Als die Kunsthistorikerin Ana von ihrem Partner einen Brief in die Hand gedrückt bekommt, der 1942 geschrieben wurde, kann sie noch nicht ahnen, dass dieser Brief ihr Leben und ihre Sichtweise verändern wird. Sie beginnt auf sein Drängen hin zu recherchieren, was sie über den SS-Sturmbannführer Georg von Bergheim finden kann. Ihre Suche führt sie schnell zu der Jüdin Sarah Bauer und einem Gemälde von unschätzbarem Wert. Sie trifft aber auch eine Liebe gegen jedes Gesetz des Reiches, die zwischen einer Jüdin und einem SS-Mann. Weiterlesen
Historische Romane
Charlotte Roth: Als wir unsterblich waren
November 1989. Was unmöglich schien, geschieht. Die Mauer fällt. und in Berlin strömen Menschen aus Ost und West aufeinander zu, die ganze Stadt ist im Freudentaumel. Die Studentin Alex wird eher unfreiwillig von ihrer Freundin mitgeschleppt, sie verlieren sich im Gewühl und Alex, die Änstliche, die in Menschenmengen zu Panikattacken neigt, kippt um – direkt in die Arme eines jungen Mannes. Ist es ihr ungewöhnliches Kennenlernen oder Schicksal, aber sie können nicht voneinander lassen und schaffen sich einen Kokon der Stille in dieser turbulenten Zeit.
Alex, die bei ihrer Oma aufwächst, kann es kaum erwarten, Momi die Liebe ihres Lebens vorzustellen. Weiterlesen
David Safier: 28 Tage lang
Polen, 1942: Die Jüdin Mira schmuggelt Lebensmittel, um ihre kleine Familie zu ernähren. Immer wieder bringt sie sich in Gefahr, verhaftet zu werden – und entkommt. Doch dann beginnen so genannte „Umsiedelungen“ der Juden in den Osten und was erst nur Gerüchte sind, wird allmählich zur bitteren unumgänglichen Wahrheit: Diese Umsiedelungen sind der sichere Weg in den Tod. Mira schließt sich wild entschlossen dem jüdischen Widerstand an.
Was für ein Mensch willst du sein? Diese Frage stellt sich Mira im Laufe der Geschichte immer und immer wieder. Besonders wenn es brenzlig wird und sie nicht mehr weiß, wie sie handeln soll. Weiterlesen
Andrea Schacht: Triumph des Himmels
Frankreich, 1925: Von Paris bis Berlin, eine reizvolle Rallyestrecke ist ausgeschrieben und weckt das Interesse unterschiedlichster Persönlichkeiten. Mac und sein Gehilfe Hans wollen mit ihrem Ford T daran teilnehmen, denn Mac wittert im Anschluss an die Rallye einen Posten bei dem Autohersteller. Reporterin Emmalou glaubt durch Rallye endlich an ihren journalistischen Durchbruch. Nie wieder von Frauen hinterm Herd und Fleckentfernung schreiben! Sie setzt sich in den Kopf, die Rallye mit einem Flugzeug aus der Luft zu begleiten. Weiterlesen
Nicole Steyer: Das Pestkind
Rosenheim, zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges.
Marianne lebt als Ziehtochter bei der Witwe Hedwig Thaler, der Brauereiwirtin, und deren zurückgebliebenem Sohn Anderl. Die Thalerin hat Marianne als Kleinkind aufgenommen, als sie die einzige Überlebende einer Pestwelle im Dorf Aibling war. Doch eine gute Mutter ist die Wirtin nicht, sie hasst ihren Sohn und hat nie ein freundliches Wort für ihre Ziehtochter gehabt. Marianne, das Pestkind, wie sie in Rosenheim genannt wird, verachtet und gefürchtet, sie steht im Ruf, Unglück über alle zu bringen.
Marianne fügt sich in ihr Schicksal und erwartet nichts als harte Arbeit vom Leben, denn wer wird sie, die Geächtete, je zur Frau nehmen wollen? Weiterlesen
Sabine Weiß: Hansetochter
1375 ist Lübeck eine der mächtigsten Hansestädte. Geschäfte mit England und Norwegen aber auch im Orient haben findige Kaufleute sehr reich und einflussreich gemacht. Der Kaufmann Konrad Vresdorp gehört zu diesem elitären Kreis, so dass er anlässlich Königs Waldemar Besuch in der ersten Reihe steht. Nach dem Empfang stirbt er unter mysteriösen Umständen. Konrads Testament bestimmt sowohl seinen Bruder Hartwig als auch einen befreundeten Kaufmann zum Vormund seiner beiden Kinder. Als der Onkel mit der eigenen Familie in das Haus des verstorbenen Bruders zieht, ist das behütete Leben im Reichtum für die fünfzehnjährige Henrike und den zwölfjährigen Simon Geschichte. Weiterlesen
Sebastian Barry: Ein langer, langer Weg
Ein Buch, das bereits 2005 auf der Shortlist für den Booker-Preis stand, ist nun endlich auch auf Deutsch erschienen: Sebastian Barrys „Ein langer, langer Weg“. Es beschreibt auf sehr eindringliche und emotional nahe gehende Weise den Horror des Ersten Weltkriegs. Wer sich also weniger für Schlachtenfolgen und nackte Fakten interessiert, dafür aber wissen will, wie schrecklich es in den Schützengräben Flanderns zwischen 1914 und 1918 für die beteiligten Soldaten wirklich war, der sollte entweder Erich Maria Remarques berühmtes „Im Westen nichts Neues“ oder eben diesen Roman lesen. Weiterlesen
Andrea Camilleri: Die Revolution des Mondes
Es war einmal ein Vizekönig. Der starb an Überfettung und verfügte, dass seine Frau Eleonora seine Nachfolgerin wird. Sie half Waisen, beendete Ruckzuck einen Krieg und deckte Kindesmissbrauch in kirchlichen Kreisen ab. Trotzdem saß sie nur 27 Tage auf dem Thron.
Der neue Roman des italienischen Bestseller-Autors Andrea Camilleri, „Die Revolution des Mondes“, liest sich wie ein Märchen, beruht aber auf einer wahren Begebenheit. Die spanische Vizekönigin Donna Eleonora de Moura gab es 1677 auf dem Thron in Sizilien tatsächlich; Camilleri hat sie ausgeschmückt, erzählt sie in einer behutsam antiquierten Sprache so spannend wie einen Krimi. Weiterlesen
Sabine Wassermann: Die Wikingersklavin
Haithabu, Hafenstadt in Dänemark, im Jahr 1066. Hierhin, in ein Hurenhaus, hat es die junge Sophia verschlagen. Friesen überfielen ihr Dorf bei Bremen, erschlugen ihren Vater und verschleppten sie. Der Wikinger Askell kauft sie der Hurenwirtin ab. Als seine Sklavin soll Sophia sein Bett wärmen. Durch einen Zufall gerät auch der Mönch Aidan in Askells Besitz.
In Norwegen jedoch läuft nicht alles nach Askells Plan, und bis er mit seinen Sklaven Unterschlupf im Dorf Grimkjelldorf findet, müssen sie um ihr Überleben kämpfen. Weiterlesen
Petra Durst-Benning: Die Champagnerkönigin
Champagner – allein das Wort lässt die Zunge schon prickeln. Es klingt mondän, exklusiv, nach Leben mit Leichtigkeit und Luxus. Wir schreiben das Jahr 1989, Isabelle besaß als Berliner Fabrikantentochter alles außer ihrer Freiheit. Hals über Kopf hat sie sich in den Pfälzer Winzersohn Leon verliebt und mit dem Kopf voller Flausen in Berlin alles stehen und liegen lassen, um mit ihm zu gehen. Ihre gemeinsame Verbindung war zunächst das Radfahren, der Vorgängerroman „Solange die Welt noch schläft“ erzählt die Geschichte ihrer Freundin Josefine und reißt Leons und Isabelles Liebesgeschichte an, hier wird sie weitererzählt. Aber so ein Winzerleben ist nicht im geringsten so, wie Isabelle sich das vorgestellt hat, so ist sie heilfroh, als Leon ein Weingut in der Champagne erbt. Endlich kommt sie aus der verhassten Pfalz weg und fort von der kritischen Schwiegermutter. Weiterlesen