Kari Vanadis: Secrets of Dublin 2: Gebrochene Flüche

Leslie lebt in einer WG mit ihrer besten Freundin Ciara, einer Hexe, und dem Dämon Nathaniel, der an seinen besseren Tagen als mürrischer Teenager durchgeht und sich zur Bestrafung in ein Oija-Brett verwandelt. Ihre Mutter führt den Antiquitätenladen „Pot of Gold“, natürlicher inklusive magischer Gegenstände und seit dem ersten Band keimt eine zarte Liebe zwischen Leslie und dem halbvampirischen Privatdetektiv Victor auf.

Das sind also die durchaus komplizierten Verhältnisse kurz zusammengefasst, als Ciara, die für ihren Reporterjob wirklich lebt, die Change ihres Lebens erhält. Ein berühmter Duellmagier, der ungefähr den Teenystatus von Taylor Swift hat, bittet sie während eines Interviews um Hilfe  – wobei auch das Interview selbst für Ciara schon einen Karrieresprung bedeutet. Die Familienbanshee ist ihnen erschienen und seine Mutter ist fest davon überzeugt, dass ihr Heulen ihm gilt. Natürlich will Ciara helfen – und Nathaniel und Victor und Leslie. Leslie hat gerade mit ihrem eigenen Fluch zu kämpfen, ein unangenehmer Überrest aus dem ersten Band.

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Karen M. McManus: Such Charming Liars

Kat hat ein alles andere als gewöhnliches Leben, denn ihre Mutter ist eine professionelle Juwelendiebin. Doch nun will sie aus der Branche aussteigen und kommt von ihrer Chefin nur los, indem sie einem allerletzten Juwelenraub zustimmt. Ziel ist die Kette einer reichen Erbin, gestohlen werden soll sie auf dem Anwesen der steinreichen Familie während Feierlichkeiten, bei denen sich Kat und ihre Mutter als Kellnerinnen einschleichen. Doch es kommt alles anders als geplant, denn die Begleitung dieser reichen Erbin ist ausgerechnet der Ex-Mann von Kats Mutter, der ebenfalls ein doppeltes Spiel spielt.

Als dann doch noch jemand ermordet wird, läuft der Konkurrenzkampf endgültig aus dem Ruder. Zusammen mit ihrem Ex-Stiefbruder Liam, versucht Kat, die Intrigen aufzuklären – und dabei selbst am Leben zu bleiben. Und das ist leichter gesagt als getan, denn bei all den charmanten Lügnern um sie herum ist es unmöglich zu wissen, wer die Wahrheit sagt …

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Carissa Broadbent: The Ashes and the Star-Cursed King

Willkommen in Obitraes, einer Welt, in der Mensch und Vampir Seite an Seite leben. Nun ist diese Beschreibung nicht wirklich gänzlich zutreffend, herrschen doch die unsterblichen Vampire und betrachten die Menschen in ihren Slums als rechtlose Nahrung.

Immer wieder gehen sie auf die Jagd, denn, mal ehrlich, was gibt es schon Delikateres, als ein frisch gejagtes Menschenblut, direkt von der Quelle, die von Angst und Panik erfüllt, ihren Lebenssaft mit wunderbaren Aromen aus Adrenalin und Cortison angereichert hat?

Auch Oraya musste dies bereits in sehr jungen Jahren erfahren. Ihre Familie war bei einem Krieg zwischen den verfeindeten Vampirsippen als Kollateralschaden zwischen die Parteien geraten, ein paar einfache Vampirkämpfer wollten sich gerade über das schutzlose, verzweifelte Kind hermachen, da schritt ausgerechnet der nachtgeborene König der Vampire ein. Er nahm das Kind in seinen Haushalt auf, zog das Menschenjunge zur toughen Frau heran. Dass er dabei nicht über sie herfiel, kann kaum einer seiner Untertanen glauben, allein, Oraya sah fürderhin in ihm den Vater, den sie nie gekannt hat.

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Alina Bronsky: Pi mal Daumen

Berührende Freundschaft zweier liebenswert skurriler Figuren in einem etwas unfertigen Roman

Es gibt Träume, für die lohnt es sich zu kämpfen, Träume, die man nicht aufgeben soll, so schwer es auch fällt, weiter an sie zu glauben. Darum geht es vor allem in diesen neuen Roman von Alina Bronsky, der Autorin mit einer Vorliebe für besondere Charaktere.

Hier treffen zwei sehr besondere Figuren aufeinander. Oscar Maria Wilhelm Graf von Ebersdorff, 16-jähriges Mathegenie, der mehrere Klassen überspringen konnte und nun sein Mathematikstudium an der Universität seiner Wahl beginnt. Und Monika Kosinksy, 53, Mutter, Großmutter, Tochter und Schwester, die in mehreren Jobs arbeitet, um über die Runden zu kommen. Auch Monika beginnt das Mathe-Studium und sitzt vom ersten Tag an in den Vorlesungen neben Oscar.

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Reinhard Kaiser-Mühlecker: Brennende Felder

Der mit dem Bayrischen Buchpreis dekorierte Schriftsteller-Bauer Reinhard Kaiser-Mühlecker präsentiert sein neues Buch. „Brennende Felder“ erzählt eine eigenständig lesbare Geschichte, die aber mit seinen vorherigen Büchern über die handlungstragende Figur Luisa in Verbindung steht. Diese Luisa weiß schon als Kind, dass sie ihren Vater mehr liebt als ein kleines Mädchen seinen Papa lieben sollte. An ihrem fünfzehnten Geburtstag erfährt sie, er ist gar nicht ihr biologischer Erzeuger, woraufhin sie ihm sofort ihr Begehren gesteht. Daraus resultiert eine Feindschaft mit der Mutter und Luisa wird aus der Familie entfernt. Sie wächst im Dorf auf und nicht auf dem Hof der Familie. Im späteren Leben beendet sie kein Studium, träumt vom Schreiben, ohne tatsächlich ein Buch zustande zu bringen, hält sich mit wechselnden Beschäftigungen über Wasser, bekommt in zwei Ehen mit zwei Männern zwei Kinder, die beide nicht bei ihr, sondern bei deren Väter aufwachsen, in Kopenhagen und in Göteborg. Dort schlägt Luisa auch immer wieder spontan auf, hält die Kinder tagelang von der Schule fern, weil sie ja mit ihrer Mama Besseres zu tun haben.

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Francesca Maria Benvenuto: Dieses Meer, dieses unerbittliche Meer

Der fünfzehnjährige Zeno sitzt auf einer kleinen Insel im Jugendgefängnis fest. Er kann nicht schwimmen, und das unüberwindbare Meer verabscheut er.

Als ihm seine Lehrerin Anregungen zum Nachdenken und eine besondere Aufgabe gibt, beginnt bei Zeno eine Zeit der Selbstreflexion. Er soll über seine Erlebnisse und Gefühle schreiben. Also fängt Zeno an, über sein Leben zu berichten, wie es um ihn steht und er so nach und nach verschiedenen Auflagen nachkommt, damit er über Weihnachten zwei Tage bei seiner Mutter verbringen darf.

Und während er nachdenkt, schreibt und über das Leben philosophiert, ist seine Fantasie erwacht. Zeno beginnt das Meer zu lieben.

Francesca Maria Benvenuto, Autorin und promovierte Anwältin für internationales Strafrecht, stammt aus Neapel und arbeitet inzwischen in Paris. Sie hat mit ihrem Debüt über ein „fiktives“ Ereignis vor 33 Jahren ein Tor geöffnet, das für Außenstehende kaum begreifbare Lebensumstände offenbart.

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Marc-Uwe Kling: Views

Eigentlich möchte BKA-Hauptkommissarin Yasira Saad nur ihr schlechtes Date genießen und eine kleine Auszeit von der Arbeit haben. Doch dann wirft ein brutales Video ihre Pläne durcheinander. Darin sieht man, wie die 16-jährige Lena Palmer, die am Vortag verschwunden ist, von drei Männern vergewaltigt wird, dem Eindruck nach sind es Flüchtlinge.

Yasira bekommt den Fall zugeteilt – politische Gründe. In den nächsten Tagen versucht sie mit aller Kraft, das verschwundene Mädchen zu finden, aber es ist nicht der Kriminalfall allein, der ihr den Schlaf raubt. Das viralgehende Video löst eine Welle der Empörung aus und rechte Gruppen nutzen es wachsend als Rechtfertigung für Hass und Hetze, die sich irgendwann nicht nur auf die Onlinewelt beschränkt.

Es geht nicht mehr nur darum, das verschwundene Mädchen zu finden, sondern darum, die aufgebrachte und kippende Gesellschaft von drohender Selbstjustiz abzuhalten. Ein immer unmöglicher scheinendes Verfangen, in dem bald auch Yasira selbst um ihr Leben fürchten muss.

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Janine Ukena: Vor uns das Rauschen des Meeres

Sophie war früher jeden Sommer auf Sylt, bis zu dem Tag an dem ihr Vater verhaftet wurde, da er angeblich illegale Geschäfte hatte. Dadurch verschwand er komplett aus dem Leben der jungen Frau und als dieser nun starb, vermachte er ihr das Ferienhaus. Nun kann sie nicht anders, als zurück auf die Insel zu kehren und die Wahrheit herauszufinden. Nur hat sie nicht mit Maximilian Rose gerechnet, denn dieser macht es ihr dank seines Aussehens nicht gerade einfach, ihren Plan in die Tat umzusetzen, dabei war er nur als Mittel zum Zweck gedacht gewesen.

Für mich hat in der kompletten Geschichte die Spannung gefehlt, wodurch ich mich echt schwertat mit dem weiterlesen und das, obwohl ich den Schreibstil von Janine als sehr angenehm empfand. Sie erzählt bildhaft und hat eine große Wortgewandtheit. Dennoch kann ich zu dem Buch keine allzu positive Rezension schreiben.

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Clare Chambers: Scheue Wesen

Fesselndes, auf wahren Ereignissen beruhendes Drama – hervorragend geschrieben

Schon allein auf dieses wunderschöne Cover könnte man Hymnen singen. Es passt perfekt zum Inhalt dieses genialen Romans, ebenso wie der Titel. Denn die Protagonisten der Geschichte sind in der Tat sehr scheue Wesen.

Was sich aber im Laufe der Zeit ändert. Zu Beginn ist die im Mittelpunkt stehende Helen, Anfang dreißig und ledig, sehr schüchtern und zurückhaltend. Dafür gibt es mehrere Gründe. Einer davon ist, dass sie mit einem verheirateten Kollegen eine Affäre hat. Sie arbeitet als Kunsttherapeutin in einer psychiatrischenKlinik in London, es ist das Jahr 1964.

Da wird sie eines Tage zusammen mit Gil, ihrem Liebhaber, der einer der leitenden Ärzte der Klinik ist, zu einem alten Haus gerufen. Nach Beschwerden der Nachbarn hatte die Polizei in diesem Haus eine verwirrte alte Dame gefunden und einen völlig verwahrlosten jungen Mann. William Tapping, so sein Name, spricht nicht, sein Bart reicht ihm bis zu den Knien, er hat offensichtlich seit Jahrzehnten das Haus nicht verlassen, keinen Kontakt zu anderen Menschen als seiner Tante gehabt.

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Ross Macdonald: Schwarzgeld (1965)

Man sieht Lew Archer an, dass er nicht zum mondänen Tennisclub Montevista gehört. Dies liegt unter anderem an seinem einfachen Anzug und den direkten Fragen, die er Angestellten und Mitgliedern über Francis Mantel stellt.

Sein Mandant, ein junger reicher Mann, erklärt, Francis Mantel sei seit zwei Monaten hier, und plötzlich stünde seine ehemalige Verlobte unter Mantels Einfluss. Es sei keine normale, keine gesunde Beziehung. Er mache sich schreckliche Sorgen um sie.

Für den Detektiv Archer aus Los Angeles scheint es ein ganz normaler Fall zu sein, bis er auf Ungereimtheiten stößt. Dieser Mantel bringt auf der einen Seite alles mit, was ein reicher Mann unter seinesgleichen braucht: Arroganz, Geld und den Anspruch, nur das Beste sei gerade gut genug für ihn. Doch auf der anderen Seite hat er die Angewohnheit, genauso schnell zu verschwinden, wie er gekommen ist. Nur dieses Mal will er die Exverlobte des Mandanten mitnehmen.

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