Lisanne Surborg: Nachtlügen

Isra als Nachtalb ist auf die Träume von Menschen angewiesen. Tagsüber kellnert sie im Varieté und nachts schleicht sie sich in fremde Schlafzimmer und stiehlt Lichtträume. Im Gegenzug hinterlässt sie den Träumern ihren ganz persönlichen Albtraum.

Vor einigen Jahren noch war Isra in der Traumforschung tätig, seit einer Weile geht ihr Leben bergab: ein zu Tode geängstigter Stammträumer, ein verbotenerweise geschluckter Klartraum und die Suche nach Wahrheit hinter den Lügen.

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Wole Talabi: Shigidi

Stellen Sie sich eine Götterwelt vor – komplett mit Götterrat, Intrigen und Verrat –, in der die Anbetungswürdigen sich und ihre Rangfolge wie in einem mittelständischen Unternehmen organisiert haben. Wie wir es aus der Realität kennen, herrscht dort viel Leerlauf, und die Bürokratie zweigt jede Menge Anbetung ab, sodass den nicht ganz so bekannten, aber dennoch wichtigen Göttern kaum etwas für ihre anbetungswürdige Existenz übrig bleibt. In dieser Maschinerie finden sich auch Shigidi, der Albtraumgott im Ruhestand, und die Succubus Nneoma wieder.

Dass sich unser kleiner, unbedeutender Gott dank seiner Bekanntschaft und Hingabe zur Sukkubus äußerlich in ein durchaus ansehnliches Exemplar der Gattung Männer-Gott gewandelt hat – komplett mit Waschbrettbauch –, darf nicht unerwähnt bleiben. Dass er seiner sexuellen Muse ein ums andere Mal seine Liebe gesteht, kommt bei dieser jedoch nicht besonders gut an.

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Cornelia Funke: Die Farbe der Rache: Tintenwelt 04

Fünf glückliche Jahre hatten alle seit den Geschehnissen in „Tintentod“. Aber dann wird Eisenglanz gesichtet, der Glasmann von Orpheus, dem erbitterten, silberzüngigen Feind von Meggie, Mo und Staubfinger. Denn Orpheus plant Rache, an allen, die ihn zu Fall gebracht haben, doch vor allem an Staubfinger, und er nutzt einen furchtbaren Zauber. Sind Bilder mächtiger als Worte? Staubfinger zieht aus, die Antwort zu finden. Und der Schwarze Prinz macht sich auf die Jagd nach Orpheus, mit Staubfingers Stiefsohn Jehan und einer jungen Hexe, die den Zauber, den Orpheus nutzt, besser versteht als sie alle.

Ungefähr fünf Jahre nach „Tintentod“ setzte die Fortsetzung der Tinten-Saga hier an. Ich habe mich sehr gefreut als ich erfuhr, dass es einen weiteren Band dieser Reihe geben wird, wie sehr habe ich die anderen drei geliebt. Leider muss ich aber sagen, dass sich hier der Charme der vergangen drei Bücher nicht wieder findet. Die Magie, die der Schreibstil von Cornelia Funke damals hatte, ist hier verblasst, er konnte mich nicht mehr fesseln, nicht mehr mitreisen. Lag das nun daran, dass ich einfach älter geworden bin und mich nicht mehr so sehr in diese magische Welt verlieren konnte wie ich es damals in meiner Jugend konnte oder daran, dass sich eben auch der Schreibstil der Autorin in all den Jahren weiter entwickelt hatte und eventuell sogar anderes geworden ist?

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Anthony Ryan: Der Verräter: Der stählerne Bund 03

Ich bin – ja, was bin ich eigentlich? Zu Beginn meiner Karriere, so man denn meinen Werdegang als solchen bezeichnen mag, war ich ein Dieb, ein Gelegenheitsmörder, ein Aufschneider und Betrüger.

Dann wurde es besser – und gleichzeitig schlimmer.

In den Minen lernte ich nicht nur das Schreiben, sondern auch das Denken. Aus mir wurde ein ganz passabler Schreiber, später dann ein Verkünder von Sihldas Testament. Und ich wurde der Vertraute der Prophetin, ihr Hauptmann in ihrem Heer, der Kompanie des Bundes, ein Adeliger und ein Krieger – etwas, worauf ich nicht wirklich stolz bin!

An der Seite der wiederauferstandenen Prophetin begleite ich sie bei ihrem Kreuzzug – der sie mir immer weiter entfremdet.

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Allison Saft: A Fragile Enchantment

Niamh Ó Conchobhair hat eine magische Gabe: Sie kann Erinnerungen und Emotionen in Stoffe einweben und kreiert so verzauberte Kleidung, die sogar die Aufmerksamkeit des Herrschers des Nachbarkönigreichs Avaland weckt. Sie wird eingeladen, die Garderobe für die anstehende Hochzeit des Prinzen zu gestalten. Am Hof angekommen lernt Niamh den angehenden Bräutigam Kit Carmine persönlich kennen – und gerät direkt mit dem grüblerischen und sturen jungen Mann aneinander. Doch trotz ihres holprigen Starts entwickelt sich mit der Zeit eine ganz besondere Verbindung zwischen ihnen, die auf keinen Fall sein darf und von der ausgerechnet die Klatschpresse erfährt … 

Besonders zum Anfang und im Mittelteil hat sich die Geschichte schon sehr in die Länge gezogen und ich fragte mich, ob es sich lohnen würde das Buch überhaupt noch zu beenden. Da ich aber Bücher generell nicht abbrechen kann, habe ich mich entschieden es zu Ende zu lesen und zu meiner Überraschung wurde es zum Ende hin noch einmal richtig spannend. Auch hätte ich mich mehr Einblick in die Welt der Magie erhofft, denn aus dem Klappentext geht ja hervor, dass es magisch werden könnte, dabei fand ich die Idee mit Niamhs Gabe genauso spannend. 

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Pascal Wokan: Der Arkanist

Der dunkle Lord, Gotttöter, das Kind der Prophezeiung … das Leben hat ihm viele Namen gegeben. Aber heute erzählt er uns als Caelden seine Geschichte, angekettet und bewacht von den fähigsten Arkanisten dieser Zeit. Es ist eine Geschichte voller Hoffnung, Freundschaft, Kampf und Zurückweisung. Aber vor allem ist es ein Anfang. Ein Anfang als Schüler an der Himmelsakademie. Ein Anfang im Reich der Magie. Ein Anfang im Leben eines jungen Helden – oder ist er doch der Schurke dieser Geschichte?

Schon auf den ersten Seiten erfahren wir, wie die Geschichte von Caelden ausgehen wird, da er uns als älterer Mann von seinen jungen Jahren erzählt. Deshalb finde ich es umso bemerkenswerter, dass das Buch mich trotzdem gefesselt hat … und zwar bis in die letzte Seite und zum Nachfolgeband hin.

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Julie Leong: Die Wahrsagerin kleiner Schicksale

Tao stammt eigentlich aus Shinn, dem verfeindeten Reich Eshteras. Als ihr Vater stirbt, heiratete die Mutter in das andere Reich, sagte allen Traditionen und ihrer Heimat Adieu und nahm ihre kleine Tochter mit.

Dass diese aufgrund ihres Äußeren gemieden und geschnitten wird, dass Tao sich nie wirklich zugehörig gefühlt hat, führte dazu, dass sie zutiefst einsam, ja haltlos ist.

Dass sie eine magische Gabe ihr Eigen nennt, verkompliziert die Sache weiter. Wenn sie die orangenen Roben der Magiesucher sieht, nimmt sie schnell Reißaus – weiß sie doch, dass sie, einmal in die Gilde der Magier aufgenommen, machen muss, was man ihr sagt.

So unterdrückt sie ihre Gabe, sagt den Leuten für ein paar Kupfermünzen kleine Dinge voraus.

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C.K. McDonnell, Elaine Ofori: Ursula und das V-Team

Der britische Autor C.K. McDonnell und seine Frau Elaine Ofori haben mit ihrem gemeinsamen Roman „Ursula und das V-Team“ eine faszinierende und humorvolle Neuinterpretation einer alten Kölner Legende geschaffen. Die Geschichte um die Heilige Ursula, die im 4. oder 5. Jahrhundert mit einer Schar von Jungfrauen von Hunnen ermordet wurde, dient als spannende Grundlage für einen modernen Fantasy-Roman, der Tradition und Fantasy auf erfrischende Weise verbindet.

Handlung: Kampf gegen eine unheimliche Hunnen-Geisterhorde

Im Mittelpunkt des Romans steht der alle 18 Jahre wiederkehrende Angriff einer Hunnen-Geisterhorde auf Köln. Um die Stadt zu schützen, wird stets eine neue „Ursula“ berufen, die zusammen mit einem Team von Mädchen mit Superkräften – dem sogenannten V-Team – gegen die Bedrohung kämpft. Diese jungen Heldinnen werden bereits im Alter von zehn Jahren rekrutiert und über acht Jahre in einem Internat auf ihre Aufgabe vorbereitet.

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Anne Herzel: Lichter unter London 01: Verlorene Städte

Maeve studiert in Dublin Katakombenforschung. Eines fernen Tages, wenn – nicht falls – sie die Prüfungen erfolgreich ablegt, wird sie als eine der „Mudlarks“ den Untergrund Londons erforschen, wissenschaftliche Erkenntnisse ebenso zu Tage fördern wie Reichtümer. Das zumindest ist ihr Plan. Bis dahin aber hat sie es nicht einfach. Mitstudierende mobben sie und andere aus ihrer Klasse. Um dem einen Riegel vorzuschieben, geht Maeve eine riskante Wette ein. Sie schließt sich einer Touristengruppe an, entfernt sich von dieser, um einen der seltenen Kristalle zu suchen und als Beweis für ihren Mut, mit heimzubringen.

Es kommt, wie es kommen muss – Maeve verunglückt, rutscht zunächst in den „First Drop“, dann noch eine Etage tiefer in den „Second Drop“, immer in Gefahr, von der ihr unbekannten Flora und Fauna getötet zu werden.

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Kevin Hearne: Kerze & Krähe: Die Chroniken des Siegelmagiers 03

Für alle, die mich noch nicht kennen, darf ich mich noch einmal kurz vorstellen – Al MacBharrais, der Name, von Beruf Inhaber einer Druckerei in Glasgow, Schottland.

Wer mich näher kennt – das sind wenige –, der weiß, dass sich hinter meinem gezwirbelten Schnurrbart und meiner Zuneigung zu Gebranntem – egal ob Gin oder schottischem Whisky – einer von derzeit nur fünf auf Erden weilenden Siegelmagiern verbirgt.

Unsere Aufgabe ist es, über den mühsam ausgehandelten Frieden zwischen den Welten der Sidhe, der Götter, aller übernatürlichen Wesen und der Menschenwelt zu wachen.

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