Sommer 1913, Baden Baden. Wie jedes Jahr ist Selma mit ihren Eltern, Oma Meta und Bruder Grischa in der Sommerfrische im Hotel Bellevue. Das Hotel kennt sie in- und auswendig, sie hat hier als Kind mit Grischa auf dem Dachboden Versteck gespielt. Jetzt ist sie endlich erwachsen, hat zum Entsetzen von Mutter Hedda den Führerschein und den roten Audi von ihrem Verlobten Gero. Die Spritztouren trösten Selma, als Gero, der als junger Partner in einer Berliner Kanzlei arbeitet, nicht wie vereinbart zu ihnen stoßen kann.
Auf einer der Ausfahrten lernt sie die achtzehnjährige Constanze kennen, eine patente junge Frau aus Metz, die nicht nur Auto fährt, sondern sogar in der Lage ist, es zu reparieren. Ingenieurin möchte sie gar werden. Weiterlesen
Historische Romane
Tanja Kinkel: Manduchai – Die letzte Kriegerkönigin
Asien im 15. Jahrhundert: Während die Männer der Mongolen und der Chinesen um die Macht streiten, finden zwei bemerkenswerte Frauen ihren eigenen Weg zu Einfluss. Manduchai wird als Tochter eines mongolischen Anführers geboren und durch den frühen Tod ihres einzigen Bruders ist sie für den Vater bald umso kostbarer. Sie schießt besser als all ihre männlichen Konkurrenten und würde nichts lieber, als an der Seite ihres Vaters gegen die Chinesen in deren Reich der Mitte zu ziehen. Doch als Frau muss man unter den Mongolen andere Strategien anwenden, um an die Macht zu kommen. Im gar nicht so fernen China lebt die Kinderfrau Wan, die den einzigen Sohn des Kaisers betreut. Weiterlesen
Antonia Hodgson: Das Teufelsloch
Wir schreiben das Jahr des Herren 1727. London und das eigenständige Southwalk warten, nach dem Ableben König George I. auf die Krönung seines Sohnes George II. zum Herrscher über das Britische Reich. Die Wirtschaftskrise, die nach dem Zusammenbruch der South Side Company 1720 die Metropole erfasst hat, hat ihre Spuren hinterlassen – Not, Leid und Armut all überall. So greifen Unzucht und Verbrechen, der Not folgend um sich, die Pest wütet und wiegelt die Massen weiter auf. Weiterlesen
Conn Iggulden: Die Rosenkriege 01: Sturmvogel
Seit Mitte des zwölften Jahrhunderts herrschten Könige der Plantagenet – Linie sowohl über England als auch über einen großen Teil Frankreichs.
Anfang des fünfzehnten Jahrhunderts kämpfte in Frankreich König Heinrich V erfolgreich gegen Karl VI von Frankreich. Berühmt wurde die Schlacht von Azincourt, die zum Ende des Rittertums beitrug, da englische Bogenschützen mit ihren Langbögen die zahlenmäßig überlegenen, schwer gepanzerten französischen Ritter besiegten. Weiterlesen
Birgit Jasmund: Die Tochter von Rungholt
Nordfriesland, 1361: Als Ivens Vater von den Wogensmannen erschlagen wird, sinnt er auf Rache. Doch im Rechtssystem der Inselgruppen ist das alles andere als einfach. Zuerst braucht er zwölf Unterstützter im Rat, damit sein Gesuch überhaupt wahrgenommen wird. Auch der Mann seiner Schwester wurde bei dem Überfall umgebracht und da die Schwiegermutter die Bauerstochter nicht leiden kann, verstößt sie sie. So muss Iven plötzlich nicht nur für den kompletten Hof sorgen, sondern auch seine Schwester durchbringen. Die hat selbst kein einfaches Leben, denn die Großmutter war im Volksmund als Hexe und Heilerin bekannt und die Menschen glauben nun, dass deren Gaben auf Laefke übergangen sind. Weiterlesen
Charlotte Thomas: Das ferne Land
Candia, heutiges Kreta, 1645: Als Katharina die Nachricht erhält, dass ihr Ehemann im fernen Arabien verstorben sei und ihr ein beträchtliches Vermögen hinterlassen habe, traut sie ihren Ohren kaum. Der Taugenichts, der das Erbe ihres Vaters verprasst hat, scheint doch noch zu Geld gekommen zu sein. Sie beschließt, mit ihrer Haushälterin Jokasta und dem Russen Pjotr nach Arabien zu reisen. Als Faliero, ein angesehener Mann der Stadt, davon Wind bekommt, setzt er sie auf den Verräter Massimo an, den Katharina für ihre Reise als Dragoman, als Fremdenführer, engagieren soll. Die ungleiche Weggemeinschaft beginnt ihre Reise in den Orient, auf ihrem Weg zahlreiche Abenteuer, karge Wüsten und gefährliche Liebschaften. Weiterlesen
Isabel Beto: Korallenfeuer
Noëlle, eine junge Sklavin auf Mahé, eine Insel der Seychellen, träumt davon, einmal jemandem zu gehören, der sie nicht gekauft und gebrandmarkt hat, sondern der sie zuerst als Person wahrnimmt. Dabei hat sie es gut im Vergleich zu den Plantagenarbeitern. Ist es, weil sie halb weiß ist? Als Heilerin und begnadete Köchin führt sie ein privilegiertes Leben. Familie hat sie nicht, nur einen alten Onkel. Als der sich verletzt und der ortsansässige, dem Alkohol zugetane Arzt, .seinen Arm amputieren will, verzweifelt Noëlle. Just in diesem Moment legt ein französisches Schiff an. Mit einem Schiffsarzt. Sie fleht ihn um Hilfe an. Weil er außerdem als Steinschneider bekannt ist und der Gouverneur der Insel unter Blasensteinen leidet, übernimmt Thierry Carnot vorübergehend die Krankenstation. Weiterlesen
Jamie Ford: Die chinesische Sängerin
Seattle, 1934: Als der 12-jährige Waise William ein Plakat von der Schauspielerin und Sängerin Willow sieht, traut er seinen Augen kaum. Das ist seine Mutter! Das muss sie sein! Gemeinsam mit seiner blinden Freundin Charlotte setzt er alles daran, die Frau zu treffen. Doch das ist gar nicht so einfach. Das Sacred Hearts-Waisenhaus muss man erstmal hinter sich lassen. William beginnt eine Reise in seine eigene Vergangenheit und deckt Vieles auf.
Ein Waise heißt in der Geschichte nicht zwangsläufig, dass beide Elternteile verstorben sind. In den meisten Situationen, die im Roman geschildert werden, konnten die Eltern sich entweder nicht mehr um das Kind kümmern oder sie wollten es nicht mehr. Weiterlesen
Laila el Omari: Schattenmädchen
Ceylon, 1895: Bisher war das Leben auf den Teeplantagen für die 16-jährige Maya von Langeweile geprägt. Doch in diesem Jahr hat nicht nur ihre Schwester Irene ein Geheimnis, auch der in der anderen Hälfte des Herrenhauses lebende Adrian taucht von seiner Schulausbildung im fernen London wieder auf. In der Zwischenzeit ist aus dem Lausbuben ein junger Mann geworden, der sofort Mayas Aufmerksamkeit in seinen Bann zieht. Und dann ist da noch das seltsame Kellerverlies, welches Maya mit Adrian gemeinsam entdeckt. Wer wurde dort gefangen gehalten? Und warum? Maya steht kurz davor, ein gut gehütetes Familiengeheimnis aufzudecken … Weiterlesen
Iny Lorentz: Der weiße Stern
Gisela und Walther sind aus Preußen geflohen und wollten in Amerika ein neues Leben beginnen, wie so viele Auswanderer im 19. Jahrhundert. Doch ihr Schiff kenterte und statt in New Orleans strandeten sie in Mexiko, genauer gesagt in der Provinz Tejas.
Dort teilte der Alcalde von San Felipe de Guzman den Schiffbrüchigen Land zu.
Inzwischen haben die Einwanderer hart gearbeitet, um die Wildnis urbar zu machen und sich eine Existenz zu schaffen.
Das Dasein ist nicht einfach in diesem dünn besiedelten Teil Mexikos. Walther treibt Handel mit den Indianern, sogar mit Po’ha-bet’chy, der zum Stamm der gefürchteten Komantschen gehört. Seine vorurteilsfreie Haltung und seine Ehrlichkeit zahlen sich aus, als Gisela ihr Kind zur Welt bringt, und es nicht stillen kann. Weiterlesen