Im Leben bekommt man nichts geschenkt. Das weiß Jayna besser als jede andere. Um ihr teures Pharmakologiestudium und die Krebsbehandlung ihrer Mutter zu finanzieren, spielt sie das Sugar Babe für den Eigentümer und CEO des Großkonzerns Addington Pharmaceuticals. Das wird ihr allerdings zum Verhängnis, als sie ausgerechnet mit dessen Sohn Xavier eine Affäre anfängt – und schließlich sogar ein tödliches Geheimnis enthüllt …
Wow, was habe ich hier bitte gelesen?
Am Anfang dachte ich noch, es sei eine recht harmlose Geschichte. Aber plötzlich änderte sich alles. Es geht hier viel um Unterdrückung, familiäre Probleme und Gewalt, man sollte also auf die Triggerwarnung in dem Buch achten.
Die Handlung hält neben der darken Liebesgeschichte auch noch einige traurige und unerwartete Momente bereit, die dafür sorgten, dass ich immer weiterlesen wollte. Man begleitet die Charaktere durch eine Achterbahn der Gefühle – und das nicht unbedingt immer auf positive Art und Weise. Ebenfalls gelang das Thema Pharma gut in die Geschichte. Da es mal was anderes war, war es umso interessanter, mal etwas darüber zu lesen. Es ist eine perfekte Enemies-to-Lovers-Geschichte, bei der man am Anfang jedoch nicht glaubt, dass sie sich so entwickeln würde.
Der Schreibstil von Zara Reed ist großartig, umso mehr freue ich mich, dass dies erst der erste Band der Reihe ist. Sie schreibt packend und verfasst unglaublich gute Dialoge zwischen den Protagonisten. Schon am Anfang der Geschichte sprühen die Funken, fliegen aber auch die Fetzen.
Jayna ist für mich ein unglaublich selbstbewusster und starker Charakter. Sie gibt alles, um ihre Mutter irgendwie zu retten, wenn dies auch bedeutet, dass sie ein Sugar Babe sein muss. Anfangs kann sie nicht wissen, welche Machenschaften Richard wirklich mit ihr treibt, sie gibt sich immer positiv. Zudem hat sie auch noch Brüder, die im Laufe der Geschichte mehr als einmal zu weit gingen und mich mit ihren Handlungen mehr als einmal sprachlos machten.
Xavier kann das Verhalten von Jayna anfangs nicht verstehen, da er in ihr nur die sieht, die für Geld mit seinem Vater schläft. Er ist ein reicher Typ, der alles haben könnte, was er will, und doch macht genau Jayna ihn auf eine merkwürdige Weise verrückt. Er kämpft für Gerechtigkeit, was man von ihm anfangs so gar nicht erwarten kann.
Die beiden zusammen sind eine Explosion. Umso besser fand ich es, dass die Kapitel aus beiden Sichten abwechselnd geschrieben wurden.
Von meiner Seite aus gibt es eine klare Empfehlung für den Auftakt dieser Reihe. Ich bin sehr gespannt auf die weiteren Bände.
Zara Reed: Game of Greed
Knaur, November 2025
336 Seiten, Paperback, 16,99 Euro.
Diese Rezension wurde verfasst von Katja Plattner.
