K. L. Slater: Hilf mir

Saffy lebt gerade mitten in einem wirklich grauenhaften Albtraum! Ihre beste Freundin ist verschwunden. Mit ihr ihre kleine Tochter und ihr Ehemann. Saffy war nachmittags noch kurz bei Leona, nachdem die ihr drei sehr kryptische Nachrichten geschickt hatte mit der Bitte, nicht anzurufen, aber vorbeizukommen, um ihr zu helfen. Als Saffy im Haus der Bannatynes ankommt, tut Leona alles ab und behauptet, von den Nachrichten nichts gewusst und sie ihr sicher nicht geschickt zu haben. Die ganze Situation kommt Saffy seltsam vor, zumal Ash, Leonas Mann, ungewohnt freundlich zu ihr ist, was sonst noch nie vorgekommen ist.

Ohne mehr erfahren zu haben, verlässt Saffy das Haus, fährt einigermaßen beunruhigt nach Hause und bekommt kurz darauf Besuch von der Polizei. Die gesamte Familie sei verschwunden, im Haus sei Blut und Saffy sei die letzte Person gewesen, die die Bannatynes offenbar getroffen habe. Das hat eine Nachbarin ausgesagt, die Saffy am Nachmittag am Haus gesehen hatte. Saffy fühlt sich mehr als unwohl.

Zum einen macht sie sich große Sorgen um ihre Freundin und ihre kleine Tochter, zum anderen fühlt sie sich zu Unrecht verdächtigt, mit dem Verschwinden der drei etwas zu tun zu haben. Ausgerechnet auch noch jetzt, wo Saffy gerade mit ihrem Ex-Mann darum streitet, wieder mehr Zeit mit ihrem kleinen Sohn verbringen zu dürfen und zuversichtlich war, dass das klappt. Diese Geschichte, in die sie, ohne zu wissen wieso, intensiver verwickelt zu sein scheint, als ihr lieb ist, macht das alles zunichte. Saffy versucht auf eigene Faust, mit Hilfe ihrer Schwester, rauszufinden, was passiert ist. Sie verstrickt sich immer tiefer in Widersprüche, in Dinge, die sie nur noch verdächtiger machen.

Alles wird zu einem einzigen Chaos und Albtraum, das Ende ist einigermaßen überraschend, aber die Handlung leider zu sehr konstruiert.

Cover- und Klappentext machen absolut neugierig, auch der Untertitel klingt nach Spannung. Leider hält der Plot – meiner Meinung nach – dann nicht, was man sich von den Vorab-Texten verspricht.

Der Einstieg ist gut, verheißt eine spannende Story, aber im Lauf der Geschichte wird es leider zunehmend verworren und sehr überfrachtet.

K.L.Slater: Hilf mir: Deine beste Freundin ist verschwunden und du wirst verdächtigt
Aus dem Englischen von Hanne Hammer
Penguin, August 2026
416 Seiten, Paperback, 16,00 Euro

Diese Rezension wurde verfasst von Sabine Ertz.

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