Reese Witherspoon, Harlan Coben: Ohne ein letztes Wort

Der Einsatz von Militärärzten, Liebe und Opferbereitschaft, Altruismus und Egozentrik, KI und Deadbots, medizinischer Fortschritt und Schönheitsindustrie, Geldgier, Macht und Skrupellosigkeit – das sind die Themen der ersten Zusammenarbeit des Multitalents Witherspoon (Schauspielerin, Produzentin, Autorin) und eines der erfolgreichsten Thriller-Autoren der Gegenwart.

Maggie McCabe, eine begnadete und einst gefeierte plastische Chirurgin der amerikanischen Armee, hat ihre Approbation verloren. Bald danach macht ihr ein Mittelsmann ein eigentlich dubioses Angebot: Sie soll einen offensichtlich steinreichen Mann operieren, erfährt aber keinerlei Details und darf mit niemandem jemals darüber reden. Aber zum einen brennt Maggie für ihren Beruf, zum anderen bietet man ihr ein horrendes Honorar – 10 Millionen Dollar – und die Tilgung aller Schulden ihrer Schwester. Also nimmt sie das Angebot an und findet sich in der Luxusvilla, inklusive eines hochmodernen Operationssaals, eines russischen Oligarchen wieder, und soll nicht nur ihn operieren, sondern auch seiner jungen Geliebten Nadja zu größeren Brüsten verhelfen.

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Jennette McCurdy: Half His Age

Rauschhaft, ehrlich, unvergesslich

„Und es ist die reine Folter. Es ist berauschend. Unvermeidlich. Diese Art von Anziehung ist es. Die Art, bei der man sich völlig sicher ist, dass es dazu kommen wird, nur weiß man noch nicht, wie.“ (S. 17)

Cover und Titel? Ich musste das Buch lesen!

Ich bin nicht eine von denen, die erstmal das ganze Buch nacherzählen muss, um dann zu sagen, dass es elektrisierend war. Ich sag’s gleich: „Half His Age“ hat mich erwischt! Ich habe es in drei Tagen durchgesuchtet, fast gierig, und erst danach gemerkt, wie sehr es mich unterwandert hat.

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Ruth Kornberger: Die Spur des Bambusbären

Das Porträt einer wagemutigen Frau, die unser modernes Verständnis von Tierliebe mitgeprägt hat: Ruth Harkness lebt als Modedesignerin in New York und ist als High-Society-Ikone für ihre legendären Partys bekannt. Ihr Ehemann Bill startet weltweit Expeditionen, um seltene Tiere aufzuspüren. Sein Traum: einen Panda zu finden. Die scheuen Waldbewohner hatten in den 1930er Jahren noch den Status eines Einhorns – viele Legenden rankten sich um sie. In der westlichen Welt hat sie noch kein Mensch zu Gesicht bekommen. Nach Bills plötzlichem Tod möchte Ruth sein Vermächtnis fortsetzen und startet eine eigene Expedition. Ihr Ansatz lautet anders: Sie möchte die Tiere nicht schießen und ausstopfen. Sie möchte lebende Pandas fangen, damit man sie in Zoos studieren kann. Auf diese Weise möchte sie Menschen dazu bringen, Tiere als etwas Lebens- und Liebenswertes anzusehen und zu ihrem Schutz beizutragen. Mit hehren Absichten gestartet, tritt Ruth unwissentlich eine Welle in Gang, die jedoch genau Gegenteiliges zu bewirken scheint … Eine tragisch-schöne Geschichte, basierend auf wahren Begebenheiten.

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Romy Hausmann: Himmelerdenblau

Seit 2023 ist Julie Nowak verschwunden. Ihr Vater hat nie aufgehört, nach ihr zu suchen. Als sich ihr Verschwinden zum zwanzigsten Mal jährt, nimmt die Podcasterin Liv Kontakt zu ihm auf. Sie möchte ein Interview führen und gemeinsam mit ihm herausfinden, was damals wirklich geschah. Trotz aller Bedenken sagt Theo, Julies Vater, zu. Er leidet an Demenz und merkt selbst, dass seine klaren Phasen immer seltener werden. Da er unbedingt wissen will, was damals passiert ist, freut er sich, dass Liv ihm helfen möchte, alles aufzudecken.

Hier ist nichts so, wie es scheint – und die Geschichte ist so spannend, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

Der Einstieg ins Buch ist zunächst etwas ungewöhnlich, da man das Gefühl hat, abrupt in die Handlung hineingeworfen zu werden. Die Kapitel aus Theos Perspektive sind ein wenig wirr, genauso wie sein Geist selbst, und es dauert eine Weile, bis man den Überblick gewinnt. Doch genau dieses Chaotische empfand ich als äußerst spannend, sodass ich das Buch kaum weglegen konnte.

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Clare Mackintosh: Die Toten der anderen

Zwischen England und Wales liegt ein See. Auf dem einen Ufer wurde „The Hill“ gebaut, eine noble Wohngegend für reiche Leute. Reiche englische Leute meist. Auf der anderen Seite liegt Wales. Dort ist man nicht ganz so reich und arbeitet häufig für die reichen Engländer. Aber das ist nicht ganz fair, denn auch auf englischer Seite liegt hinter „The Hills“ das Viertel, in dem Allie wohnt, die gerne reich und versnobt wäre, es aber nicht ist.

Auf englischer Seite sorgt Leo für Ordnung, auf walisischer Ffion. Die beiden sind in den ersten beiden Bänden mühsam zusammengekommen und Allie ist Leos geschiedene Frau. Leo bearbeitet gerade eine Einbruchserie in „The Hill“, bei der wenig gestohlen wird, aber zunehmend Menschen verletzt werden. Ffion bekommt es gleich mit einer Leiche zu tun. Eine Immobilienmaklerin wird tot aus einem Kanu geborgen, was zunächst wie ein betrunkener Unfall aussah, entpuppt sich als Mord. Und mehr und mehr stellt sich heraus, dass die beiden Fälle zusammenhängen.

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Anne Labus: Das alte Kapitänshaus: Inselstürme

Ein schöner leichter, mit viel Liebe zur Kanalinsel Jersey geschriebener Roman, der sich wunderbar so „wegliest“. Die handelnden Personen sind uns zum Teil ja schon aus dem ersten Teil der Trilogie, „Inselsehnsucht“, bekannt, neue kommen hinzu. Nicht minder sympathisch und authentisch. Seien es die spanischen Künstler, die eine Woche im „Alten Kapitänshaus“ für Leben und ein bisschen Aufruhr sorgen oder die älteren französischen Herrschaften, die mit ihren Enkeltöchtern Urlaub auf der Insel machen und Jasmin vollauf beschäftigen oder sei es auch der attraktive Architekt Christian, der Jasmin und ihren siebenjährigen, sehr aufgeweckten Sohn Tim im Laufe der Geschichte zu mehr als einem guten Freund wird, der ihnen zur Seite steht, als der Sturm den alten Wintergarten zerstört oder Murad, dem Koch, hilft, sein eigenes Restaurant zu eröffnen.

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Nicole Böhm: House of Zodiac: Sternenstaub

Zodiac ist eine Parallelwelt, in der das Sternzeichen über die magische Fähigkeit bestimmt. Jupiter findet auf dem Jahrmarkt ein Amulett, das sie kurze Zeit später tief in diese Welt zieht und nicht mehr loslassen möchte. Es beginnt die Flucht vor Intrigen, Geheimnissen und der eigenen Vergangenheit. Und hinter jeder Ecke lauert der Tod, ohne Hoffnung, jemandem trauen zu können. Oder ist da Nox?

„Wer Antworten bei den Sternen sucht, darf die Wahrheit nicht fürchten.“ (~ House of Zodiac, Band 1)

Und die Wahrheit ist, dass mich dieses Buch in seinen Bann gezogen hat und nicht mehr loslassen wird, bis der zweite Teil übernimmt! Eine Welt, in der das Sternzeichen über magische Fähigkeiten bestimmt? Großartige Idee! Ich glaube, bisher hat sich nur ein kleiner Teil von Zodiac – einer Parallelwelt – gezeigt, aber definitiv Lust auf mehr gemacht. Sie hat sich wesentlich düsterer gezeigt, als ich erwartet hatte, das ändert jedoch nichts am komplexen Weltenbau mit vielen Legenden und Geheimnissen, die es noch aufzudecken gilt.

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Callie Hart: Brimstone: Königin der Finsternis

Obwohl ich mich dran erinnern kann, dass mir der erste Band „QuickSilver“ von Callie Hart ziemlich gut gefallen hat, konnte mich der zweite nicht wirklich überzeugen. Das World-Building mit den verschiedenen Ebenen hat mich immer wieder den Faden verlieren lassen und die seltsam agierenden Vampire mitten in einer Fae-Welt haben mich irritiert.

Saeris ist inzwischen zur Königin geworden und zu einer Mischung aus Vampir und Fae und damit die Einzige dieser Art. Sie hadert erstaunlich wenig damit, diese Rolle so ganz ohne Vorbereitung einnehmen zu müssen. Ihr „Seelenverwandter“ Kingfisher dagegen hadert die ganze Zeit, um Vergangenes, um Verlorenes und um das Leben ans sich. Dabei gelingt es ihm jedoch als Charakter so blass zu bleiben, dass er selbst hinter den Nebenfiguren zu verschwinden scheint. Unterbrochen wird das Regieren und Hadern dann durch echt übertriebene Sexszenen, die sogar mir, die sowas inzwischen sehr gut überlesen kann, extrem auf die Nerven gegangen sind.

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Catherine Cowles: Fragile: Niemand kennt dich so wie ich

Rhodes kehrt nach Sparrow Falls zurück, um das Haus ihrer Kindheit zu renovieren – jenen Ort, an dem ein verheerendes Feuer einst ihre Familie auslöschte. Doch schon bald merkt sie, dass die Vergangenheit noch lange nicht begraben ist. Seltsame Unfälle, beunruhigende Botschaften und das nagende Gefühl, beobachtet zu werden, lassen sie zweifeln: War das Feuer wirklich nur ein tragischer Unfall?

Auf der Baustelle trifft sie auf Anson Hunt, den besten Freund ihres Stiefbruders. Er ist verschlossen, wachsam – und ganz offensichtlich nicht erfreut darüber, dass sie ihm ständig über den Weg läuft. Dennoch entwickelt sich zwischen ihnen eine unleugbare Spannung, auch wenn Anson beharrlich Distanz wahrt. Als die Bedrohungen eskalieren und Rhodes’ Leben in Gefahr gerät, steht ausgerechnet er an ihrer Seite. Widerstrebend beginnt sie, ihm zu vertrauen, denn Anson scheint mehr zu wissen, als er preisgibt.

Während Rhodes den Schatten ihrer Vergangenheit nachgeht, zieht sich die Schlinge um sie immer enger zu. Jemand in Sparrow Falls will um jeden Preis verhindern, dass sie die Wahrheit aufdeckt – und dieser Jemand hat sie schon immer im Blick gehabt. Still, geduldig, verborgen in der Dunkelheit. Nun ist er bereit, ein tödliches Spiel zu beenden, das längst begonnen hat.

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Donald Windham: Dog Star

Der Weg, ein Erwachsener zu werden, ist voller Erkenntnisse und neuer Erfahrungen. Bei dem jungen Mann Blackie zu Zeiten der Prohibition in Atlanta sind die Weichen seiner Biografie in weiten Teilen vorbestimmt. Der Vater weit weg, die Mutter Alkoholikerin, Armut, der jüngere Bruder lebt bei zwei alten Damen, die älteste Schwester ist alleinerziehende Mutter und ausgezogen. Unter diesen Rahmenbedingungen möchte Blackie viel früher, als es für sein Alter gut ist, das familiäre Nest verlassen. Zeitweise lebt er auf einer County Farm School für schwer erziehbare Jugendliche. Dort arbeitet Blackie zusammen mit anderen Jungen und muss sich seinen Platz in der Hackordnung erkämpfen.

Hätte er den Einzelgänger Whitey nicht kennengelernt, wäre das Überleben auf dieser Farm deutlich schwerer geworden. Aber mit dem älteren Freund an seiner Seite ist er stark. Blackie lernt, menschliche Schwäche zu verachten. Und dann hat sich Whitey für den Freitod entschieden. Nun ist Blackie auf sich allein gestellt, und er macht das, was er schon früh gelernt hat: Er wird ein Nestflüchter.

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