Ein Mann verliert ganz plötzlich seine Frau, die an einem Hirntumor stirbt und bleib zurück mit dem neugeborenen Baby. Anderthalb Jahre später bekommt auch dieser Junge einen Hirntumor.
„Stummer Abschied“, in dem der Berliner Stefan Krauth diese Geschichte erzählt, ist ein sehr warmherziges und erschütterndes Buch. Der Vater flieht zunächst mit einer Freundin nach Kolumbien, weil er die mitleidsvollen Blicke der Menschen auf ihn als allein erziehenden Vaters nicht ertragen kann. Dann holt ihn die Geschichte ein. Weiterlesen
Sachbücher & Biografien
Brigitte Hellmann (Hrsg.): Mit Kant am Strand
Sommer, Sonne, seichte Kost? Warum nicht einmal die schönsten Wochen des Jahres damit verbringen, den Geist zu inspirieren und der Seele neue Nahrung zu geben? Für all jene, die sich auch am Meer ein Mehr an literarischem Input versprechen, ist „Mit Kant am Strand – ein Lesebuch für Nachdenkliche“ der ideale Urlaubsbegleiter.
In abwechslungsreich zusammengestellten Beiträgen, von philosophischen Texten über Gedichte und Parabeln zu wissenschaftlichen Abhandlungen, versuchen kluge Geister wie Platon, Buddha, Kant, Schiller, Goethe, Marc Aurel, der Psychologe Karl Jaspers und der Physiker Stefan Klein Antworten auf die großen Fragen zu finden: Was ist der Sinn des Lebens? Woher stammt das Universum? Welche Staatsform ist die beste? Wie finde ich mein Glück? Weiterlesen
Hugo Loetscher: Das Entdecken erfinden – Unterwegs in meinem Brasilien
Hugo Loetscher, 2009 verstorbener Schweizer Schriftsteller und Journalist, verliebte sich 1965 auf seiner ersten Reise nach Rio de Janeiro in Brasilien. Danach besuchte er es im Laufe seines Lebens immer wieder. Und er schrieb darüber.
In „Das Entdecken erfinden“ aus dem Diogenes Verlag gibt nun Jeroen Dewulf die besten von Loetschers brasilianischen Reisereportagen heraus und verfasste das Nachwort dazu. Die Reportagen erschienen erstmals zwischen 1967 und 1992 in Schweizer Magazinen und Zeitungen.
Mit Hugo Loetscher folgt nun der Lesende seinen Reisen durch Brasilien, vornehmlich durch den Norden und Nordosten des Landes. Weiterlesen
W. Büscher, C. Kensche, U. Schmitt: Acht deutsche Sommer
Die Idee für dieses Buch entstand aus der Serie Acht deutsche Sommer. Diese Serie ist in der Welt und der Welt am Sonntag erschienen.
Die drei Autoren haben acht vollkommen unterschiedliche Erzählungen über acht verschiedene Personen in diesem Buch zusammengefasst.
Es sind Geschichten ohne Schema oder Bezug zueinander. Was sie vereint, sind die realistischen Hintergründe mit Ausschnitten aus den Biografien der Akteure und die Jahreszeit – der Sommer, in dem sich für die jeweiligen Personen das ganze Leben durch ein einschneidendes persönliches oder auch geschichtsträchtiges Ereignis verändert hat.
Der zeitliche Bogen spannt sich von 1945 bis heute. Weiterlesen
Johann König: Kinder sind was Wunderbares
In „Kinder sind was Wunderbares“ schreibt der mehrfach ausgezeichnete Comedian (u.a. Deutscher Comedypreis, Bayerischer Kabarettpreis) von seinem Alltag als dreifacher Vater. In kurzen Kapiteln saust König durch ein Jahr voller aufregender Momente, schöner Kinderversprecher, größerer und kleinerer Unfälle. Sein Alltag ist zumeist so chaotisch, dass ihm oft nur die morgendliche Auszeit im Café bleibt, um sich ein wenig Ruhe zu gönnen. Er kennt sie alle, die heimlichen Gedankenblitze und Wünsche, die Eltern aus Scham für sich behalten, wenn sie sich bisweilen ein Leben ohne Kinder zurückwünschen. Aber will er das wirklich wiederhaben, ein Leben ohne Kinder? Weiterlesen
Markus Breitscheidel: Nicht auf den Kopf!: Meine persönlichen Erfahrungen mit Gewalt in der Familie
Kindesmisshandlung ist immer noch ein Tabuthema in Deutschland. Mit „Nicht auf den Kopf“ gibt Markus Breitscheidel den vielen anonymen Betroffenen – jedes Jahr nehmen Jugendämter 45.000 Kinder aufgrund von Gewalt in der Familie in Obhut – ein Gesicht. Über Jahre hinweg waren er, seine Brüder und seine Mutter der Brutalität des Vaters ausgesetzt. Die Angst vor dessen Gewaltausbrüchen begleitete ihn seine gesamte Kindheit und Jugend. Und es gab keine Hilfe, denn Familie und Schule, Ärzte und Nachbarn – sogar ein Pfarrer, dem er sich anvertraute – schauten weg. Weiterlesen
Lisa Belkin: Show Me a Hero: Eine wahre Geschichte über Macht, Verrat und Gewalt
1988 veränderte Richter Sand die Stadt Yonkers, denn er forderte den Bau der schon lange zugesagten Sozialwohnungen ein. Dieses Mal sollten die Baugebiete in den Stadtbezirken der weißen Mittelschicht entstehen. Angestachelt von Meinungsmachern unterschiedlicher Couleur wollte jede gesellschaftliche Schicht und ethnische Gruppe unter sich bleiben. Die Bewohner befanden sich in einem Ausnahmezustand. Weiterlesen
Natasha Fennell & Róisín Ingle: Club der Töchter
Das Cover des Buches zeigt einen liebevoll gedeckten Tisch, mit bunten Blumen in gläsernen Vasen. Das Ganze ist in Pastelltönen gehalten. Es handelt sich sich bei dem vorliegenden Werk jedoch nicht, wie man vielleicht vermuten möchte, um einen seichten, romantischen Liebesroman, sondern vielmehr um ein Sachbuch, genauer „Eine wahre Geschichte über neun Frauen, die beschlossen, die Beziehung zu ihren Müttern zu verbessern. Weiterlesen
Jona Oberski: Kinderjahre
Im Alter von vier Jahren wird Jona Oberski zusammen mit seinen Eltern nach Bergen-Belsen deportiert.
Viele Jahre später versucht der Autor sich an die Schreckenszeit im Konzentrationslager, in dem ihm vier Jahre seiner Kindheit geraubt wurden, zurückzuerinnern.
In Jonas wenigen guten Erinnerungen denkt er an sein Zuhause in Amsterdam, wo er zusammen mit den Eltern die bunten Geschenkpäckchen, die sie ihm zu seinem vierten Geburtstag auf dem Tisch bereitgelegt haben, aufpackt. Weiterlesen
Peter Klohs: Geschichten aus dem Duden
Von einem Freund erhält Peter Klohs den Duden Nr. 7, das Herkunftswörterbuch, geschenkt, weil diesen Freund die Lücke zwischen den Duden Nr. 6, dem Aussprachewörterbuch, und der Nr. 8, dem Synonymwörterbuch, in Klohs Bücherregal stört.
Zunächst verärgert, dass nun die von ihm kultivierte Lücke geschlossen ist, setzt das erste willkürlich aus dem Herkunftswörterbuch gepickte Wort, „Kommissar“, die Fantasie des Autors in Gang. Die erste der dreizehn in diesem Buch versammelten Geschichten nimmt ihren Lauf und entführt den Leser ins Frankreich des Jahres 1968, in eine Zeit, in der noch in der Öffentlichkeit geraucht werden durfte und Kommissar Meugreux in Trenchcoat und mit dem Zigarillo im Mundwinkel ermittelt. Weiterlesen