbeitet. Nach diesem Buch glaubt man es ihr ohne Vorbehalte. Denn das Buch erzählt die Geschichte eines Mädchens, dass von den Eltern bewusst politisch unaufgeklärt bzw. – was noch schlimmer ist – teilaufgeklärt gehalten wurde. Sie hatte niemals Begegnungen mit ominösen Männern in grau, die sie zu irgendetwas überreden wollten. Weiterlesen

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Lamya Kaddor: Zum Töten bereit: Warum deutsche Jugendliche in den Dschihad ziehen

zumDie islamische Religionslehrerin Lamya Kaddor kennt persönlich mehrere deutsche oder in Deutschland aufgewachsene Jugendliche, die sich im Ausland dem sogenannten „Islamischen Staat“ angeschlossen haben. Diese Jugendlichen kämpfen in Kriegsgebieten, während ihre Familien in Deutschland kaum verstehen können, was mit ihren Kindern geschieht. Auch mit den zurück gelassenen Familien der Jugendlichen hat Kaddar gesprochen und das Ergebnis dieser Interviews in ihr Buch einfließen lassen.
So verschwanden zum Beispiel Sabina und Samra (beide 15 Jahre alt) von Deutschland aus nach Syrien und hinterließen ihren Eltern die Botschaft „Wir sehen uns im Paradies“.
2014 waren 550 Menschen aus Deutschland ausgereist, um im Irak und in Syrien zu kämpfen. Ungefähr ein Drittel von ihnen ist nach Deutschland zurückgekehrt. Weiterlesen

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Randall Munroe: What if? Was wäre wenn?: Wirklich wissenschaftliche Antworten auf absurde hypothetische Fragen

whatDer Cartoonist (und Physiker) Randall Munroe ist hypothetischen Fragen, die sich jeder von uns schon einmal gestellt hat, einigermaßen – hey, er ist ein Cartoonist – nachgegangen. Da wäre die Frage: wie viele Laserpointer müsste man auf den Mond richten, damit man auf der Erde einen Unterschied erkennen kann? Und haben wir überhaupt soviel Energie? Und würde das die Erde zerstören? Was passiert, wenn man alle Menschen der Erde auf einem möglichst kleinen Punkt versammelt und hochspringen lässt? Weiterlesen

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Wendy Lower: Hitlers Helferinnen: Deutsche Frauen im Holocaust

hitMal drüber nachdenken: Welches Bild haben wir von Deutschen Frauen während des Nationalsozialismus? Sportlich? Wanderndes BDM-Mädel? Magda Göbbels in ihrem Wahn? Die ausharrende Ehefrau und Mutter, die inmitten von Bombenhagel Weihnachten feiern? War das Nazireich ausschließlich ein Männerreich, in dem nur bekannte, reiche Frauen wie Winifried Wagner überhaupt eine Meinung hatten? Wendy Lower, Professorin für Geschichte, ist dieser Frage nachgegangen. Weiterlesen

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