Eine irrsinnige Geschichte, die wahr ist
Zum Inhalt
Dirk Stermanns Buch ist aus der Sicht des jungen Cherubino geschrieben. Er wird im Alter von 15 Jahren von seinem Heimatdorf in den Abruzzen zur Ausbildung als Krankenpfleger nach Pergine eingeladen. Eine Gelegenheit, die er gerne annimmt. In der dortigen psychiatrischen Anstalt lernt er nicht nur einen Beruf, sondern auch Lesen und Schreiben, verliebt sich in die junge Nonne Letizia und schließt Bekanntschaften mit futuristischen Künstlern. Einer von diesen ist es auch, der dem Leiter der Anstalt von einem neuen Projekt erzählt. Die italienische Stadt Fiume (heute Rijeka) wurde im Zweiten Weltkrieg durch die Italiener von den Kroaten zurückerobert. Dort möchte ein gewisser Gabriele D’Annunzio einen neuen Staat gründen. Dieser soll modern, voller Liebe, Militär-Verehrung und Musik sein. Als Minister sollen „harmlose Irre“ aus psychiatrischen Anstalten aus ganz Italien eingesetzt werden – u.a. auch aus Pergine. Cherubino wird beauftragt, den Patienten Zino nach Fiume zu begleiten. Dort angekommen ist Cherubino über praktische Umsetzung dieses modernen Staates schockiert: Orgien, Drogenexzesse, ständige Feiern und keine Justiz. Dennoch beschließt er mit Letizia als Begleiterin dort zu bleiben, um „auf die Irren aufzupassen.“ Denn andere Pfleger verlassen die Stadt schnell wieder oder werden versehentlich bei Salut-Schüssen umgebracht.
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