Sabine Ebert: 1815 – Blutfrieden

blutZwei Jahre sind vergangen, seit Sabine Ebert mit 1813 ihren PR-Coup gelandet hat. Doch die Geschichte war noch nicht zu Ende erzählt. Obwohl Napoleon nämlich in der großen Schlacht bei Leipzig geschlagen wurde, war er noch nicht besiegt.

2015 also folgt das Buch 1815 – Blutfrieden.

Im frühen 19. Jahrhundert herrscht Elend in den deutschen Städten. Die fliehenden französischen Soldaten ziehen Verwüstung, Hunger und Krankheit hinter sich her. Für Jette bedeutet das nicht nur, dass sie Leipzig verlassen muss, sondern auch ein unverhofftes Verlöbnis. Weiterlesen →

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Titus Müller: Berlin Feuerland

feuer„Feuerland“ heißt das Viertel in Berlin, in dem die neuen Industrieschonsteine qualmen. Dort lebt Hannes Böhm – mehr schlecht als recht. Weil er sich auf gar keinen Fall in einer der neuen Fabriken verheizen lassen will, verdient er sich ein Zubrot als Fremdenführer für gelangweilte reiche Mädchen durch das Armenviertel. Dabei lernt er Alice kennen. Die ist mehr als nur ein gelangweiltes reiches Mädchen, auch wenn sie im Berliner Stadtschloss wohnt. Sie ist ehrlich schockiert über die Dinge, die sie zu sehen bekommt, über die Mütter, die ihre kranken Kinder nicht ernähren können und über im Elend sterbende Menschen. Weiterlesen →

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Martha Lea: Die Entdeckungen der Gwen Carrick: Roman

gwenVictorianische Romane bekommt man in bester Qualität von den Bronte-Schwestern; die 45-jährige Britin Martha Lea versucht sich auch daran. „Die Entdeckungen der Gwen Carrick“ ist ihr Debüt-Roman, und Lea muss noch viel lernen.
Die Geschichte, die zwischen 1859 und 1866 in Cornwall und Brasilien spielt, klingt spannend: Gwen Carrick ist Insektenforscherin und zeichnet diese Tiere. Sie lernt den Arzt Edward kennen und folgt ihm an den Amazonas. Aber Edward hat ein Geheimnis.
Lea packt zuviel in den Roman hinein und verliert den roten Faden. Polizeiberichte, die zwischendurch seitenlang abgedruckt sind, machen es nicht leichter, sich zurechtzufinden. Dabei ist die Sprache, in der Lea auch die Atmosphäre der Zeit und der Orte einfängt, schön. Nur ungeordnet, wenig schlüssig und nicht stringent ist dieser Erstling.

Martha Lea: Die Entdeckungen der Gwen Carrick: Roman.
Droemer, Februar 2015.
416 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Carmen Lobato: Die Stadt der schweigenden Berge

bergBerlin, 1931: Die Archäologie-Studentin Amarna sitzt an ihrer Abschlussarbeit und kommt partout nicht weiter. Nachts plagen sie schwere Alpträume und sie hat immer wieder das Gefühl, dass diese Träume etwas mit ihrer eigenen Vergangenheit zu tun haben. Was verschweigt ihr Vater, der selbst ein erfolgreicher Archäologe ist? Und warum kann sie sich gar nicht an ihre Mutter erinnern? Als ihr Weg den des Armeniers Arman kreuzt, nimmt ihr Leben eine andere Wendung. Sie ist davon überzeugt, die untergegangene hethitische Stadt Hattuša, die Stadt der schweigenden Berge, mit eigenen Augen sehen zu müssen, um herausfinden, wer sie wirklich ist. Weiterlesen →

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Courtney Collins: Unbändig

unbAustralien, 1921: Als die Farm ihres Ehemannes in Flammen steht, flieht Jessie mit ihrem Neugeboren auf dem Arm in die Wildnis. Doch bald wird klar, dass ihre Hände in Blut getränkt sind und sie selbst den Mann erschlagen hat. Sie begräbt das zu früh geborene, aber lebende Kind und zieht sich ins Outback zurück. Entkräftet von der Geburt, bricht sie bald an einem Flussufer zusammen und wird von einem alten Ehepaar aufgesammelt. Dabei muss sie doch eigentlich fliehen, dann bald werden sie nach ihr suchen und diesmal keine Gnade walten lassen. Weiterlesen →

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Claudia & Nadja Beinert: Die Kathedrale der Ewigkeit

beinNaumburg, im 11. Jahrhundert. Markgräfin Uta von Ballenstedt ist fast am Ziel ihrer Träume angelangt: Die Kathedrale, ihr Lebenswerk, konnte aller Widrigkeiten zum Trotz gebaut werden, nur die Ausmalungen stehen noch an. Das Einzige, was ihr zu ihrem Glück fehlt, ist, ihre unglückliche Ehe mit Ekkehard einvernehmlich scheiden zu lassen. Denn ihre große Liebe ist Hermann, sein Bruder. In Kaiserin Gisela weiß sie eine Fürsprecherin für ihr Ansinnen. Am Abend trifft sie sich mit dem Geliebten in der Kapelle neben der Kathedrale. Weiterlesen →

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Christina Baker Kline: Der Zug der Waisen

zugMaine, 2011: Die 17-jährige Molly ist als Pflegekind seit Jahren von Familie zu Familie gereicht wurden. Als sie in einer Bibliothek ein Buch mitgehen lässt, wird sie zu 50 Stunden gemeinnütziger Arbeit verdonnert, um einem Jugendarrest zu entgehen. Diese Stunden soll Molly bei der alten Vivian ableisten, die einen Dachboden voller Erinnerungen hütet. Die meisten der Kisten führen zurück ins Jahr 1929 und die Jahre danach. Denn damals verlor Vivian ihre Familie, ja sogar ihre Identität und fuhr mit den Waisenzügen ins Landesinnere, auf der Suche nach einer neuen Familie und einer neuen Aufgabe. Doch Vivian hatte nicht immer Glück und schon bald wird Molly klar, dass die beiden mehr verbindet als nur die lästige Aufgabe. Weiterlesen →

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Amy Forster: Der Himmel über Berkeley Park

parkBerkeley Park im Frühjahr 1912. Während die Welt entsetzt ist über den Untergang der Titanic, geht auf dem Landsitz der adeligen Familie Clay alles seinen traditionellen Gang. Die Dienerschaft weiß, wo ihr Platz im Leben ist, an Traditionen hält man fest. Einzig Rhys, ältere der jungen Mylords und Ella, ein irisches Dienstmädchen, teilen ein Geheimnis. Bis ein schrecklicher Unfall Ellas Gedächtnis und ihr munteres Wesen löscht. Weiterlesen →

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Lyndsay Faye: Die Entführung der Delia Wright

deliaTim Wilde ist zurück. Immer noch in der neugegründeten New Yorker Polizeitruppe, immer noch mit einem Bruder geschlagen und immer noch mit dem Herz am rechten Fleck. Leider wurde das Herz bereits gebrochen und daran leidet er sehr.

Im zweiten Band, der recht zielstrebig auf eine Fortsetzung im Bürgerkrieg hinzusteuern scheint – noch sind wir im Jahr 1846 – , ist dem Norden die Sklavereifrage noch nicht schwerwiegend genug, um sich mit dem Süden zu zerstreiten. Zwar haben Schwarze grundsätzlich das Recht zur Freiheit, aber auch in New York gibst es Sklavenjäger, die den Plantagenbesitzern im Süden ihr Eigentum zurückbringen. Nicht alle davon sind seriös. Weiterlesen →

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Ursula Niehaus: Die Stadtärztin

arztUlm, im 16. Jahrhundert. Vor wenigen Jahren hat der wütende Mob Kirchen gestürmt und zerstört, was ihm vor die Finger kam. Agathe geriet mitten hinein und musste hilfos mit ansehen, wie ihre Schwester dabei schwer verletzt wurde.
Heute sind die Wogen im Religionsstreit noch stets nicht geglättet. Die wissbegierige Agathe jedoch hat andere Sorgen. Sie würde so gerne lernen, genauer gesagt Medizin studieren wie ihr älterer Bruder. Als Mädchen ist ihr das verwehrt. Dabei hat sie nur den einen brennenden Wunsch, Menschen zu heilen. Unbemerkt schleicht sie bei jeder Gelegenheit aus dem Haus, um in einem ehemaligen Kloster den Beginen bei der Pflege der ärmsten Siechen zu helfen. Weiterlesen →

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